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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Simulation elastischer Stöße - Energie nicht konstant


ghostwhisperer
19.05.14, 12:47
Hi there!
Ich komm mit meiner Simulation elastischer Stöße einfach nicht weiter..
Weiß nicht wo ich das am besten reinstelle..
Im großen und ganzen stimmt mein Algo in MATLAB. Ich definiere den Flug einfacher Teilchen und ihre Stöße miteinander. Dabei definiere ich Stöße quasi so, als ob eine Feder mit der Feder-Konstante D zwischen den stoßenden Teilchen ist, sobald der Abstand kleiner einer Konstanten 2*ru ist (quasi die Radien der Kugeln).
Die Art der Abstoßung erscheint mir dabei richtig.
Wenn ich aber die Energien berechne, die alle Teilchen zu jedem Zeitpunkt haben, so kommen diese nur Betragsmäßig richtig raus.. Das Problem ist, dass kinetische und potentielle Energien, egal was ich mache, immer um einen Zeitschritt dt auseinander liegen, so dass ihre Summe nicht immer eine Konstante ist.
Frage: Was mache ich bei der Berechnung der Stöße oder den daraus folgenden Änderungen der Positionen und Geschwindigkeiten der Teilchen falsch??


Rmax = 18.0;
ru = 0.5;
D = 25;

x(1) = -1;
y(1) = 0;
z(1) = 0;
vx(1) = 1.0;
vy(1) = 0;
vz(1) = 0;
x(2) = 1;
y(2) = 0.0;
z(2) = 0;
vx(2) = -1.0;
vy(2) = 0;
vz(2) = 0;
ax(1) = 0;
ay(1) = 0;
az(1) = 0;
ax(2) = 0;
ay(2) = 0;
az(2) = 0;
dt = 0.005;
TN = 25;
Epn = 0;
ki =1;
for t = 0:dt:TN

Epn = 0;
for i = 1:AN
p1(1) = x(i);
p1(2) = y(i);
p1(3) = z(i);
a(1) = 0;
a(2) = 0;
a(3) = 0;
Fd(1) = 0;
Fd(2) = 0;
Fd(3) = 0;

for j = 1:AN
if i ~= j
p2(1) = x(j);
p2(2) = y(j);
p2(3) = z(j);
if norm(p2-p1,2)<(2*ru)
s = p2 - p1;
sn = s/norm(s,2);
s = s - 2*ru*sn;
if norm(s,2)<(2*ru-0.02*ru)
s = s;
else
s =0*s;
end
Fd = Fd -D*s;
Epn = Epn + 0.5*D*norm(s,2)*norm(s,2);
end
end
end

a = -Fd / m;

ax(i) = a(1);
ay(i) = a(2);
az(i) = a(3);
end

Ep(ki) = 0.5*Epn;

for i = 1:AN

p1(1) = x(i);
p1(2) = y(i);
p1(3) = z(i);
v1(1) = vx(i);
v1(2) = vy(i);
v1(3) = vz(i);
a(1) = ax(i);
a(2) = ay(i);
a(3) = az(i);

if abs(p1(1))>=Rmax || abs(p1(2))>=Rmax || abs(p1(3))>=Rmax
if abs(p1(1))>=Rmax
if (v1(1)/abs(v1(1))) == (p1(1)/abs(p1(1)))
v1(1) = -v1(1)
end
end
if abs(p1(2))>=Rmax
if (v1(2)/abs(v1(2))) == (p1(2)/abs(p1(2)))
v1(2) = -v1(2)
end
end
if abs(p1(3))>=Rmax
if (v1(3)/abs(v1(3))) == (p1(3)/abs(p1(3)))
v1(3) = -v1(3)
end
end
end

Ek(ki) = Ek(ki)+ 0.5*(v1(1)*v1(1)+v1(2)*v1(2)+v1(3)*v1(3));
dv = a*dt;
v1 = v1 + dv;
p1 = p1 + v1*dt;

vx(i) = v1(1);
vy(i) = v1(2);
vz(i) = v1(3);
x(i) = p1(1);
y(i) = p1(2);
z(i) = p1(3);
end

ti(ki) = t;
ki=ki+1;

end
plot(ti,Ek+Ep);
plot(ti,Ek,'-',ti,Ep,'--',ti,Ek+Ep,'.');
f=vq;
end

PS: Initialisierungen und unrelevanten Code hab ich nicht hierherkopiert.

DANKE!

Struktron
22.05.14, 21:48
Hallo Ghosti,

mittlerweile ist die Simulation von harten Kugeln weit verbreitet. Als einfacher Ansatz hat sich der einfache Geschwindigkeitsübertrag in Richtung der Berührungsnormale bewährt. Vor allem bei der Programmierung von Spielen oder Computeranimationen. In 3-D ist das für den Anfang leichter nachvollziehbar, aber einfach ist es trotzdem nicht. Auch nicht, wenn man nur mit einfachen harten gleich schweren Kugeln rechnet. Lothar Brendel rechnet im Schwerpunktsystem, ein Link zu seinem stoss.pdf ist auf meiner Homepage.
Mein Ansatz ist vielleicht etwas schwerer zu verstehen, dafür verwende ich das Laborsystem und die Stöße werden in kartesischen Koordinaten betrachtet. Dabei sind Drehungen des Koordinatensystems in Richtung der wichtigen Relativgeschwindigkeiten erforderlich.
Vorstellen kann man sich leicht extreme Stöße, z.B. frontale oder (fast) orthogonale Stöße. Dabei wird offensichtlich, dass sich Impuls und Energie unerwartet merkwürdig verhalten. Zeichne Dir das am besten auf ein Stück Papier. Im Extremfall, wenn eines der beiden Teilchen (fast) zur Ruhe kommt und das andere die Bewegung übernimmt, kannst Du schon optisch erkennen, was mit Impuls und Energie passiert. Pythagoras hilft...
Einiges dazu steht auf meiner Homepage.

MfG erst mal und viel Erfolg,
Lothar W.

ghostwhisperer
30.05.14, 18:04
Hi!
Das letzte Problem ist tatsächlich die endliche Auflösung dt der Zeit.
Egal was ich simuliere, Federn, elektrische Kräfte oder Planetenbahnen, je kleiner dt desto geringer der Fehler! Und dieser kumuliert, d.h. ist immer positiv!
Da ich Vielteilchen-Systeme simulieren will, kann ich nicht vorhersagen in welcher Richtung sich das ganze entwickelt. Daher kann ich den Fehler nicht durch Mittel der positiven und der negativen Ableitung der System-Größen minimieren..
Gibt es dafür eine Lösung??
MFG ghosti

ghostwhisperer
30.05.14, 18:29
http://theorie2.physik.uni-greifswald.de/member/weisse/cmpp/teil2.html