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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Quark-Gluonen-Plasma - NEW & aktuell!


Plankton
07.09.15, 22:42
Also ich habe keinen passenden Thread dazu gefunden und weil ich darüber in letzter Zeit öfters was lese und ich es interessant finde, hier eine Meldung dazu:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-19279-2015-09-07.html
Quark-Gluonen-Plasma entsteht überrascherweise auch bei Protonen-Blei-Kollisionen
Überraschung am LHC: Physiker haben das bisher kleinste Tröpfchen eines Quark-Gluon-Plasmas erzeugt – den Zustand der Materie direkt nach dem Urknall. Es entstand bei Kollisionen von Protonen und Blei-Ionen - und damit bei einem bisher als zu klein und zu schwach geltenden Ereignis. Die Tatsache, dass das Quark-Gluon-Plasma doch bei diesen asymmetrischen Teilchentreffern entsteht, hilft dabei, diesen noch immer rätselhaften Urzustand der Materie aufzuklären.
...
"Es gibt noch so vieles, was wir über die Eigenschaften des Quark-Gluon-Plasmas nicht verstehen", so Wang. "Diesen Zustand nun auch in Proton-Blei-Kollisionen erzeugen zu können, hilft uns, die Bedingungen für seine Existenz noch näher bestimmen und eingrenzen zu können." (Physical Review Letters, 2015; doi: 10.1103/PhysRevLett.115.012301 (http://dx.doi.org/10.1103/PhysRevLett.115.012301))

Hmmm...???
;)

Plankton
04.10.15, 07:08
Also was das Thema betrifft bin ich echt gespannt was da noch kommt! :cool:

Plankton
11.11.15, 18:57
Habe glaube ich wieder mal was zum Thema gefunden -->

http://www.spektrum.de/news/ein-teilchen-aus-elementarer-kraft/1372085

Sie gehören mit Sicherheit zu den exotischsten Materiezuständen überhaupt: Gluonenbälle, im Englischen "glueballs" genannte und bislang noch völlig hypothetische Gebilde aus reiner Kernkraft. Schon länger vermuten Theoretiker, dass sich Gluonen, also die Kraftteilchen der starken Kernkraft, die sonst die Atomkerne zusammenhalten, auch ohne jegliche Materieteilchen zu einem kurzlebigen Verbund zusammenschließen können. Alle quantenphysikalischen Rechnungen zu solchen Gluonenbällen liefern allerdings wenig verwertbare Resultate, die ihre Existenz einer experimentellen Falsifizierung oder Bestätigung zugänglich machen würde. Dies liegt an der außerordentlich komplizierten Struktur der Theorie, mit der Teilchenphysiker solche Materiezustände beschreiben. Physiker der TU Wien haben nun allerdings ein Modell angewandt, mit dem sie Methoden der Stringtheorie in die Sprache der Kernphysik übersetzen konnten.

Die Rechnungen von Frederic Brünner und Anton Rebhan deuten darauf hin, dass es sich bei einem in Experimenten an Teilchenbeschleunigern entdeckten, aber noch unidentifizierten Teilchen tatsächlich um einen Gluonenball handeln könnte. Ob das als Meson f0(1710) bezeichnete Teilchen wirklich der lang gesuchte Kernkraftball ist, müssen allerdings erst noch weitere Messungen und Rechnungen bestätigen.

Für die Teilchenphysik wäre der Nachweis wichtig, obgleich er keine Revolution bedeuten würde. Denn seit der Entdeckung des Higgs-Teilchens im Jahr 2012 ist der Baukasten der Teilchenphysik abgeschlossen. Alle Elementarteilchen, die laut dem so genannten Standardmodell der Teilchenphysik existieren sollten, sind damit nachgewiesen. Dieses Standardmodell beinhaltet sowohl die Konstituenten, aus denen sämtliche Materie in unserem Universum – inklusive uns selbst – besteht, als auch die Wechselwirkungsteilchen, die die verschiedenen Kräfte zwischen den Materieteilchen vermitteln. Der Gluonenball – in Form des Mesons f0(1710) – wäre eine zwar seit Jahrzehnten postulierte, bislang aber unbestätigte Kombination von bereits bekannten Teilchen. Es würde den Baukasten also nur insofern komplettieren, als man dann besser verstünde, wie sich die Teilchen aus diesem Baukasten zu Materiezuständen zusammensetzen lassen.

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:cool: ... MfG

TomS
13.11.15, 15:29
Glueballs sind schwierig nachzuweisen, da sie die selben Quantenzahlen wir Mesonen (Resonanzen) tragen und bei ähnlichen Energien vorkomen; d.h. reale Zustände sind teilweise Superpositionen aus "normalen Resonanzen" sowie Glueballs