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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : DM als Suprafluessigkeit


sirius
01.01.18, 10:00
Was haltet Ihr von der Theorie, dass DM eine Suprafluessigkeit sein koennte?
Erscheint mir plausibler als die Vorstellungen von Erik Verlinde zur DM.

http://www.spektrum.de/news/ist-die-dunkle-materie-eine-suprafluessigkeit/1516463

Hier noch ein aelterer Artikel (2014), der sich ebenfalls mit dem Thema Suprafluid befasst.
Darin wird auch kurz auf Photonen eingegangen.

http://www.spektrum.de/news/ist-die-raumzeit-superfluessig/1300243

TomS
04.01.18, 10:28
Das Problem ist, dass unklar bleibt, aus was diese Supraflüssigkeit bestehen soll. Wenn z.B. keine Axionen existieren, können diese auch nicht zu einer Supraflüssigkeit kondensieren.

Es handelt sich m.E. eher um „was wäre wenn ...“.

sirius
05.01.18, 22:00
Was waere wenn.....

z.B. eine Wechselwirkung zwischen BM und DM bestehen wuerde?
Oder zwischen BM und DE?

Das ergaebe zwar nicht unbedingt eine Suprafluessigkeit, koennte aber m.E. ein Gedanke sein, ueber den es sich nachzudenken lohnt.

Oder nicht?

Kommt das jetzt Tycho-Brahe-massig rueber?

Zitat aus dem 1. Link

Zwar operieren Forscher bereits seit Jahrzehnten mit Supraflüssigkeiten, doch für Teilchenphysiker handelt es sich um Neuland. Sie beginnen erst langsam zu erkennen, wie nützlich einige dieser Ideen aus dem Bereich der kondensierten Materie sind. Die Werkzeuge aus diesem und anderen Bereichen miteinander zu kombinieren und auf die Physik der Gravitation anzuwenden, könnte einen lange bestehenden Streit über die Dunkle Materie lösen – und wer weiß, welche anderen Durchbrüche noch daraus resultieren?

Um das von mir hervorgehobene Wort Gravitation drehen sich viele meiner Gedankengaenge...

Bernhard
07.01.18, 23:54
Was waere wenn.....

z.B. eine Wechselwirkung zwischen BM und DM bestehen wuerde?
Oder zwischen BM und DE?
Die gibt es doch? Alle diese Teile wechselwirken doch über die Gravitation.

sirius
13.01.18, 13:39
Da antworte ich mit einem alten Zitat von TomS aus dem Jahe 2015 und schliesse mich der Schlussfolgerung
"work-in-progress". an.


Es gibt unterschiedliche Ansätze zu einer Quantisierung der Gravitation: Stringtheorie, Supergravitationstheorie, Asymptotic Safety Approach, Schleifenquantengravitation (u.a.m.).

Allen Ansätzen ist gemeinsam, dass ein mathematischer Formalismus, die sogenannte "Quantisierung" angewandt wird. Davon gibt es wiederum verschiedene, im Falle etablierter Theorien im wesentlichen identische, Varianten. Im einfachsten Fall, der kanonischen Quantisierung, erfolgt eine "Übersetzung" klassischer Größen (Felder), in quantenmechanische Größen (Feldoperatoren, die in einem Hilbertraum wirken). In jedem Fall ist die zugrundeliegende Raumzeit-Mannigfaltigkeit kein fundamentales Objekt mehr, sondern entsteht erst im klassischen Limes.

Allerdings existiert heute keine abgeschlossene Theorie der Quantengravitation. Alle Theorien sind sozusagen noch "work-in-progress".