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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was könnte die Entstehung von SL-en "verhindern?


JoAx
17.06.11, 15:10
Hi EMI!


EINSTEIN war über das Auftreten von Singularitäten (SL und Urknall) unzufrieden, da diese ihm sagten, dass seine Gleichungen in diesen Bereichen unvollständig sind und dort ihre Gültigkeit verlieren!


Wenn ich das richtig sehe, dann sagt die ART ja gar nichts dazu, wo der Übergang von äusseren zu inneren Lösungen = Objektoberfläche zu liegen hat. Das bestimmt sich in der Realität durch ein Zwischenspiel zwischen QM und ART. ART "macht Druck" <-> QM "widersetzt sich diesem". Dabei gibt es offenbar unterschiedliche Stufen. In etwa ->

"Kalt": Asteroiden, Planeten
"Wärmer": Sterne - Plasma aus Atomkernen und Elektronen
"Warm": Neutronensterne - Plasma (?) aus Neutronen
Spekulativ ->
"Heisser": Quarksterne - Plasma aus Quarks
(Noch spekulativer ->
"Noch heisser": Nanosterne - Plasma aus Nanos)

Das alles hat etwas mit Entartung der Materie zu tun, richtig?

Was müsste nun gelten, damit z.B. die Bildung eines EH verhindert wäre?
Wenn eines der Zustände "endgültig" ist, kann das Objekt dann unbegrenzt wachsen, ohne dass das (noch "virtuelle") EH seine Oberfläche "überholt"?


Gruss, Johann

EMI
17.06.11, 15:49
(Noch spekulativer -> "Noch heisser": Nanosterne - Plasma aus Nanos)

Was müsste nun gelten, damit z.B. die Bildung eines EH verhindert wäre?
Wenn eines der Zustände "endgültig" ist, kann das Objekt dann unbegrenzt wachsen, ohne dass der (noch "virtuelle") EH seine Oberfläche "überholt"?Wenn das "noch spekulativer" zutrifft, dann ist das nicht entgültig und wachsen tut da auch nichts mehr JoAx,

im Nanoplasma wären die Nanos nicht mehr gebunden, sondern frei und würden zum größten Teil ihren echten Antipartner finden und zerstrahlen.
Mit einem weissen Loch würde der Nanostern zerstrahlen -> nix SL.
Ich hatte da hier mit Timm mal eine sehr fruchtbare Diskussion zu.

Gruß EMI

PS: Ich hoffe auf so ein weisses Loch am LHC.;)
Nach PS: 05.03.2011 - Higgsteilchen 4. Generation ausgeschlossen
Schon am Teilchenbeschleuniger Tevatron zeichnete sich seit längerem ab, dass keine vierte Generation von Quarks und Leptonen existiert. Die Kollisionsdaten des CMS-Detektors haben dieses Bild nun bestätigt. Die Existenz einer vierten Generation von Quarks und Leptonen hätte in einem bestimmten Energiebereich (144 - 207 GeV/c2) die Produktion von Higgsteilchen zur Folge gehabt. Dies konnte nun mit einer 95%iger Wahrscheinlichkeit jedoch ausgeschlossen werden.Die mögliche Existenz einer 4. Leptonen/Quarksfamilie ist somit auch theoretisch ausgeschlossen.

JoAx
17.06.11, 16:14
Hi EMI!


und würden zum größten Teil ihren echten Antipartner finden und zerstrahlen.


Ok.

Da es nach - "noch spekulativer" - keinen Materie-Antimaterie-Ungleichgewicht gibt.

Das macht Sinn.

Und wenn das "noch spekulativer" nicht zutrifft? Rein spekulativ natürlich. :D

Wenn Quarks und Leptonen das "Ende" sind?
Kann da die asymptotische Freiheit eine Rolle spielen?


Gruß, Johann

EMI
17.06.11, 16:24
Wenn Quarks und Leptonen das "Ende" sind?Dann gibt es wohl doch nur SL's und keine WL's (weisse Löcher).

Gruß EMI

JoAx
17.06.11, 16:42
Dann gibt es wohl doch nur SL's und keine WL's (weisse Löcher).


:(

Dann mal eine andere Frage. Deine Nanos verschwinden beim "Zerstrahlen" ja auch nicht aus der Welt, sondern "rekombinieren" sich zu Photonen, richtig?


Gruß, johann

EMI
17.06.11, 16:45
Dann mal eine andere Frage. Deine Nanos verschwinden beim "Zerstrahlen" ja auch nicht aus der Welt, sondern "rekombinieren" sich zu Photonen, richtig?Ja.

Gruß EMI

JoAx
17.06.11, 17:14
Ja.

Gruß EMI

Wortkarg Heute. Dann muss ich schwierigere Fragen stellen. :)

Und unter bestimmten Bedingungen, sehr hohe Strahlungsdichte, kann daraus wieder feste Materie entstehen?
Das hat man mit Lasern schon gemacht. Nur dass die entstandenen Elektron-Positron-Paare nicht lange existiert haben, und einander wieder vernichteten.
Wie kommt es, dass die feste Materie auch länger existieren kann?


Gruß, Johann

EMI
18.06.11, 04:00
Wortkarg Heute.:D :D :D Kaum zu glauben, aber auch EMI muss etwas Geld zum Leben verdienen. Bin gerade wieder zurück.;)


Dann muss ich schwierigere Fragen stellen. :)

Und unter bestimmten Bedingungen, sehr hohe Strahlungsdichte, kann daraus wieder feste Materie entstehen?
Das hat man mit Lasern schon gemacht. Nur dass die entstandenen Elektron-Positron-Paare nicht lange existiert haben, und einander wieder vernichteten.
Wie kommt es, dass die feste Materie auch länger existieren kann?Gute Frage, nächste Frage.:)

Nein, nein, lass mich mal nachdenken. Es sind die B-Nanos JoAx.
Ich komme noch mal drauf zurück, muss noch ein paar weltliche Aufgaben erledigen.

Gruß EMI

Marco Polo
18.06.11, 04:36
Kaum zu glauben, aber auch EMI muss etwas Geld zum Leben verdienen. Bin gerade wieder zurück.

Um 4:00 Uhr morgens? Bist du Bordellbetreiber? :D

EMI
18.06.11, 04:41
Um 4:00 Uhr morgens? Bist du Bordellbetreiber? :DDann müsste ich doch nicht selbst los, Hand anlegen.
Geld zählen würde da doch vollkommen ausreichen.:D

Gruß EMI

PS: Du weist doch: EMI hier und EMI da, EMI in Amerika.;)

Marco Polo
18.06.11, 05:25
Dann müsste ich doch nicht selbst los, Hand anlegen.
Geld zählen würde da doch vollkommen ausreichen.:D

Gruß EMI

PS: Du weist doch: EMI hier und EMI da, EMI in Amerika.;)

Ahhh...ich verstehe. Du bist sozusagen Privatier, der seine gutgehenden Geschäfte aus dem Ausland (z.B. Amerika) verfolgt.

Ich schätze, dieses Privileg hast du dir durch harte Arbeit in der Vergangenheit redlich verdient. Wer da neidisch ist, soll auf der Stelle gelb anlaufen. :)

Gute Nacht, Marco Polo

Marco Polo
18.06.11, 11:53
Zum Thema:

Eine Materieansammlung, egal wie diese nun beschaffen sein mag (Nanos hin oder her) würde aus meiner laienhaften Sicht immer dazu führen, dass sich ein EH ausbildet.

O.K., es gibt noch die theoretischen nackten Singularitäten, die sich tatsächlich aus den Gleichungen der ART ergeben sollen.

Diese werden aber bei symmetrischen Ausgangsbedingungen (kugelsymmetrische Ausgangsmasseverteilung beim Kollaps) noch nicht mal in Erwägung gezogen.

Gruss, Marco Polo

EMI
18.06.11, 12:34
Eine Materieansammlung, egal wie diese nun beschaffen sein mag (Nanos hin oder her) würde aus meiner laienhaften Sicht immer dazu führen, dass sich ein EH ausbildet.Wie ich sehe, hat es sich wirklich gelohnt, das Thema "Nano's" in dieses Forum einzustellen.
Überraschend ist auch, das sogar oberflächliche Leser erkannt haben, dass es sich beim Nanoplasma nicht mehr um eine Materienansammlung handelt.

Nun kann ich beruhigt das Thema "Nanos" beenden, ich habe verstanden.

EMI

Marco Polo
18.06.11, 12:49
Wie ich sehe, hat es sich wirklich gelohnt, das Thema "Nano's" in dieses Forum einzustellen.

Da gehen die Meinungen vermutlich auseinander.

Überraschend ist auch, das sogar oberflächliche Leser erkannt haben, dass es
sich beim Nanoplasma nicht mehr um eine Materienansammlung handelt.

Aha. Und welche Leser wären das bitte?

Nun kann ich beruhigt das Thema "Nanos" beenden...

Wenn dir danach ist, bittesehr.

...ich habe verstanden

Das wurde aber auch Zeit. :D

Aber jetzt mal Spass beiseite. Ein Plasma ist ein Gas, das doch wohl einer Materieansammlung entspricht. Ein Nanoplasma besteht demnach also nicht aus Materie? Woraus denn dann? Sind Nanos keine Materie?

Und sorry, wenn ich kein Nano-Experte bin...

Gruss, Marco Polo

EMI
18.06.11, 13:02
Und sorry, wenn ich kein Nano-Experte bin...Dann lies doch, bevor Du dich äußerst!
Bist ja wie Hawkwind, so blödsinnig kann ich das doch gar nicht dargelegt haben.:confused:

Anscheinend doch, jedenfalls bin ich's leid hier weiter den Don Quijote zu geben.

EMI

JoAx
18.06.11, 13:12
Hallo Marc!


Sind Nanos keine Materie?


Mit Nanos muss man echt aufpassen. Eine Nanosplasma, die aus von uns benannter PRO-Materie entstehn würde, wäre sowohl pro- als auch anti-materiel - wäre also mit Elektron-Positron-Plasma zu vergleichen. Was passiert mit so etwas?

Gruß, Johann

JoAx
18.06.11, 14:12
so blödsinnig kann ich das doch gar nicht dargelegt haben.


Hast du auch nicht, EMI.
Aber es ist nicht einfach zwischen den Definitionen für Pro- und Anti-... zu wächseln. Das Ganze erinnert mich an die aktuelle Diskussion zu imaginären Zahlen/Vorzeichen. Ob es etwas damit zu tun hat? :)


Gruß, Johann

Marco Polo
18.06.11, 14:23
Dann lies doch, bevor Du dich äußerst!

Stimmt. Ich hätte die Nanos ohne Sachkenntnis nicht beiläufig erwähnen dürfen. Diese Runde geht also an dich. :)

Bist ja wie Hawkwind, so blödsinnig kann ich das doch gar nicht dargelegt haben.:confused:

Mit Hawkwind verglichen zu werden betrachte ich als große Ehre.

Anscheinend doch, jedenfalls bin ich's leid hier weiter den Don Quijote zu geben.

Ich würde dir ja jetzt gerne das Tränengefäß reichen. Aber leider hab ichs grad nicht griffbereit. :D

Gruss, Marco Polo

Marco Polo
18.06.11, 14:28
Mit Nanos muss man echt aufpassen. Eine Nanosplasma, die aus von uns benannter PRO-Materie entstehn würde, wäre sowohl pro- als auch anti-materiel - wäre also mit Elektron-Positron-Plasma zu vergleichen. Was passiert mit so etwas?

Diese Frage Johann, solltest du lieber EMI stellen. Ich bin ja schon mit der Standardphysik überfordert. Für Nanos bleiben leider keine Ressourcen mehr übrig. Zudem hab ichs eh nicht so mit der Teilchenphysik. Puddingteilchen. Mit denen hab ichs schon eher.

Grüsse, Marco Polo

Timm
18.06.11, 16:09
Ich hatte da hier mit Timm mal eine sehr fruchtbare Diskussion zu.

Das muß schon eine Weile zurückliegen, EMI.

Dieser Anstoß zu einer Diskussion verlief im Sand:

Zitat von Timm:
Zitat von EMI:
Nanos und Antinanos können nur im Nanoplasma (Nanostern) miteinander wechselwirken/aufeinander treffen Hawkwind.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Bei der im Vergleich zum Quarkstern dichteren Packung der Materie des Nanoplasmas ist r = 2m unterschritten und das wars dann.

Der Nano-Entartungsdruck hält einen Gleichgewichtszustand bei r > 2m aufrecht. Dann würde sich die Entwicklung Neutronenstern -> Quarkstern mit -> Nanostern fortsetzen.

Der Nanostern bildet sich bei r > 2m, kollabiert aber wegen nicht ausreichendem Entartungsdruck.

Vielleicht habe ich noch was vergessen, EMI. Was ist das wahrscheinlichste Szenario?

Kandaten für Quarksterne gab es, aber meines Wissens keine gesicherten Nachweise.
Allerdings verstehe ich viel zu wenig davon, um abschätzen zu können, ob man von einem Nano-Entartungsdruck überhaupt sprechen kann.

Gruß, Timm

JoAx
19.06.11, 17:23
Hallo Marc und alle!


Eine Materieansammlung, egal wie diese nun beschaffen sein mag, würde aus meiner laienhaften Sicht immer dazu führen, dass sich ein EH ausbildet.


Bei der Erde ist es aber offensichtlich nicht der Fall. :)
Warum?
Ist nur "Masse" entscheidend, oder doch eher "Materie"dichte?


Gruß, Johann

Timm
19.06.11, 17:43
Ist nur "Masse" entscheidend, oder doch eher "Materie"dichte?




Die Masse, Johann. Wenn die Masse M innerhalb ihres Schwarzschildradius r = 2M ist, hast Du ein nicht rotierendes SL.

Gruß, Timm

JoAx
19.06.11, 18:28
Hallo Timm!

Die Masse, Johann. Wenn die Masse M innerhalb ihres Schwarzschildradius r = 2M ist, hast Du ein nicht rotierendes SL.


Was heisst innerhalb des Schwarzschildradiuses? Ein Radius ist zwar eine eindimensionale Grösse, charakterisiert aber, in diesem Fall, eine Kugel = Volumen.

Masse/Volumen = Massendichte.

Und da Schwarzschildradius direktproportional von der Masse abhängt, ist auch die Massendichte eines jeden SL's konstant/invariant, unabhängig von dessen Grösse. Wäre nun maximal mögliche Materiedichte geringer, als die "SL-Materiedichte", dann wären die SL's nicht möglich. Egal, was passieren mag. Oder?


Gruß, Johann

EMI
19.06.11, 19:55
Und da Schwarzschildradius direktproportional von der Masse abhängt, ist auch die Massendichte eines jeden SL's konstant/invariant, unabhängig von dessen Grösse. Wäre nun maximal mögliche Materiedichte geringer, als die "SL-Materiedichte", dann wären die SL's nicht möglich. Egal, was passieren mag. Oder?
Hallo JoAx,

der Gravitationsradius Rg ist:

Rg = mG/c² [1] , mit G = grav.Konstante(Newton)

Die Massedichte ρ eines SL ist:

ρ = m/Rg³ setzen wir hier [1] ein folgt:

ρ = mc³c³/m³G³
ρ = c³c³/m²G³

Je mehr Masse ein SL, je geringer seine Massedichte ρ.

Du siehst die Masse steht unter dem Bruchstrich und das auch noch quadratisch.
Ein SL mit der Masse unseres Universums hätte eine Dichte von:

ρ = 1,2 * 10^-32 kg/m³

Das entspricht einem Universum von unserer Universumsgröße gefüllt mit 10^80 Protonen.
Die Dichte unseres sichtbaren Universums wurde zu ρ≈10^-32 kg/m³ ermittelt, das nur so am Rande. ;)

Gruß EMI

Timm
19.06.11, 20:33
Hallo Johann,

Was heisst innerhalb des Schwarzschildradiuses?
Damit meint man innerhalb der durch den rs definierten Kugelschale.

Gruß, Timm

Marco Polo
19.06.11, 23:37
Bei der Erde ist es aber offensichtlich nicht der Fall. :)
Warum?
Ist nur "Masse" entscheidend, oder doch eher "Materie"dichte?

Oh, stimmt. Ich bin natürlich von einer hinreichend grossen Masse ausgegangen. Und ja. Die Materiedichte dürfte ausschlaggebend sein.

Aber ohne hinreichend grosse Masse/Energie kommt es ja erst gar nicht zu der erforderlichen Materiedichte.

Grüsse, Marco Polo

JoAx
26.06.11, 23:50
Hallo zusammen!


...
Je mehr Masse ein SL, je geringer seine Massedichte ρ.
...

EMI, Marc - Danke gleich zwei Mal. Ich bin noch dabei, das alles durchzudenken, und den "alten" Thread von Marc zu lesen.


Damit meint man innerhalb der durch den rs definierten Kugelschale.


Eine Kugelschale umschließt aber ein (räumliches) Volumen, stimmt, Timm?
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Ich dachte, dass es eine kritische Dichte geben könnte, die, wenn sie nicht erreicht wird, verhindern würde, dass sich ein SL bildet. Die kritische Dichte gibt es auch, aber diese ist massenabhängig:

http://upload.wikimedia.org/math/3/5/3/3535100cf990678b772c79ad4af01b9e.png

und zwar so, dass die kritische Dichte um so geringer ist, je grösser die Masse. SO, wie EMI es im Grunde schon beschrieben hat.

Ich möchte versuchen, es noch von der anderen Seite zu betrachten. Keine Ahnung, was dabei rauskommen wird. Wenn wir eine konstante Dichte haben, dann hängt der Radius des Objektes von der Masse ab:

ρ = M/V =>

V = M/ρ =>

r = ∛(3M/4πρ)

Wir haben also r ~ M^1/3 und rs ~ M. Der Schwarzschildradius wächst also schneller an, als der Radius eines Objektes, wenn seine Masse um ∆m erhöht wird.
Ist die Formel r = ∛(3M/4πρ) auch "relativistisch" korrekt? Ich erinnere mich da an den Exzeßradius.

Exzeßradius = rgem. - rvorh. = (GM/3c²)

Wenn ich rvorh. = ∛(3M/4πρ) setze (vorherberechneter Radius), dann ergibt sich für den gemessenen (tatsächlichen?) Radius

rgem. = ∛(3M/4πρ) + (GM/3c²).

Ist es bis her ok., oder mache ich schon Denkfehler?


Gruß, Johann