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sormann3d
27.08.07, 00:56
Hallo
Ich entschuldige mich für meine Frage und hoffe das sie nur ansatzweise dem Niveau dieses Bereichs des Forums entspricht.
Ich habe einige populärwissenschaftliche Bücher gelesen und bin sehr interessiert an dem Thema , allerdings dennoch ein Laie.

Meine Frage: Könnte es sein das Materie im Prinzip nichts weiter ist als Elekromagnetische Strahlung einer extrem hohen oder niederen Frequenz.?
Könnte möglicherweise die wellenartige Verteilung der Wahrscheinlichkeit der position eines Parikels ... bewiesen durch das berühmte Doppelspaltexperiment auch im wesentlichen eine elekromagnetische welle sein?

Hmm wohl eher weniger ... sonst müssten das entstehende Indifferezmuster ja von magnetischen Feldern zu beeiflussen sein...

Hat das schon mal wer ausprobier? Whol eher schon oder? Tschuldigung :)

sormann3d
23.09.07, 22:55
Hi

Verständlicherweise antwortet mir keiner ich hab wohl einen Denkfehler gemacht.
Strahlung wie Licht oder jede andere elekromagnetische Strahlung lässt sich durch magnetische felder ja garnicht ablenken.
Sonst würde ein Magnet an eine Lampe gehalten gar lustige Effekte verursachen. tut er aber nicht..

Trotzdem, auch wenn das zugegeben blöd war.
Hier ne Frage die hoffentlich zumindest ein wenig weniger blöd ist:

Gibt es eigentlich bei den sogenannten Wahrscheinlichkeitswellen von sehr kleinen Partikeln sowas wie frequenz und Amplitude , und haben diese einfluss auf deren Eigenschaften?

Ich bin kein Wissenschafter und wenn die Frage zu blöd war wäre ich dankbar für einen link der mehr meinem bergenzen Wissen mehr entspricht.

Gandalf
24.09.07, 07:33
Hallo!

Ich glaube Du brauchst Dich für Fragen hier nicht zu entschuldigen. Merh oder weniger sind wir deswegen alle hier. Deswegen gibt es keine 'dummen Fragen': Frag ruhig!

Hallo

Meine Frage: Könnte es sein das Materie im Prinzip nichts weiter ist als Elekromagnetische Strahlung einer extrem hohen oder niederen Frequenz.?
Könnte möglicherweise die wellenartige Verteilung der Wahrscheinlichkeit der position eines Parikels ... bewiesen durch das berühmte Doppelspaltexperiment auch im wesentlichen eine elekromagnetische welle sein?
:)

Alee (Materie-) Teilchen können durch die sogen "de Broglie-Wellenlänge" beschrieben werden: http://de.wikipedia.org/wiki/Wellenl%C3%A4nge

Das mit dem Doppelspaltexperiment hat aber zunächst mal damit nichts zu tun. Es wirken hier keine elektromagnetischen Wellen im Wechsel (man kann es ja nachprüfen, indem man 'einzelne' Teilchen durchschickt). Zudem ist diese "spukhafte Fernwirkung" 'nichtlokal' und damit nicht den relativistischen Begrenzungen durch 'c' unterworfen, der alle EM unterworfen sind.


Grüße

sormann3d
30.09.07, 22:58
Vielen Dank für die Antwort. (Und den link)

Das die Indifferenzmuster auch auftreten wenn nur eizelne partikel in Richtung Doppelspalt geschossen werden finde ich ja besonders fazinierend.
Aber was meinst du mit "spukhafte fernwirkung?"

Warum ich eigentlich angefangen habe in diese Richtung zu denken war das ja, soweit ich es verstanden habe, im Prinzip Materie Rückstandsfrei in Energie übergehen kann. Und zwar bei der Anihilation von Materie und Antimaterie.

Im Kleinen nennt man das glaube ich Elektronen-Positronen Anihilation...
Wobei ja ein Photon frei wird, oder mehrere.

Gandalf
01.10.07, 20:58
Hallo sormann!

"spukhafte Fernwirkung" - ist ein Zitat Einsteins, der der nicht-lokalität der Quantenphysik immer skeptisch gegenüberstand und mit dieser 'Verballhornung' seinen Unglauben ausdrücken wollte. Aber wie sich mittlerweile sogar experimentell belegen lies ("Bellsche Ungleichungen"), ist die Wirklichkeit nicht in "Kristall gemeißelt" (so wie es Einstein wohl gerne gehabt hätte), sondern "bizarr". (hier habe ich versucht diese "Teleportation" (auch so ein 'Begriff mit Hintergrundgeschichte') animiert zu beschrieben: Quantenteleportation (http://home2.vr-web.de/~gandalf/Quanten/VWT2.htm#Spukhafte))

Warum ich eigentlich angefangen habe in diese Richtung zu denken war das ja, soweit ich es verstanden habe, im Prinzip Materie Rückstandsfrei in Energie übergehen kann. Und zwar bei der Anihilation von Materie und Antimaterie.
Im Kleinen nennt man das glaube ich Elektronen-Positronen Anihilation...
Wobei ja ein Photon frei wird, oder mehrere.
Man "könnte" es so beschreiben (und wahrscheinlich ist das auch die gebräuchlichste Beschreibungsart) Ich persönlich halte diese, jedoch eher hinderlich für das Verstehen, wenn es um Quantenphänomene der diskutierten Art geht. Ich beschreibe es daher so: Ein und das gleiche Quantensystem kann sowohl als Elektron/Positronenpaar, als auch als Photon 'in Erscheinung treten'.


Grüße

Matthias Kallenberger
03.12.07, 11:02
Hallo Leute,

ich habe einen interessanten Gedanken im Kopf. Allerdings ist es möglich, dass dieses Vorstellungsmodell schon existiert und mathematisch nachweisbar ist. Was ich meine ist die Wissenschaft um Frequenz von Wechselstrom.

In gewöhnlichen Wellenberechnungen werden die Wellenlängen über Lichtgeschwindigkeit und Hertz-Frequenz berechnet.
Man geht davon aus, dass z.B. 50.000 Hz eine Wellenlänge von 300.000 km/s:
50.000 Hz = 6 Meter (Wenn ich mich recht erinnere) sein soll. Jedenfalls, auch wenn diese Rechnung hier nicht ganz stimmt, werden die Wellenlängen immer kürzer, wenn die Frequenz in Hz ansteigt. Im Giga-Hertz-Bereich sind sie extrem kurz.

Wie verhält es sich in einem Leiter (Spule unter Induktionseinfluss), wenn die Frequenz des Wechselstroms erhöht wird? Die Elektronen, von denen man ausgeht, dass sie sich langsamer als ihre Stoßkräfte und deren Kettenreaktionen bewegen sollen und dabei Lichtgeschwindigkeit, deren erzeugter elektrischer Strom müsste ja in einer Hz-Phase zig tausendmal mit Lichtgeschwindigkeit wechseln. Dabei müsste sich doch auch der Aktionsweg der Elektronen (Quanten) drastisch verkürzen. Bei erreichen der ultimativen Höchstfrequenz müssten die Quanten theoretisch (fast) stehenbleiben.

Ein weiterer Artefakt ist die Tatsache, dass die Doppelwelle der Hz-Phase ja so erscheint, dass erst auf Lichtgeschwindigkeit (LG) beschleunigt wird und davon weg wieder verzögert wird. Auf den Scheiteln der Wellen erreicht sie kurzzeitig ihr höchstes Geschwindigkeitspotenzial. In der Ruhephase bleiben die Elektronen oder Quanten theoretisch kurz unbeweglich. Je mehr Wechsel in einer Sekunde stattfinden, desto öfters wird beschleunigt und verzögert, und desto kürzer ist die Phase der erreichten LG auf den vielen Scheiteln. Bei 500 kHz wären es praktisch 1 Million Scheitel. Durch die hohe Bewegungsaktivität in der Sekunden-Zeit-Einheit müsste ja auch eine hochpotenzierte Reibungsaktivität im Leiter stattfinden (molekular gesehen). Sehe ich das so richtig?

Wenn das so stimmt, wäre ich nicht abgeneigt, eine mathematische Formel über E-Mail zu erhalten, am besten mit einem Rechenbeispiel.
matthias.kallenberger@online.de

Viele Grüße,

Matse

Optimist71
03.12.07, 17:05
Hallo Matthias,


In gewöhnlichen Wellenberechnungen werden die Wellenlängen über Lichtgeschwindigkeit und Hertz-Frequenz berechnet.
Man geht davon aus, dass z.B. 50.000 Hz eine Wellenlänge von 300.000 km/s:
50.000 Hz = 6 Meter (Wenn ich mich recht erinnere) sein soll. Jedenfalls, auch wenn diese Rechnung hier nicht ganz stimmt, werden die Wellenlängen immer kürzer, wenn die Frequenz in Hz ansteigt. Im Giga-Hertz-Bereich sind sie extrem kurz.

Fast ... Die Netzfrequenz betraegt bei uns 50 Hz, nicht 50 000 Hz. Somit ist die Wellenlaenge 6000 km und nicht 6 m (wenn ich mit der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit *) rechne). Im Verhaeltnis zu den Abmessungen von Feld-, Wald- und Wiesen-Elektroanlagen also so gross, so dass Spannungs- und Stromfunktionen mit sehr guter Naeherung als reine Zeitfunktionen u(t) und i(t) beschrieben werden koennen.

*) Im uebrigen ist der Wert der Lichtgeschwindigkeit nur fuer Wellenausbreitung im Vakuum der bekannte Wert 3 * 10^8 m/s. Im Medium (wie z.B. Kupfer) ist der Wert niedriger und zudem frequenzabhaengig.

Wie verhält es sich in einem Leiter (Spule unter Induktionseinfluss), wenn die Frequenz des Wechselstroms erhöht wird? Die Elektronen, von denen man ausgeht, dass sie sich langsamer als ihre Stoßkräfte und deren Kettenreaktionen bewegen sollen und dabei Lichtgeschwindigkeit, deren erzeugter elektrischer Strom müsste ja in einer Hz-Phase zig tausendmal mit Lichtgeschwindigkeit wechseln. Dabei müsste sich doch auch der Aktionsweg der Elektronen (Quanten) drastisch verkürzen. Bei erreichen der ultimativen Höchstfrequenz müssten die Quanten theoretisch (fast) stehenbleiben.

Da bringst Du was durcheinander, naemlich Wellenausbreitungsgeschwindigkeit und Geschwindigkeit der Ladungstraeger. Im Falle von Netzspannung am Kupferleiter ist erstere ohnehin uninteressant, da mit sehr guter Naeherung der Spannungs-Momentanwert am Leitungsanfang und am Leitungsende uebereinstimmen (Du kannst genausogut c = unendlich annehmen). Wie ich oben schon geschrieben habe, ist die Spannungsfunktion in unserem Fall lediglich eine Funktion der Zeit, d.h. wir sprechen nicht mehr von Wellen sondern lediglich von Schwingungen.

Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Ladungstraeger wird, im Sinne von Ladungstraeger pro Zeiteinheit, durch den elektrische Strom i dargestellt. i(t) = dq(t)/dt ("Strom = Aenderung der Ladung dq pro Zeitintervall dt") = . Der Strom ist wiederum von der angelegten Spannung und einer Last (Widerstand oder Impedanz) abhaengig.

Ein weiterer Artefakt ist die Tatsache, dass die Doppelwelle der Hz-Phase ja so erscheint, dass erst auf Lichtgeschwindigkeit (LG) beschleunigt wird und davon weg wieder verzögert wird. Auf den Scheiteln der Wellen erreicht sie kurzzeitig ihr höchstes Geschwindigkeitspotenzial.
Nein. Die Geschwindigkeit der Welle aendert sich nicht. Das periodische Umkehren der Stromrichtung ist die Welle / die Schwingung selbst.

In der Ruhephase bleiben die Elektronen oder Quanten theoretisch kurz unbeweglich.
Das stimmt ebenfalls nicht, Quanten sind niemals unbeweglich. Stillstand ist fuer Quanten nichteinmal definierbar. Das ist allerdings in der Quantenmechanik begruendet, eine Erklaerung wuerde hier zu weit fuehren.

Je mehr Wechsel in einer Sekunde stattfinden, desto öfters wird beschleunigt und verzögert, und desto kürzer ist die Phase der erreichten LG auf den vielen Scheiteln. Bei 500 kHz wären es praktisch 1 Million Scheitel. Durch die hohe Bewegungsaktivität in der Sekunden-Zeit-Einheit müsste ja auch eine hochpotenzierte Reibungsaktivität im Leiter stattfinden (molekular gesehen). Sehe ich das so richtig?

Nein, siehe oben. Allerdings gibt es schon obere Grenzen fuer Wechselstromfrequenzen auf Leitern. Ab einer bestimmten Frequenz wird das Signal immer mehr abgedaempft, und extrem hohe Frequenzen koennen ueber den Leiter nicht mehr uebertragen werden, da das Signal vollstaendig abgedaempft wird. Der Grund dafuer liegt an den Materialeigenschaften des Leiters. Fuer niedrige Frequenzen ist der Leiter lediglich ein ohmscher Widerstand, fuer hoehere Frequenzen machen sich dann aber auch kapazitive und induktive Erscheinungen der Leitung geltend, so dass diese dann als ein Tiefpass-Filter aufgefasst werden kann.

Ærbødigst
-- Optimist

Matthias Kallenberger
03.12.07, 18:06
Hallo Optimist71,

ich weiß, dass wir 50 Hz im Netz haben, genauso weiß ich, dass Widerstände und Kapazitäten in Leitern für Dämpfungen verantwortlich sind.
Das mit den 50 000 Hz war nur ein Beispiel. Ich hätte mir die Berechnung aufschreiben sollen. (Mein Gedächtnis). Dafür möchte ich mich entschuldigen.

Dass Quanten oder Elektronen niemals still stehen ist auch klar. Ich meinte auch eher die Schwingungsbewegung. Dabei spricht man von Elektronengeschwindigkeit und Stoßgeschwindigkeit, die verantwortlich für die schnelle Übertragung des Stroms sein soll. Natürlich meine ich nur die Ruhephase, in der der Strom von der einen in die andere Richtung fließt.
Da muss ja der "Fluss" logischer Weise kurz anhalten. Natürlich ist nicht in jedem Fall Lichtgeschwindigkeit gegeben.

Du hast auch damit recht, dass sich die Geschwindigkeit der Welle nicht ändert, ebenso, dass die Welle durch den Stromwechsel existiert. Ich wollte nur eine Bestätigung dafür, dass sich höhere Frequenzen mit mehr Wechseln in einer bestimmten Zeiteinheit, z.B. Sekunde, die Bewegungsfreiheit der schwingenden Elektronen einschränken. Durch die hohe Bewegungsaktivität entsteht natürlich ein höherer Dämpfungswert.

Gruß, Matse

Optimist71
03.12.07, 22:04
Hallo Matthias,
Hallo Optimist71,

ich weiß, dass wir 50 Hz im Netz haben, genauso weiß ich, dass Widerstände und Kapazitäten in Leitern für Dämpfungen verantwortlich sind.
Das mit den 50 000 Hz war nur ein Beispiel. Ich hätte mir die Berechnung aufschreiben sollen. (Mein Gedächtnis). Dafür möchte ich mich entschuldigen.

Kein Problem, ich habe es nur kommentiert, weil ich es fuer einen Schreibfehler hielt, der sich in Deiner Rechnung dann auf das Ergebnis ausgewirkt hat.

Dass Quanten oder Elektronen niemals still stehen ist auch klar. Ich meinte auch eher die Schwingungsbewegung. Dabei spricht man von Elektronengeschwindigkeit und Stoßgeschwindigkeit, die verantwortlich für die schnelle Übertragung des Stroms sein soll. Natürlich meine ich nur die Ruhephase, in der der Strom von der einen in die andere Richtung fließt.
Da muss ja der "Fluss" logischer Weise kurz anhalten. Natürlich ist nicht in jedem Fall Lichtgeschwindigkeit gegeben.

Es stimmt, dass der Wechselstrom als Zeitfunktion i(t) in periodisch wiederkehrenden Zeitpunkten den Wert Null hat, um dann auf ein Maximum anzusteigen, wieder zu Null wird, das negative Maximum annimmt (Richtungsumkehr) usw. Die Geschwindigkeit der Ladungstraeger im Leiter ist aber nicht die Lichtgeschwindigkeit, ja, erreicht diese nichtmal annaehernd. Die Bewegung der Ladungstraeger ist vielmehr eine ziemlich traege Drift mit einer Geschwindigkeit von einigen mm/s. Der genaue Zahlenwert ist materialabhaengig, fuer Kupfer etwa 0.56 mm/s.

Formel: Geschwindigkeit der Elektronen = Strom geteilt durch (Leiterquerschnitt mal Anzahl der Elektronen pro Volumeneinheit).

Ærbødigst
-- Optimist

Matthias Kallenberger
03.12.07, 22:52
Hallo Optimist71,

endlich haben wir uns beinahe verstanden. Wo ich noch keine Erklärung erhalten habe, ist die "Pulsstrecke" der Elektronen, also die Bewegungsstrecke in die eine oder andere Richtung, wenn die Frequenz weiter ansteigt. Theoretisch gesehen müsste sich der Aktionsweg in die eine oder andere Richtung verkürzen. Könnte es sein, dass bei Höchstfrequenz der "Stromfluss" nur noch schwingt? Also wie eine Art Vibration?

(Mich interessiert das Thema deswegen, weil ich mit Hochspannungen experimentiere).

Gruß, Matse

richy
04.12.07, 12:35
Hi
Letztendlich bekommst du vom E Werk keine Elektronen geliefert sondern du bezahlst die Energie. Wie Optimist schon schrieb ist die Driftbewegung der Elektronen sogar sehr gering. Und bei Wechselstrom schwingen natuerlich alle Felder. Erhoest du die Frequenz tritt zunaechst der Skin Effekt auf und der Stromfluss wird vom Leiterinneren verdraengt. Bei einer EM Welle ist das Medium die Welle selbst. Und in allen Faellen kann man sagen, dass die Leistung ueber die Felder transportiert wird. S=ExH

(Mich interessiert das Thema deswegen, weil ich mit Hochspannungen experimentiere).

Wandelst du gerade auf Teslas spuren ? Die Felder uebertragen die Energie. Es reicht also aus sich einer Hochspannungsleitung zu naehern um tod unzufallen. Man muss sie nicht einmal beruehren.
Absolut brisant wird es bei Hochspannung und Hochfrequenz.
Ich hoffe du beachtest das bei deinen Experimenten. Was machst du denngenau ? Singende Tslaspule ?

Matthias Kallenberger
04.12.07, 14:16
Hallo Richy,

zunächst möchte ich Dir sagen, dass ich genau weiß, dass Hochspannung bei Näherung tödlich sein kann. Es gibt zu jedem bestimmten Spannungsgrad eine sogenannte Zünd- oder Funkenstrecke, wenn sich der Stromkreis über ein Gasmedium schließt. Ein Medium ist zum Beispiel Luft, ein anderes kann ein Mensch sein. Ich weiß aus Experimentiererfahrung, dass 20 kV etwa eine Zündstrecke von 22-24 mm zwischen kurzen Kupferelektroden hat. Bei Spitzenelektroden etwas mehr. (Ich habe schon mehrere Bücher über verschiedene Autoren gelesen, die das gleiche Thema behandeln. Viele gaben Tabellen über Funkenstrecken an, die mit meinen realistischen Experimenten nicht im Einklang sind). Sind die Elektroden größer, besitzen sie höhere Kapazität und die Funkenstrecke verkleinert sich, weil der Widerstand durch die Kapazität der Funkenstrecke engegenwirkt. Bei 170 kV habe ich eine Funkenstrecke von ca. 44 cm, bei einer Leistung von etwa 35 A und 400 V im Eingang. Das sind keine Berechnungen, sondern Tatsachen, die ich beweisen kann.
Natürlich ist Tesla einer der Götter des Wechselstroms und ich habe mich vor Allem mit seinen Vorträgen beschäftigt, die man als Bücher kaufen kann. Das ich auch mit Teslaspulen experimentiere, ist allerdings noch relativ neu. Trotzdem hast Du recht. Ich experimentiere mit Hochspannungen und zwar mit selbstgewickelten Transformatoren. Du wirst es mir nicht glauben, wenn ich Dir erzähle, dass die Drahtlängen meiner Sekundärwicklungen bis zu 200 km lang sind und aus Drähten bestehen, die zwischen 0,1 und 0,2 mm Kupferlackdraht bestehen. Wenn Du Dich dafür interessierst, kannst Du ja mal auf meine Homepage gehen. Allerdings habe ich dort keine Warnhinweise oder Berechnungen eingebracht, weil es mehr die Sache ist, die ich dort ausstelle. Meine Höchstspannung, die ich in meinem Keller erzeugt habe, liegt bei 570 kV. Es gibt Aufnahmen, wie eine geballte Wurzelblitzentladung um eine große Schnapsflasche gleitet. Auf meiner Homepage wirst Du auch erkennen, dass ich eine umfangreiche Erfahrung mit Kunststoffverarbeitung habe, die für die Erzeugungen solcher Spannungen nötig sind. Ich habe Tests mit Ölen und anderen Dielektrika gemacht. Auch gibt es Aufnahmen, wie ein 170 kV Lichtbogen in die Kellerdecke brennt und die Wäscheleine zerbröselt hat. Das kann ich nur machen, weil ich ein eigenes Haus habe. Allerdings habe ich diese Akton nicht ins Internet gestellt. Schon seit 27 Jahren beschäftige ich mich mit elektrischen Vorgängen. Als Kind spielte ich mit Glühlampen und Kondensatoren, bekam oft eine geballert. Und heute stehen in meinem Keller Apparaturen, mit denen man einen Hochspannungszaun für eine Kleinstadt tödlich betreiben könnte. Schau mal rein. Allerdings fürchte ich, dass es sich herumspricht und manche mich dann vollends als Wichtigtuer darstellen, obwohl alles, was auf der Homepage abgebildet ist, auch tatsächlich von mir erschaffen worden ist. Und das ist nur ein Teil von dem, was ich schon alles gemacht und ausprobiert habe. Ich bin jemand, der Spaß an solchen Dingen hat. Ich möchte vor allem auch das sehen, was andere nur berechnen können. www.hochspannung-bildhauerei.de

Gruß, Matse

richy
04.12.07, 17:58
Hi Matse
Ich habe mich auf deiner Homepage mal umgesehen.
Ok, ich nehme alles zurueck :-)
Die Transformatoren und Tesla Spulen, die du schon gebaut hast. Das ist der Oberhammer. Aber auch die Steinmetzarbeiten haben mich begeistert.
Letztes Jahr habe ich mal ein paar Steckdosen geklopft, schon da hatte ich Muskelkater.
Hochspannung ist etwas faszinierendes. Daher ist mir dein Streben verstaendlich. Und die Einwaende "Wozu das, und es gibt finanziell nichts her" kenne ich auch nur allzugut aus meinem Job als Musiker und Soundgestalter.
Vielleicht faellt es dir als Bildhauer auch einfacher im Bereich der Transformatoren zu klotzen und nicht zu kleckern. Eine Interessante Verbindung von Hochspannung und Musik findet sich auch hier :
http://www.youtube.com/watch?v=3ff_AXVlo9U
http://www.youtube.com/watch?v=fRqj374cc2o&feature=related

Matthias Kallenberger
05.12.07, 00:55
Hallo Richy,

bei mir gehen die YouTubes nicht auf. Muss man sich da unbedingt einloggen?
Ich kenne manche der Videos. Da gibt es Jemand, der nennt sich XTremeBass.
Auch so ein verrückter Hochspannungsmensch. Ich habe schon verzweifelt versucht, seine Homepage zu finden. Es war aussichtslos. Von singenden Teslaspulen hat schon Tesla selbst gesprochen. Leider konnte ich noch keine hören. Bei meinen Versuchen, ein YouTube zu öffnen, habe ich sogar schon um Rat anderer gebeten. Keiner konnte mir helfen. Ich bin ja auch kein Computerfreak, der alles weiß. Kennst Du Peter Terrens Homepage? Ganz bestimmt kennst Du sie! www.tesladownunder.com

Gruß, Matse

richy
05.12.07, 18:03
Hi Matse
Die YouTube Videos kann man auch ansehen ohne sich einzuloggen.
Vielleicht hat dein Rechner einfach zu wenig "Leistung" ?
Auf meiner alten 400 Mhz Kiste hatte ich auch Probleme diese anzuschauen.
Es gibt dann einen umstaendlichen Trick.
Du installierst am Firefox ein Plugin mit dem du Stream Dateien, also das Video saugen kannst. Davon gibt es eine grosse Auswahl.
Dann schreibst du eine kleine HTML Seite mit einem Video Player, so dass du das Video offline anschauen kannst. D.h. du laedst dir einfach solch eine Seite aus dem Netz auf den Rechner.

Die tesladownunder Seite ist ja auch wieder ein Hammer :-)
Muss ich unbedingt mal komplett studieren. Alleine die Bilder auf der Startseite :-)

Bei der singenden Teslaspule wird uebrigends ein Trick angewendet. Das Audiosignal wird geschickt auf die Funkenstrecke aufmoduliert. In der Rechnersteinzeit hat man einen aehnichen Trick benutzt. Ein PC verfuegt ueber einen Timer, an den der interne Lautsprecher angeschlossen ist.
Der gab aber immer nur ein schnoedes Rechtecksignal von sich. Das benuetzte man als Traegersignal um wav Files darauf zu modellieren und so ueber den internen Lautsprecher beliebige Klaenge abzuspielen.

Beim zweiten Video ist es sicherlich so gemacht. In weitestem Sinne hat dies wohl auch etwas mit der Funktionsweise einea Plasmahochtoeners zu tun.

Matthias Kallenberger
05.12.07, 19:01
Hi Richy,

Du bist ein guter Kumpel!

Gruß, Matse

JGC
06.12.07, 23:51
Hi Mathias..

Ich hab mir auch mal deine Experimente angesehen.. Echt beeindruckend.

Sowas wünschte ich mir früher auch immer.

Mal rein eine technische Frage...

Kann man Gleichstrom eigentlich auch transformieren??

(ich denke da eher an "gepulsten" Gleichstrom, der also z.B. über eine Tyristor-Steuerung oder über ein mechanisches Schleifrad fliesst und z.B. mit 50 Impulsen /sek in die Leitung fliesst...)

Das würde mich wirklich interessieren, (auch wenn jemand Anderes darüber etwas weiss...)

mfg.....................JGC

Matthias Kallenberger
08.12.07, 11:45
Hi JCG,

Sobald Du Gleichstrom pulst, also Induktionsstöße erzeugst, kannst Du Gleichstrom transformieren. Ich versuchte einmal ein Experiment durch zu führen, in dem ich Wechselstrom durch Dioden "gleichrichten" wollte. Aber nicht per Brückenschaltung, sondern durch einen Diodenstrang eines Leiters. Das ergibt dann 50 Impulse bei 50 Hz und 50 "Nullphasen". Dabei besorgte ich mir extrem leistungsfähige Dioden, für eine Leistung von 50 A und 400 V. Ich schloss sie parallel an, somit hatte ich eine Leistung von 100 A und 400 V. (40 W) Der Trafo zog ungefähr 25 A bei 230V, etwa 40 kV im Ausgang.

Obwohl er von der Leistung deutlich unter der der beiden Dioden lag, sind sie augenblicklich krepiert. Das lag vermutlich am hohen Einschaltstrom des Trafos. Hätte ich ihn mit einem Vorwiderstand oder einer verstellbaren Drossel angesteuert, wäre es wahrscheinlich nicht passiert. Aber generell kannst Du so transformieren. Ein einzelner Induktionsstoß genügt bereits!

Auf diese Art und Weise habe ich mir einmal einen Elektroschocker gebastelt.
Ein leistungsfähiger Akku (das ist für die Leistung entscheidend) einen kleinen Trafo in Miniaturgröße und einfach nur ein Druckschalter. Schließt Du den Schalter, gibt es einen Induktionsstoß, öffnest Du ihn, einen zweiten.
Das ergab jedesmal einen recht kräftigen Funken, wie bei einer Zündkerze.

Die Zündanlage eines Fahrzeugs liegt bei 30 - 50 kV. Trotzdem hatte mein kleiner Trafo nur etwa 400 Volt und funkte trotzdem sehr schmerzhaft!

Wenn Du das ganze zB. über eine einfache Blinkgeberschaltung ansteuerst, hast Du eine wunderbare Waffe. Du kannst natürlich auch andere Schaltungen verwenden und mit höheren Frequenzen experimentieren. Es funktioniert alles. Aber bei größeren Transformationen will man ja das ganze Potenzial erhalten, deshalb ist der Wechselstrom in der Hinsicht effektiver, als gepulster Gleichstrom. Aber die Idee, mit gepulsten Gleichströmen hoher Leistung zu experimentieren ist auf jeden Fall sehr interessant.

Gruß, Matse

JGC
09.12.07, 11:13
Hallo Mathias..

Der Grund, warum ich darauf komme ist der, das ich mir sicher bin, das Tesla sicherlich nicht so blöde war und sein wichtigstes Standbein seiner Forschungen schriftlich niederzulegen... Und somit das FBI und die nachfolgenden "Forscher" vielleicht nicht ganz im klaren darüber waren, was Tesla wirklich gemacht hat..

Und ich denke, so ein einfacher Sachverhalt, wie statt Wechselstrom gepulsten Gleichstrom zu verwenden um zu seiner Scalar-Technologie zu gelangen, macht all die Legenden von "Todesstrahlen" oder die von hunderte von Km entfernte hohe übertragene elektrische Leistungen, die Chaos und Zerstörung am anderen Ende anrichteten irgendwie sinnig..(ich hab mal ein ausführliches Buch Anfang 1970 in den Fingern gehabt, wo einige Experimente näher beschrieben waren)

Was würde z.B. passieren, wenn man Rechteckspannungen oder Sägezahnspannungen für Induktionsexpérimente verwenden würde...

Ich hab hier im Forum schon des öfteren drauf angesprochen, das die Gravitation im Grunde genommen ebenso eine EM-Kraft darstellt, nur mit dem Unterschied, das diese nicht transversal schwingt, sondern als longitudinale Felddichteschwankungen ihren Weg suchen und das die Gravitation durchaus mittels der geeigneten Spannungs-Sorten durchaus über elektrische Maschinenkonstrukte beeinflusst werden kann, wenn die entsprechenden Frequenzen eingeschleust werden(Über elektromagnetische Rückkopplungen sozusagen Schwerkraftrückkopplungen induzieren, die tatsächlich Gravitationsbeeinflussung erlauben, ohne den ganzen aufwändigen Supraleit-Brimborium, was eigentlich keiner echten Antigravitation entspricht..)

Vielleicht fällt dir ja was dazu ein, ohne gleich dein ganzes Equipment zu ruinieren...


JGC

Matthias Kallenberger
09.12.07, 12:07
Hallo JGC,

mein Equipment ist schon sehr groß, aber mein Platz im Keller klein. Bisher hatte ich mir noch keine Gedanken gemacht, hohe Strahlungsenergien zu erzeugen. Dann müsste ich auch erst einmal wieder zurück ins Kleine, so wie Tesla angefangen hat. In einem Vortrag, der in einem seiner Bücher steht, beschreibt er die ständige Frequenzerhöhung des Wechselstroms in eine kleine Teslaspule. Diese Tesla-Spule sah nicht so aus, wie die herkömmlichen Tesla-Transformatoren, die fast jeder bauen kann, sondern es sind kleine Spulen, bei denen er längliche Spulen übereinander geschoben hat. Er verwendete oftmals Anordnungen mit der Primärwicklung außen, verwendete auch teilweise Eisendraht, den er selbst als mitunter praktisch ansah. Tatsache ist auch, dass er selbst ungefähr 6000 Birnen anfertigte und zwar selbst mundgeblasen! Er konnte praktisch seinen Ideen freien Lauf lassen und fand so geniale Lösungen bis hin zu den Röntgenstrahlen. Er steuerte seine Spulen mit gußeisernen Maschinen an, auf denen vornerein viele Magnetpole im Wechsel waren. Dadurch konnte er schon im Eingang seiner Versuchsobjekte viele 100.000 Hz erzeugen. Schon durch diese Hertz-Erhöhung veränderten sich die Entladungen völlig und nahmen andere Charakter an, wie man sie gewohnt ist. Tatsache ist, dass wenn die Hertz-Zahl irgedwann sehr hoch ist, verschwindet die sichtbare Entladung, aber das ganze Gebäude läd sich wie ein Kondensator auf. Zwischen Metallplatten konnte er frei mit einer drahtlosen Birne spazieren gehen, usw.

Und wer weiß, ob sein riesiger Wardenclyffe-Turm nicht soviel Elektrosmog erzeugt hätte, dass wir heute alle schwer genetisch geschädigt wären.

Man muss Erfindungen immer von zwei Seiten betrachten. Tesla war sehr wohl ein großes Genie, hat sehr viel erfunden. Aber wer weiß was wirklich mit diesem Tower passiert wäre. Solche Experimente würde ich mir im Keller nicht getrauen. Ich habe sogar schon vor Röntgenstrahlen respekt!

Gruß, Matse

JGC
09.12.07, 14:19
Hi..

Ja, das ist natürlich völlig richtig.. Ich wollte mich auch nicht versehentlich selber grillen..

Hast du schon mal daran gedacht, bestimmte Experimente über Fernbedienung zu steuern?

(Tesla "wusste" nicht nur, er "lebte" das, was er experimentierte.. Er war sich seiner Sache scheinbar ziemlich sicher)

JGC

Matthias Kallenberger
09.12.07, 14:33
Hi JGC,

natürlich war er sich seiner Sache sicher. Aber die Frage ist, ob er sich kurz vor seinem Tod im Alter noch wirklich hundertprozentig sicher war, dass alles funktionieren würde. Er hatte ja später kaum noch Geld um tatkräftige Experimente durchzuführen.
Ineressant sind auch seine Kugelblitze, die er in Colorado Springs nebenbei erzeugte. Seitdem konnte kein Wissenschaftler mehr welche selbst erzeugen.

Gruß, Matse

zeitgenosse
10.02.09, 12:12
(Mich interessiert das Thema deswegen, weil ich mit Hochspannungen experimentiere).

Servus Matse!

Ich versuche gerade, mir dein Buch (Experimente mit selbstgebauten Jakobsleitern) zu besorgen. Der Franzis Verlag führt es aber nicht mehr in seinem Sortiment.

Hättest du zufällig ein Exemplar übrig?

Gr. zg

Gandalf
11.02.09, 22:18
Hallo ZG!

http://www.amazon.de/Experimente-selbstgebauten-Jakobsleitern-Matthias-Kallenberger/dp/3772343392/ref=sr_11_1?ie=UTF8&qid=1234387015&sr=11-1

MCD
12.02.09, 22:55
Hallo ZG!

http://www.amazon.de/Experimente-selbstgebauten-Jakobsleitern-Matthias-Kallenberger/dp/3772343392/ref=sr_11_1?ie=UTF8&qid=1234387015&sr=11-1

Spinn ich oder fehlt da ein "s" auf dem Buchcover?

Gr.
MCD

Jogi
12.02.09, 23:59
Spinn ich oder fehlt da ein "s" auf dem Buchcover?

Höchster Pannenalarm.:D