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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Noch immer kein Schaum


Timm
04.11.09, 17:48
FAZ, Natur und Wissenschaft, 4. Nov. 2009

Mit Hilfe des Gammastrahlenblitzes GRB 090510 hat man jetzt einen ersten Blick auf die Feinstruktur des Raumes werfen können. Über die große Distanz der Quelle zur Erde - 7,3 Milliarden Lichtjahre - hätten sich die Geschwindigkeitsunterschiede nämlich stark ausgewirkt.
...

Aus den praktisch gleichen Ankunftszeiten von 321 Gammaphotonen schließen die Forscher, daß Photonen erst dann von der schaumigen Feinstruktur des Raumes gebremst werden, wenn sie Strukturdetails spüren, die kleiner als 80% der Planck-Länge sind. Für alles was sich oberhalb der Planck-Länge abspielt, benötigt man vermutlich noch keine Quantengravitationstheorie, sondern kann weiter auf Einsteins Relativitätstheiorie bauen.


Das könnte auch Bojowalds Schleifenquantengravitation betreffen,

Gruß, Timm

Bauhof
04.11.09, 18:06
FAZ, Natur und Wissenschaft, 4. Nov. 2009. Gruß, Timm

Hallo Timm,

korreliert dieser Artikel mit dem Artikel, auf den ich hier

http://www.quanten.de/forum/showpost.php5?p=43141&postcount=1

hingewiesen habe? Da ist auch von einem Gammstrahlenblitz die Rede.

M.f.G. Eugen Bauhof

Timm
04.11.09, 22:46
Hallo Timm,

korreliert dieser Artikel mit dem Artikel, auf den ich hier

http://www.quanten.de/forum/showpost.php5?p=43141&postcount=1

hingewiesen habe? Da ist auch von einem Gammstrahlenblitz die Rede.

M.f.G. Eugen Bauhof

Absolut, Eugen, es ist derselbe Blitz, aus 7,3 Milliarden LJ. Die Meldung der FAZ war ein Nachhall. Hätte ich eigentlich merken müssen,

Gruß, Timm

Jogi
05.11.09, 00:05
Hmm...

Was wird dann aber aus dem 4-min.-delay, den die Jungs hier (http://arxiv.org/abs/astro-ph/0702008) gemessen haben wollen?
Und das auch noch zwischen Photonen, deren Energiedifferenz gar nicht so groß war.


Gruß Jogi

Timm
05.11.09, 16:34
Hmm...

Was wird dann aber aus dem 4-min.-delay, den die Jungs hier (http://arxiv.org/abs/astro-ph/0702008) gemessen haben wollen?
Und das auch noch zwischen Photonen, deren Energiedifferenz gar nicht so groß war.

Gruß Jogi

Hallo Jogi,

Dein Link erzählt von einem Blitz Ende 2007.

Die Photonen des GRB 090510 kamen "nahezu gleichzeitig" an (und das nach einer Reise von 7 Milliarden Jahren) und unterschieden sich in ihrer Energie um ein "Millionenfaches". Das energierreichste Photon hatte 31 GEV!!!

Da kann man sehen, um wieviele Nasenlängen das kosmische Labor dem CERN voraus ist. Aber natürlich ist der LHC auf ganz andere Fragen angesetzt,

Gruß, Timm

JoAx
05.11.09, 16:53
Das energierreichste Photon hatte 31 GEV!!!

Da kann man sehen, um wieviele Nasenlängen das kosmische Labor dem CERN voraus ist.


Und das nach der Entfernung, und bei der Raumexpansion! Brutal!!!

Was war dann der Grund für den Effekt, den Jogi angesprochen hat? Wie ist die Erklärung? Es muss ja nicht die Raumzeitkörnung sein, oder?


Gruss, Johann

Jogi
05.11.09, 18:03
Hi Timm.

Der Blitz ist sogar noch älter (Mitte 2005).
Und die gemessenen Photonen lagen im TeV-Spektrum, aber eben gar nicht so weit auseinander, schon gar nicht millionenfach.
Irgendwie widersprechen sich die beiden Messungen.
Die Einen wollen eine Laufzeitdifferenz festgestellt haben, die Anderen sagen: "Nö, alle Photonen sind gleichschnell."
Wobei imho beide Aussagen mit Vorsicht zu geniessen sind.
Niemand kennt die genauen Umstände an den Emissionsorten.
Deren Relativbewegungen zu uns dürften eine nicht unerhebliche Rolle spielen (dabei denke ich immer auch an die Rotation und daraus resultierende Tangentialgeschwindigkeiten).

Wie dem auch sei, selbst ein nachgewiesener Delay wäre kein Beweis für eine "körnige" oder "schaumige" Raumstruktur.
Für unterschiedliche Laufzeiten gäbe es auch noch andere Erklärungen.


Gruß Jogi

Timm
05.11.09, 19:59
Irgendwie widersprechen sich die beiden Messungen.


Hi Jogi,

zwei Messungen widersprechen sich nur dann, wenn die zugrunde liegenden Ereignisse identisch sind. Man geht davon aus, daß die GRB's von der Verschmelzung kompakter Objekte, also von Neutronensternen oder von schwarzen Löchern ausgelöst werden. Auch Kollisionen Neutronenstern + schwarzes Loch sind denkbar. Es hängt also von den Details eines solchen Ereignisses ab, welche Photonenenergien in welchem Zeitraum eintreffen. Besonders interessant wird es, wenn das Ereignisgebiet sehr klein ist, weil dann die Photonen nahezu gleichzeitig eintreffen sollten. Und ganz besonders interessant, wenn, wie im hier diskutierten Fall, auch große Energieunterschiede auftreten,

Gruß, Timm

Jogi
21.07.10, 09:09
Vielen Dank für den Sie Informationen,
Immer gerne.

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