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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gedankenspiel zum Thema Zeit Raum Gravitation.


ImagedMaterial
14.12.17, 02:55
Hallo, ich denke des öfteren über große Fragen nach und spiele gerne mit diesen Gedanken herum. Als ich diese Gedanken langsam Strukturierte baute ich diese "Theorie" auf.


Also fangen wir an :).Wenn wir davon ausgehen das der Raum tatsächlich eine Auflösungsbegrenzung , also Sprich man sich nur auf fixpunkten im "Raumgitter" bewegen kann die halt so klein sind das jeder bewegen im makrokosmos dennoch flüssig ercheint hat, dann spekuliere ich das die Zeit schlicht die Raumänderung beschreibt. Masse beeinflusst durch Wechselwirkungen den Raum dies wird deutlich durch die Zeit. Wenn man davon ausgeht das Zeit ein energetisch ungüstiger Zustand ist. Könnte die Gravitation ein Versuch der Zeit sein einen günstigeren Zustand zu erlangen indem sie Versucht die Masse die den Raum beeinflusst zu tilgen. Jetzt könnte man sagen das die Gravitation Raumkrümmung veursacht und das dies Widersprüchlich wäre. Aber wenn man sich die Grundkräfte anguckt wird man feststellen das die Gravitation eine vergleichbare geringe Kraft ist die dennoch im makrokosmos immer mehr an größe gewinnt. Jetzt betrachten wir mal Schwarze Löcher. Diese haben es erreicht den Gravitationdruck soweit zu erhöhen das die Gravitationskraft andere Kräfte übertrifft. Da die Zeit nach Einstein relativ ist und mit zunehmender Raumänderung sei es Geschwindigkeit ode gravitärer Einfluss die Zeit langsamer vergeht muss ich davon ausgehen das der Betrag der Zeit in einem anti-proportionalen verhältnis mit der Raumänderung steht. Um zurück zu Schwarzen Löchern zu kommen muss man beachten dass Schwarze Löcher lediglich den Raum beeinflussen selber aber keinen Raum besitzen also Punktförmig sind. EIn Schwarzes Loch ist somit betrachtet ein Werkzeug zum wiederherstellen des günstigeren Zustandes welches jegliche Masse mithilfe der Absoluten Gravitation tilgt und sie ihrer Raumverändernden Eigenschaften berraubt. Jetzt bezieht man die Hawking Radiation mit ein die besagt das Schwarzelöcher umso größer sie sind ihre Masse in form von energie abstrahlen. Wenn man sich das Szenario anguckt das ein Schwarzes Loch jegliche Masse getilgt hat und somit das Schwarze Loch nichts und alles zugleich ist ,könnte man davon ausgehen ,das an dem Punkt wo sich die Energiebilianz auf 0 befindet also in dem moment wo das Schwarze Loch das einzige Medium überhaupt ist, sich die Gravitationskraft aufgrund des nicht vorhanden Einflusses auf den Raum auflöst und somit die Hawking Strahlung sich durch die nicht vorhandene gegenwirkende kraft schlagartig entfesselt. Also sprich der Urknall.

Ich möchte anmerken dass ich gerade meine Abitur mache und mich in diesem Gedankenspiel lediglich auf sehr sehr grobe (villeicht auch schon nicht mehr so aktuelle) dinge stütze. Dennoch würde es mich brennent interessieren was ihr von diesem "Spielchen" haltet.

Diesbezüglich ist auch mein Fachwissen begrenzt also erbitte ich um konstruktive Ergänzungen oder Widersprüche.

Ebenfalls möchte ich mich für meine Rechtschreibung entschuldigen das ist leichter als nochmal drüber zu gucken über den Text :).

sanftwasser
04.01.18, 21:37
Hi ImagedMaterial

Deine Vorstellung, daß ein black hole Alles sich einverleibt...und dann... Alles wieder auswirft verstößt gegen die Heißenberg'sche Unschärferalation, wonach niemals Impuls und Ort eines Arbeitsvermögens gleichzeitig beliebig genau bestimmbar sind.

Ein schwarzes Loch ist nur eine Funktion, die unmittelbar mit der Expansion des Raumes in Erscheinung tritt, nicht aber deren Initiator.

Da am LHC nicht genügend Signifikanz für die assymetrische Annihilation der Antimaterie gefunden wird, nehme ich an, daß black holes eben den andauernden Prozess einer symmetrischen Annihilation darstellen.

Ihr Werk der Vernichtung ist zugleich Umformung und energetischer Export in die Bilanz der Vakuumenergie, welche aktuell sich als räumliche Expansion zeigt.

Die Zeit separiert beide Kosmen unter dem gemeinsamen 'Dach' Gegenwart.
Ihre jeweilige Dauer ist abhängig von der räumlichen Dichte der konträren Energieformen.
Im flowing Minkowski-Diagramm schaut der universale Swing so aus:

http://www.bilder-hochladen.net/i/m0xt-1-554a.gif

Viel Spaß beim Flug von BigBang nach BigCrunch and return and so on and so on :)

Marco Polo
05.01.18, 02:14
...Heißenberg'sche Unschärferalation...

Der Mann hieß Heisenberg und keineswegs Heißenberg.

Bernhard
05.01.18, 21:09
Da am LHC nicht genügend Signifikanz für die assymetrische Annihilation der Antimaterie gefunden wird, nehme ich an, daß black holes eben den andauernden Prozess einer symmetrischen Annihilation darstellen.
Das ist derart hanebüchener Unsinn, dass man es nicht weiter kommentieren muss.

sanftwasser
05.01.18, 22:54
@ Bernhard... Deine Antwort hilft nicht. Ich bitte doch um eine sachliche Kritik. Oder täusche ich mich bezüglich der Qualität dieses Forums?

@ Marco Polo... Danke Deiner Korrektur!

Bernhard
05.01.18, 22:59
Oder täusche ich mich bezüglich der Qualität dieses Forums?
Wenn es dir um Physik und Naturwissenschaft geht (was ich anhand deiner Antwort bezweifle), bist du hier im Prinzip richtig.

sanftwasser
05.01.18, 23:14
Wie kannst Du zweifeln? Ein Desinteressierter könnte sich weder dieser Terminologie bedienen, noch sich bemühen, in jenes 'Gedankenspiel' einzusteigen.

Falls Dir doch etwas daran liegen sollte, Fehler in meiner Argumentation aufzudecken, würde mich das aus reinem Interesse, und aus dem Wunsch 'weiterzukommen' wirklich freuen.

Allerdings bin ich wie jeder zunächst Uneinsichtige widerständig :) Die Signifikanz liegt gegenwärtig bei 3,4. Sie muß aber >5 sein. Solange im Zweifel für den Angeklagten: Antimatter ist.

"In der Teilchenphysik gilt etwas erst dann als entdeckt, wenn die Signifikanz fünf Sigma erreicht - sich also um fünf Standardabweichungen vom Zufall entfernt. Für die Zerfallsunterschiede bei den Λb0-Baryon liegt die Signifikanz jedoch erst bei 3,3 Sigma, wie die Physiker berichten." (Kurzzitat scinexx 5.1.2018)

Ebenso mit freundlichen Grüßen...

Bernhard
06.01.18, 14:21
Falls Dir doch etwas daran liegen sollte, Fehler in meiner Argumentation aufzudecken, würde mich das aus reinem Interesse, und aus dem Wunsch 'weiterzukommen' wirklich freuen.
Da empfehle ich die Lektüre dieses Artikels: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Loch

sanftwasser
07.01.18, 20:41
In der 'Welt der Physik' der DPG heißt es zum frühen Auftauchen supermassiver Schwarzer Löcher, Kurzzitate:

"Doch der Nachweis von inzwischen über zwanzig supermassereichen Schwarzen Löchern bereits 800 Millionen Jahre nach dem Urknall belehrte [die Astronomen] eines Besseren: Offenbar entstehen diese gewaltigen Objekte sehr früh und sehr schnell in der kosmischen Geschichte."

"Die neuen Computersimulationen zeigen jetzt eine Lösung für dieses Problem auf. Wenn sich eine weitere Galaxie, in der gerade explosionsartig Sterne entstehen, in genau der richtigen Entfernung befindet, unterdrückt die Strahlung dieser Sterne die Bildung von Sternen in der ersten Galaxie. Auf diese Weise kann das Gas ungehindert zusammenstürzen und ein gewaltiges Schwarzes Loch bilden. Die Forscher hoffen nun, dass sie ihr Szenario mit dem James Webb Space Telescope, das im Oktober 2018 starten soll, überprüfen können."

Es ist also noch fast nichts geklärt.
Auch bei der asymmetrischen Annihilation ist vieles unklar, vgl. bspw. Focus online, Kurzzitat:

"Immerhin haben die Kosmologen mittlerweile eine Idee, wie Teile der im Urknall entstandenen Antimaterie überlebt haben könnte: Unmittelbar nach der Urexplosion trieb ein starkes Energiefeld den jungen Kosmos in Sekundenbruchteilen mit Überlichtgeschwindigkeit auseinander. Bei diesem „Inflation“ genannten Prozess vergrößerte sich sein Volumen exponentiell. Wenn es vorher Klumpen aus beiden Materiearten nebeneinander gab, wurden sie dabei auseinandergerissen. Dann könnte es sein, dass sie heute durch Entfernungen voneinander getrennt sind, die größer sind als der Durchmesser des Universums. In diesem Fall würden wir die Gegenwelten nie finden."

Auseinandertreiben mit Überlichtgeschwindigkeit bedeutet aber temporale Verwerfung:
Ein Antimatter-Kosmos wäre also relativ zu uns in der Zeit voraus oder zurück.
Und aufgrund gemeinsamer Genesis dennoch dicht genug dran für eine Interaktion.

Bernhard
08.01.18, 19:48
Es ist also noch fast nichts geklärt.
Auch bei der asymmetrischen Annihilation ist vieles unklar, vgl. bspw. Focus online, Kurzzitat:
Sagen wir mal, dass die Rolle von Mini-Schwarzen Löchern in der Elementarteilchenphysik noch nicht abschließend geklärt ist, obwohl sie bei den relevanten Längenskalen aufgrund der Hawking-Strahlung eine extrem kurze Lebenszeit haben sollten.

Es bleibt die Frage, was das mit dem eigentlichen Thema, d.h. mit dem Beitrag #1 zu tun hat.

Hawkwind
08.01.18, 22:38
Deine Vorstellung, daß ein black hole Alles sich einverleibt...und dann... Alles wieder auswirft verstößt gegen die Heißenberg'sche Unschärferalation, wonach niemals Impuls und Ort eines Arbeitsvermögens gleichzeitig beliebig genau bestimmbar sind.


Wieso sollte sich Herr Heisenberg daran stören? Sehe ich nicht so.
Was ist denn "Impuls und Ort eines Arbeitsvermögens"??

Die Heisenbergsche Unschärfe macht keine Aussage über Arbeitsvermögen sondern über Quanten.

sanftwasser
10.01.18, 20:39
kurzwiki: "Die Heisenbergsche Unschärferelation oder Unbestimmtheitsrelation (seltener auch Unschärfeprinzip) ist die Aussage der Quantenphysik, dass zwei komplementäre Eigenschaften eines Teilchens nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmbar sind. Das bekannteste Beispiel für ein Paar solcher Eigenschaften sind Ort und Impuls."

@ImagedMaterial... Dein Zitat: "Wenn man sich das Szenario anguckt das ein Schwarzes Loch jegliche Masse getilgt hat und somit das Schwarze Loch nichts und alles zugleich ist..." besagt doch wohl, das Schwarze Loch ist mein zu betrachtendes (singuläres) Teilchen. Sei also sein Ort bestimmt, so muß sein Impuls räumlich und zeitlich frei sein... p: [kg*m/s] ...und Deinem Schwarzen Loch außer seinem Ort eben Raum verfügbar sein. Das ist im Widerspruch zu Deiner Aussage, es sei... alles zugleich. - Raum hat mindestens vier Orte (Tetraeder), die in Beziehung zueinander stehen müssen, oder täusche ich mich?

@Bernhard... Jetzt muß ich nachfragen: Wie kommst Du auf Mini-Schwarze-Löcher? Ich hatte doch auf die Frage der Herkunft der frühen "supermassereichen Schwarzen Löcher" hingewiesen.
Warum? - Weil in #1 irrigerweise angenommen wird: "Der Moment, wo das Schwarze Loch das einzige Medium überhaupt ist, sich die Gravitationskraft aufgrund des nicht vorhanden Einflusses auf den Raum auflöst und somit die Hawking Strahlung sich durch die nicht vorhandene gegenwirkende kraft schlagartig entfesselt. Also sprich der Urknall."

Der Urknall ist die inflationäre Entfesselung der räumlichen Expansion. Was sollte das mit Hawking-Strahlung zu tun haben? Es müssen doch zunächst einmal Schwarze Löcher gebildet werden, damit sich diese Strahlung bemerkbar mache.
Wenn man wie ImagedMaterial nun kein Konzept der 'Dunklen Energie' anwenden will, (hoffe, ich interpretier ihn da recht: es wäre durchaus zulässig) muß man die aufblähende Kraft im dem energetischen Reservoir selbst finden.
Da Energie aber nicht vernichtet wird, sondern nur einen Formwandel durchmacht, bliebe als sonstiger Kandidat nur die Zeit!

(Ich möchte i.Ü. noch kurz bemerken, daß ein Mensch nicht alle 'Kulturtechniken' gleichermaßen beherrschen kann. Der Durchschnittsmensch kann ein wenig rechnen und nicht ganz fehlerlos schreiben. Das ist so hundsgewöhnlich, daß man darüber eigentlich keine Worte verlieren müsste. https://www.lrs.koeln/wp-content/uploads/2016/11/Berühmte-Legastheniker.pdf ) Da es auch internationale Foren gibt, in denen multilingual debattiert wird kann ich nur zur Vorsicht raten: Keine Diskriminierung von technischen Schwächen - meine Meinung. )

Bernhard
10.01.18, 21:05
@Bernhard... Jetzt muß ich nachfragen: Wie kommst Du auf Mini-Schwarze-Löcher?
Du hast den LHC oben erwähnt und die Annihilation von Materie und Antimaterie:

Da am LHC nicht genügend Signifikanz für die assymetrische Annihilation der Antimaterie gefunden wird, nehme ich an, daß black holes eben den andauernden Prozess einer symmetrischen Annihilation darstellen.
Schwarze Löcher könnte man mit Annihilationsprozessen verknüpfen, wenn man Mini-Schwarze-Löcher meint.

Bernhard
10.01.18, 21:17
Keine Diskriminierung von technischen Schwächen - meine Meinung. )
Damit das Thema Rechtschreibung nicht noch weiter thematisiert wird, habe ich meinen obigen Beitrag gelöscht.

Ich habe bei ImagedMaterial allerdings weniger den Eindruck der Legasthenie, als vielmehr den Eindruck bekommen, dass Deutsch nicht seine Muttersprache ist.

Beitrag #1 ist zusätzlich schwer zu lesen, weil über längere Passagen keine Absätze gesetzt wurden. Wenn konstruktive Antworten auf schwierige Fragen erwartet werden, erwarte ich etwas mehr Sorgfalt bei der Erstellung der Beiträge.

sanftwasser
12.01.18, 22:32
Lobenswerte Reaktion! Auch Dein Appell nach mehr Sorgfalt: Kann ich nur unterstützen, sehr richtig!

"Schwarze Löcher könnte man mit Annihilationsprozessen verknüpfen, wenn man Mini-Schwarze-Löcher meint."

Hm, ein Tip vielleicht, wie ich mir das 'könnte' vorstellen dürfte?

(Ich stelle mir aber auch die großen black holes als Aktoren der Annihilation vor:
Sie seien Kontaktpunkte zwischen zwei räumlich unendlichen Kosmen,
einem materiellen- und davon notwendig zeitlich getrennt*
einem antimateriellen Kosmos)

___________________
*so kurz wie nur irgendwie möglich