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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verschränkung nach John Ullmann


a1037
10.07.14, 08:06
Ich habe folgende Frage zur Verschränkung.
Man hat zwei Polarisationsverschränkte Photonen in Bellzustand
|phi>=|H_1H_2+V_1V_2>.
H und V stehen für die Polarisation und(_1) und (_2) für den jeweiligen Weg.
Ein Photon befindet sich in Weg 1 und das anderen in Weg 2.
Man misst die Polarisation in Weg 2 mit einem horizontalen Polarisator und bekommt den Zustand:
|phi>=|H_1 H_2>*chi
chi ist eine beliebige globale Phase. Stimmt das so?

Nun nutzt man vor der Polarisationsmessung einen Strahlteiler und bekommt denn Zustand:
|phi>=|H_1H_3+V_1V_3>+|H_1H_4+V_1V_4>
Man führt eine Polarisationsmessung in Weg 3 und Weg 4 durch.
|phi>=|H_1H_3>*chi_a+|H_1H_4>*chi_b

Was gilt für die Phase chi_a und chi_b.
Sind die beiden unabhängig voneinander oder existiert zwischen ihnen irgendeine Beziehung?

John Ullmann
26.07.14, 10:44
Die Verschränkung kann nicht durch den quantenmechanische Mechanismus erklärt werden.
Dirac erfand deshalb die Bra-Ket-Formulierung für die Verschränkung des Spins. Dabei stellen die Bra-Kets Vektoren dar, die nur die Richtung, aber nicht den Betrag der Kraft angeben. Die Bra-Kets beschreiben zwar die Verschränkung, doch sie stellen keine Kräfte dar. Von gleicher Art sind die sogenannten Transformationsfelder. Das aber sind aber rein geistige, also kraftlose Felder. Das Wesen der Physik sind aber die Kräfte. Doch die Quantenmechanik kann diese Kräfte der Verschränkung nicht erklären. Die Kräfte der Verschänkung wirken innerhalb des unbobachtbaren Bereichs des Quantensprungs. Dieser Raum innerhalb des Quantensprung ist der Hilbert-Raum. In diesem Raum wirkt das metrische Feld der Einsteinschen Gravitationstheorie. Das metrische Feld beschreibt die Polarisation der virtuellen Materie. Die Polarisation der virtuellen Materie wird von der Polarisation der realen Materie überlagert und macht sich als Abweichung in der Masse der realen Teilchen bemerkbar (z. B, Lamb-Shift).
Die Verschränkung wird folglich durch das metrische Potenzial der virtuellen Teilchenpaare bewirkt.
Wer genauere erfahren will, wende sich an mich johnullmann@gmx.de

Hawkwind
28.07.14, 10:41
...
Die Verschränkung wird folglich durch das metrische Potenzial der virtuellen Teilchenpaare bewirkt.
...

Solch wirres Zeug hat im Quantenemchanik-Unterforum m.E. nichts verloren.

John Ullmann
28.07.14, 11:56
Das ist keine sachliche Antwort. Das Problem der Verschränkung bedarf einer fundamentalen Auseinandersetzung mit der allgemeinen Relativitätstheorie.
Das Wesen der Physik sind die Kräfte. Diracs Braket-Formuierung stellt keine Kräfte dar. Die Braket-Version ist zweifellos richtig, wenn man keine Wechselwirkungen betrachtet Bekanntlich divergiert die Dirac-Gleichung bei Wechselwirkungen. Sie ist zwar eine richtige relativistische Gleichung des Elektrons, aber noch keine quantenfeldtheoretische Gleichung. Solnage keine Wechselwirkungen vorliegen gilt der quantenmechanische Mechanismus und diser liefert den Impuls, also die bewegte Masse mit der theoretischen Metrik der Lorentz-Transformation. Bei Wechselwirkungen aber tritt die dynamische Metrik auf. Und diese liegt der Quantenfeldtheorie zu Gunde.
Das Verfahren der Renormierung zeigt ganz klar, dass alleine die metrischen Faktoren im Lagrangmechanismus die Masse liefern. Das ist nur einer der Hinweise auf die Existenz des metrischen Felds.

Hawkwind
28.07.14, 13:28
Das ist keine sachliche Antwort. Das Problem der Verschränkung bedarf einer fundamentalen Auseinandersetzung mit der allgemeinen Relativitätstheorie.

Das ist doch schon wieder Unfug ... oder meinetwegen "Privatphysik".
Verschränkung spiegelt bekanntlich den nichtlokalen Aspekt der Quantenmechanik wieder: ein über einen räumlichen Bereich ausgedehntes System wird durch eine einzige gemeinsame Wellenfunktion beschrieben. Daraus folgt unmittelbar Verschränkung: Messungen einer Observablen an einem Ort korrelieren mit gleichzeitigen Messungen derselben Observablen an einem anderen Ort (z.B. über einen Erhaltungssatz).

Das hat mit einer klassischen Theorie der Gravitation (ART) gar nichts zu tun.

Ich sage ja auch gar nichts gegen die Artikulierung alternativer Vorstellungen in diesem Forum; diese gehören aber in das Unterforum
"Theorien jenseits der Standardphysik" und nicht hierher.

Jogi
28.07.14, 17:12
Ich sage ja auch gar nichts gegen die Artikulierung alternativer Vorstellungen in diesem Forum; diese gehören aber in das Unterforum
"Theorien jenseits der Standardphysik" und nicht hierher.

...was hiermit geschehen ist, auch weil ich das (auch inhaltlich) genauso sehe wie Hawkwind.

Marco Polo
28.07.14, 18:36
Damit wird aber dem Ersteller des Threads (a1037) Unrecht getan. Denn sein Beitrag wurde ja mit in dieses Unterforum verschoben.

Ich wäre dafür, die komplette Verschiebung daher rückgängig zu machen. John Ullmann wurde ja jetzt von Hawkwind darauf hingewiesen, dass seine Vorstellungen nicht der Standardphysik entsprechen.

Von daher auch von mir nochmal die Bitte an John Ullmann, Beiträge die nicht der Standardphysik entsprechen, bitte im Unterforum "Theorien jenseits der Standardphysik" zu posten. Sie werden sonst gelöscht.

Wenn man auf einen Beitrag antworten möchte, der nicht im Unterforum
"Theorien jenseits der Standardphysik" steht und eine Antwort geben möchte, die nicht der Standardphysik entspricht, dann bitte einen neuen Thread im Unterforum "Theorien jenseits der Standardphysik" aufmachen und den entsprechenden Beitrag zitieren.

Timm
28.07.14, 21:18
Verschränkung spiegelt bekanntlich den nichtlokalen Aspekt der Quantenmechanik wieder: ein über einen räumlichen Bereich ausgedehntes System wird durch eine einzige gemeinsame Wellenfunktion beschrieben. Daraus folgt unmittelbar Verschränkung: Messungen einer Observablen an einem Ort korrelieren mit gleichzeitigen Messungen derselben Observablen an einem anderen Ort (z.B. über einen Erhaltungssatz).

Hi Uli, wenn Du schon dabei bist, wie würdest Du die Frage von a1037 beantworten?
Grüße, Timm

Hawkwind
29.07.14, 09:26
Hi Uli, wenn Du schon dabei bist, wie würdest Du die Frage von a1037 beantworten?
Grüße, Timm

Na gut, meine 5 Cents dazu: vor der Messung haben wir eine einzige Wellenfunktion für das Gesamtsystem. Wellenfunktionen sind in der Quantenmechanik nur bis auf eine komplexe, unmessbare Phase definiert (hier chi genannt). Aufgrund der Messung wird die Verschränkung aufgehoben und die Wellenfunktion des Systems kann in 2 einzelne Wfktn separiert werden. Ich denke, dass es dann einen Zusammenhang zwischen den beiden Phasen (chi_a und chi_b) der 1-Teilchen-Wfktn geben muss (Phasendifferenz nicht beliebig). Relativphasen haben ja durchaus Einfluss auf quantitative Vorhersagen der Quantentheorie und sind somit messbar, nur absolute Phasen nicht.
Ich verstehe aber der Hintergrund der Frage nicht ganz?

Timm
29.07.14, 14:52
a1037, es ware vielleicht ganz interessant zu erfahren, wie Du auf diese Frage gekommen bist.

a1037
16.09.14, 23:41
Ich finde Quantenmechanik und Verschränkung fasziniert und versuche das Zeug etwas näher zu verstehen. Ich persönlich glaube mittlerweile das die Phase beliebig ist und zwar aus dem Grund:
Wenn man Strahlteiler benutzt, schickt man ein Photon auf zwei verschieden Wege A und B. Normalweise nimmt man das ein Strahlteiler im Verhältnis 50:50 teilt, aber das muss nicht sein es kann auch 10:90 oder 1:99 gelten. Wenn es eine Phasenbeziehung zwischen A und B gibt, würde es bedeuten, das wenn man ein gerade 1 Prozent des Lichtes miss die Phase für die restlichen 99 Prozent festlegt, für alle nachfolgenden Messungen festlegt. das leuchtet mir nicht wirklich ein.