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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zins-System und Wirtschaftskrise


Niko176
23.08.15, 22:10
Hat sich schonmal jemand Gedanken darüber gemacht, ob er die Welt via "Butterfly Effect" ein Stück weit verändert hat? Oder zumindest bei einer Veränderung mitgewirkt hat?

Seit dem ich das mit dem Zinssystem weiß (etwas vor der Jahrtausendwende
war es so weit), werde ich auch nicht müde das überall zu erwähnen und darauf hinzuweisen. In Foren, auf Youtube, in Kommentarbereichen von allgemeinen Medien wenn es möglich ist, Artikel zur Wirtschaftspolitik zu kommentieren.

Damals war es extrem schwer, überhaupt jemanden davon zu überzeugen, aber im Laufe der Zeit wurde das immer einfacher. Die Wirtschaftskrise die ich erwartet hatte, kam hier "zur Hilfe", denn sie half in sofern, dass die Leute dem System gegenüber kritischer wurden. Es war wohl das Ende der sogenannten Spaßgesellschaft...

Ich bin mir recht sicher, dass das einen kleinen Butterfly Effect zur Folge hatte, weil sich solche Dinge rumsprechen. Und anfangs haben wie gesagt nur wenige darüber gesprochen.

Mittlerweile ist es selbst in den kapitalistischen Medien kein Tabu Thema mehr und zumindest einige wie beispielsweise Dirk Müller (bekannt als "Mister Dax") sprechen das Thema offen an.

Wer mit dem Thema nichts anfangen kann: es geht darum, dass meiner Meinung nach unser Finanzssystem praktisch ein Kettenbriefsystem ist, welches im Grunde nur vom exponentiellen Wachstum der Verschuldung lebt.

Ist der Verschuldungsgrad dann irgendwann zu hoch, was bei einem exponentiellen Wachstum nunmal unausweichlich ist... kollabiert das System meiner Ansicht nach.

Einen "kleinen" Eindruck von den Folgen eines solchen Crashs konnte man bereits in den 30er Jahren bei der Weltwirtschaftskrise gewinnen. Diese führte offensichtlich unter anderem zum zweiten Weltkrieg, weil sie überall Elend verursachte und die Bevölkerung in solchen Elends-Phasen radikalisiert wird.

Nun stellen wir uns das ganze mal im großen vor und das in einer Welt mit zig tausend Atomraketen. Dann wird einem klar, wie ernst die Situation derzeit ist eigentlich ist.

Die Schuldensituation der USA habe ich an anderer Stelle bereits gepostet:

http://www.live-counter.com/staatsverschuldung-usa/

Wer nun denkt, Griechenland und die USA wären das einzige Problem, was schon schlimm genug wäre, täuscht sich gewaltig.

Nicht nur das auch Japan und viele andere Staaten bis über beide Ohren verschuldet sind. Auch Deutschland ist meiner Meinung nach keineswegs auf einem Weg, der zu Optimismus einlädt:

Zitat: "Sinn warnt: „Insgesamt liegt die implizite Staatsschuld bei 206 Prozent des BIP.“ Implizit plus explizit - das heißt: Die gesamte Verschuldung Deutschlands beläuft sich auf 283 Prozent."

Den Rest des Artikels findet man hier:

http://www.focus.de/finanzen/steuern/was-sie-nicht-wissen-sollen-staatsverschuldung-warum-deutschland-auf-eine-finanzielle-katastrophe-zusteuert_id_4045136.html


Also: Griechenland ist praktisch pleite, mit einer Verschuldung von immerhin 175% im Verhältnis zum BIP.

Deutschland ist laut dem Artikel bei satten 283 Prozent. Wobei man hier Meister im Verschleiern zu sein scheint und das nicht nur bei der Verschuldung, sondern anscheinend auch bei der Arbeitslosenquote.

Wie ein Herr Schäuble angesichts der Fakten noch so selbstbewusst sein kann ist mir ein Rätsel.

Angesichts der Situation der Weltwirtschaft wird einem auch klar, warum nun ein Muskelspiel um die letzten Ressourcen stattfindet. Russlands Entsendung
einiger Kriegsschiffe Richtung Arktis lässt böses erahnen. Auch die Ukraine, die wiederum der Westen wohl gerne für sich gewinnen möchte ist eines der drohenden Pulverfässer.

Dann noch der Börsencrash in China... ich sage, die Zeichen stehen auf Sturm...