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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schrödingergleichung und VWI


comrade42
25.09.16, 21:50
Bezieht sich die Schrödingergleichung auf abgeschlossene Systeme im allgemeinen oder nur auf Quantensysteme? Wird bei der VWI das Universum als Quantenobjekt angesehen oder reicht es, dass das Universum ein abgeschlossenes System ist?

TomS
26.09.16, 06:01
Die SGL wird üblicherweise formuliert für ein abgeschlossenes Quantensystem mit erhaltener Energie E, repräsentiert durch den Hamiltonoperator H.

Wenn man die VWI auf auf das Universum anwenden möchte, dann gilt das selbe: ein abgeschlossenes Quantensystem.

Hawkwind
27.09.16, 09:11
Die SGL wird üblicherweise formuliert für ein abgeschlossenes Quantensystem mit erhaltener Energie E, repräsentiert durch den Hamiltonoperator H.

Wenn man die VWI auf auf das Universum anwenden möchte, dann gilt das selbe: ein abgeschlossenes Quantensystem.

Ist das so?
Meinst du mit Universum die "Welt" der Viele-Welten?
Im Prinzip sind doch Interferenzen zwischen den Welten möglich; all die Welten werden ja im Prinzip durch eine einzige Wellenfunktion beschrieben (wenn ich recht verstanden habe): viele Welten ("Ortsräume" etc), aber ein Hilbertraum.

TomS
27.09.16, 12:08
Meinst du mit Universum die "Welt" der Viele-Welten?
Ja, die SGL gilt für die Gesamtheit aller Welten (es gibt zunächst gar keine einzelnen Welten, das ist lediglich Interpretation)

Im Prinzip sind doch Interferenzen zwischen den Welten möglich; all die Welten werden ja im Prinzip durch eine einzige Wellenfunktion beschrieben
Ja.

(wenn ich recht verstanden habe): viele Welten ("Ortsräume" etc), aber ein Hilbertraum.
Na ja, viele "Ortsräume" ???

Wenn du einen Zustand |VW> hast, den du vergröbert in Unterräume = Zweige auffächerst und davon einzelne Zweige |Z1>, |Z2>, ... betrachtest, dann hast du dennoch nur einen Ortseigenzustand <x| und demnach nur einen Ortsraum; in diesem liegt eben diese Auffächerung im Sinne einzelner Zweige vor, jedoch "alle am selben Ort".

Hawkwind
27.09.16, 12:44
Ja, die SGL gilt für die Gesamtheit aller Welten (es gibt zunächst gar keine einzelnen Welten, das ist lediglich Interpretation)


Ja.


Na ja, viele "Ortsräume" ???

Wenn du einen Zustand |VW> hast, den du vergröbert in Unterräume = Zweige auffächerst und davon einzelne Zweige |Z1>, |Z2>, ... betrachtest, dann hast du dennoch nur einen Ortseigenzustand <x| und demnach nur einen Ortsraum; in diesem liegt eben diese Auffächerung im Sinne einzelner Zweige vor, jedoch "alle am selben Ort".

Gehen wir mal von einer Ortsmessung aus, die die Werte a oder b ergeben kann. Der Beobachter findet aber entweder a oder b, deshalb meine Formulierung von unterschiedlichen Ortsräumen.
Dabei habe ich wohl übersehen, dass man pro Zweig |Za>, |Zb> jeweils ein Double Beobachter und Teilchen hat. Da die einzelnen Zweige nicht (oder kaum) interferieren, sehen Beobachter die "Objekte anderer Zweige" an deren Orten nicht, obwohl sie in demselben Ortsraum sind.

Passt das so halbwegs?