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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zur Dunklen Energie


Pantalaimon
03.06.12, 22:34
Hallo,
ich habe mal eine Frage zur Dunklen Energie (Antigravitation).

Angenommen, außerhalb des sichtbaren Universums befänden sich, gleichmäßig um unser Universumen herum verteilt, schier unglaublich große Mengen an Materie ("externe Materie"), z.B. dunkle Materie oder schwarze Löcher. Diese externe Materie könnte entweder auf unser Universum zustreben oder auch langsamer von uns wegstreben als unser Universum auseinanderstrebt. Wohlgemerkt, bei der externen Materie würde es sich Materie handeln, die niemals Teil unseres jetzigen Universums gewesen war, also nicht verursacht durch den Urknall unseres Universums.

Würden die gravitativen Kräfte dieser externen Materie nicht den gleichen Effekt verursachen wie den, der der dunklen Energie (Antigravitation) zugesprochen wird, nämlich unser Universum beschleinigt auseinanderstreben zu lassen?

Dies würde wunderbar erklären, warum unser Universum immer schneller auseinander driftet. Je näher unser Universum dieser externen Materie kommt, umso schneller wäre dann natürlich auch die Fluchtbewegung aufgrund gravitativer Kräfte.

Viele Grüße und danke für Antworten
Pantalaimon

Marco Polo
04.06.12, 00:30
Angenommen, außerhalb des sichtbaren Universums befänden sich, gleichmäßig um unser Universumen herum verteilt, schier unglaublich große Mengen an Materie ("externe Materie"), z.B. dunkle Materie oder schwarze Löcher. Diese externe Materie könnte entweder auf unser Universum zustreben oder auch langsamer von uns wegstreben als unser Universum auseinanderstrebt. Wohlgemerkt, bei der externen Materie würde es sich Materie handeln, die niemals Teil unseres jetzigen Universums gewesen war, also nicht verursacht durch den Urknall unseres Universums.

Würden die gravitativen Kräfte dieser externen Materie nicht den gleichen Effekt verursachen wie den, der der dunklen Energie (Antigravitation) zugesprochen wird, nämlich unser Universum beschleinigt auseinanderstreben zu lassen?

Dies würde wunderbar erklären, warum unser Universum immer schneller auseinander driftet. Je näher unser Universum dieser externen Materie kommt, umso schneller wäre dann natürlich auch die Fluchtbewegung aufgrund gravitativer Kräfte.

Hatten wir das nicht schon mal so ähnlich hier behandelt? Meine Güte. Meine Altersdemenz scheint weiter vorangeschritten zu sein als ich dachte. ;)

Zunächst mal scheint mir der Gedanke von Materie ausserhalb unseres Universums doch recht an den Haaren herbei gezogen.

Klar. Es gibt die Branwelten der Stringtheorie. Und so wie es scheint, können diese gravitativ wechselwirken.

Diese Branwelten müssten dann aber um unsere eigene Branwelt herum so angeordnet sein, dass sich genau der beobachtete Effekt der Expansion in alle Richtungen einstellt.

Das halte ich für extremst unwahrscheinlich.

Übrigens befände sich Materie, die sich ausserhalb des sichtbaren Universums befindet keineswegs ausserhalb unseres Univerums. Eben nur ausserhalb des sichtbaren Bereiches.

Gruss, MP

Ich
04.06.12, 13:15
Ich glaube auch, dass wir das schon mal behandelt haben, die Frage ist ja nicht neu. Die Antwort auch nicht: eine kugelsymmetrische Massenverteilung ruft in ihrem Inneren keinerlei Gravitationswirkung hervor, auch keine Kraft nach außen.

Hawkwind
04.06.12, 15:01
Ich glaube auch, dass wir das schon mal behandelt haben, die Frage ist ja nicht neu. Die Antwort auch nicht: eine kugelsymmetrische Massenverteilung ruft in ihrem Inneren keinerlei Gravitationswirkung hervor, auch keine Kraft nach außen.

Mit "dem Inneren" meinst du ganz exakt den Punkt im Zentrum, stimmt's?
Zu deiner 2. Aussage, du meinst, z.B. eine homogen gefüllte Kugel erzeuge keine Kraft nach außen???

EMI
04.06.12, 17:03
Mit "dem Inneren" meinst du ganz exakt den Punkt im Zentrum, stimmt's?
Wieso nur im Zentrum Hawkwind?:confused:

Gruß EMI

Gesendet von meinem 5" Tabletphone vollgestopft mit 2 Simkarten

Hawkwind
04.06.12, 17:13
Wieso nur im Zentrum Hawkwind?:confused:

Gruß EMI

Gesendet von meinem 5" Tabletphone vollgestopft mit 2 Simkarten

weil nur genau dort das Feld verschwindet.

Stell dir mal vor, die Erde sei eine exakte homogen gefüllte Kugel. Es ist ja nun nicht so, dass du keine Schwerkraft mehr spürst, sobald du einen Meter unter der Oberfläche bist. Im Erdmittelpunkt aber wird das schon so sein.

Gruß,
Hawkwind

EMI
04.06.12, 18:51
weil nur genau dort das Feld verschwindet.Ich dachte wir reden über Hohlkugeln Hawkwind,

oder bin ich im falschen Tread?

Gruß aus dem ICE
EMI

Ich
04.06.12, 20:17
Ja, Hohlkugel. Da verschwindet das Feld überall im Inneren. Insbesondere übt die außenliegende Kugel keine nach außen gerichtete Kraft auf die Teilchen im Inneren aus, wie vom Threadersteller gemutmaßt.

Hawkwind
04.06.12, 20:50
Ich dachte wir reden über Hohlkugeln Hawkwind,

oder bin ich im falschen Tread?

Gruß aus dem ICE
EMI

Ich las nur "kugelsymmetrische Massenverteilung".


eine kugelsymmetrische Massenverteilung ruft in ihrem Inneren keinerlei Gravitationswirkung hervor, auch keine Kraft nach außen.


Das ist schlicht falsch so.

Aber es war wohl tatsächlich eine kugelsymmetrische schalen-artige Massenverteilung gemeint gewesen von Ich. Und wenn man dann mit dem Inneren den massenfreien Raum in der Schale meint, dann passt zumindest der 1. Teil der Aussage. Allerdings erzeugt auch eine Hohlkugel eine anziehende Kraft nach außen.

Gruss,
Hawkwind

Ich
05.06.12, 10:52
Allerdings erzeugt auch eine Hohlkugel eine anziehende Kraft nach außen.
Wie kommst du darauf?

JoAx
05.06.12, 11:19
Hi!
Wie kommst du darauf?
Ausserhalb der Hohlkugel gibt es mit Sicherheit eine "anziehende Kraft". :)


Gruß

Ich
05.06.12, 11:39
Ausserhalb der Hohlkugel gibt es mit Sicherheit eine "anziehende Kraft".
Nach außen??

Außerdem nochmal:

Die Frage war:
Angenommen, außerhalb des sichtbaren Universums befänden sich, gleichmäßig um unser Universumen herum verteilt, schier unglaublich große Mengen an Materie [...]
Würden die gravitativen Kräfte dieser externen Materie nicht den gleichen Effekt verursachen wie den, der der dunklen Energie (Antigravitation) zugesprochen wird, nämlich unser Universum beschleinigt auseinanderstreben zu lassen? (Hervorhebung von mir)

Und die Antwort darauf war:
eine kugelsymmetrische Massenverteilung ruft in ihrem Inneren keinerlei Gravitationswirkung hervor, auch keine Kraft nach außen.

Ich sehe da kein Problem mit meiner Antwort. Wenn man die Frage nicht kennt, kann man wie Hawkwind was missverstehen. Nachdem aber sowohl die Frage öffentlich zugänglich ist als auch der Punkt mit der Hohlkugel nochmal ausdrücklich geklärt wurde, gibt's doch nichts mehr, was man missverstehen könnte. Oder doch? Dann lasse ich in Zukunft meine Beiträge wohl besser von meinem Anwalt gegenlesen.

Hawkwind
05.06.12, 11:41
Wie kommst du darauf?

nach dem Gaussschen Satz ist das aüßere Gravitationsfeld einer kugelsymmetrischen Massenverteilung mit dem einer im Zentrum konzentrierten Punktmasse identisch. Außen haben wir also ein Coulomb-artiges anziehendes Feld.

Ich schätze, du weisst das eh - keine Ahnung, was für ein Missverständnis das nun wieder ist?

___

Sehe schon, du meinst, eine Kraft im Inneren, die nach außen gerichtet ist, gibt es nicht. Damit bin ich natürlich d'accor. Ich dachte, du sprichst von Kraft im Äußeren. :)

... sorry für die "lange Leitung"

Ich
05.06.12, 12:15
Ah, jetzt sehe ich das Missverständnis. Ich hatte noch keine Gelegenheit, mit meinem Anwalt zu reden, deswegen ohne Gewähr:

eine innen hohle kugelsymmetrische Massenverteilung ruft in ihrem hohlen Inneren keinerlei Gravitationswirkung (mit Gravitationswirkung ist hier gemeint: erste und höhere Ableitungen des Newtonschen Potentials, also Gravitationkraft, Gezeiten etc. - Gravitation wird hier im Newtonschen Sinne als echte Kraft behandelt) hervor, insbesondere auch keine in ihrem hohlen Inneren wirksame nach außen gerichtete Kraft.

Besser verständlich?

JoAx
05.06.12, 12:53
Außerdem nochmal:
...

Ich weiss. ....

JoAx
05.06.12, 13:54
Hallo!

Worüber wir uns alle einig sind, ist, dass im Inneren einer statischen Hohlkugel keine "Kraft" auftritt. Die Frage bezog sich aber eigentlich auf eine "dynamische" Hohlkugel. Wenn die Massen, die die Schale bilden auseinander treiben, die Hohlkugel mit der Zeit "leichter" wird, so zu sagen.

Bei Newton würde sich nichts ändern, da das "Gravitationspotential" überall im Inneren gleichzeitig steigen würde. In der RT dürfte das aber nicht mehr der Fall sein.
Wenn das stimmt, dann müsste daraus auch eine "Kraft" resultieren. Oder?


Gruß

Ich
05.06.12, 14:41
In der RT ändert sich dadurch auch nichts. Das ist Birkhoffs Theorem, von dem ich schon viel erzählt habe, weil es eben auch in der Kosmologie gilt. Es macht einem das Leben oft sehr viel einfacher.

JoAx
05.06.12, 15:30
http://en.wikipedia.org/wiki/Birkhoff%27s_theorem_%28relativity%29

Another interesting consequence of Birkhoff's theorem is that for a spherically symmetric thin shell, the interior solution must be given by the Minkowski metric; in other words, the gravitational field must vanish inside a spherically symmetric shell. This agrees with what happens in Newtonian gravitation.
Wird damit auch "pulsierende" Hohlkugel mit eingeschlossen?

Ich
05.06.12, 17:10
Ja. Jede kugelsymmetrische Vakuumlösung ist notwendigerweise statisch.

JoAx
05.06.12, 19:08
Jede kugelsymmetrische Vakuumlösung ist notwendigerweise statisch.

Und die Notwendigkeit ergibt sich aus ... ?
Grenzbedingung -> Minkowski-Metrik?

SCR
06.06.12, 06:36
Morgen zusammen!

Ich will nicht groß stören - gestattet mir nur eine kleine Anmerkung zum Aspekt "Gravitationswirkung":

1. Eine Uhr auf der Oberfläche einer Hohlkugel geht genauso schnell wie eine Uhr in ihrem Inneren, weiter außerhalb der Hohlkugel befindliche Uhren gehen mit zunehmendem Abstand immer schneller.

2 Ein Maßstab auf der Oberfläche einer Hohlkugel ist genauso lang wie ein Maßstab in ihrem Inneren, weiter außerhalb der Hohlkugel befindliche Maßstäbe werden mit zunehmendem Abstand immer länger.

3. In zwei Hohlkugeln gleicher Masse laufen die Uhren langsamer und sind die Maßstäbe kürzer, die den kleineren Durchmesser besitzt.

4. In zwei Hohlkugeln gleichen Durchmessers laufen die Uhren langsamer und sind die Maßstäbe kürzer, die die größere Masse besitzt.

Wird damit auch "pulsierende" Hohlkugel mit eingeschlossen?Super Idee/Ansatz! :) Danke, JoAx! http://www.borderlineforum.de/images/smilies/beten.gif ->

5. In einer pulsierenden Hohlkugel verändern sich eingebrachte Maßstäbe kontinuierlich (entsprechend 3./4.).

6. Eine Probekörper im Inneren einer pulsierenden Hohlkugel erfährt Beschleunigungen, geht man von einer endlichen Ausbreitungsgeschwindigkeit der Gravitation aus (und möge sich der Probekörper nicht zufälligerweise exakt im Zentrum der Hohlkugel befinden):
Beim "Zusammenziehen" einer pulserenden Hohlkugel wird der Probekörper in Richtung der nächstliegenden Wand beschleunigt, beim "Wieder-Aufblähen" zur gegenüberliegenden Seite hin.

Und kein seriöser Physik-Gelehrter oder -Interessierter wird irgendeinen Zweifel daran hegen, dass sich die Gravitation mit c (also mit endlicher Geschwindigkeit) ausbreitet ... :rolleyes:

(In allen Fällen infinitesmal dünne Wandstärke der Hohlkugeln vorausgesetzt).

Und die Notwendigkeit ergibt sich aus ... ?
Grenzbedingung -> Minkowski-Metrik?IMHO gute Frage - Sie stellt sich mir auch.

Masse krümmt den Raum positiv, Expansion negativ.Volle Zustimmung. :)
Wenn uns in der Realität etwas "flach" erscheint, dann deshalb, weil sich positive und negative Krümmungen "zufälligerweise" gerade aufheben.
Das Niveau der jeweiligen "Flachheit" (Das G-Potential) kann - wie soeben gezeigt - unterschiedlich sein und wirkt sich dementsprechend unterschiedlich auf die lokalen Maßstäbe aus.


P.S.: Bei Newton würde 6. nicht zutreffen. Bei Eddington auch nicht.

Ich
06.06.12, 09:44
Und die Notwendigkeit ergibt sich aus ... ?
Das ist einfach eine andere Formulierung der Theorems. Siehe hier (http://books.google.de/books?id=slA4CFfIpHAC&pg=PA75&lpg=PA75&dq=%22A+smooth+spherically+symmetric+metric+soluti on+of+the+vacuum+Einstein+equations+is+necessarily +static.%22&source=bl&ots=eHRZOWQOah&sig=mxn9HVdh57A1D2sJqgGtA56F6Eg&hl=de&sa=X&ei=AQrPT-OSL-n04QSO3JXQDA&ved=0CCgQ6AEwAA#v=onepage&q=%22A%20smooth%20spherically%20symmetric%20metric %20solution%20of%20the%20vacuum%20Einstein%20equat ions%20is%20necessarily%20static.%22&f=false).

JoAx
06.06.12, 11:20
Ok. Dann frage ich anders.
Kann eine "pulsierende" Sphäre für alle Bereiche innerhalb dieser immer symmetrisch sein (/aussehen)? Wenn nicht, was bei der Relativität der Gleichzeitigkeit ja naheliegend wäre, dann würde das Birkhoff Theorem hier ja nicht greifen. Oder?
Ich will nicht unbedingt auf den Grund des Pulsierens eingehen. Nur so zum (Gedanken-) Spielen.

Gruß

Ich
06.06.12, 11:30
Kann eine "pulsierende" Sphäre für alle Bereiche innerhalb dieser immer symmetrisch sein (/aussehen)? Wenn nicht, was bei der Relativität der Gleichzeitigkeit ja naheliegend wäre, dann würde das Birkhoff Theorem hier ja nicht greifen. Oder?
Das tut dem Theorem nichts. Eine nicht pulsierende Sphäre sieht ja auch nicht symmetrisch aus, außer vom Mittelpunkt. Kugelsymmetrie gibt's (außer bei Homogenität) immer nur um einen Punkt, nicht um alle.
Es kann sich um eine beliebige zeitabhängige Metrik handeln. Solange in der Metrik (in Polarkoordinaten) weder phi noch theta (außer als das bekannte sin(theta)) auftreten, ist sie kugelsymmetrisch um den Ursprung, und das reicht. Wie das von anderen Punkten aus aussieht ist egal.

JoAx
06.06.12, 11:42
Ich vernehme das jetzt und grüble nach, aber (intuitiv) einläuchtend ist das zunächst nicht. Das muss ich schon sagen. :D

Ich
06.06.12, 11:51
Aber mit dem statischen äußeren Feld hast du kein Problem? Warum nicht?

JoAx
06.06.12, 12:45
Aber mit dem statischen äußeren Feld hast du kein Problem? Warum nicht?
Ich versuche es ganz naiv zu beschreiben.
Wir können den Verlauf des Gravitationspotentials so darstellen:
http://www.iam.uni-bonn.de/%7Ealt/ws2001/FIGURES/gravitation-1.jpg

Das stellt eine Vollkugel dar. Um diese nun "pulsieren" zu lassen, müssen wir die gestrichelten Linien (= Oberfläche) nicht nur nach rechts/links bewegen, sondern dabei auch, entsprechend dem Gravitationspotentialverlauf, "kürzer" bzw. "länger" machen. So ist es leicht ersichtlich, dass da mit dem äusseren Feld nix passieren kann/darf. Es bleibt so, wie es war - (quasi-) statisch.

Innerhalb einer Hohlkugel würde das Gravitationspotential konstant sein. Es würde parallel zu der horizontalen Achse verlaufen und die unteren Enden der gestrichelten Linien (Sphäre) verbinden. Verschiebt sich nun die Sphären-Oberfläche, sagen wir mal nach Aussen, steigt sie dabei auch im Gravitationspotential. Dieses muss dann auch im Inneren passieren => kann also nicht (quasi-) statisch bleiben. "Newton" hätte da keine Probleme damit, da es einfach überall gleichzeitig passieren würde. In der RT, so wäre imho zumindest die naheliegende Überlegung, dürfte das aber nicht der Fall sein. Es müsste dauern, bis die Änderung einen Punkt erreicht. Das ist mein "Problem".


Gruß, Johann

Ich
06.06.12, 14:16
Ok, verstehe.

Ich glaube, das Problem liegt darin, dass du das Potential wie ein Skalarfeld betrachtest, also wie etwas, das an jedem Ort zu jeder Zeit einen wohldefinierten Wert hat, der unabhängig vom Bezugssystem ist. Wie etwas, das man lokal messen kann.
Wenn dem so wäre, dann würde ein bewegter Beobachter das ebene veränderliche Potential "gekippt" sehen und so auf ein Gravitationsfeld schließen. Das wäre auch noch dazu mit Gezeiten versehen, weil das Pulsieren ja nicht linear ist.

Damit hätten wir in einem Bezugssystem eine flache Raumzeit und im anderen eine gekrümmte, und das kann nicht sein.

Man sollte sich vor Augen halten, dass das einzig Kovariante in der ART die Krümmung ist. "Keine Krümmung" bestimmt einen Raumzeitabschnitt in sich vollständig. Eine flache Raumzeit ist so flach wie jede andere.
Gravitationsbeschleunigung entsteht daraus erst durch Integration, und die ist abhängig vom gewählten Koordinatensystem.
Und erst durch eine weitere Integration, wieder abhängig vom Koordinatensystem, entsteht das Potential. Deswegen arbeitet man mit dem Potentialbegriff eigentlich nur in der Newtonschen Näherung oder in statischen Raumzeiten, weil er sonst nicht vernünftig definierbar ist.

Schon klar, dass das keine intuitive Bergründung ist, warum Birkhoffs Theorem gilt. Aber ich denke, es ist eine ausreichende Begründung, warum das Newtonsche Potential nicht das richtige Wegzeug für solche Sachen ist: es ist eben nicht lokal messbar, sondern ein mathematisches Konstrukt, das unter bestimmtem Bedingungen bestimmte Relationen zweier entfernter Punkte ausdrückt.

Dass das Theorem gilt, ist mathematisch bewiesen, das steht noch eine Stufe über Intuition, sofern man nicht an der ART zweifelt.

JoAx
06.06.12, 14:42
Bin gerade auch darauf gekommen, wo der Denkfehler in "meiner Art" der Darstellung liegt. Hier:

... und die unteren Enden der gestrichelten Linien (Sphäre) verbinden.
Den müsste man, wenn man es überhaupt so machen will, auf der "x-Achse" laufen lassen. (Obere Enden verbinden.) Dann wäre der Potential immer "Null", innerhalb einer Sphäre. Oder mit anderen Worten - die Raumzeit wäre so, wie in weiter Entfernung von der Masse = Minkowski.

Das dürfte deiner Erklärung ungefähr ähnlich sein, denke ich.

Hab's verstanden! :D

Gruß

PS: Ich glaub', ich war aber schon mal so weit. Hab's nur vergessen. :(
PS für SCR: Ja. Die Uhr ganz nah an der Sphäre, aber innerhalb dieser, würde schneller laufen, als eine, die auf der Sphäre "ruht". Und genau so "schnell", wie eine ganz weit weg von der Masse ("im Unendlichen"). Denke ich.

Timm
07.06.12, 10:14
Würden die gravitativen Kräfte dieser externen Materie nicht den gleichen Effekt verursachen wie den, der der dunklen Energie (Antigravitation) zugesprochen wird, nämlich unser Universum beschleinigt auseinanderstreben zu lassen?

Das Modell, daß das Universum auch auf Skalen >= sichtbares Universum inhomogen ist, wird durchaus diskutiert. Demnach befänden wir uns im Zentrum einer an Materie armen Region. Allerdings täuschen nicht die gravitativen Effekte der großen Materiedichte außerhalb des sichtbaren Universums die Dunkle Energie vor. Das wurde im Verlauf des Threads schon geklärt. Die Dunkle Energie ist vielmehr deshalb umstritten (http://www.spektrum.de/alias/kosmologie/umstrittene-dunkle-energie/999549), weil materiearme Regionen schneller expandieren. Man nimmt das auch für die sog. voids an.

Allzuviele Anhänger scheint dieses Modell nicht zu haben. Man müßte beispielsweise annehmen, daß wir genau im Zentrum dieser Delle sind, denn die beschleunigte Expansion zeigt keine Richtungsabhängigkeit.

Gruß, Timm

Marco Polo
07.06.12, 10:32
Hi Timm,

recht interessant in diesem Zusammenhang finde ich auch folgenden Bericht über Fraktale:

http://sciencev1.orf.at/science/news/147628

Gruss, MP

Timm
07.06.12, 15:55
recht interessant in diesem Zusammenhang finde ich auch folgenden Bericht über Fraktale:

Ja, sicher eine interessante Idee, Marc. Aber eben auch reichlich spekulativ.

Gruß, Timm

AntonWimmer
11.07.12, 13:34
Hey, passend zu dem Thema habe ich folgende Theorie:

http://bottlemail.de/schuss.jpg

RoKo
11.07.12, 16:25
Hey, passend zu dem Thema habe ich folgende Theorie:

Na,na Anton, bevor du hier deine "Theorie" doppelt postest, solltest du dich mal mit der Eingangsfrage und ihrem Hintergrund beschäftigen.

Bevor die Hypothese einer "Dunklen Energie" aufkam, gab es Beobachtungsdaten, aus denen geschlossen wird, dass sich Galaxien, die am Rande des sichtbaren Teils unseres Universums beschleunigt fortbewegen. Dunkle Energie ist der Ansatz einer Erklärung dafür. Die Eingangsfrage dieses Thread läuft darauf hinaus, nach einer anderen Erklärungsmöglichkeit zu suchen bzw. diese auszuschließen.

"Dunkle Energie" wird also keinesfalls gebraucht, um das "Zusammenk****en" von Materie zu verstehen. Dafür haben wir die Gravitation und mit Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie auch eine bewährte Erklärung.

Aus den "spartanischen" Angaben deiner Theorie ergibt sich nun auf den ersten Blick, dass nach dieser Theorie eher eine Abbremsung o.a. weit entfernter Galaxien zu erwarten ist. Sie ist also keine Alternativerklärung der Beobachtungsdaten. Aus diesem Grunde rate ich dir, sie entweder nicht weiter zu verfolgen oder aber (Achtung: Hausaufgabe!) soweit auszuarbeiten, dass sie mit den Beobachtungsdaten übereinstimmt.

Letzteres erfordert zwingend eine intensive Beschäftigung mit dem gegenwärtigen Standard-Modell der Kosmologie. Das hat zwar noch Lücken, wie z.B. die "Dunkle Energie", kann aber andererseits auch erstaunlich viel erklären. Eine Alternativtheorie muss also mehr Erklärungswert haben und nicht weniger.

AntonWimmer
11.07.12, 16:46
Du behauptest weit entfernte, also am Rand des Universums befindliche Galaxien sind schneller als unsere Galaxie, seh ich das richtig ? Das stimmt völlig mit meiner Theorie überein, denn Galaxien am Rand erfahren dort a) weniger Beschuss von Schwarzen Wellen die von aussen kommen und werden b) zusätzlich noch von hinten" angeschubst. Ist ja auch logisch ! Denk mal darüber nach !

AntonWimmer
12.07.12, 10:05
Hallo Roko, ich möcht nochmal Bezug nehmen auf Deine Bemerkung dass es "Beobachtungsdaten gibt, aus denen geschlossen wird, dass sich Galaxien, die am Rande des sichtbaren Teils unseres Universums beschleunigt fortbewegen."

Nehmen wir mal an mein Modell (siehe Zeichnung) stimmt, und nehmen wir mal an Deine Bemerkung stimmt auch, dann lässt es doch den Rückschluss zu dass sich die "dunkle Welle" von jeder Stelle des Randes des Universums aus in Richtung Zentrum unseres Universums bewegt ? (und von dort wieder nach draussen)

Die andere Möglichkeit wäre die dass die dunkle Welle Unabhängig von der Krümung der "Aussenwände" des Universums" aus der Masse der umgebenden dunklen Materie heraus ziellos (aber auch von alles Seiten) unser Universum durcheilt, was aber dann NICHT den Effekt der von dir erwähnten Beschleunigung hätte.

Wenn die Sache mit dem Urknall so seine Richtigkeit hat, dann müsste doch das Zentrum unseres Universums komplett leer sein ? (obwohl, wenn ich mich nicht täusche, die vorherrschende Meinung ist dass unser Universum trotz Urknall kein Zentrum hat) Und genau dort konzentrieren sich dann auch die "dunklen Wellen". Hätte das irgendeine Bedeutung ? Denn die dunklen Wellen würden dort ja nicht verharren sondern einfach wieder herausfliegen, ähnlich der berühmten Kamelfrage: "Wie weit kann ein Kamel in die Wüste hineinrennen? " Antwort: Bis zur Mitte, denn danach rennt es wieder raus.

Also, wie ist Deine Meinung bezüglich der Richtung der Wellen ? Bzw, in welche Richtung müssten sie sich bewegen damit es "passt ? "

RoKo
12.07.12, 13:15
Sorry Anton,

du hast mich fehlinterpretiert. Ich habe und hatte nicht die Absicht, meine Lebenszeit an deiner Theorie zu verschwenden. Ich wollte dich lediglich darauf hinweisen, welches Wissen man erst einmal verarbeiten muss, bevor man mit einer Theorie an die Öffentlichkeit geht.

AntonWimmer
12.07.12, 14:30
Vielen Dank lieber Rokko ! Ich finde das ist ein grosses Kompliment von Dir dass an meiner Thorie dass dir dazu nichts negatives einfällt! Auch ich bin immer mehr davon überzeugt !

pauli
13.07.12, 00:40
Vielen Dank lieber Rokko ! Ich finde das ist ein grosses Kompliment von Dir dass an meiner Thorie dass dir dazu nichts negatives einfällt! Auch ich bin immer mehr davon überzeugt !
naja das ist nicht ganz das, was Roko gesagt hat :)

EMI
13.07.12, 01:59
dass an meiner Thorie dass dir dazu nichts negatives einfällt! Auch ich bin immer mehr davon überzeugt !Ist doch nicht schlimm, dass Du immer mehr davon überzeugt bist, dass Dir zu deiner :DTheorie:D nichts mehr einfällt.

Harti
13.07.12, 11:02
Hallo zusammen,
in verschiedenen Beiträgen wird die Frage erörtert, ob das Universum sphärisch oder hyperbolisch gekrümmt ist. Diese Unterscheidung in Bezug auf ein konkretes Objekt ist für mich nicht nachvollziehbar.
Um mir dies vorstellen zu können, nehme ich als Beispiel einen eindimensionalen Stab. Für die Frage, ob ich einen gekrümmten Stab als spärisch gekrümmt oder hyperbolisch gekrümmt bezeichne, kommt es allein darauf an, von welcher Seite ich ihn betrachte. Die Unterscheidung sphärisch/hyperbolisch dient daher allein meiner Orientrierung im Verhältnis zu diesem Stab. Der Stab als solcher ist ohne diese räumliche Orientierung sowohl sphärisch wie hyperbolisch gekrümmt.
Entsprechendes gilt für gekrümmte Flächen. Eine sphärisch gekrümmte Fläche betrachte ich von innen, wenn ich sie von außen betrachte, ist sie hyperbolisch gekrümmt. Die gilt auch, wenn ich mir die Fläche z.B. als Sattel vorstelle. Ein solcher Sattel (oder Kartoffelchip) ist nichts anderes als ein Ausschnitt aus einem Torus.
Wenn ich mir nun die Ausdehnung einer in der Fläche unbegrenzten Kugel oder eines Torus vorstelle, führt jede Vorstellung einer Ausdehnung ins "Unendliche" zur Flachheit der unbegrenzten Fläche.

Auch wenn ich mir eine Krümmung des Universums im Modell (als geometrsches Objekt) einer vierdimensionalen Raumzeit nicht vorstellen kann, müsste dafür eigentlich das selbe gelten.
Anders ausgedrückt: Unendlichkeitsvorstellungen in Bezug auf ein Objekt mit n- Dimensionen führen im selben Objekt mit (n-1)-Dimensionen zur Flachheit.
Dies liegt letztlich daran, dass Krümmung nichts anderes als die Erweiterung eines n-dimensionalen Objektes in einen (n+1)- dimesionalen Raum ist.

Hoffentlich sind meine Überlegungen nicht so unverständlich, dass sie als Unsinn abqualifiziert werden.

MfG
Harti

Ich
16.07.12, 15:11
Für die Frage, ob ich einen gekrümmten Stab als spärisch gekrümmt oder hyperbolisch gekrümmt bezeichne, kommt es allein darauf an, von welcher Seite ich ihn betrachte. Die Unterscheidung sphärisch/hyperbolisch dient daher allein meiner Orientrierung im Verhältnis zu diesem Stab. Der Stab als solcher ist ohne diese räumliche Orientierung sowohl sphärisch wie hyperbolisch gekrümmt.
Du musst unterscheiden zwischen intrinsischer und extrinsischer Krümmung. Intrinsisch ist die Krümmung, die man innerhalb der relevanten Dimensionen messen kann. Extrinsisch ist die, die bei der Einbettung in mehr Dimensionen erscheint.
In der ART und Kosmologie geht es ausschließlich um intrinsische Krümmung. Die hat ein Stab nie. Man kann ihn biegen wie man will - beispiel Maßband -, in sich ist nichts verzerrt oder gekrümmt.
Ebenen kann man sehr wohl so verbiegen, dass sie innerlich verzerrt werden, also intrinsisch gekrümmt sind. Die Kugelschale ist ein Beispiel dafür, sie ist sphärisch gekrümmt. Egal, ob von innen oder außen betrachtet. Ein Maß für die Krümmung ist das Verhältnis des Durchmessers zum Umfang eines Kreises: ist dieses größer als normal, liegt positive Krümmung vor wie auf der Kugelschale.
Eine Sattelfläche ist was anderes. Dort ist dieses Verhältnis kleiner als normal, es liegt negative Krümmung vor (hyperbolische Fläche).
Was du meinst ist eher die Unterscheidung konkav/konvex. Die hängt von der extrinsischen Krümmung und der Orientierung ab, hat mit intrinsischer Krümmung aber nichts zu tun.
Ein Zylinder ist übrigens intrinsisch nicht gekrümmt,

Harti
17.07.12, 10:18
Du musst unterscheiden zwischen intrinsischer und extrinsischer Krümmung. Intrinsisch ist die Krümmung, die man innerhalb der relevanten Dimensionen messen kann. Extrinsisch ist die, die bei der Einbettung in mehr Dimensionen erscheint.


Hallo Ich,
sind die Worte "intrinsisch" und "extrinsisch" nicht lediglich andere Worte für die Unterscheidung sphärisch/hyperbolisch, man könnte auch einfacher sagen "innen und außen". Dabei ergibt der Unterschied von "innen" und "außen" keinen Sinn, wenn ein n-dimensionales Objekt nicht in einen
(n+1)-dimensionalen Raum gekrümmt ist.
Worauf ich hinaus will ist, dass die genannten Gegensätze keine Eigenschaften eines Objektes sind, sondern lediglich zur Festlegung meiner Position im Verhältnis zu diesem Objekt dienen. Sie legen mit anderen Worten die Beobachterperspektive und damit das Bezugssystem fest, aus dem die Betrachtung erfolgt.
Reduziert auf eine Kugeloberfläche frage ich mich deshalb: Können zweidimensionale Wesen in der Kugeloberfläche durch Winkelmessung feststellen, ob die Fläche sphärisch oder hyperbolisch gekrümmt ist, da sie sich gleichzeitig außen und innen befinden ? Anders ausgedrückt: Ergibt die Winkelsumme im Dreieck, aus dieser Position betrachtet,für zweidimensionale Wesen zwangsläufig 180° ?
MfG
Harti

Ich
17.07.12, 12:36
sind die Worte "intrinsisch" und "extrinsisch" nicht lediglich andere Worte für die Unterscheidung sphärisch/hyperbolisch, man könnte auch einfacher sagen "innen und außen".
Das sind drei verschiedene Sachen.
Intrinsisch - extrinsisch: Innerhalb der Fläche messbar, auch ohne Einbettungin einen höherdimensionalen Raum - in einer Einbettung messbar
sphärisch - hyperbolisch: Raum/Fläche mit konstanter positiver bzw. negativer intrinsischer Krümmung
innen - außen: Konkav - konvex; beides keine Krümmungseigenschaft, sondern abhängig von der Lage im Raum bzw. was man eben als "innen" und "außen" definieren mag. Hat nichts mit den besprochenen Krümmungsarten zu tun, ais aber das, was du damit verwechselst, wenn ich das nochmal wiederholen darf.

Können zweidimensionale Wesen in der Kugeloberfläche durch Winkelmessung feststellen, ob die Fläche sphärisch oder hyperbolisch gekrümmt ist, da sie sich gleichzeitig außen und innen befinden ?
Vergiß endlich diese konkav/konvex - Fixierung und konzentriere dich auf das, was sich in der Fläche abspielt. Der Wiki-Artikel (http://de.wikipedia.org/wiki/Nichteuklidische_Geometrie) erklärt das doch ganz gut, schau dir insbesondere die Bilder an.

Harti
18.07.12, 09:03
Vergiß endlich diese konkav/konvex - Fixierung und konzentriere dich auf das, was sich in der Fläche abspielt.

Hallo Ich,
die Begriffe konkav/konvex hast Du, genannt Ich, eingeführt, nicht ich.
Sie sind wohl eher in der Optik als Bezeichnung von Sammel- bzw. Streulinsen gebräuchlich.
Die Begriffe intrinsisch und extrinsisch sind mir haupsächlich aus der Psychologie bekannt.
Der von Dir empfohlene Wiki-Artikel enthält nichts, was der von mir vertretenen Auffassung widerspricht.
Ich wiederhole sie noch mal und erweitere sie.
Die Begriffspaare "sphärisch/hyperbolisch", "rechts/links", "plus/minus" (mit Einschränkungen), "horizontal/vertikal" "rechtsdrehend/linksdrehend" sind keine Eigenschaften von Objekten, sondern legen lediglich fest, aus welcher Position ein oder zwei Objekte betrachtet werden.
Da wir Bestandteil des Universums sind, gibt die Untescheidung sphärisch/hyperbolisch keinen Sinn, weil wir es nicht von verschiedenen Seiten beobachten können. Ein Beobachtung von Außen ist rein theoretischer Natur.
Ob ich die Erdoberfläche als hyperbolisch gekrümmt oder sphärisch gekrümmt wahrnehme, hängt davon ab, ob ich spazieren gehe oder im Sarg liege.;)
Verstehst Du, was ich meine ?
MfG
Harti

Ich
18.07.12, 09:56
Der von Dir empfohlene Wiki-Artikel enthält nichts, was der von mir vertretenen Auffassung widerspricht.
Dann lies ihn so oft durch, bis er deiner Auffassung widerspricht. Versuche, die Bilder zu verstehen.
Dann lies nochmal durch, was ich geschrieben habe, und wenn du dann noch Fragen hast, frage.

Astrophysiker.Danial
28.12.12, 14:57
Pantalaimon hat sehr wohl recht !
Meine Theorie ueber die Aufklaerung der dunklen Energie handelt davon .. in den kommenden Monaten entwerfe ich eine Internetseite ueber diese Theorie, die ihr euch anschuen koennt und dann im Forum auc ausdiskutieren koennt

JoAx
28.12.12, 18:13
Pantalaimon hat sehr wohl recht !

Womit hat Pantalaimon recht, AD?

Die Wände einer Hohlkugel verursachen im Inneren keine Gravitation. Unabhängig davon, ob diese statisch oder dynamisch sind. Damit kann es die von ihm unterstellte Auswirkung so nicht geben.

Gruß, Johann

Astrophysiker.Danial
28.12.12, 19:02
Aber was ist wenn in der Hohlkugel durch Quantenvakuumfluktuatione Materie entsteht, die gravitiert. Dann haben wir im inneren unsere Hohlkuge gravitatio.
So ist es bei unserem Universum. Ausserdem deuten Beobachtungen von Alexander Kashlinsky an der NASA auf eine Materie im unsichtbaren Universum
http://www.weltderphysik.de/gebiet/astro/news/2009/neue-ergebnisse-zur-dunklen-stroemung-multiversum-eine-moegliche-erklaerung/
und ebenfalls dieser Link
http://www.weltderphysik.de/gebiet/astro/news/2008/die-dunkle-stroemung-der-galaxienhaufen/
Netten Grus
Danial

Ich
28.12.12, 21:50
Aber was ist wenn in der Hohlkugel durch Quantenvakuumfluktuatione Materie entsteht, die gravitiert. Dann haben wir im inneren unsere Hohlkuge gravitatio.
So ist es bei unserem Universum.
Un was ís dan?

Astrophysiker.Danial
28.12.12, 21:57
ne Expansion :P

Ich
28.12.12, 22:37
Nö ne Kontraktio. Ma kann Sachen in eine Richtung gravitativ wegziehe, aber nicht in alle. das hat man versuchdir zu erkläre.

Astrophysiker.Danial
28.12.12, 22:53
Wenn du eine Hohlkugel hast (das Universum), die Schicht besteht aus DE die sich von Materie abstoesst und in der Hohlkugel sich Gravitation bildet kann die Kugel immer noch expandieren, weil sie sich ja auch von der Gravitatio abstoess ;)

Ich
28.12.12, 23:40
Wenn du eine Hohlkugel hast (das Universum), die Schicht besteht aus DE die sich von Materie abstoesst und in der Hohlkugel sich Gravitation bildet kann die Kugel immer noch expandieren, weil sie sich ja auch von der Gravitatio abstoess ;)

Wasis? DE? Gravitation? sich von der Gravitatio abstoess?
Und wofür brauchts dann, dich, wenns eh DE hat?

Astrophysiker.Danial
28.12.12, 23:43
DE = Dunkle Energie
Diese steosst sich von Gravitation ab.
Deine letzte Frage hab ich nicht verstanden, bitte erlaeutern.
PS.: bist du auch im Astronews forum vertreten ?
Netten gruss
danial

JoAx
29.12.12, 01:03
Aber was ist wenn in der Hohlkugel durch Quantenvakuumfluktuatione Materie entsteht, die gravitiert.


Zu der "Realität" der Quantenfluktuationen wäre das hier hilfreich:
Casimir-Effekt ohne Vakuumfluktuationen? (http://www.quanten.de/forum/showthread.php5?t=1842&highlight=Vakuumfluktuationen)


Dann haben wir im inneren unsere Hohlkuge gravitatio.


Bei der Betrachtung einer Hohlkugel geht es nicht darum, ob es innerhalb dieser prinzipiell Gravitation gibt oder nicht, sondern darum, ob die Schale einen gravitativen Einfluss auf das Innere hat. Und das hat sie eben nicht.

Ausserdem deuten Beobachtungen von Alexander Kashlinsky an der NASA auf eine Materie im unsichtbaren Universum
http://www.weltderphysik.de/gebiet/astro/news/2009/neue-ergebnisse-zur-dunklen-stroemung-multiversum-eine-moegliche-erklaerung/
und ebenfalls dieser Link
http://www.weltderphysik.de/gebiet/astro/news/2008/die-dunkle-stroemung-der-galaxienhaufen/


"Unsichtabares Universum" ist falsche Umbenennung. Ausserhalb des sichtbaren Bereichs ist wohl korrekter. Das wäre das, was in diesem Bild:

http://scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/wp-content/blogs.dir/69/files/2012/07/i-1b53bd9ca462cd80b67b9656b88708ce-expansion2.jpg

ausserhalb des dunkelgrauen Bereichs liegt. Und die Ergebnisse sind so zu interpretieren, dass die Materie jenseits des kosmologischen Ereignishorizonts eben nicht homogen verteilt sein dürfte. Andernfalls dürfte es keine "dunklen Ströme" geben. "Multiversum" empfinde ich persönlich in diesem Zusammenhang eher irreführend.

Und mit der dunklen Energie hat es immer noch nichts zu tun. (Ausser des Wortes "dunkel".)


Gruß, Johann

Ich
29.12.12, 11:11
DE = Dunkle Energie
Diese steosst sich von Gravitation ab.

Das ergibt keinen Sinn. Man kann sich nicht von Gravitation abstoßen. Du musst etwas anderes meinen.
Deine letzte Frage hab ich nicht verstanden, bitte erlaeutern.
Wenn im Standardmodell sowieso DE drin ist, was hat es dann für einen Sinn, wenn du DE neu einführen willst?
PS.: bist du auch im Astronews forum vertreten ?
Ja.

Astrophysiker.Danial
29.12.12, 11:41
Mein weiss ja noch gar nicht genau, was DE ist, man weiss nur, es beschleunigt den Raum und 72% der Masse des Universums aus.
Ich fuehre sie nicht neu ein, ich addiere und beschreibe was genau sie ist..

Marco Polo
29.12.12, 12:47
Mein weiss ja noch gar nicht genau, was DE ist, man weiss nur, es beschleunigt den Raum und 72% der Masse des Universums aus.
Ich fuehre sie nicht neu ein, ich addiere und beschreibe was genau sie ist..

Ne ist klar. Ähemm...Bescheidenheit scheint aber nicht deine Zier zu sein, oder?

Alleine schon dieses "Astrophysiker" in deinem Nick spricht für meine Einschätzung, würde ich kess behaupten.

Hättest vielleicht besser Astrologe geschrieben. :D

Astrophysiker.Danial
29.12.12, 14:19
ne Astrologe waer nicht passend, ich glaub nicht an diesen Horoskop quatsch ..
Und meiner Meinung nach ist jeder Physiker, der die Grundlagen der modernen Physik beherrsch (Quantenphysik, Grundkraefte, Relativitaetstheorie).
Bescheidenheit , kommt drauf an wobei.

Marco Polo
29.12.12, 15:05
ne Astrologe waer nicht passend, ich glaub nicht an diesen Horoskop quatsch ..

Na immerhin.

Und meiner Meinung nach ist jeder Physiker, der die Grundlagen der modernen Physik beherrsch (Quantenphysik, Grundkraefte, Relativitaetstheorie).

Die rudimentären Grundlagen sind auch mir bekannt. Macht mich das zum Physiker? Wohl kaum. Tja, jeder legt andere Maßstäbe an, wie es ausschaut.

JoAx
30.12.12, 01:08
ich addiere und beschreibe was genau sie ist..

Darf man wagen, es anzuzweifeln?

Marco Polo
30.12.12, 01:54
Darf man wagen, es anzuzweifeln?

Das mit dem "addieren" würde ich aber schon für möglich halten. Spass muss sein. :)

JoAx
30.12.12, 13:12
Das mit dem "addieren" würde ich aber schon für möglich halten.

Schauen wir mal.
Immerhin kommt er ja mit seiner Theorie zu anderen Ergebnissen.

Ich
30.12.12, 22:45
Und meiner Meinung nach ist jeder Physiker, der die Grundlagen der modernen Physik beherrsch (Quantenphysik, Grundkraefte, Relativitaetstheorie).
Oh, der Begriff "Physiker" ist nicht geschützt. Du kannst dich auch so nennen, ohne irgendwelche Grundlagen zu beherrschen. Ist sogar besser so, weil dann keine Verwechslungsgefahr besteht. Also wegen mir mach ruhig weiter, wenn du dich dann besser fühlst.

Sarge
22.02.13, 02:58
Entschuldugung wenn ich so reinplatze.
Ich hab da mal ne Frage.

was passiert mit dieser Energie frage ich mich.
was ist wenn sich die energie in einer ausweitung des Raumes bemerkbar macht.
die frage ist wie soll das von staten gehen?
Ich habe mir nun folgendes vorgestellt. was ist wenn die Elementarteilchen eine gewisse Krümung des Raumes mit sich tragen?
und zwar entsprechen der Energie die sie mit sich Tragen. Also ein Elektron Krümmt den Raum um soundso Viel. man kann sich das wie Seifenblsen vorstellen. ein ProtonKrümmt den Raum Entsprechen Sträker. der ist auch "schwerer". bildet sich nun also ein Atom wird der Raum um das Atom um die "Summe" der vorkommenden Krümmungen (Alle Elektronen, Protonen, Neutronen) also wir haben nun ein Raumkrümmung mit einem gewissen Energie Gehalt. sowas wie eine Stehende Welle. die Energie ist sozusagen in dieser Raumzeitkrümmung gefanngen und die größe bzw stärke der Krümmung hängt von der Energie ab.
kann man noch folgen?
also weiter...
daraus erbeben sich ein paar interesannte efekkte.
der Raum wird also umsomehr gekrümmt umsomehr Teilchen zusammen kommen.
diese Raumzeitkrümmung um das Elektron und um das Proton sorgen auch dafür das sie auf Abstand bleiben, da sie sozusagen gegenläufig in der Krümmung der Raumzeit sind; und Protonen zueinerander geichläufig.
und so weiter...
so was wäre nun wenn der "leere Raum" absolutes Vakum. ganau das selbe wäre.
um wieder den Bogen zu bekommen
was passiert nun mit der Energie beim vernichten der Teilchen
Man geht davon aus, dass im "leere Raum" ständig Teilchen entstehen und sich sofort wieder gegenseitig vernichten.
was wäre wenn diese Energie eine schwache Krümmung "Bölase in der Rumzeithinterläste. ich will das mal so erklären es gibt Absolutzustände von diesen Blasen.
Also ein imupuls wäre nun abhängig von der Krümmung der Raumzeit
oder Anders herum jenachdem wieviel Energie ein Impulse hat und durch welches Materiela "einschlieslich dem absoluten Vakum" demen sprechend schnell kann er sich aus ausbreiten. es gibt also zustände von verhältniss von der Räumzeitkrümmüng zu Energieladung. davon hängt zb. die geschwindigkeit eines Elektron in einem Kupferleiter ab. das ist nähmlich gar nicht so schnell wie manche glauben. es ist nähmlich nur der Impuls der Lichtgeschwindikeit hat.
allesklar?
ein Impuls kann also von jedem "RaumzeitenergieTeilchen" zu nächsten weitergegeben werden und das ist genau das was wir unter Zeit verstehen. um nun wieder auf den "leeren Raum" zurückzukommen.
der Leere Raum wäre Also nicht weiter eine Ansammlung von Energie Teilchen die Genau sostark gekrümmt sind das beim weiter geben des Impulses sozusagen keine Zeit mehr vergeht. Also Licht. Licht ist meiner meinung nach ein Impulse der genau auf dieser AUSBREITUNGSWELLE DES UNIVERSUMS fortbewegt.

nachtrag
um die Teilchen in den gleichen Raum zu bringen muss man eine menge energie ergie aufbringen. hat die Krümmung eine gewisse Krenzeüberschritten hat man ein schwarzes loch.

mermanview
22.02.13, 14:16
kleine Nebenfrage:

Beschreibungen wie :
"am Rand des Universums",
"weit außen",
wo auch immer das sein soll, ebenso
"weit außen befindliche Galaxien".

Diese räumlichen Angaben empfinde ich stets als verkehrt verstanden,
weil in meiner Vortsellung "weit weg" immer äquivalent ist mit "lange her":

weit entfernt = vor langer Zeit = im ehemaligen "Inneren"

Insofern bedeuten doch hohe "Geschwindigkeiten" entfernter Galaxien lediglich eine starke ("u.a. Expansions-bedingte) Rotverschiebung von Strahlung längst vergangener Objekte, die laut Expansionsgedanken zu ihrer Zeit "weiter Innen" lagen, als unsere heutige messende Position.

?!

Gruß Merman

Timm
22.02.13, 14:41
Insofern bedeuten doch hohe "Geschwindigkeiten" entfernter Galaxien lediglich eine starke ("u.a. Expansions-bedingte) Rotverschiebung von Strahlung längst vergangener Objekte, die laut Expansionsgedanken zu ihrer Zeit "weiter Innen" lagen, als unsere heutige messende Position.

"Weiter Innen" gefällt mir nicht gut, denn das suggeriert ein Zentrum "ganz weit innen". Im expandierenden Universum driften die Weltlinien der Objekte auseinander. Eine Galaxie war uns in die Vergangenheit, als die Strahlung emittiert wurde, deren Rotverschiebung wir heute messen, näher als heute.

Gruß, Timm