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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Immer wieder faszinierend ...


SCR
06.04.10, 08:02
Ein Raumschiff ist mit 0,75c auf dem Nachhause-Weg.
In 10 Lichtjahren Entfernung senden die Raumfahrer als verabredeten Gruß einen Lichtblitz in Richtung Heimatplanet aus.
a) Wie lange sind die Raumfahrer (gemäß Borduhr) noch unterwegs bis sie zuhause angekommen sind?
b) Wie lange braucht aus ihrer Sicht das Licht für die selbe Strecke?

Uli
06.04.10, 08:54
Ein Raumschiff ist mit 0,75c auf dem Nachhause-Weg.
In 10 Lichtjahren Entfernung senden die Raumfahrer als verabredeten Gruß einen Lichtblitz in Richtung Heimatplanet aus.
a) Wie lange sind die Raumfahrer (gemäß Borduhr) noch unterwegs bis sie zuhause angekommen sind?
b) Wie lange braucht aus ihrer Sicht das Licht für die selbe Strecke?

Ist doch immer dasselbe:
wenn der Abstand im Ruhesystem des Heimatplaneten 10 LJ ist, dann messen die Raumfahrer (Lorentz-Kontraktion):

d = 10 * sqrt(1 - .75^2) LJ =~ 6.6 LJ

Dafür brauchen sie gemäß ihrer Uhr

t = d / v = 6.6 / 0.75 = 8.8 Jahre

Das Licht braucht gemäß ihrer Uhr für 6.6 LJ natürlich 6.6 Jahre.

Gruß,
Uli

SCR
06.04.10, 09:51
Mustergültige Lösung, Uli: http://www.ovsc.de/images/smilies/beten.gif
Und trotzdem irgendwie immer wieder faszinierend, dieses Licht - finde ich zumindest.

Noch etwas anderes in diesem Zusammenhang:
Das ist ja eine 08/15 (http://de.wikipedia.org/wiki/08/15_%28Redewendung%29)-Aufgabenstellung - Auf was basieren denn immer diese Ausgangsgrößen (in diesem Falle 10 LJ)?
Hier unterstellt man doch zueinander ruhende Objekte - etwa in dem Sinne "Der Stern xyz ist 10 LJ von unserem Heimatplaneten entfernt - wenn sich also das Raumschiff auf seiner Höhe befindet ..." - Oder?
(Und über dieses Ereignis kann wiederum nur die Raumschiffbesatzung entscheiden - Denn der Lichtblitz braucht ja von dort aus bis zum Heimatplaneten noch einmal wie lange? ;))

Sind diese Effekte eigentlich in den "bekannten" kosmologischen Entfernungsangaben bereits berücksichtigt?
Der 1963 erste entdeckte Quasar, 3C 273, weist beispielsweise eine kosmologische Rotverschiebung in Höhe von etwa z=0,158 auf.
Der Quasar soll gemäß Leuchtkraftentfernungsbestimmung auf Basis des Lambda-CDM-Modell ca. 2,14 Mrd LJ entfernt sein - Meine Frage: Ist er das wirklich? :rolleyes:

EMI
06.04.10, 13:32
Der 1963 erste entdeckte Quasar, 3C 273, weist beispielsweise eine kosmologische Rotverschiebung in Höhe von etwa z=0,158 auf.
Der Quasar soll gemäß Leuchtkraftentfernungsbestimmung auf Basis des Lambda-CDM-Modell ca. 2,14 Mrd LJ entfernt sein - Meine Frage: Ist er das wirklich? :rolleyes:
Um's genau zu wissen musst Du halt nachmessen SCR,

Mit dem Hubble-Koeffizenten H=2,43^-18 1/s komme ich relativistisch gerechnet auf ca. 1,9 Mrd LJ und klassisch gerechnet auf 2,06 Mrd LJ Entfernung von der Erde.

Irgendwo in der Ecke wird der Quasar wohl sein.

Gruß EMI

SCR
06.04.10, 14:49
Hi EMI,

Um's genau zu wissen musst Du halt nachmessen SCR,daran hatte ich auch schon gedacht: Wenn ich keine Zeit hätte käme ich bei der Messung grob überschlagen auf eine Entfernung von 0 m -
Womit aber nur bewiesen wäre: Ich kann halt (neben vielem anderen) nicht richtig messen. :D

Wirkt eigentlich die Längenkontraktion der Abstände für das bewegte Objekt nur in Bewegungsrichtung oder auch entgegengesetzt?
Und auch ein -v würde durch das Quadrieren ja wieder positiv - Irgendwie komisch. :rolleyes: