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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kleinster Doppelspalt der Welt


Eyk van Bommel
13.11.07, 08:23
http://www.pro-physik.de/Phy/leadArticle.do?laid=9828

Lorenzy
13.11.07, 21:11
Hi Eyk,

Wirklich interessanter Artikel.

Zitat:
Doch ist damit die Quanteneigenschaft des Systems als Ganzes ebenfalls zerstört? Hier lautet die Antwort eindeutig „nein“, wie die Frankfurter Physikerinnen erstmals nachweisen konnten: Denn mit dem speziellen, in Frankfurt entwickelten „Coltrims-Detektor“, der es erlaubt, alle während der Reaktion entstehenden Teilchen zu messen, stellte sich heraus, dass die Welleneigenschaft in diesem Fall auf eine Größe übertragen wird, die beiden Teilchen gemeinsam ist: Die Schwerpunktsbewegung. Diese nimmt nun den Charakter einer Quantenwelle an. Fazit: Geheimnisse werden in der Quantenwelt nur umverteilt: Hat man sich an einer Stelle Klarheit verschafft, wird es an anderer Stelle wieder ungewiss.

Interessant ist auch folgender Artikel.

http://www.uni-heidelberg.de/uni/presse/RuCa3_98/schmelcher.htm

Zitat:
Atome, die durch die Aufnahme von Laserlicht in einem hochangeregten Zustand präpariert werden, gehen in ihrer elektronischen Dynamik von einem regulären zu einem chaotischen Verhalten über, sobald man ein Magnetfeld einschaltet. Wir konnten nachweisen, daß die chaotische Dynamik auf die Schwerpunktsbewegung übertragen werden kann.

Frage: Geht es in beiden Artikeln in etwa um das gleiche?:confused:

Gandalf
13.11.07, 21:28
Geheimnisse werden in der Quantenwelt nur umverteilt: Hat man sich an einer Stelle Klarheit verschafft, wird es an anderer Stelle wieder ungewiss.

.. aber das ist doch nicht Neues?

JGC
14.11.07, 00:06
Aber eben wiederum ein "Blickwinkel" der Betrachtung....


JGC

Eyk van Bommel
14.11.07, 00:27
Zweimal Schwerpunktsbewegung?? :confused:

Ob der Schwerpunkt eines Systems wohl der einzig richtige Ort ist um die Welt zu begreifen?:rolleyes: Da war doch erst heute beim Impuls davon die rede??;)

Nein – Ehrlich! Das ist schon komisch! Oder? Was haben die beiden Sachen miteinander zutun?:confused:
Gruß
EVB

JGC
14.11.07, 07:47
Zweimal Schwerpunktsbewegung?? :confused:

Ob der Schwerpunkt eines Systems wohl der einzig richtige Ort ist um die Welt zu begreifen?:rolleyes: Da war doch erst heute beim Impuls davon die rede??;)

Nein – Ehrlich! Das ist schon komisch! Oder? Was haben die beiden Sachen miteinander zutun?:confused:
Gruß
EVB

Warum nicht?

Einmal in der X-Y Achse und einmal in Z-Achse..

Ist dies nicht zwingend für eine dreidimensionale räumliche Existenz??

JGC

Eyk van Bommel
21.11.07, 22:37
Meine Meinung zum Doppelspalt
Nachdem ich mein Modell abgeschlossen habe, besitzt das Photon kein Wellencharakter. Es besitzt eine Wahrscheinlichkeitsdichte von 1.
Nur Elementarteilchen mit Ruhemasse und Impuls besitzen eine Wahrscheinlichkeitsdichte. Diese Wahrscheinlichkeitsdichte ist zum dem noch relativistisch zu betrachten. Das bedeutet mit steigendem Impuls steigt die Unschärfe. Da wir uns mit 86,6% c durch den Raum bewegen, ist unser Impuls so groß, das die hierdurch bedingte Unschärfe, das Photon durch beide Spalte durchfliegen lässt. Wird der Abstand der beiden Spalte zu groß, dann erkenn auch das Photon den „festen“ Zwischenraum. Wenn wir also einen Detektor vor einen Spalt halten, ist der Ort der möglichen WW ebenfalls verschwommen und es wird auch auf dann mit dem Detektor WW wenn es eigentlich durch den andern Spalt geflogen ist!
Also nicht das Photon besitzt Wellencharakter, sondern nur die ET die eine Ruhemasse und einen Impuls besitzen. Das wir dem Photon einen Wellencharakter zuschreiben, liegt daran das wir uns selbst als ruhend betrachten. Nach dem relativistischen Motto. Wenn alles „gleich“ Unscharf ist, dann ist es wieder „scharf“. Das scharfe wird aber Unscharf. Das ist wie mit einer Brille! Wenn ich den Bildschirm (das was wir sehen) auf meine Dioptrien einstelle, dann ist das Bild scharf. Das was vorher scharf war ist verschwommen.
Was haltet ihr davon.
Gruß
EVB

pauli
21.11.07, 23:19
@eyk
Was sagt denn dein Modell dazu, dass sich Atome und sogar Moleküle (also Materie) am DS wie Photonen verhalten, auch bei der "welcher-Weg-Frage"?

btw: irgendwann wollen sie es wohl mit Bruchstücken von Viren versuchen

JGC
21.11.07, 23:21
Hallo Eyk..

Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wie sich in einem Feststoff ein mechanischer Impuls ausbreitet??

Schnelle impulse wandern linear durch den Feststoff und langsame Impulse schieben das gesamte Material zur Wellenform auf..

Das kann man z.B. schon sehen, wenn man die Härte von Stahl mit der Vikers oder Brinell-Methode prüft..

Der eindringende Probekörper schiebt Material vom Zentrum der Kraft(die Prüfspitze) nach aussen und anhand von der Grösse des Eindrucks kann man in etwa die genaue Festigkeit angeben..

Das war also eine "langsame, wellenförmige Impulsform"...

Jetzt stell dir mal im Vergleich eine 10 cm dicke Panzerstahlplatte vor und ein Schiffsgeschütz mit 6 Zoll Geschoss mit gehärteter Spitze schiesst mit 5600 Km/Std auf diese Platte...

Sie geht glatt durch die Panzerung durch und sieht aus, wie wenn du mit einem Locher ein Blatt Papier lochst..

Und jetzt übertrag das mal in Quantengrösse...

Dann wird man nämlich feststellen, das es nicht darum geht, ob ein Teilchen oder eine Welle existiert, sondern darum, wie sich ein Teilchencharakter in eine Wellenerscheinung und umgekehrt verwandelt wird..

Es ist einfach die Geschwindigkeit, mit der ein entsprechendes Medium(in dem Falle das Geschoss) durch das gleichartige aufgetroffene Medium fliegt und eine entsprechende Wirkung zeigt(das Geschoss und die Panzerstahlplatte sind ja beide quasi aus dem selben Material)

Genauso könnte ich auch die Panzerstahlplatte mit der Geschwindigkeit auf ein "stehendes" Geschoss knallen, der Effekt wäre in der Tat der Selbe..

Ist DAS nun Relativität?

Dein Beispiel mit der Brille wäre an und für sich gar nicht mal dumm, doch sehe ich das so, das die Brille über die jeweils zugrundeliegende Geschwindigkeit uns DAS sichtbar macht, was wir sehen/messen und die Art und Weise, wie wir WAS sehen..(die logischen Reikenfolgen in bestimmten zeitlichen Abständen)

Sogesehen ist letzlich alles nur auf mechanische Vorgänge zurückzuführen, die erst recht dem Vakuum einen materiellen Zustand zuweisen...(sag ich mal...)




JGC

Eyk van Bommel
21.11.07, 23:39
Hi pauli,
Was sagt denn dein Modell dazu, dass sich Atome und sogar Moleküle (also Materie) am DS wie Photonen verhalten, auch bei der "welcher-Weg-Frage"?
Das ist relativ einfach. Mann muss sie nur stark genug beschleunigen, dadurch erhöht sich die relative Wahrscheinlichkeitsdichteverteilung. Für beschleunigte Massen würden wir immer Unschärfer und anders herum auch. Da kannst du das Relativitätsprinzip voll anwenden. Wobei für massenbehafte Teilchen, dasselbe Gesetzt für die relative Unschärfe verwendet werden kann. Nur für das Photon und für einen „absolut ruhenden Betrachter“ würde NUR das „Virus“ tatsächlich an Unschärfe gewinnen (und das ist physikalisch gesehen richtig). Für uns, als absolut ruhend betrachtet, nur das Virus und für das Virus eben wir (relativ eben). Für jeden verschwimmt immer das andere. Außer für Photonen, da ist es immer das mit dem höchsten Impuls.
Gruß
EVB
PS: Je höher der Impuls desto Unschärfer. Das bedeutet wenn du es stark genug beschleunigt hast, verschwimmt es so stark das es real durch beide Spalte durchfliegen wird.
Du könntest so sogar ein Kamel durch ein Nadelöhr bringen, in dem du es so stark beschleunigst, das die Nadel so Unscharf wird (oder das Kamel), dass es praktisch an der Nadel vorbeifliegt. :D