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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : radioaktivität messen


nancy50
17.07.16, 18:02
hallo,

wenn ich zb. die aktivität von verstrahlten wildschwein messen will könnte ich doch ein gammadosimeter verwenden oder ein Geiger-Müller-Zählrohr .

das ticken des zählers würde mir die zerfälle pro zeiteinheit anzeigen.

mein dosimeter rechnet das gleich in sievert pro stunde um.
wenn ich aber nur die reinen zerfälle im wildschweinfleisch messen würde könnte ich doch einfach das ticken zählen.

frage

wenn ich zb mit einem zählror die zerfälle messe, muss ich dann diesen wert mit einem faktor der das verhältnis der oberfläche des zählrohr-eintritts zur probenfläche berücksichtigt , muliplizieren ?

danke

n50

inside
18.07.16, 13:30
Wieso solltest Du müssen ?
Du bist ja schon bei einer Stichprobe, wie Du schreibst. Diese Stichprobe würde dann, wenn Du nur multiplizieren willst, verfälscht. Du kannst den Wert so verwenden.
Andernfalls könntenst Du die Fläche der Zählrohrspitze verwenden, ausrechnen, wie oft Du diese brauchst, um die Oberfläche des Wildschweines zu "bedecken", dann die Zerfälle adäquat hoch skalieren, um die dann wieder durch die Anzahl "Probenspitzenflächen", die Du vorher ermittelt hast, zu teilen.
Eine Rechnung, die nicht wirklich sein muss, denke ich. Einwände ?

nancy50
18.07.16, 16:39
http://www.kernfragen.de/basismessgr%C3%B6%C3%9Fen-und-einheiten

les das mal bitte.

n50

nancy50
18.07.16, 16:41
steht unter..aktivität..

n50

inside
18.07.16, 17:33
A) Es heisst "lies" mal bitte.
B) Ja, da steht es doch schon. Und auch die reden von Probe.

Dann solltest Du doch rechnen. Erstens den Faktor und zweitens, das, was ich in der ersten Antwort schrieb.

nancy50
19.07.16, 05:55
keinedanke für die rechtschreibkorrektur.
aber trotzdem komm ich nicht klar.

es steht doch dort-
Das Zählrohr zählt nicht alle Ereignisse, sondern nur genau den Bruchteil, der durch seine kleine Fläche hindurchgeht. Nehmen wir mal an, der Zähler aus diesem Beispiel würde 4 Ereignisse pro Sekunde nachweisen. Wie viele Ereignisse passieren dann tatsächlich pro Sekunde in der Probe, wie hoch ist also die Aktivität der Probe unter der Annahme, dass pro Zerfall ein Teilchen emittiert wird?- ergebnis -268 bq als aktivität der probe und nicht 4 gemessene. der geometriefaktor wird also reingerechnet, oder ich versteh es nicht.

danke

n50

inside
19.07.16, 10:48
Ja, ich verstehe Deinen Einwand, aber einen Tod muss man sterben. Schau. Wir nehmen nun eine repräsentative Fläche von der Grösse eines Euros. Darauf richten wir nun das Rohr und messen 4 Zerfälle pro Sekunde. Diese Messen wir, weil das Rohr nur diese 4 Zerfälle registriert, die in die Richtung des Rohres "fliegen". Die anderen bekommt es nicht mit. Welcher Faktor da verwendet werden soll, um adäquat zu skalieren, weiss ich nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man mit einer Halbkugel anfängt. Diese stellt man sich als "Kuppel" vor. Nun schaut man, wie oft die Fläche des Rohres benötigt wird, um die Kuppelinnenfläche komplett zu bedecken. Das wäre mein erster Ansatz. Dabei gehen wir nun NUR DAVON aus, dass das Euro-Stück NUR nach oben abstrahlt, NICHT nach unten auch, wenn das auch noch mit einbezogen werden soll, macht man das ganze halt mit einer Kugel. Das wäre mein Näherungsansatz.

nancy50
19.07.16, 18:30
genau so machen die es im oben gezeigten link.
sie denken sich eine kugel um die probe und errechnen den geometriefaktor daraus in den sie das verhältnis fläche orangenschale zu fläche zählrohr bilden.
als ergebnis erhalten sie aus den 4 gezählten zerfällen eben die 268.

so seh ich das .
interessant ist, dass man dazu nix im netz findet wenn man gurgelt, hi.

mein zähler zeigt ja direkt die sievert an, da brauch ich nichts umrechnen, verstehst du.

n50

inside
20.07.16, 09:24
mein zähler zeigt ja direkt die sievert an, da brauch ich nichts umrechnen, verstehst du.

hast Du meine erste Antwort dezent überlesen ?

nancy50
21.07.16, 15:56
da hab ich eben ein problem.

für mich ist es ein unterschied ob ich sievert messe oder die reinen zerfälle in bq.

grenzwerte für wildschweinfleisch werden ja in bq/kg angegeben.
nach meinem verständnis muss ich hier wenn ich rein nur eine zählung durchführe den geometriefaktor berücksichtigen wie im obigen beispiel angeführt.
will ich dagegen die organdosis messen die ich von der probe abbekomme kann mein zähler so geeicht werden, dass er diese eben in sievert anzeigt.

ist ein kompliziertes thema,

n50

inside
22.07.16, 09:57
Ja, stimmt. Also, Wenn Dein Finger nun anstelle des Probenrohrs stünde, würde man auch sagen können, dass nur die Fingerspitze die direkte Strahlung abbekommt und daraus dann sagen können, wie hoch die Organbelastung ist. Oder ?

pauli
23.07.16, 23:03
Ich hatte auch mal ein Wildschwein vor dem Rohr, aber das Vieh ist entwischt