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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Höhe der Berge relativ ?


kreuz
02.03.10, 16:56
Theoretisch müsste doch auch die Höhe der Berge relativ sein , nehmen wir mal an Bergsteiger ist dabei den Mount Everest fast lichtschnell zu erklimmen , wirkt der Mount Everest für ihn nicht 8848 Meter sondern viel kürzer , da er sich ja relativ zum Berg bewegt , oder irre ich micht ? Ich bedanke mich schonmal für die Antworten

Lambert
03.03.10, 08:01
Was wäre zum Beispiel mit dem kreuzberg? Wird AE den kreuzberg berücksichtigt haben?

Gruß,
Lambert

JoAx
03.03.10, 12:19
Hallo kreuz!

, wirkt der Mount Everest für ihn nicht 8848 Meter sondern viel kürzer , da er sich ja relativ zum Berg bewegt , oder irre ich micht ?

Um den Berg zu besteigen, muss man diesen immer wieder berühren, sich von ihm abstossen, und damit in seinem Bezugssystem (BS) ruhen. Da wird der Berg also imho nicht kürzer.

Aber wenn man mit einer relativistischen Geschwindigkeit an diesem vorbei Fliegt, dann wird dieser kürzer. Die Myonen aus der Höhenstrahlung haben solche grossen Geschwindigkeiten. Myonen sind instabile Teilchen, die sehr schnell zerfallen. Nach klassischer Mechanik dürften nur sehr wenige von ihnen die Erdoberfläche erreichen, bevor sie zerfallen sind. Nach der relativistischen sind es deutlich mehr, was auch gemessen wird.

Aus unserer Sicht leben sie aufgrund der hohen Geschwindigkeit länger, aus ihrer Sicht schrumpft die entfernung von ca. 9 km auf wenige Meter.


Gruss, Johann

Uli
03.03.10, 12:23
Hallo kreuz!



Um den Berg zu besteigen, muss man diesen immer wieder berühren, sich von ihm abstossen, und damit in seinem Bezugssystem (BS) ruhen. Da wird der Berg also imho nicht kürzer.

Aber wenn man mit einer relativistischen Geschwindigkeit an diesem vorbei Fliegt, dann wird dieser kürzer. Die Mesonen aus der Höhenstrahlung haben solche grossen Geschwindigkeiten. Mesonen sind instabile Teilchen, die sehr schnell zerfallen. Nach klassischer Mechanik dürften nur sehr wenige von ihnen die Erdoberfläche erreichen, bevor sie zerfallen sind. Nach der relativistischen sind es deutlich mehr, was auch gemessen wird.

Aus unserer sicht leben sie aufgrund der hohen Geschwindigkeit länger, aus ihrer Sicht schrumpft die entfernung von ca. 9 km auf wenige Meter.


Gruss, Johann

Andererseits tickt deine Uhr aufgrund der grav. Zeitdilatation in großer Höhe schneller, sodass du für die Reise zusätzliche Zeit kalkulieren musst. Anscheinend ignorieren Bergsteiger all diese wichtigen Effekte. :)

Gruß,
Uli

Marco Polo
03.03.10, 12:48
Um den Berg zu besteigen, muss man diesen immer wieder berühren, sich von ihm abstossen, und damit in seinem Bezugssystem (BS) ruhen. Da wird der Berg also imho nicht kürzer.

Hi Johann,

wenn der Bergsteiger den Berg berührt, dann ruht er deswegen nicht automatisch in dessen BS. Nur wenn die Relativbewegung 0 ist. Aber das ist sie in diesem Fall ja nicht.

Hast du in deiner Erklärung nicht Mesonen mit Myonen verwechselt?

Grüsse, Marco Polo

JoAx
03.03.10, 13:01
wenn der Bergsteiger den Berg berührt, dann ruht er deswegen nicht automatisch in dessen BS.


Meine Überlegung war - dieser muss sich vom Berg abstossen. Zumindestens ein Teil von ihm muss also relativ zum Berg ruhen. Aber eigentlich müsste man sagen, dass "relativistisches Bergsteigen" einfach nicht geht. :D


Hast du in deiner Erklärung nicht Mesonen mit Myonen verwechselt?


Da hast du Recht. :o Hab's behoben.


Gruss, Johann

SCR
03.03.10, 13:36
Meine Überlegung war - dieser muss sich vom Berg abstossen.
Über Actio = Reactio wird dabei aber nicht nur der Bergsteiger sondern auch der Berg (bzw. über diesen die Erde) beschleunigt und das ist dementsprechend zu berücksichtigen: Also insgesamt ZD der Beschleunigung des Bergsteigers vs. ZD der Beschleunigung des Berges / der Erde unter Beachtung ZD grav. entsprechend Ulis in diesem Kontext völlig berechtigtem Einwand. ;)

Marco Polo
03.03.10, 17:15
Über Actio = Reactio wird dabei aber nicht nur der Bergsteiger sondern auch der Berg (bzw. über diesen die Erde) beschleunigt und das ist dementsprechend zu berücksichtigen: Also insgesamt ZD der Beschleunigung des Bergsteigers vs. ZD der Beschleunigung des Berges / der Erde unter Beachtung ZD grav. entsprechend Ulis in diesem Kontext völlig berechtigtem Einwand. ;)

Bei diesem Beispiel spielt die grav. ZD keine Rolle. Das hatte Uli natürlich nur zum Scherz eingeflochten. :rolleyes: Nur die Längenkontraktion nach SRT ist hier massgeblich. Und nach der verhält es sich nun mal so, dass der Bergsteiger den Berg um den Gammafaktor verkürzt misst.

Was ist das überhaupt für ein dusseliges Beispiel? :D

Gruss, Marco Polo

Lambert
03.03.10, 17:24
das ist kein dusseliges Beispiel sondern ein kreuzworträtsel.

Gruß,
Lambert

EMI
03.03.10, 17:26
Was ist das überhaupt für ein dusseliges Beispiel? :D
Gruss, Marco Polo
So dusselig ist das gar nicht Marco,

zumal der Berg noch kleiner wird, wenn der Bergsteiger abstürzt.
Bestimmt deshalb, damit dieser nicht so tief runter fällt.
Mutmaße ich mal.

Gruß EMI

JoAx
03.03.10, 19:07
Anscheinend ignorieren Bergsteiger all diese wichtigen Effekte. :)


Nicht alle, Uli!

Es gab' (gibt) ja auch solche, die mit Atomuhren aufstegen. :)


Gruss, Johann

Lambert
03.03.10, 20:20
ich empfehle neben Atomuhren, Mesonabwehrgeschütz (MAG) immer auch Flaschensauerstoff als Besteigungshilfe (gegebenenfalls nicht nur dort). http://de.wikipedia.org/wiki/Britische_Mount-Everest-Expedition_1922
Ein gescheites Koordinatensystem mit Ruhepunkt in (0,0,0) bekommt man bei ALDI und darf nicht fehlen.



Gruß,
Lambert