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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : verschränkte Photonen


pitri
17.09.07, 03:10
Hallo zusammen
Kann mir jemand helfen?
Ich habe da so meine Mühe mit den verschränkten Photonen.. also ich meine was jetzt wirklich Sache ist....

1.
Ein verschränktes Photon welches noch nie gemessen wurde, ist unpolarisiert. Das heisst es befindet sich in einer Superposition. Ist das auch gerade die Definition einer Superposition, oder gibt es die Möglichkeit, die Polarisation zu kennen, auch wenn das Photon in einer Superposition ist ?

2.
Was passiert, wenn man ein verschränktes, unpolarisiertes Photon an einem Spiegel reflektiert? wird dadurch die Polarisation beeinflusst? Ist es dann polarisiert in einer bekannten Richtung?

3.
Kann man unpolarisierte, verschränkte Photonen aufbewahren, ohne dass diese wechselwirken? Also ich meine verschränkte Photonen aufbewahren und diese bleiben unpolarisiert.

4.
Ein oft publiziertes Beispiel: Man schickt zwei verschränkte Photonen in entgegengesetzter Richtung durch Polarisationsfilter und dann auf Detektoren.
Ist es auch möglich nur ein Photon durch einen Polarisationsfilter zu schicken und auf einen Detektor? In dem Moment wüsste man dann ja eigentlich schon ganz genau, welche Polarisation das zweite Photon hat (bekommen hat).

Gruss Pitri

Eyk van Bommel
17.09.07, 08:09
Hallo pitri,
leider kann ich dir deine Fragen nicht mit (für mich ausreichender) Sicherheit beantworten, aber das werden die anderen sicherlich machen können. Ich habe ja hin und wieder darüber geschrieben, dass ich jedem ET seine „eigene“ Wahrscheinlichkeitsverteilung zugestehe. Und ich denke auch die Fernwirkung bei verschränkten Photonen würde sich so erklären lassen. In meinem Modell würden verschränkte Photonen ihre Wahrscheinlichkeitsverteilungen teilen. So ähnlich wie ein e- paar sich ein Orbital teilen. Auch wenn sie scheinbar getrennt werden würden, so würde es sich tatsächlich um die Trennung von zwei „Aufentahltschimäre“ der beiden Photonen handeln.
Durch eine Messung erfolgt die Lokalisierung eines der beiden Photonen am Messpunkt (WW führt immer zur Lokalisation des WWenden ET), daraus resultiert dass das zweite Photon am zweiten Ort lokalisiert wird. Dieser Vorgang geht nicht schneller als c wird aber von uns nicht so gesehen, da wir keinen unterschied zwischen einem „Aufentahltschimäre“ und einer „einfachen“ Wahrscheinlichkeitsverteilung eines ET erkennen können.
Also nehme ein „gelbes“ und ein „blaues“ Photon. Bei verschränkten Photonen sind die beiden Wahrscheinlichkeitsverteilungen „Grün“! Wenn man die beiden grünen Photonen trennt, dann sind ihre Eigenschaften identisch. Durch eine Messung wird nun entweder das „blaue“ oder das „gelbe“ Photon zur Wechselwirkung gezwungen. Was man nun erkennen könnte, wäre das das Grün an diesem Messpunkt sich „langsam“ in eine „gelbe“ Wahrscheinlichkeitsverteilung ändert und „gleichzeitig“ das andere Photon seine Farbe von Grün nach Blau ändert! Die Geschwindigkeit dieser Änderung wäre vom Abstand und von v ET abhängig, aber erzeugt eine scheinbare Gleichzeitigkeit beim Beobachter.

Gruß
EVB