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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Antimaterie als Antrieb


George
15.02.08, 21:44
Hallo zusammen,

Ich habe im net ein wenig ge googelt und habe dabei eine interessante theorie gefunden.

Hier erst einmal der link:
http://www.ajb-hennings.de/arealazarbericht.htm

Es handelt sich dabei um den Physiker Bob Lazar. Er selber behauptet, in Area51 bei der S-4 gearbeitet zu haben, und an dem Antrieb Außerirdischer Flugobjekte geforscht zu haben. Ob dies tatsächlich der Fall war, sei dahon gestellt.
Viel interessanter finde ich dabei den Grundgedanken von dem Antrieb den Bob Lazar erklärt. Er sagt nämlich, dass wenn man das Element 115 (auch Ununpentium [Wikipädia link (http://de.wikipedia.org/wiki/Element_115)]
genannt) mit protonen beschießt, dabei element 116 entsteht, das sofort wieder zerfällt, und dabei anti- hydrogen, also 1- Proton Antimaterie entsteht.
Durch die Reaktion dieser mit der "gewöhnlichen" materie kommt es zu anihalation, wobei jede Menge Energie freigesetzt wird. Wandelt man diese gleich in Elektrizität (Thermoelektrische Generatoren) um, so kann man ein künstliches Schwerefeld erzeugen, wobei gleich die möglichkeit entsteht, die raumzeit zu krümmen. So können wir uns also von punkt A zu punkt B in dieser gekrümmten raumzeit bewegen und somit jede menge Zeit sparen.

Hier einmal der Antrieb von Lazar in einem video erklärt:
http://www.boblazar.com/closed/MPGdownload/reactor.mpg

Wollte mal nachfragen, was Ihr von dieser Theorie hält...:rolleyes:

LG George

Lorenzy
15.02.08, 22:06
Wenn ich den enormen Aufwand in normalen Teilchenbeschleunigerexperimente betrachte, den man benötigt um ein paar wenige Teilchen Antimaterie herzustellen (vom enormen Energieauwand mal ganz abgesehen) und dann jemand mit so einer Geschichte daherkommt, muss man doch nur noch 1+1 zusammenzuzählen, damit man erkennt, dass das alles erlogen ist.

Und dann noch die Aliens. :rolleyes:

criptically
15.02.08, 22:26
Wenn ich den enormen Aufwand in normalen Teilchenbeschleunigerexperimente betrachte, den man benötigt um ein paar wenige Teilchen Antimaterie herzustellen (vom enormen Energieauwand mal ganz abgesehen) und dann jemand mit so einer Geschichte daherkommt, muss man doch nur noch 1+1 zusammenzuzählen, damit man erkennt, dass das alles erlogen ist.

Und dann noch die Aliens. :rolleyes:

Welche Antimaterie-Teilchen wurden bisher erzeugt?

mfg

George
15.02.08, 22:28
Schon klar, dass man unmengen an Energie benötigt. Solche Experimente in Teilchenbeschleunigern hat man jedoch bisher nur mit leichteren Metallen durchgeführt. Genau das ist der Punkt, wir verwenden Element 115.

durch die Große Anzahl an Protonen hat das Atom jedenfalls ein größeres potential zu zerfallen, da die protonen im Kern fester wechselwirken könnnen, wie das z.b. im Heliumatom nicht der Fall ist. Darum können wir auch von Atomreaktionen nur bei schweren Metallen, wie Uran235 oder Plutonium239 reden. Da es Ununpentium schon die Tendenz dazu hat zu zerfallen, ist auch die Energie, die wir benötigen, das Atom zu spalten geringer...

Naja das mit den Aliens klingt schon komisch, es wär aber genauso falsch zu sagen, dass es Aliens gibt wie als dass es sie nicht gibt. Wir haben weder pro, noch überzeugende contra argumente. Betrachten wir das Universum jedoch im rahmen der Wahrscheinlichkeitsrechunung, so ist es gar nicht mal so ausgeschlossen...

George
15.02.08, 22:29
Es wurden bisher Anti- Wasserstoffteilchen hergestellt, also Atome, die ein negativ geladenen kern haben, den positronen umkreisen.

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/cstuecke/10711/index.html

Uli
15.02.08, 22:33
...
Er sagt nämlich, dass wenn man das Element 115 (auch Ununpentium [Wikipädia link (http://de.wikipedia.org/wiki/Element_115)]
genannt) mit protonen beschießt, dabei element 116 entsteht, das sofort wieder zerfällt,


So weit ist das ja möglicherweise noch plausibel.


und dabei anti- hydrogen, also 1- Proton Antimaterie entsteht.


Jetzt wird es mystisch: Element 116 ist Materie pur. Warum sollte bei seinem Zerfall um Himmels Willen Antimaterie entstehen ?
Es müsste schon ein Proton-Antiproton-Paar aus dem Vakuum herausgebrochen werden. Das kostet - wie Lorenzy schon sagte - enorm viel Energie; bei einem Zerfall aber wird Energie frei. Macht absolut keinen Sinn.


Durch die Reaktion dieser mit der "gewöhnlichen" materie kommt es zu anihalation, wobei jede Menge Energie freigesetzt wird. Wandelt man diese gleich in Elektrizität (Thermoelektrische Generatoren) um, so kann man ein künstliches Schwerefeld erzeugen, wobei gleich die möglichkeit entsteht, die raumzeit zu krümmen. So können wir uns also von punkt A zu punkt B in dieser gekrümmten raumzeit bewegen und somit jede menge Zeit sparen.
...
LG George

Eine nette Phantasterei, allerdings nicht sehr originell: das ist die Idee eines Warp-Antriebs (http://de.wikipedia.org/wiki/Warpantrieb), wie sie schon in der SF-Serie "Raumschiff Enterprise" aufgekommen war.

Gruss, Uli

criptically
15.02.08, 22:37
Es wurden bisher Anti- Wasserstoffteilchen hergestellt, also Atome, die ein negativ geladenen kern haben, den positronen umkreisen.

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/cstuecke/10711/index.html

Warum zerfallen dann diese "Antiprotonen" über Pion zum Elektron?

Uli
15.02.08, 22:49
Warum zerfallen dann diese "Antiprotonen" über Pion zum Elektron?

Das tun sie nicht.
Wer sagt denn, dass sie das tun ?
Dein "Äther-Modell" ?

George
15.02.08, 22:56
Das tun sie nicht.
Wer sagt denn, dass sie das tun ?
Dein "Äther-Modell" ?

Wie aus meiner Seele gesprochen:)

hier einmal etwas genaueres zu proton und antiproton experimenten:
http://web.physik.rwth-aachen.de/~hoepfner/Teaching/Seminar_SS04/Eraerds_paper.pdf

criptically
15.02.08, 22:58
Das tun sie nicht.
Wer sagt denn, dass sie das tun ?
Dein "Äther-Modell" ?

U. a. Wikipedia!

Mit einem Proton zerstrahlt es nicht – wie erwartet – sofort in elektromagnetische Strahlung, sondern es werden mehrere, freie Pi-Mesonen erzeugt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Antiproton

mfg

criptically
15.02.08, 23:05
Wie aus meiner Seele gesprochen:)

hier einmal etwas genaueres zu proton und antiproton experimenten:
http://web.physik.rwth-aachen.de/~hoepfner/Teaching/Seminar_SS04/Eraerds_paper.pdf

Wieso dass Antimaterie eine negative Energie besitzt? Was passiert mit der Energie-Masse-Äquivalenz -E = -mc²? Wird in diesem Fall die Masse negativ oder c imaginär? :D

mfg

Uli
15.02.08, 23:07
U. a. Wikipedia!



mfg

Da steht geschrieben "mit einem Proton"; es geht also nicht um den Zerfall eines Antiprotons, sondern um Annihilation Proton + Antiproton.

Da sie sehr leicht sind, entstehen Pi-Mesonen bei hadronischen Reaktionen immer sehr leicht; es sind gebundene Zustände aus einem leichten Quark und seinem Antiquark.

George
15.02.08, 23:09
eine negative masse würde durchaus sinn ergeben.:rolleyes:
in diesem fall würde sie sich bei der anihalation mit der positiven masse "neutralisieren"

-m +m= 0

criptically
15.02.08, 23:11
Da steht geschrieben "mit einem Proton"; es geht also nicht um den Zerfall eines Antiprotons, sondern um Annihilation Proton + Antiproton.

Da sie sehr leicht sind, entstehen Pi-Mesonen bei hadronischen Reaktionen immer sehr leicht; es sind gebundene Zustände aus einem leichten Quark und seinem Antiquark.

Das sieht irgendwie wie Käse aus!
Wie lange wurden Antiprotonen am längsten am Leben gehalten? Wenn sie nicht tot sind, dann leben sie noch heute! :D

mfg

criptically
15.02.08, 23:12
eine negative masse würde durchaus sinn ergeben.:rolleyes:
in diesem fall würde sie sich bei der anihalation mit der positiven masse "neutralisieren"

-m +m= 0

Und die Energie die dabei entsteht wäre Null! Also das geht nicht!

mfg

Uli
15.02.08, 23:18
Das sieht irgendwie wie Käse aus!
Wie lange wurden Antiprotonen am längsten am Leben gehalten? Wenn sie nicht tot sind, dann leben sie noch heute! :D

mfg

Klar, von sich aus zerfallen sie nicht. Halbwertszeit > 10^38 Jahre.
Musst "nur" dafür sorgen, dass sie nicht mit Materie in Berührung kommen. Das ist hier auf der Erde aber wohl nicht ganz einfach.

criptically
15.02.08, 23:20
Klar, von sich aus zerfallen sie nicht. Halbwertszeit > 10^38 Jahre.
Musst "nur" dafür sorgen, dass sie nicht mit Materie in Berührung kommen. Das ist hier auf der Erde aber wohl nicht ganz einfach.

Wieso nicht einfach, es handelt sich um geladene Teilchen? :confused:

mfg

George
15.02.08, 23:32
Die Energie muss nicht gleich Null sein.
Du gehst von dem Endzustand aus...
man müsste

E= Δm c²

rechnen. Δm wär in dem fall nicht 0 sondern (m+m).

Uli
15.02.08, 23:36
Wieso nicht einfach, es handelt sich um geladene Teilchen? :confused:

mfg

Du erzeugst sie nie einzeln und sie bewegen sich, und zwar alle unterschiedlich.
Du brauchst ein gutes Vakuum, und sehr starke Felder, um sie von den Rändern der Flasche wegzudrängen. Dennoch werden immer wieder schnelle Antiprotonen durchkommen und an den Wänden zerstrahlen.

Im All ist das einfacher; Antiprotonen wurden schon in der kosmischen Strahlung nachgewiesen.

criptically
15.02.08, 23:44
Die Energie muss nicht gleich Null sein.
Du gehst von dem Endzustand aus...
man müsste

E= Δm c²

rechnen. Δm wär in dem fall nicht 0 sondern (m+m).

Δm = (-m) + m = 0 , also ΔE = 0 .

criptically
15.02.08, 23:48
Du erzeugst sie nie einzeln und sie bewegen sich, und zwar alle unterschiedlich.
Du brauchst ein gutes Vakuum, und sehr starke Felder, um sie von den Rändern der Flasche wegzudrängen. Dennoch werden immer wieder schnelle Antiprotonen durchkommen und an den Wänden zerstrahlen.



Heutzutage ist es technisch kein Problem - Ionenfallen usw.

Warum bleibt nach "Zerfall" ein Elektron übrig? :D

Warum kann ein Proton niemals zerfallen?

mfg

George
15.02.08, 23:51
Jetzt wird es mystisch: Element 116 ist Materie pur. Warum sollte bei seinem Zerfall um Himmels Willen Antimaterie entstehen ?
Es müsste schon ein Proton-Antiproton-Paar aus dem Vakuum herausgebrochen werden. Das kostet - wie Lorenzy schon sagte - enorm viel Energie; bei einem Zerfall aber wird Energie frei. Macht absolut keinen Sinn.


Einmal ein beispiel der Kernspaltung... Der Urankern zerfällt, du kreigst Barium und Krypton als Produkt. Desweiteren werden auch 3 Neutrone frei. Versucht man diese ohne hilfe des Zerfallprozesses aus dem Kern zu kriegen, bräuchte man auch unmengen an Energie. Durch den Zerfall selbst wird es aber ohne großen Energieaufwand möglcich.

Genauso ist es Bei Element 115. Man beschießt es mit einem Proton. Es entsteht Element 116 (Ununhexium). Das Atom verliert an dieser Stelle seine stabilität und zerfällt. genau durch diesen Zerfall wir ein Proton- Antiproton paar aus dem Kern geschleudert. genau wie es bei der Kernspaltung die 3 neutronen sind. Ohne einen größeren aufwand an Energie.

Uli
15.02.08, 23:59
Heutzutage ist es technisch kein Problem - Ionenfallen usw.

Warum bleibt nach "Zerfall" ein Elektron übrig? :D

Warum kann ein Proton niemals zerfallen?

mfg

Was denn nun: erst fragst du, es zerfällt in ein Elektron und im nächsten Satz fragst du, warum es niemals zerfallen kann.

Was soll ich denn nun beantworten:
a) warum es nie zerfällt
oder
b) warum es in ein Elektron zerfällt ?

(a) ist natürlich richtig.
Physik ist eine empirische Wissenschaft. Man hat noch nie ein Proton zerfallen gesehen und daraus gefolgert, es gibt irgendetwas, was das Proton am Zerfall in leichtere Teilchen hindert. Sehr bewährt hat sich die Annahme, dass es eine Materie-Quantenzahl trägt: die sog. Baryonenzahl (http://de.wikipedia.org/wiki/Baryonenzahl), welche eine Erhaltungsgröße ist. In der Tat ist das Proton das leichteste Baryon und könnte nur in Nicht-Baryonen zerfallen. Das geht nicht, weil die Baryonenzahl in so einem Zerfall nicht erhalten wäre.

Uli
16.02.08, 00:01
Einmal ein beispiel der Kernspaltung... Der Urankern zerfällt, du kreigst Barium und Krypton als Produkt. Desweiteren werden auch 3 Neutrone frei. Versucht man diese ohne hilfe des Zerfallprozesses aus dem Kern zu kriegen, bräuchte man auch unmengen an Energie. Durch den Zerfall selbst wird es aber ohne großen Energieaufwand möglcich.

Genauso ist es Bei Element 115. Man beschießt es mit einem Proton. Es entsteht Element 116 (Ununhexium). Das Atom verliert an dieser Stelle seine stabilität und zerfällt. genau durch diesen Zerfall wir ein Proton- Antiproton paar aus dem Kern geschleudert. genau wie es bei der Kernspaltung die 3 neutronen sind. Ohne einen größeren aufwand an Energie.

Nur leider enthalten Kerne von Materie keine Antiprotonen. Wo sollte es also herkommen ?

criptically
16.02.08, 00:10
Was denn nun: erst fragst du, es zerfällt in ein Elektron und im nächsten Satz fragst du, warum es niemals zerfallen kann.

Was soll ich denn nun beantworten:
a) warum es nie zerfällt
oder
b) warum es in ein Elektron zerfällt ?

(a) ist natürlich richtig.
Physik ist eine empirische Wissenschaft. Man hat noch nie ein Proton zerfallen gesehen und daraus gefolgert, es gibt irgendetwas, was das Proton am Zerfall in leichtere Teilchen hindert. Sehr bewährt hat sich die Annahme, dass es eine Materie-Quantenzahl trägt: die sog. Baryonenzahl (http://de.wikipedia.org/wiki/Baryonenzahl), welche eine Erhaltungsgröße ist. In der Tat ist das Proton das leichteste Baryon und könnte nur in Nicht-Baryonen zerfallen. Das geht nicht, weil die Baryonenzahl in so einem Zerfall nicht erhalten wäre.

Ein "Antiproton" zerfällt zum Elektron, aber ein PROTON zerfällt nie!

George
16.02.08, 00:14
Genauso wie bei der Betastrahlung Positronen entstehen. Dabei zerfällt ein Proton in ein Neutron und ein Positron. Je nachdem ob dann ein e+ oder e- aus dem Kern geschleudert wird, ist das Atom 1+ oder 1- geladen.

Ein Antiproton entsteht dann, wenn ein Neutron in ein Antiproton und ein Positron zerfällt (2d-quarks(-) und 1u-quark(+). Der Antiproton ist - geladen und der Positron +. Nun wird der Antiproton mit dem Proton aus dem Kern geschleudert. Das Atom ist also durch das erhaltengebliebene Positron 1+ geladen.

Uli
16.02.08, 00:15
Ein "Antiproton" zerfällt zum Elektron, aber ein PROTON zerfällt nie!

nur ein Wort: S C H W A C H S I N N

George
16.02.08, 00:16
Ein "Antiproton" zerfällt zum Elektron, aber ein PROTON zerfällt nie!

Ein Antiproton kann nicht zum Elektron zerfallen. Es ist allein wegen dem Massenunterschied nicht möglich. Ein Proton kann dagegen in ein Neutron und ein Positron zerfallen.

Uranor
16.02.08, 00:17
Relevant für den nicht möglichen Protonenzerfall ist auch das Quark-Tripple uud. Zum Zerreißen bedarf es mindestens der äquavilenten Energie. Es müssten also wenigstens 2 Protonen miteinander reagieren, sofern das bewerkställigbar ist. 2 Protonen würden in 2 Protonen zerschossen. :D

@Uli, nach der Baryonenzahl wären ja auch Aktionen zwischen Baryonen und Mesonen ausgeschlossen? Zur Überprüfung der Theorie wird das ja sicher schon versucht worden sein?

Gruß Uranor

criptically
16.02.08, 00:23
Genauso wie bei der Betastrahlung Positronen entstehen. Dabei zerfällt ein Proton in ein Neutron und ein Positron. Je nachdem ob dann ein e+ oder e- aus dem Kern geschleudert wird, ist das Atom 1+ oder 1- geladen.

Ein Antiproton entsteht dann, wenn ein Neutron in ein Antiproton und ein Positron zerfällt (2d-quarks(-) und 1u-quark(+). Der Antiproton ist - geladen und der Positron +. Nun wird der Antiproton mit dem Proton aus dem Kern geschleudert. Das Atom ist also durch das erhaltengebliebene Positron 1+ geladen.

Ein Proton kann in ein Neutron niemals zerfallen, denn das Neutron ist schwerer als das Proton. Außerdem das Neutron "zerfällt" zum Wasserstoffatom.

mfg

criptically
16.02.08, 00:26
Ein Antiproton kann nicht zum Elektron zerfallen. Es ist allein wegen dem Massenunterschied nicht möglich. Ein Proton kann dagegen in ein Neutron und ein Positron zerfallen.

Die Überschußenergie wird abgestrahlt und die Formel lautet etwa so:

"Antiproton" → Pion → Müon → Elektron .

mfg

Uli
16.02.08, 00:27
Relevant für den nicht möglichen Protonenzerfall ist auch das Quark-Tripple uud. Zum Zerreißen bedarf es mindestens der äquavilenten Energie. Es müssten also wenigstens 2 Protonen miteinander reagieren, sofern das bewerkställigbar ist. 2 Protonen würden in 2 Protonen zerschossen. :D

@Uli, nach der Baryonenzahl wären ja auch Aktionen zwischen Baryonen und Mesonen ausgeschlossen? Zur Überprüfung der Theorie wird das ja sicher schon versucht worden sein?

Gruß Uranor

Hi Uranor,

Reaktionen zwischen Baryonen und Mesonen sind keineswegs ausgeschlossen, aber sie laufen immer derart ab, dass die Baryonenzahl erhalten bleibt.

Mal ein Beispiel

pi+ + neutron -> pi0 + proton

pi+ = positives Pi-Meson und pi0 = Neutrales

Solch eine Reaktion erhält die Baryonenzahl, da Neutron wie Proton dieselbe Zahl transportieren. Eine andere, erhaltene Materiequantenzahl ist die elektrische Ladung; auch diese bleibt hier erhalten.

Tatsächlich sorgen die Kernkräfte mittels Austausch virtueller Mesonen ja für die Stabilität der Kerne. Da wird also heftigst reagiert zwischen Mesonen und Baryonen (hier Neutronen und Protonen).

Gruss, Uli

George
16.02.08, 00:31
Ein Proton kann in ein Neutron niemals zerfallen, denn das Neutron ist schwerer als das Proton. Außerdem das Neutron "zerfällt" zum Wasserstoffatom.
mfg

"Die Masse freier Neutronen ist etwas größer, als die Protonenmasse. Freie Neutronen sind deshalb nicht stabil. Ein freies Neutron zerfällt nach etwa einer viertel Stunde in ein Proton, ein Elektron und ein Antineutrino. Dieser Zerfall heißt Beta-Zerfall und wird durch die schwache Wechselwirkung bewirkt." -quantenwelt.de

kann sein das du recht hast, und ich bisschen verwirrt bin. Das wichtigste ist aber in dem Zitat "ANTINEUTRINO". Das alleine beweist, das Antimaterie aus dem Zerfall einzelner Neutronen, Protonen, was auch immer möglich ist.

Uli
16.02.08, 00:39
Genauso wie bei der Betastrahlung Positronen entstehen. ...


Der Vergleich hinkt, da das beim Betazerfall entstehende Positron extrem leicht ist; es entsteht - zusammen mit seinem Neutrino - durch die schwache Wechselwirkung. Es kommt also gar nicht aus dem Kern, aber kann dem Vakuum entzogen werden, wenn aufgrund des Zerfalls genügend Energie frei wird. Das ist der Fall beim Betazerfall; das Positron und sein Neutrino sind ja um Größenordnungen leichter als die beteiligten Nukleonen.

Du siehst also (hoffentlich), die Erzeugung so eines Antiteilchens bei einer Reaktion eines Materie-Kerns kostet Energie. Nun ist das Positron noch recht "billig"; das geht noch. Ein Antiproton aber ist ein dicker Brocken.

Wie auch immer, selbst wenn diese Energie frei würde bei diesem Zerfall (ist illusorisch), du hättest sie vorher bei der Erzeugung dieses instabilen Kerns aufbringen müssen. Auf die Art lässt sich sicher keine Energie gewinnen.

George
16.02.08, 00:50
Du siehst also (hoffentlich), die Erzeugung so eines Antiteilchens bei einer Reaktion eines Materie-Kerns kostet Energie. Nun ist das Positron noch recht "billig"; das geht noch. Ein Antiproton aber ist ein dicker Brocken.


Ja das stimmt ein Antiproton ist viel Größer und bedarf auch mehr Energieaufwand um entzogen zu werden. Ich frage mich nur jetzt, wie es möglich ist, das bei der Kernspaltung Nutronen dem Kern entzogen werden...
Theoretisch sind diese nämlich noch dickere Brocken... Es müsste dann doch nicht möglich sein... Diese werden entzogen, weil der ganze Kern gespalten wird. Nun zum beta zerfall

Der Beta Zerfall war nur ein Beispiel dafür, das Materie innerhalb von Kernumwandlungen zu Antimaterie zerfallen kann. Das entziehen kriegen wir dann Später durch die Spaltung des ganzen Kernes in mehrere Teile.

Uli
16.02.08, 01:18
Ja das stimmt ein Antiproton ist viel Größer und bedarf auch mehr Energieaufwand um entzogen zu werden. Ich frage mich nur jetzt, wie es möglich ist, das bei der Kernspaltung Nutronen dem Kern entzogen werden...


Hier ist das Neutron ja schon da; es muss nicht erst - wie "dein" Antiproton - aus dem Vakuum erzeugt werden.
Nun ist es so, dass die Kernkräfte derart agieren, dass - als grobe Faustregel - Kerne energetisch günstiger (d.h. stabiler) sind, wenn die Anzahl Protonen und Neutronen sich in etwa die Waage halten. Kerne, die einen Überschuss an Neutronen (bzw. Protonen= haben neigen deshalb dazu, via Beta-Minus (bzw. Beta-Plus) -Zerfall sich in einen stabileren Kern umzuwandeln.
Da der Endkern energetisch günstiger ist, wird bei dieser Reaktion Energie frei. Diese reicht aus, eine Elektron-Antineutrino-Paar (bzw. eine Positron-Neutrino-Paar) zusätzlich zu erzeugen.
So ist es beim Beta-Zerfall.

Zum anderen sind sehr schwere Kerne energetisch ungünstiger als leichtere. Demzufolge erhält man durch Aufspaltung energetisch günstigere Endkerne, die auch in der Summe leicher sind als der Ausgangskern.

Man beobachtet da so eine Art Stabilitätstal der Kerne, wenn man die Massen der Kerne über der Ebene, deren Achsen die Anzahlen von Protonen (x) und Neutronen (y) im Kern sind, aufträgt. Es gibt die Tendenz, dass Kerne außerhalb dieses Tals derart agieren/zerfallen, dass sie als Endprodukt im Stabilitätstal landen.

Das war jetzt alles nicht sehr wissenschaftlich und etwas "lax" gesagt.
Bin auch schon etwas müde.
Ich hoffe, ich konnte mich verständlich machen.

dirtybob
04.10.15, 10:18
Der Thread ist ja nun schon etwas älter und ehrlich gesagt überfordert er mein Wissen. Daher meine einfache Frage - Ist es nach heutigem Stand immer noch nicht möglich einen Antrieb mittels Antimaterie zu erzeugen?

Marco Polo
04.10.15, 10:43
Wikipedia schreibt dazu:

Bislang gibt es kein realistisches Konzept, wie genügende Mengen von Antimaterie hergestellt, gelagert und transportiert werden könnten.Die Erzeugung von 1 Gramm Antimaterie würde vermutlich zigtausend Jahre oder noch viel länger benötigen.

Hinzu kommt das unkalkulierbare Risiko der ungewollten Annihilation bei der Lagerung. Man stelle sich vollkommen illusorische 1 kg Antimaterie vor. Die würde ich auf der Erde nicht lagern wollen.

Wenn man sich klarmacht, dass ein Antimaterieantrieb von der Energieausbeute her eh nur das grob geschätzt 100-fache eines ebenfalls hypothetischen Fusionsantriebes bringen würde, kann man sich getrost von diesem Gedanken verabschieden.

amc
11.11.15, 01:38
Hi..

hab den Thread nicht gelesen..

Dazu:

Anti-Materie + Kausalität ergibt imho etwas ziemlich Dämonisches.

Richtig angewandt können wir so aber wahrscheinlich irgendwann Schwarze Löcher abwehren.

Faszienierend, oder!?

:)

DIE WISSENSCHAFT WARNT VOR DER MÖGLICHKEIT DER BOMBE !!!

Allerdings ist das wohl teilweise immer so. Wissenschaftlicher Fortschritt lässt sich imho am Fortschritt von Antriebs- und Bombentechnologie bemessen.


Lieben Abend..

The_Theorist
11.11.15, 14:41
Hi,
dazu gabs mal eine Folge von Outer Limits, wo ein junger Mann die kalte Fusion nutzbar macht, letztendlich hat er panische Angst vor dieser Bombe und bringt sich in einer Geiselnahme selbst um. Wer schauen will, auf YouTube: Outer Limits Tödliches Wissen

amc
12.11.15, 15:56
Hi,
dazu gabs mal eine Folge von Outer Limits, wo ein junger Mann die kalte Fusion nutzbar macht, letztendlich hat er panische Angst vor dieser Bombe und bringt sich in einer Geiselnahme selbst um. Wer schauen will, auf YouTube: Outer Limits Tödliches Wissen

hi theorist,

ging mir aber nicht um kalte fusion.

der objektive zufall der quantenphysik erhält das kausalitätsprinzip = keine info schneller als licht.

daher nehme ich an, dass alle warp fantasien etc. in die tonne gehören, und zwar für immer. und zusätzlich, dass sich raum, zeit und materie auf irgendeine weise so aufwickeln lassen, so dass sich dann etwas sehr explosives ergibt, was wir irgendwann mal benötigen werden, um schwarze löcher abzuwehren / abzulenken.

vielleicht wird es ja tatsächlich so sein. ich gehe davon aus.

grüße, amc

The_Theorist
12.11.15, 18:10
Es gäbe noch ein viel größeres Problem. Ich will das mal nicht so offenkundig ausschmücken. Aber stell dir mal vor du könntest die Hawking-Strahlung als Bombe nutzbar machen, wenn sie denn existiert. Da ein Schwarzes Loch mit einer Größe eines 1 Cent Stücks sofort zerstrahlt, also höchstens 10^-etwas Sekunden braucht, würde das Ding sofort zerstrahlen und man hätte eine Bombe in Taschenformat mit der Kraft von drei Atombomben, die über Hiroshima abgeworfen wurden. Nun fehlt noch, dass man durch elektromagnetische Gesetze Gravitation 'induzieren' kann.