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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sonnenflecken vs. Sonnenflecken


Krudan
18.02.10, 11:12
http://www.ussmirage.de/Startrek/pics/sterne/sonnenflecken.jpg

Irgendwie erscheint mir das analog... Was kann man daraus lernen? Der Mensch spiegelt über seine Haut-UV-Reaktionen die Sonnenaktivitäten ?!


Melanozyten (Plasmaströme von der Basal- über die Körnerschicht der Haut)
<>
Sonnenflecken (Plasmaströme durchdringen die Schichten der Sonne)


Die UV-Aufnahmen der Sonnenflecken erscheinen auf der Sonne als Dunkle Punkte.

Bei UV-Aufnahme erscheinen Sonnenflecken auf der Haut als Dunkle Punkte.


Für mich tuen sich durch Analogisieren immerwieder bestaunbare Zusammenhänge in der kosmischen Ganzheit auf... Kombiniere, kombiniere.... Und ich denke, dass dies
Erkenntnisimpulse der Metaphysik sind, welche der Wissenschaft dienlich sein können bzw. sind, auch wenn es für viele Rationalisten nur wie eine triviale Spielerei anmutet...

möbius
18.02.10, 12:51
......

Und ich denke, dass dies
Erkenntnisimpulse der Metaphysik sind, welche der Wissenschaft dienlich sein können bzw. sind, auch wenn es für viele Rationalisten nur wie eine triviale Spielerei anmutet...

Und ich denke, dass die letzte große Gestalt der Metaphysik das HEGEL'sche System war!
Danach entwickelten sich aus guten Gründen, die ich hier nicht darlegen/erläutern will, viele post-metaphysische Strömungen ...
Die Metaphysik ist seit dem 14.11.1831 (Tod Hegels) tot/am Ende.
Seitdem gehen die Wissenschaften eigene Wege und bedürfen keiner Impulse einer toten Metaphysik mehr!
Das hat sich allerdings noch nicht bis zu den meisten Menschen/Wissenschaftlern herumgesprochen, was aber nichts macht ...:D
Zwar ist die Metaphysik tot, die Meta-Physik als erkenntnistheoretische und wissenschaftstheoretische Rückfrage an das, was Wissenschaftler/Physiker tun, ist lebendiger denn je ...:D :D :D
Gruß, möbius

Krudan
18.02.10, 17:59
Siehe >> http://de.wikipedia.org/wiki/Analogismus

möbius
18.02.10, 18:36
Soll der Artikel über den Analogis-mus etwa ein Kommentar zu meinen Anmerkungen über das Ende der Metaphysik sein ...:confused:
Ich glaube, es wird Zeit, mich erst in ca. 100 Jahren mal wieder im Forum quanten.de blicken zu lassen ...:D :D :D

Krudan
19.02.10, 09:54
Analogismus-Link als Hinweis auf die Möglichkeiten im Denken und Kombinieren auf diese Weise.... Unabhängig vom "Tode" der Metaphysik....


Daraus: "Die Möglichkeit von Analogieschlüssen beruht darauf, dass die Objektive Realität ein zusammenhängendes organisches Ganzes ist und ihre verschiedenen Bereiche übereinstimmende Züge, gleiche oder ähnliche Strukturen oder Funktionen aufweisen, die über die Analogie und eine entsprechende Modellbildung aus einem Bereich für einen anderen veranschaulicht oder erschlossen werden können."


Und das habe ich mit meinen Eingangsworten auch versucht... Weil mich immerwieder Analogien und Signaturen im Leben "anspringen" und weiterer kontemplativer Überlegungen harren...

Krudan
19.02.10, 11:00
Biologie:
http://de.wikipedia.org/wiki/Cytoplasma
http://de.wikipedia.org/wiki/Blutplasma
Physik:
http://de.wikipedia.org/wiki/Plasma_%28Physik%29

Der Hauptunterschied ist wohl, dass man in der Physik darunter ein Gas versteht in dem (positiv geladene) Ionen und freie Elektronen vorkommen und in der Biologie versteht man darunter eine Körper- oder Zellflüssigkeit (nur die flüssigen Bestandteile), die natürlich immer auch gelöste Salze enthält und damit ebenso Ionen (positiv geladene und negativ geladene) und das ist auch das einzige was Plasma in Physik und Biologie gemeinsam haben... Naja in gewisser weise verursacht diese Gemeinsamkeit ein ähnliches Verhalten der Ionen auf elektrische Felder.

Helix
22.02.10, 21:33
ich würde mal behaupte, dass die Metaphysik sich aus dem nicht eingestehen, der Nichtverständnis entwickelt hat, ein Phyysiker aber oder allgemein Mensch darf sich keine Grenze stzen, diese ist erst dann gesetzt, wenn man sie selber setzt.

möbius
23.02.10, 04:59
Und ich behaupte Folgendes:
1. Die Metaphysik beginnt in der griechischen Tradition mit der staunenden Frage: "Warum ist überhaupt Seiendes - und nicht vielmehr nichts?"
Wie Albert EINSTEIN trefflich bemerkt hatte, gleicht die Philosophie (als Metaphysik!) "einer Mutter, die alle anderen Wissenschaften geboren hat." Man dürfe sie, diese Mutter, in ihrer Armut und Nacktheit nicht geringschätzen, sondern müsse hoffen, dass etwas von ihrem Don Quichote-Ideal auch in ihren Kindern (den einzelnen Wissenschaften) lebendig bleibe, damit diese nicht in Banausentum verkommen!
2. Eine Physik beispielsweise, die sich ihrer Herkunft aus ihrer "Mutter" nicht bewusst ist, befindet sich bereits "im Banausentum".
3. Die griechische Metaphysik ist aus Gründen, die ich hier nicht darlegen will, gescheitert! Die Theoretische Physik ist ebenfalls an einer bestimmten Stelle ihrer Bemühungen gescheitert, was die wirklich Klugen ihrer Zunft (beispielsweise S. Hawking, L. Susskind und R.B. Laughlin) bereits zugegeben haben!
4. An diesem Scheitern, was aber durchaus für die Theoretische Physik spricht !!!, wird auch das eine oder andere im Rahmen der Experimentellen Physik neu Entdeckte wahrscheinlich nichts ändern !?!?
Aber vielleicht stellt sich diese Situation anders dar, wenn die Experimentalphysiker im CERN (oder anderswo!) endlich fündig geworden sein werden...Es muss ja nicht gleich das HIGGS-Boson sein ...:D
Gruß, möbius

Lambert
23.02.10, 08:16
4. An diesem Scheitern, was aber durchaus für die Theoretische Physik spricht !!!, wird auch das eine oder andere im Rahmen der Experimentellen Physik neu Entdeckte wahrscheinlich nichts ändern !?!?

Gruß, möbius

Wegen dieser Auffasung als notorischer Bedenkenträger gehörst Du meines Erachtens nicht in eine Forschergemeinschaft. Alle Deine Beiträge und Deine Bücher (Buch) werden gekennzeichnet durch:
1) Angst vor dem Nichtsichtbaren, Nichtmessbaren, Virtuellen, Imaginären, auch wenn diese Kalkulationsbasen für Messbares sein können
2) eine fanatische Ablehnung der Experimente in CERN mit dem zynischen Vorschlag, einen folgenden Cyclotron um die Welt zu spannen
3) sehr wenig oder keine wirkliche mathematische oder physikalische Kenntnisse
4) Hass auf Religionen. Daraus entstehend als Grundhaltung: ein aggressiver dogmatischer Atheismus als Lebensglauben
5) Mangel an Hoffnung, Fantasie und Weisheit
6) die Grundhaltung: Bedenkenträgerei, die Du übrigens Philosophie nennst

Du scheinst mir aus genannten Gründen alle Eigenschaften zu besitzen, die notwendig sind, um Dich für jegliche Forschungsgruppe völlig zu disqualifizieren.

Siehst Du das anders?

Gruß,
Lambert

Krudan
07.03.10, 16:05
Hmmmm. Wo soll das jetzt noch hinführen...

möbius
07.03.10, 18:24
"Schau' mer mol!":D :D :D

Lambert
07.03.10, 20:07
Après nous le déluge. Messieur n'a rien a faire.

Nur hinschauen und mit Hangover in die Baustelle spucken. Wie die Rentner vor 50 Jahren. L'histoire se répète. Schuld haben nur die anderen.

G
L

Krudan
08.03.10, 14:03
Zumindest führt es in eine ausufernde Themaverfehlung....

Lambert
08.03.10, 14:20
Zumindest führt es in eine ausufernde Themaverfehlung....

Allerdings :)

Gruß,
Lambert

richy
08.03.10, 18:12
Hi Krudan
Dein Gedanke bezueglich Analogien ist durchaus sinnvoll. Letztendlich beruht die ganze moderene wissenschaftliche Vorgehensweise in Form der Modellbildung darauf. Das mathematische Modell ist schliesslich ein gedankliches Abbild eines Vorganges, das rein formell auch auf andere Vorgaenge uebertragbar ist.
In der Praxis ist es durchaus ueblich sich mechanische Vorgaenge auch in Form eines elektrischen Ersatzschaltbildes zu veranschaulichen. Induktivitaeten und Kapazitaeten stellen dabei Integration und Differentation dar und fuer die Analyse eines elektrischen Schaltbildes stehen maechtige Hilfsmittel zur Verfuegung.
Ein weiterer Grund liegt darin, dass man vor der Digitalrechnerzeit komplexere Vorgaenge mittels Analogrechner simuliert hat. Analogrechner=elektrische Schaltung.
Daran werden sich die wenigsten hier aber noch erinnern.
Folgen zwei beliebige Vorgaenge dem selben mathematischen Modell, lassen sie sich ohne weiteres als Analogien verwenden, wenn dies zu einem besseren Verstaendnis beitraegt.
Allerdings muss man hier sehr vorsichtig sein. Einmal, dass man nach Analogien sucht nur um der Analogie willen. Und zu anderen, weil die Dinge in der Natur sich meist nur aehnlich sind.
So sind das Bohrsche Atommodell und Planetenbewegungen scheinbare Analogien, aber letztendlich ist beides nicht vergleichbar.
Ein Broccoli ist sich ueber verschiedene Groessenskalen zwar selbstaehnlich, aber nicht selbstgleich.
Das zeigt noch einen anderen Aspekt. Die Struktur des Boccolis folgt wie die der Mandelbrotmenge sicherlich einer einfachen Beschreibung.
Ein Kreis x^2+y^2=C^2 ist fuer alle C ein Kreis
Man kann diesen auch ueber zwei lineare kompexwertige Iterationen darstellen.
Im Falle nichtlinearer Iterationen haengt die Gestalt aber auch von den Anfangs oder Randwerten ab. Und alle natuerlichen Vorgaenge sind letztendlich nichtlinear. Man kann somit nur mit Aehnlichkeiten rechnen. Was einem natuerlich nicht daran hindern sollte, dennoch nach formal gleichen Beschreibungen zu suchen.
Und natuerlich darf man dabei nie vergessen, dass Analogien nur eine Aequivalenz in der Beschreibung darstellen.
Gruesse

Krudan
09.03.10, 23:34
Das vergleichende Analogisieren mag dann ja hin und wieder auch in ein Dilemma (http://de.wikipedia.org/wiki/Dilemma) führen, was aber im kreativen Prozess die gewünschte Weiche zur Eingebung neuer Erkenntnisse und Sichtweisen im jeweiligen abgeleiteten Fall führen kann.

Vielleicht macht man sich mit dieser Vorstellung auch den evolutionären Lernvorgang bewusst, der normalerweise unbewusst automatisch abläuft und damit eigentlich alles in den Gedanken verglichen wird... Auch wenn man im Bewussten von Unvergleichbarkeiten spricht, was dann wohl wieder den Kreis zum Dilemma schliessen könnte.

richy
10.03.10, 03:12
Analogien sind ein maechtiges Hilfsmittel um Verstaendnis zu erlangen.
Letzendlich kann man nur verstehen was man persoenlich verarbeiten kann.
Wenn man das erkannt hat wird man sich vielen Themen widmen.
Musik, Mathematik, Physik, Geschichte ...
Gruesse

möbius
10.03.10, 07:36
.....+ Meta-Physik ...:D :D :D :D :D

Krudan
10.03.10, 12:04
...
Allerdings muss man hier sehr vorsichtig sein. Einmal, dass man nach Analogien sucht nur um der Analogie willen. Und zu anderen, weil die Dinge in der Natur sich meist nur aehnlich sind.
So sind das Bohrsche Atommodell und Planetenbewegungen scheinbare Analogien, aber letztendlich ist beides nicht vergleichbar.
...



@Atommodell > Beispiel der Inspiration durch Analogieschlüsse bzw. entsprechende Ableitungen

"Atommodelle als Anwendung eines Analogieschlusses (http://de.wikipedia.org/wiki/Analogismus)

Der Analogieschluss ist eine wichtige Form der reduktiven Schlüsse und stellt ein vielfach bedeutsam gewordenes Erkenntnismittel zur Gewinnung wissenschaftlicher Hypothesen dar. Ein historisches Beispiel ist hierfür die Aufstellung der ersten Atommodelle zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die von der Annahme getragen wurden, dass sich die negativ geladenen Elektronen in Kreis- oder elliptischen Bahnen um den positiv geladenen Atomkern bewegen - jedes Atom also gleichsam als ein mikrokosmisches Sonnensystem betrachtet werden kann. Diese Annahme beruhte auf Analogieschlüssen der Tatsachen, dass das Coulombsche Gesetz, das die Kraft angibt, die zwei elektrischen Ladungen aufeinander ausüben, strukturell mit dem Newtonschen Gravitationsgesetz, aus dem wiederum die Keplerschen Gesetze der Planetenbahnen folgen, übereinstimmt."

richy
10.03.10, 17:00
Hi Krudan
Aber letzendlich hat sich gezeigt, dass die Vehaeltnisse doch nicht identisch sind. Das Elektron kreist nicht um den Kern. Man muss also aufpassen mit den Analogien.

möbius
11.03.10, 03:35
Wahrscheinlich gibt es im Mikro-, Meso- und Makrokosmos gar keine Kreis-Bahnen im strengen mathematischen Sinn, vermutet möbius:confused:

Krudan
11.03.10, 12:29
Analogien sind ein maechtiges Hilfsmittel um Verstaendnis zu erlangen.
Letzendlich kann man nur verstehen was man persoenlich verarbeiten kann.
Wenn man das erkannt hat wird man sich vielen Themen widmen.
Musik, Mathematik, Physik, Geschichte ...
Gruesse


Genau. Es erscheint als universelle, alles verbindende Sprache.

möbius
11.03.10, 17:08
:confused: :eek: :confused: :eek: :confused: