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Lorenzy
07.04.08, 20:49
Hi @all,

Im aktuellen Spektrum der Wissenschaft gibt's einen Artikel über die VWT von Hugh Everett.

Gruss
Lorenzy

Marco Polo
07.04.08, 23:20
Hi @all,

Im aktuellen Spektrum der Wissenschaft gibt's einen Artikel über die VWT von Hugh Everett.


Hab ich bereits Anfang letzter Woche gelesen. :p

JGC
08.04.08, 19:46
Hallo Jungs..

DAS interessiert euch bestimmt...



Die Quelle:

Spiegel Online!! 26. November 2007



QUANTENMECHANIK

"Eels"-Sänger findet verschollene Tonbänder über parallele Universen

Von Jens Lubbadeh

Elvis lebt! Hitler hat den Krieg gewonnen! Das World Trade Center steht noch! Laut Multiversum-Theorie sind alle Möglichkeiten der Welt in irgendeinem Universum Wirklichkeit. "Eels"-Sänger Mark Everett fand nun verschollene Tonbänder seines Vaters Hugh, der die Theorie begründet hatte.
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Mark Everett lebt in einer Welt voller Gitarren, Groupies und Gesang: Er ist Sänger der US-amerikanischen Rockband "Eels" und ein Star. Sein Vater Hugh hingegen war in vielen Welten zuhause - genauer gesagt in unendlich vielen. Hugh Everett war Quantenphysiker und begründete in den fünfziger Jahren die Theorie des Multiversums, auch Viele-Welten-Theorie genannt.

Anschläge vom 11.September: In einem anderen Universum fanden sie nicht statt
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AP / Chao Soi Cheong

Anschläge vom 11.September: In einem anderen Universum fanden sie nicht statt
Nun machte Sohn Mark auf dem Dachboden seiner Wohnung eine interessante Entdeckung: Wie die britische Zeitung "Guardian" in ihrer Online-Ausgabe berichtet, fand er verschollen geglaubte Tonbandaufnahmen, auf denen sein Vater die Existenz der Paralleluniversen beschreibt. Seit dem Tode Hugh Everetts im Jahr 1982 galten die Tonbänder als verloren. Gefunden wurden sie nun im Zuge einer TV-Dokumentation der BBC, in der Mark Everett versucht, die Arbeiten seines Vaters zu verstehen.

Die Theorie der Paralleluniversen entwickelte Hugh Everett schon im Alter von 24 Jahren, als er noch an der Princeton University studierte. Er lieferte damit im Jahr 1957 eine mögliche Interpretation der Verrücktheiten der Quantenmechanik. Dabei ist die Vorstellung eines Multiversums nicht minder verrückt: Es besagt, dass alle Eventualitäten dieser Welt verwirklicht sind. In irgendeinem Paralleluniversum lebt Elvis also noch, hat Hitler den Zweiten Weltkrieg gewonnen, wurde das World Trade Center nicht von Flugzeugen zerstört.

Schrödingers Katze - tot und lebendig zugleich

Berühmtestes Beispiel, um die die Verrücktheit der Quantenwelt zu demonstrieren, ist das Gedankenexperiment von Schrödingers Katze: In einem geschlossenen Raum - nicht sichtbar für einen Beobachter - befinden sich eine Katze, ein Geigerzähler und ein instabiler Atomkern. Innerhalb einer bestimmten Zeit zerfällt dieser mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Der Zerfall des Atomkerns wird von dem Geigerzähler registriert. Daraufhin wird ein Mechanismus in Gang gesetzt, der die Katze tötet.

Der Quantentheorie zufolge befindet sich der Atomkern nach Ablauf der Zeitspanne in einem Zwitterzustand (die Quantenphysiker nennen das Überlagerung). Er ist zerfallen und nicht zerfallen - zugleich. Beides ist gleich wahrscheinlich. Weil aber das Leben der Katze von dem Zustand des Atomkerns abhängt, befindet sich auch die Katze in einem Zwitterzustand - sie ist lebendig und tot - zugleich. Erst beim Öffnen des Raumes und der Beobachtung entscheidet sich, ob die Katze tot oder lebendig ist.

Die Konsequenz daraus: Solange ein Quantensystem nicht beobachtet wird, befindet es sich nicht in einem bestimmten Zustand, sondern in einer entsprechenden Überlagerung aller möglichen Zustände; erst bei der Beobachtung wird einer der möglichen Zustände realisiert.

Everett schlug folgende Möglichkeit vor: Im Moment der Beobachtung eines Quantensystems werden beide Möglichkeiten realisiert - nur in verschiedenen Universen. Das heißt, würde man den Raum mit der Katze öffnen und nachschauen, würde sich das Universum in diesem Moment teilen. In einem Universum wäre die Katze tot und in dem anderen lebendig. Ebenso gibt es also ein Universum, in dem am 11. September 2001 die Flugzeuge an den Türmen des World Trade Center vorbei geflogen sind.

Die Tonbandaufnahmen, die nun auf dem Dachboden seines Sohnes Mark auftauchten, stammen vermutlich aus dem Jahr 1977 und wurden nach einer Physikkonferenz aufgenommen, auf der Everetts Theorie wiederbelebt wurde. Zwei Jahrzehnte lang war sie als Science-Fiction abgetan worden - bis sie schließlich wiederentdeckt wurde. Auf den Bändern ist eine Konversation zwischen Everett und Charles Misner festgehalten, einem Physikprofessor an der Universität von Maryland. Im Hintergrund ist sogar der kleine Sohn Mark zu hören, wie er das Schlagzeug spielt.

Everetts Theorie galt als zu abgedreht

Everett erzählt auf den Bändern, wie er die Idee zu der Multi-Welten-Theorie hatte - während eines Gesprächs mit Misner und Aage Petersen, einem Assistenten des Physikers und Nobelpreisträgers Niels Bohr. Die drei hatten über die absurden Folgen der Quantentheorie gesprochen, über die Niels Bohr einmal gesagt hatte: "Jeder, der nicht von der Quantentheorie schockiert ist, hat sie nicht verstanden." In den fünfziger Jahren war die vorherrschende Deutung der Quanten-Paradoxien die sogenannte Kopenhagener Deutung, die auch von Niels Bohr favorisiert wurde: Das merkwürdige Verhalten der Quanten verschwindet bei der Beobachtung einfach.

Everetts Theorie stand dem diametral entgegen. Es verschwindet nichts, sondern seine Berechnungen zeigten, dass sich jedes Mal, wenn ein Teilchen sich in einem Zustand der Überlagerung befindet und beobachtet wird, das Universum spaltet. Gegen wissenschaftliche Schwergewichte wie Niels Bohr kam Everett jedoch nicht an - seine Theorie verschwand in der Versenkung. In jüngster Zeit erlebt Everetts Multiversums-Theorie aber eine Renaissance - unter anderem wird sie von berühmten Physikern wie David Deutsch vertreten (mehr...).

In einem Gespräch mit dem Fachmagazin "New Scientist" sagte Mark Everett, dass die Zurückweisung seiner Theorie einen verheerenden Effekt auf seinen Vater hatte. Everett starb im Alter von nur 51 Jahren.

Einen Trost gibt es jedoch: In irgendeinem Universum ist Hugh Everetts Theorie seit ihrer Entstehung 1957 die vorherrschende Deutung - und sein Vater noch am Leben.


Was sagt man dazu....

Aber trotzdem..

Ich halte diese Sichtweise für gefährlich!!

Es gibt zwar jede Menge theoretisch mögliche Realitäten und Welten, aber die Wirkliche und einzig Wahre ist die, die jeder für sich grade selbst erlebt..(Diejenige, was für uns selbst im Augenblick und langfristig zu zählen hat)

Das heißt also wiederum gleichzeitig, das eben diese vielen Realitäten die Summe eines einzigen, milionenfach "aufgesplitteten" Prozesses verkörpert werden,(Siehe alle Arten von Fraktalen..) der all diese Realitäten zu einem "dicken Seil" spinnt, deren Summe die Kollektiv-Realität aller Wesen gemeinsam im augenblicklichen Moment der Betrachtung darstellt..

Mir ist, als wäre es vernünftig, eine "Mitte" zwischen "möglichen" und "schon geschehenen" Ereignissen zu finden, damit man das physisch körperlich geistige Selbst-Management überschaubar halten kann..

JGC

Uranor
08.04.08, 21:27
Es gibt zwar jede Menge theoretisch mögliche Realitäten und Welten, aber die Wirkliche und einzig Wahre ist die, die jeder für sich grade selbst erlebt..(Diejenige, was für uns selbst im Augenblick und langfristig zu zählen hat)
Bezeichnend ist, dass für alle Erlebnis-Spären genau eine einzige Wirklichkeitsbasis beobachtet wird. Für uns alle ist die Titanic gegen einen Eisberg gerammt und nicht etwa raketenartig ins All geschossen. Und gell, der olle Konrad Adenauer lebt doch in der Erinnerung aller schon längst nicht mehr?

Jo, Beobachtung zählt, davon die reproduzierbare, darin integriert der eigene Bereich.


JGC,

ich staune immer wieder, wie du interpretierst. Normal benötigen nur Welten-Fanthasten für jeden die eigene Wirklichkeit. Komisch nur, dass alle - bis auf die Rebellen ;) :D dennoch das gleiche quasseln. Läuft vielleicht doch alles brav parallel? Nur: Deine persönliche Perspektive wird niemand anderes teilen. Aber das ist derart trivial, das wäre z.B. mir nicht mal eine Philosophie wert. Es kann gar nicht anders sein. Also harmonieren Beobachtung und Logik.

Und damit kann/muss das gut sein.

Gruß Uranor

Hermes
08.04.08, 22:30
Den Artikel habe ich selbst nicht gelesen.
Ein Leserbrief in "Spektrum der Wissenschaft" fasst die Thematik schön zusammen:


Universum als Überlagerung möglicher Welten
von Gerhard Fischer, 2125 Neubau, Österreich

"Meines Erachtens existieren die von Everett vorgeschlagenen parallelen Welten nicht in verschiedenen Universen, sondern unser Universum besteht aus der quantenmechanische Überlagerung von vielen verschiedenen möglichen Welten. Der Urknall unseres Universums war ein quantenmechanischer Prozess und diese Prämisse führt zu bemerkenswerten Vorhersagen, zum Beispiel zur Berechnung der tatsächlich gemessenen räumliche Verteilung der kosmischen Hintergrundstrahlung.

Das heisst auch, dass man aufgrund der quantenmechanischen Prinzipien nicht voraussetzen kann, dass ein bestimmter Verteilungszustand der Ursuppe zur Zeit Inflation vorhanden war, sondern dass alle Verteilungsmöglichkeiten gleichzeitig als Überlagerungen realisiert waren. Das ist die universale Wellenfunktion. Erst aufgrund einer Messung kollabiert die Wellenfunktion zu dem konkreten Messwert, den wir beobachten. Nach Everett wird in jeder parallelen Welt ein anderer Messwert festgestellt.

Hier möchte ich einige zusätzliche Gedanken anbringen.

Das Prinzip der Dekohärenz ist für das Universum als Ganzes nicht anwendbar. Dieses geht ja davon aus, dass die Photonen die an einer Messung beteiligt sind, in die Umgebung entweichen. Ein Universum hat keine Umgebung, daher kann keine Dekohärenz stattfinden. Der Zustand des Universums war und ist in einem unbestimmten Zustand.

Genaugenommen kollabiert die universale Wellenfunktion nicht zu einem einzigen speziellen Messwert, sondern zu einem Subset von Wellenfunktionen (ich nenne es Wellenfunktionsbündel), die dadurch festgelegt sind, dass in allen der gemessene Messwert fix ist. Alle anderen denkbaren, aber (noch) nicht tatsächlich gemessenen Messwerte bleiben als Möglichkeiten in dem Wellenfunktionsbündel erhalten. Mathematisch ist ein Wellenfunktionsbündel die Menge aller Eigenfunktionen der universellen Wellenfunktion, die zu demselben Eigenwert bzw. zur selben Menge von Eigenwerten gehören, welche die beobachteten Messwerte representieren.

Eine fundamentale Art einer Messung ist die Beobachtung eines Ereignisses durch das Bewußtsein eines Menschen. Durch jede konkrete Beobachtung eines Menschen wird das Wellenfunktionsbündel enger und enger. Aber da es aus einem Kontinuum von Eigenfunktionen der universellen Wellenfunktion besteht, bleibt die Unbestimmtheit und daher die Menge von Freiheitsgraden trotzdem stets unendlich.

Wellenfunktionen haben die Eigenschaft, streng deterministisch zu sein. Nur der Messvorgang stört auf unerklärliche Weise diesen Determinismus. Dieses Paradoxon kann meines Erachtens durch das Modell des Wellenfunktionsbündels aufgelöst werden: Alle elementaren Wellenfunktionen eines Wellenfunktionsbündels bleiben deterministisch, durch die Messung wird „nur“ jenes Wellenfunktionsbündel aus der universellen Wellenfunktion ausgewählt, das den/die beobachteten Messwert(e) enthält.

Es könnte der Einwand gebracht werden, dass durch die Auswahl eines Wellenfunktionsbündels die Vergangenheit geändert wird, was unmöglich sei. Doch ist dies kein Gegenargument. Die Vergangenheit ist sowieso unbestimmt – siehe oben. Die festgelegte Vergangenheit ist eine Fiktion. Weiters sind die Begriffe von Vergangenheit und Zukunft durch den Determinismus der Wellenfunktion sowieso bedeutungslos weil gleichwertig, da deren Zustände streng ineinander abgebildbar sind.

Einen anderen Einwand würde ich gelten lassen: dass nämlich der Kollaps der Wellenfunktion noch immer nicht verhindert ist, sondern nur verschoben ist, nämlich hin zum Zeitpunkt des Urknalls. Ich sehe in diesem Modell dennoch einen Fortschritt, da dadurch mehrere Rätsel (Kollaps und Ursache des Urknalls) zu einem einzigen Rätsel zusammengefasst sind und wenigstens die weitere Entwicklung des Universums widerspruchsfrei dargestellt werden kann.

Die universelle Wellenfunktion kann konzeptionell auch die Überlagung von Welten mit unterschiedlichen Naturkonstanten beinhalten. Wenn ein Mensch andere Menschen beobachtet, die Umwelt beobachtet, deren chemische Zusammensetzung feststellt etc., wird durch diese Beobachtungen auf natürliche Weise jenes Wellenfunktionsbündel ausgewählt, in dem all dies möglich ist. Das antropische Prinzip ergibt sich automatisch daraus.

Eine knifflige Frage bleibt mir offen: Kann es auch Welten geben, in der die Quantenmechanik nicht gültig ist?"

Gerhard Fischer, 2125 Neubau, Österreich
gerhard.d.fischer @ siemens.com

Wieder einer dieser 'Weltenfantasten' und Quantenrebellen?!
Uranor, ich bitte Dich, grundlegende Fragen sind doch nicht trivial...

Hi JGC, Gandalf hatte den Spiegel-Link schon mal reingestellt:
http://www.quanten.de/forum/showthread.php5?t=421
Du hältst die Viele Welten-Sichtweise für gefährlich?
Fürs gewohnte Weltbild schon...aber mal unter uns JGC, erweiterte Weltbilder schrecken Dich doch eher nicht?! ;):rolleyes:

Also auf zur nächsten Runde im Kreis...;)
Es darf getanzt werden!

JGC
08.04.08, 23:28
Hi Hermes..


Hi JGC, Gandalf hatte den Spiegel-Link schon mal reingestellt:
http://www.quanten.de/forum/showthread.php5?t=421
Du hältst die Viele Welten-Sichtweise für gefährlich?
Fürs gewohnte Weltbild schon...aber mal unter uns JGC, erweiterte Weltbilder schrecken Dich doch eher nicht?!


Naja..

Für jemand, der sich in seinem eigenen Spiegelkabinett verlaufen kann, ist es schon gefährlich...(siehe ausrastende, um sich schiessende/schlagende Jugendliche oder andere psychisch gestresste Menschen)

Dann wird der Denkprozess gemeingefährlich, weil er sich in seinem eigenen Konstrukt verirrt hat...

JGC

Uranor
08.04.08, 23:31
Uranor, ich bitte Dich, grundlegende Fragen sind doch nicht trivial...
Hermes, mir zeigt sich keine Beobachtung, die zu einer Frage Anlass gäbe. Beobachtungen sind eindeutig, beinhalten keine Möglichkeitenwelle. Und der Zustand davor war wiederum eindeutig. Schrödinger und Everett beschreiben die Wellenfunktion. Einen zeitlichen Bereich dafür kann niemand beobachten. Daher besteht keine Aussagemöglichkeit sondern mathematische Erfassbarkeit.

12.793 Wahlzettel sind nicht der gewählte Bürgermeister sondern die statistische Grundlage für dessen Wahl. Wer nun 12.793 Bürgermeisterwelten ableitet, kann das privat gern tun. Doch es liegt auf der Hand, dass die private Annahme einen niedlichen Fehler enthält: Es gab keine 12.793 Bürgermeister-Kandidaten.

Ün nü? ;) :)

Gruß Uranor


NachPS.: Everett muss nicht widerlegt werden. Die Missbraucher seiner Lösung haben sich durch falsche Nutzung längst selbst widerlegt. Ist aber nicht tragisch, da sie an der Mathe und an der Wirklichkeit nix verändert haben.

MCD
09.04.08, 00:13
12.793 Wahlzettel sind nicht der gewählte Bürgermeister sondern die statistische Grundlage für dessen Wahl. Wer nun 12.793 Bürgermeisterwelten ableitet, kann das privat gern tun. Doch es liegt auf der Hand, dass die private Annahme einen niedlichen Fehler enthält: Es gab keine 12.793 Bürgermeister-Kandidaten.

Ün nü? ;) :)

Gruß Uranor


Die braucht's gar nicht, jeder der 12.793 Wähler hat in seiner Welt offensichtlich nur den einen Kandidaten gewählt...

Gr.
MCD

Marco Polo
09.04.08, 00:50
Hi,

also ich halte von den vielen Welten wenig bis gar nichts.

Aus mathematischischer Sicht mögen sich die vielen Welten zwar schlüssig herleiten lassen. Aber aus physikalischer Sicht? Woher stammt denn die Energie für diese vielen Welten? Die muss doch irgendwo herkommen.

Eine universelle Quantentheorie bereitet mir echte Magenschmerzen. Da ist mir die Unterteilung zwischen klassisch und quantenphysikalisch noch lieber.

Leider können die Gleichungen der Quantenmechanik den Kollaps der Wellenfunktion (Kopenhagener Deutung) nicht beschreiben. Das wäre dann wieder ein Pluspunkt für die vielen Welten.

Aber sollte nicht alleine schon die Dekohärenz gegen die VWT sprechen? Dieter Zeh sieht das aber genau andersrum. Ist mir ein Rätsel.


Grüssle,

Marco Polo

Uranor
09.04.08, 01:59
Die braucht's gar nicht, jeder der 12.793 Wähler hat in seiner Welt offensichtlich nur den einen Kandidaten gewählt...

Gr.
MCD
Nö, in keiner Welt incl. unserer haben Nashornzebras kandidiert und wurden von niemandem gewählt. Wenn Negierung als Wahrheit stehen bleibt, gibt es doch offenbar gar keine Welt.



Aus mathematischischer Sicht mögen sich die vielen Welten zwar schlüssig herleiten lassen. Aber aus physikalischer Sicht? Woher stammt denn die Energie für diese vielen Welten? Die muss doch irgendwo herkommen.
moin Marco Polo, genau das hatte ich auch schon angeführt. Wir hören nicht mal irgend ein Echo. Also konnte sich niemand rehabilitieren. :)

Eine universelle Quantentheorie bereitet mir echte Magenschmerzen.
Der Trost: Lachmuskeltraining gilt als sehr gesunder Sport.

Leider können die Gleichungen der Quantenmechanik den Kollaps der Wellenfunktion (Kopenhagener Deutung) nicht beschreiben.
Das ist auch korrekt. Man hat nur die Dauer, kann aber nicht sagen, ob sie analog oder digital ist. Man stellt halt kein Auf- und Absteigen einer Kurve sondern einfach nur den neuen Zustand fest. Wie soll man da einen Zeitpunkt für den Kollaps angeben können? Während einer Dauer war er ganz bestimmt nicht. Eine volle Dauer war es aber auch nicht. Ist die Messung nun digital, nur weil sie sich nicht analog zeigt? Das hatte ich vor kurzem gefragt, eine wirkliche Antwort konnte niemand geben.

Aber sollte nicht alleine schon die Dekohärenz gegen die VWT sprechen?
Ja. Man kommt ja in die Argumente-Hexenküche. Der Vor- und der Nachzustand sind streng kausal, unbeschadet aber unbestimmt. Nun braucht es nicht abzählbar unendlich viele Welten, um allein einen einzigen Quanten-Folgezustand vollständig beschreiben zu können. Das wollen sie treixerweise nicht zugeben, also lassen sie alles nonstop ohne Dehohärenz laufen. Und genau das widerspricht der Beobachtung, denn damit wäre Heisenberg ausgehebelt.

Dieter Zeh sieht das aber genau andersrum. Ist mir ein Rätsel.
Er ist vielleicht kein Physiker? :p

Was soll's? Ohne Schmunzelfaktor wäre jeder Kaiserstühler trocken.


Gruß Uranor

rafiti
09.04.08, 10:39
Und ich bin der Kaiser von China. ;)

gruss
rafiti

Hermes
09.04.08, 12:53
Aus mathematischischer Sicht mögen sich die vielen Welten zwar schlüssig herleiten lassen. Aber aus physikalischer Sicht? Woher stammt denn die Energie für diese vielen Welten? Die muss doch irgendwo herkommen.


Das ist die gleiche Frage wie:
"Woher stammt die Energie für unsere Welt?"
Ein Mysterium unabhängig von Viele-Welten.
Denkanstoß: Gesamtenergiemenge Null.


(zu H. Dieter Zeh):Er ist vielleicht kein Physiker?

http://en.wikipedia.org/wiki/H._Dieter_Zeh
Theoretische Physik ist für Klempner unerheblich, das mag sein...

JGC, ich hätte nie gedacht, daß der Grund von ausrastenden, um sich schiessenden/schlagenden Jugendlichen Viele-Welten sein könnten?!:confused:

Na ja, wie auch immer:
Ob Ihr recht habt oder nicht, zeigt Euch gleich das Licht.
Der Gewinner bekommt eine aufblasbare Melone oder ein ebensolches Schweineschnitzel.

Uranor
09.04.08, 16:08
Denkanstoß: Gesamtenergiemenge Null.
if ( E = 0 )
Dynamik = 0;

Der Gewinner bekommt eine aufblasbare Melone oder ein ebensolches Schweineschnitzel.
...und das gleich auf Myriarden Welten, frisch entstanden aus frisch im Vorpbrenner entwickelter Energie.

richy
09.04.08, 17:35
Hi
Die Meinung aus dem Leserbrief teile ich ueberhaupt nicht. Herr Fischer scheint sehr an der Sonderstellung des bewussten Beobachters zu haengen. Dass er dabei die Vorteile einer VWT wieder zunichte macht bemerkt er auch selbst.
Auch dieses Wellenbuendel ergibt fuer mich keinen Sinn. Das ist doch unnoetig, denn jede Wahrscheinlichkeitswelle beinhaltet schon alle Moeglichkeiten.

Im Zusammenhang mit der VWT wird fuer meinen Geschmack auch immer zu viel Gewicht auf die makroskopische Deutung gelegt. Das ist so als wuerde man bei der KD dauernd ueber Katzen im Schwebezustand diskutieren.
Wobei man hier genauso fragen koennte, na wohin verschwinden denn die unscharfen Zustaende wenn die Welle kollabiert ?
Fuer uns gehoeren die Parallelwelten nur auf Quantenebene zu unserer Realitaet.
Real ist nur ein Zeitpumkt, die Gegenwart. Alleine kann dieser aber gar nicht existieren. Die Realitaet ist das Integral vergangener Werte. Eine DGL ohne Anfangswerte liefert keine spezielle Loesung.
Das passt doch sehr gut zu dem VW Modell, dass unsere Realitaet auf Quantenebene eine Interferenz mehrerer Zustaende ist.

Energieerhaltung:
Was ist mit dieser bei der Kernfusion ? Hier wird das System um dE=dm*c^2 erweitert. Das ist ein Aequivalenzprinzip. Masse und Energie sind aber keine Identitaeten. Wo kommt die Energie also her bei der Kernfusion ? Wo bleibt die Masse ? Oder besser: Wo spielt sich der Vorgang ab, der beides ineinander umwandelt ? Genauso zeigt auch der Tunneleffekt, dass wir nur einen Teil einer Realitaet wahnehmen. Ebenso das EPR Paradoxon.

Politisch engagierten Zebras oder tanzende Gartenzwerge sind der eher uninteressante Teil der VWT. Viel spannender ist die Frage nach dem physikalischen Wesen der zusaetzlichen Koordinaten, die Heim schon beantwortet hat. Insbesondere auch deren Funktionalitaet die letztendlich zu dem spannensten Aspekt fuehrt.
Auf Quantenebene liegt eine Schnittstelle zwischen abstrakter und physikalischer Welt. Heims aspektbeogene mehrwertige Logig laesst hierfuer sogar eine einheitliche Beschreibung zu.
Bleibt zu hoffen, dass die Mathematiker auf diesen wesentlichen Teil von Heims Arbeit aufmerksam werden.

Ich bin auch auf die Ergebnisse von CERN gespannt.
Nach Heim wird man kein Higgs Teilchen finden.
Falls dies wirklich Eintritt bin ich auch auf die Ausreden fuer diesen Milliardenaufwand gespannt etwas nicht zu finden.

Uranor
09.04.08, 18:02
Das ist doch unnoetig, denn jede Wahrscheinlichkeitswelle beinhaltet schon alle Moeglichkeiten.

[...]

Das passt doch sehr gut zu dem VW Modell, dass unsere Realitaet auf Quantenebene eine Interferenz mehrerer Zustaende ist.
salve richy,

so formuliert werden es sicher sehr viele unterschreiben wollen. VW ist das für Käfer-Liebhaber, allenfalls noch für Weltenanbeter. Damit wäre das dann Hobby-Ebene, wie es dauch im Sine Everretts liegt.

Die Frage: "Was ist Möglichkeit?"
entspricht gleichwertig der Frage: "Woraus besteht alles?"

Kurt Gödel fand im Unvollständigkeitstheorem die Antwort.

Gruß Uranor

Hermes
09.04.08, 18:57
Die Frage: "Was ist Möglichkeit?"
entspricht gleichwertig der Frage: "Woraus besteht alles?"


Aus Möglichkeiten..?!
Was ist 'alles'?
Möglich ist vieles. Vielleicht ahnst Du was.

Uranor
09.04.08, 19:07
Aus Möglichkeiten..?!
Was ist 'alles'?
Möglich ist vieles. Vielleicht ahnst Du was.
In der Tat. Ich ahne, dass der Unvollständigkeitssatz gerade die interessantesten Frage für immer unbeantwortbar bleiben lässt.

rafiti
09.04.08, 20:05
Und ich trinke heiße Cola, liebe Vampire und hasse Gummibärchen und die einzige Antwort auf die KD ist für mich: "Pelikane können zum Mond fliegen".


gruss
rafiti

richy
09.04.08, 20:32
Hi Uranor
Goedel spielt hier eine Rolle, dass ein System sich prinzipiell nicht vollstaendig beschreiben kann. Bei Heim schlaegt sich dies in fehlenden Informationsinhaltenen des Hintergrundraumes wieder.
Aber wenn du schone Goedel anfuehst. Auch er konnte die Fragestellung bezueglich der Existenz abstrakter Objekte nicht loesen.
Heim scheint dies dagegen mit seiner aspektbezogenen Logik gelungen.
"Was die Welt den im innersten Zusammenhaelt" werden wahrscheinlich die Mathematiker und nicht die Physiker letztendlich loesen.

MCD
09.04.08, 21:04
Energieerhaltung:
Was ist mit dieser bei der Kernfusion ? Hier wird das System um dE=dm*c^2 erweitert. Das ist ein Aequivalenzprinzip. Masse und Energie sind aber keine Identitaeten. Wo kommt die Energie also her bei der Kernfusion ? Wo bleibt die Masse ? Oder besser: Wo spielt sich der Vorgang ab, der beides ineinander umwandelt ?

Hi richy,

das ist eine wirklich interessante Frage, wo spielt sich der Vorgang ab?
Irgendwo müsste ein Phasenübergang -ähnlich einem Aggregatzustandswechsel- von Masse (Fest) in Energie (em. Strahlung) oder umgekehrt stattfinden.

Da macht die Raumtheorie einen wunderbar einfachen Vorschlag (bekanntermaßen ist Materie = verformter Raum und Strahlung = Schwingungen des Raums).

Gr.
MCD

Uranor
09.04.08, 21:57
"Was die Welt den im innersten Zusammenhaelt" werden wahrscheinlich die Mathematiker und nicht die Physiker letztendlich loesen.
Hi richy,

das werte ich bissele anders aus:
Physiker sehen, Mathematiker beschreiben, Freaks verstehen. ;) :D

Aber mal mit Gag: Was wollen Mathematiker beschreiben, wenn nix beobachtbar ist? Hast nur noch Eigenschaften. Aber ist es ein Nistkasten, eine Blutlache oder eine Melone? Beschreiben könnte man es rein gar nicht.

Gruß Uranor

richy
09.04.08, 22:04
Hi MCD


Da macht die Raumtheorie einen wunderbar einfachen Vorschlag (bekanntermaßen ist Materie = verformter Raum und Strahlung = Schwingungen des Raums).


Das war ein Aspekt der Raumtheorie, der der Heim Theorie aehnelt.
Eine zeitlang hat zeitgenosse daher wohl auch noch eine vernuenftige Diskussion mit Hern Z angestrebt, die aber bekannlicherweise nicht moeglich war.

Zudem fehlte bei Z voellig das mathematische Modell und er beschraenkte sich nur auf den geometrischen Raum. Man kann also nur von einer Aehnlichkeit in weitestem Sinne sprechen. Wenigstens das Grundkonzept ist aber gleich:
Elementarteilchen und Energie sind dynamische geometrische Verformungen
des (6D) Raumes.
Klar, damit ist der Massendefekt anschaulich erklaerbar.
Und das Konzept benutzt auch die ART ansatzweise.
Gravitation als geometrische Verformung des 4D Raumes.
Um den Teilchenzoo zu erzeugen reichen aber 4 Dimensionen nicht aus.
Auch die dynamischen Vorgaenge sind ueberaus komplex.

Die Z-Raumtheorie ist keine Alternative zu Heim sondern ...
Das spar ich mir :D

@Uranor
Falls das Modell von Heim zutreffend ist, kann die physikalische Welt ohne abstrakte Information gar nicht in ihrer Form existieren.
Das zeigt sich auch darin, dass erst die 8D Heim Droescher Theorie voellig korrekte Ergebnisse liefert.
Ein Teil der physikalischen Welt ist abstrakter Natur. Wie Goedel vermutete sind auch
Zahlen keine menschlichen Konstrukte sondern existieren unabhaengig von diesem.
Mehr noch. Gewisse Kopplungskonstanten haben schon vor dem Urknall existiert.

Da die Physiker nunmal physikalische und abstrakte Welt voellig trennen die von mir geaeusserte Vermutung. Mathematiker sehen das weitaus lockerer.
Ein gutes Beispiel waere auch der Beweis mittels Induktion, der im Grunde, auf den ersten Blick jedenfalls, kein rein mathematisches Verfahren darstellt.

Auf dem Heim Hoerbuch auessert sich dieser so, dass er letztendlich die Beschreibung der physikalischen Welt am Ende eher nur noch als Pflichtaufgabe betrachtet hat.
Die notwendig war um schliesslich zu einer Beschreibung zu gelangen, die nicht nur quantitative Werte sondern auch qualitative umfasst.
Inzwischen meine ich, dass es sicherlich sinnvoller waere die Heim Theorie von diesem Standpunkt aus anzugehen. Also eine Aufgabe fuer Mathematiker.

Ich denke da an einen Typen wie Perelman.
Wie dessen Beweis der Poincare Vermutung zustande kam waere in der Physik auch undenkbar.
Es gibt eben keine Mainstream Mathematik.
Meines Wissens ist die Dokumentation von Heims mehrwertiger Logik noch in den Haenden dessen Ehefrau Gerda Heim.
Waere schoen, wenn dies bald der Oeffentlichkeit zugaenglich waere.

rafiti
09.04.08, 23:38
@richy,

Viel interessanter wird deine eigene Ausrede werden, wenn die Higgs erstmal da sind. Und wenn es soooo selbstverständlich ist wie manche so tun, dann bin ich wie gesagt der Kaiser von China und dort fliegen die Pelikane zum Mond.

@Uranor
Was erlauben Melone? Ist schwach wie Cola-Flasche leer! Nix essen! Ich habe fertig! :D


gruss
rafiti

Uranor
09.04.08, 23:54
Falls das Modell von Heim zutreffend ist, kann die physikalische Welt ohne abstrakte Information gar nicht in ihrer Form existieren.
Mit oder ohne Heims Vermächtnis, davon geh ich immer stärker aus. Beobachtung und Logik legen es nahe. Und es besteht so trivial, so rein technisch funktional, dass man immer wieder "mehr", "spektakuläreres" dahinter erwarten möchte.

Vakuum muss doch Widerstand haben? Nein, in unserem Erwartungssinne zeigt es sich eben genau nicht mit Widerstand. Immer c = kein wie von einigen offenbar mechanisch erwarteter Wellenwiderstand sondern... "anders". Entsprechend gibt es kein Perpetuum Mobile sondern ehern gültige Erhaltungen.

Lässt sich die Erhaltung beschreiben, formal fassen? Derzeit sind nur die Auswirkungen erfasst. Die Voraussetzungen sind absolut im Nebel.

Das zeigt sich auch darin, dass erst die 8D Heim Droescher Theorie voellig korrekte Ergebnisse liefert.
Sehr schade, dass die kleine Gruppe keinen Wert auf Support gelegt hat. Wer wird 10 Jahre seiner Freizeit einsetzen, nur um etwas unbekanntes, erst mal denkfremdes zu erkunden, wenn das bekannte doch funktioniert? "korrekte Ergebnisse"? Das will ja erst mal nachvollzogen, reproduziert, gründlich geprüft werden. Aus ein wenig Literaturverkauf werden die Nachlassverwalter keine Forschung finanzieren können.

Ein Teil der physikalischen Welt ist abstrakter Natur. Wie Goedel vermutete sind auch
Zahlen keine menschlichen Konstrukte sondern existieren unabhaengig von diesem.
Mehr noch. Gewisse Kopplungskonstanten haben schon vor dem Urknall existiert.
Mir bedeutet "vor dem Urknall" rein gar nichts. Der Kosmos stellt eine zeitlokale Konkretisierungssituation dar. Die Natur indes kann imho gar nicht begrenzt sein.

Nicht "Ein Teil der physikalischen Welt". Ich denke, wenn JGC nicht weiter "kunstvoll" ausschmückt, hat er bereits den Nagel getroffen. Er nennt die Zusammenhänge "Prozederes". Die Natur insgesamt organisiert sich mathematisch.

Ist die Boe stark genug, das Körnchen über die Dünenhöhe anzuheben? Die Natur rechnet nicht. Sie verarbeitet Formalismus direkt. Vielleicht mutet darum alles so trivial an? Weil es eben rundum exakt harmoniert, stimmt, keinerlei Magie beinhaltet - und das unbeschadet des Quantenzufalls. Es ist natürlich. Daher nützt auch unser Verstand, so wie er ist. Andernfalls wäre er verloren.

Da die Physiker nunmal physikalische und abstrakte Welt voellig trennen die von mir geaeusserte Vermutung. Mathematiker sehen das weitaus lockerer.
Ein gutes Beispiel waere auch der Beweis mittels Induktion, der im Grunde, auf den ersten Blick jedenfalls, kein rein mathematisches Verfahren darstellt.
Nur machen Theoretiker zu gern Selbstzweck, Spielwiese draus. Jeder Praktiker muss auch Theoretiker sein. Ich finde, beides arbeitet zusammen, ist nicht trennbar. s. Einstein. Er hat beschrieben, was er sah? Daher ist die RT hinreichend weit logisch nachvollziebar. Die harten Details (je nach Erfahrungsraum verschieden) kennt man halt nicht, sieht sie nicht vor sich.

Inzwischen meine ich, dass es sicherlich sinnvoller waere die Heim Theorie von diesem Standpunkt aus anzugehen. Also eine Aufgabe fuer Mathematiker.
Wie gelangt es dann in die Labors, in die Erprobung und Produktion? Wie wird dann allgemeines Verständnis vermittelt? Sowas interessiert Theoretiker (meist(?)) nicht. Aber den Kunden wird interessieren, dass für ihn ein "Udokkupriexxy" nur ein sinnloses Wort ist. Er wird es nicht kaufen, denn ihm könnte niemand sagen, was er damit tun soll. Daher bleibe ich dabei, beide Disziplinen müssen zusammenarbeiten, damit das was taugen können soll.

Gruß Uranor

richy
09.04.08, 23:57
Ausser in ein paar Buecher und Zeit hab ich fuer Heim bisher wenig investiert.
Warten wir ab was der LHC uns liefert.
Und ich bin schon gespannt welche Konsequenzen es haben wuerde, wenn man kein Higgs Teilchen findet. Vielleicht kann einer der Profi Physiker hier Auskunft darueber geben.

@Uranor
Was bringt uns der Beweis des Vierfarbensatzes, Fermats oder Poincares Vermutung ?
Das kann man im voraus nicht abschaetzen.
Und der Vakuum hat natuerlich einen Wellenwiderstand : 377 Ohm.
Blos ich meine das ist keine Eigenschaft des Vakuums des geometrischen Raumes :-)

> Wer wird 10 Jahre seiner Freizeit einsetzen ?
Angeblich waeren 1 Jahr eines Profiphysikers fuer Heim notwendig.
Wohl exclusive der Mehrwertlogik.
Die "Elementarstrukturen der Materie" kann man im Buchhandel bestellen.
Ich denke aber hier wird sich nichts mehr tun.

Profimathematiker investieren aber locker mal 5-10 Jahre fuer eine Aufgabenstellung.

Diese Mehrwertlogik beschaeftigt mich im Moment auch mehr wie der ganze Physikkram.
Ich glaube in den "Postmortalen Zustaenden" gibt es eine Einfuehrung dazu.
Dann weiss ich ja auch gleich wie man sich im Nirvana am besten verhaelt :-)
Waere wahrscheinlich auch der bessere Buchtitel gewesen:
"Gebrauchsanweisung fuers Nirvana".
Oder "Himmel und Hoelle fuer Dummies" *fg
Wie verhalte ich mich wenn Gott einen Turban traegt ?
Wie besteche ich Petruns und andere praktische Kniffe.

Uranor
10.04.08, 00:11
Was erlauben Melone? Ist schwach wie Cola-Flasche leer! Nix essen! Ich habe fertig! :D
salve rafiti,

an manchen Stellen verstehe ich deine getarnten Aussage nicht. Das war jetzt so eine Stelle. Sag's mal deutlicher.

Gruß Uranor

JGC
10.04.08, 09:34
Hallo Hermes

Das ist die gleiche Frage wie:


JGC, ich hätte nie gedacht, daß der Grund von ausrastenden, um sich schiessenden/schlagenden Jugendlichen Viele-Welten sein könnten?!:confused:

Na ja, wie auch immer:
Ob Ihr recht habt oder nicht, zeigt Euch gleich das Licht.
Der Gewinner bekommt eine aufblasbare Melone oder ein ebensolches Schweineschnitzel.

Warum??

Was denkst du, worin die heutige Jugend inzwischen oft lebt..

Sie nehmen in virituellen Welten Platz, wo sie der Held und der Macher sind, der das Sagen hat und lernen ganz gezielt, ihren jeweiligen Ego-Trip auszuleben und sind oft sogar richtig gut darin..

Doch was, wenn plötzlich die Wirklichkeit unser aller gemeinsamer Realität auf den Plan tritt?

Dann fangen die Probleme an!!

Sie sind nicht in der Lage, wirklichkeitsangepasst zu reagieren und deren dann gezeigten Verhaltensweisen stammen aus ihren Computerkämpfen, wo es normal ist, auf sich einzudreschen, bis der Gegner ausgelöscht ist...(die Wirklichkeit kennen sie nämlich gar nicht mehr, weil sie dauernd vor der Glotze und dem PC hocken und ihre Träume meist alleine vor dem Bildschirm erleben und niemand da ist, der ihnen zeigt und beweißt, das die Realität "da draussen" ganz anders abläuft wie in so einer dämlichen Kiste)

Sie haben es so gelernt!!

Und nun fragen sich die Erwachsenen blöde, warum die Jugend immer mehr den "Faden verliert"

SIE waren es doch, welche all die dämlichen Spiele auf den Markt bringen und vertreiben, um den von ihren Sprösslingen genervten Eltern die letzte Mark aus der Tasche zu ziehen, in der Hoffnung, der Sprössling gibt endlich Ruhe...

Verstehst du Hermes? Die Alten sind selber schuld, weil sie es zugelassen haben, sie von ihrer Verpflichtung und Verantwortung sich befreien ließen und es allen möglichen Fremdinstitiutionen oder "Ersatz-Eltern" zu überlassen, sich um IHRE Kinder zu kümmern..

Die psychischen Fehlentwicklungen, die früher meist durch Krankheit, Kriege, Mangel an Zuwendung und Not zu solchem eklatanten Fehlverhalten führten(Die Geschichtsbücher sind voll von schizoiden Tyrannen), die kriegen wir heut alle durch den Computer geliefert, weil es einfach die Verantwortlichen noch immer nicht raffen wollen, das jedes Kind zuerst mal in seiner Realität lebt, in dem noch Mama und Papa WAS zu sagen haben..

Denn SIE wären diejenigen, auf diese sie noch hören würden, wenn sich Mama und Papa die Zeit nicht von der Wirtschaft, Konsum und Arbeit stehlen lassen würden, um ihren Kindern persönlich, (Auge in Auge) genau zu erklären, was hier in unserer gemeinsamen Wirklichkeit für "tatsächliche" Regeln gelten und warum sie so sind wie sie sind...

Da kannst du Manfred Spitzer persönlich fragen, als Europas jüngster promovierter Psychologieprofessor weiss er ein Lied davon zu singen..

(Gibts auch irgendwo eine 10bändige Reihe im Videogoogle von seinen Vorträgen zu besichtigen)


Du siehst also..

Die Multiweltentheorie beschreibt in der Praxis, das jedes Individuum, das isoliert vom Rest der Welt ist, sich in einer eigenen Wirklichkeit mit eigenen Gesetzmäßigkeiten befindet und das erst durch das untereinander Verknüpfen all der einzelnen Realitäten eine gemeinsam erlebte Wirklichkeit entsteht.

Das heißt im Klartext, das sich die Alten endlich mal wieder um ihre angestammte Verantwortung ihres Nachwuchses bewusst werden und sich wieder endlich mehr "live" um ihre Sprösslinge kümmern müssen.

Des weiteren hat auch unsere Wirtschaftsstruktur dazu geführt, das durch immer unregelmässigere Arbeitszeiten und immer weitere Wege dorthin, die familiären Strukturen(vor allem für die arme und primitive Unterschicht) so zerüttet haben, das ein Kind überhaupt nicht mehr weiß, wo hinten und vorne ist, bzw. was es zu akzeptieren hat und was nicht)

Wir selber haben unsere heutige Wirklichkeit zugelassen und die fetten Unternehmen haben uns über den Trick mit unseren Belohnungsprinzip auch noch dazu ermuntert, es zu forcieren(je mehr Geld verdient wurde, um so mehr leisteten die Väter (und fehlten dafür um so häufiger zuhause bei ihren eigenen Kindern und ließen oft ihre Frauen alleine mit den Alltagsproblemen zurück)

Wenn dir mal der ganze lange Rattenschwanz bewusst werden würde, ich schwöre dir, du würdest wutentbrannt dem gesamten System links und rechts nur noch an die Backen schlagen wollen, weil du einen so unbändigen Hass auf das System verspüren würdest, wie du ihn noch nie erlebt hast...


JGC

rafiti
10.04.08, 09:45
salve Uranor die Götter grüssen dich,

In dem Fall mal ausnahmsweise genausoviel wie die WVT aussagt. ;)

@richy,
das ist so ein Schmarrn dahergelallt, da wird ja einem schlecht dabei. Das ist Roulette und keine Theorie. Nach dem "Postmortalen Zustaenden" liegt man als abstrakte Melone beim ALDI-SÜD im Regal...


gruss
rafiti

JGC
10.04.08, 12:54
Hi Richy..

Schon mal daran gedacht, das Himmel/Hölle nur ein anderer Zustand der Realität ist, die du sonst so kennst??

Meiner Meinung nach wechselst du beim Sterbevorgang nur deinen Zustand!!

Du bist also gar nicht "TOD" sondern für unsere Form von Existenz einfach nicht mehr vorhanden, weil sich deine Existenz (Körper/Seele/Geist) voneinander trennen, genauso wie ein Eiswürfel über seine Phasenübergänge von fest in flüssig und gasförmig wechseln.

Dabei findet jedesmal eine Transformation deiner dir angestammten Eigenschaften statt, welche aber letztlich nie verloren gehen.

Als Beispiel..

Als Eisklotz kannst du mit hoher Härte aufwarten und stabilem Zusammenhalt, während deine Flexibilität und Fließeigenschaft ziemlich weit hinten in der Scala deiner möglichen Verhalten liegt..

Ist das Eis nun geschmolzen, so tritt die Härte und der Zusammenhalt weit in den Hintergrund, während dessen dafür deine Beweglichkeit,(alles auszufüllen) deine Speicherkapazität(Wärme und Ladung) sowie deine Dichte(Grav-pot) am stärksten hervortreten..

Ist das Wasser nun verdampft, so treten die Dichte, die Stabilität und die Speicherkapazität in den Hintergrund zugunsten deiner Expansionsbestrebung und seiner kinetischen Leistungsfähigkeit..

Somit durchläuft das Wasser nur einen Zustandskreislauf, der sich darin äussert, das eben die jeweiligen beherrschenden Eigenschaften in den Hintergrund treten und dafür anderen, auch vorhandenen Eigenschaften verstärkt "Platz" machen..

Und meiner Ansicht nach ist unser Tod genauso eine Transformation mit den selben Wirkungen und den selben Prinzipien.

Du existierst also immer!!

Auch wenn du meistens nicht direkt als Individuum an der Existenz teilnimmst(so wie ein bestimmter, individualisierter Wassertropfen im Meer auch nur einmal in Millionen Jahren existieren kann, weil es Unendlichkeiten dauert, bis sich zufälligerweise alle deine Wassermoleküle wieder in dir treffen könnten...

So gesehen ist die meiste Zeit der Existenz tatsächlich diejenige, die wir als Imaginär, unbewusst oder "jenseitig" als Nirwana oder sonst wie bezeichnen könnten..

Das bedeutet aber auch, das mit jeder "Hinterlassenschaft" unsererseits die Change steigt, dieses auch wieder "ausbaden" zu müssen,(in welcher Existenzform auch immer), da unser Tod uns nur über die Schwelle der Zeit trägt und uns im selben Moment unseres Todes irgendwoanders auf der Erde in welch auch immer gearteten Form wieder in Erscheinung treten lässt.

Das scheint mir der wichtigste Grund zu sein, warum in all den Religionen auf ein "ordentliches Verhalten" gedrängt wird, weil dieser Sachverhalt irgendwie immer und überall erkennbar wird für all diejenigen, die sich intensiver mit der Existenz beschäftigten..


JGC

richy
10.04.08, 14:43
Hi JGC

Die Multiweltentheorie beschreibt in der Praxis, das jedes Individuum, das isoliert vom Rest der Welt ist, sich in einer eigenen Wirklichkeit mit eigenen Gesetzmäßigkeiten befindet und das erst durch das untereinander Verknüpfen all der einzelnen Realitäten eine gemeinsam erlebte Wirklichkeit entsteht.

Die Multiversentheorie beschreibt genau das Gegenteil. Was du beschreibst ist doch einfach wie jeder unsere ganz normale Welt wahrnimmt. Heim kann man sicherkich dem Realismus zuordnen.
Es gibt eine grosse physikalische (Hyper) Buehne. Ein Teil davon bezeichnen wir als Realitaet. Welche Welten wir uns im Kopf zusammenbasteln hat nur Auswirkung in unseren Handlungen.

Ansonsten stimme ich dir zu.
Die virtuellen Welten nehmen schon groteskte Formen an.
Es gibt Faelle in denen sich Spieler virtueller Rollenspiele auch real todschlagen. Aber an all dem kannst du wenig aendern. Wenn du von der heutigen Jugend sprichst. Das sind die Kinder der 68 er Generation oder spaeter, meiner Generation. Wollten wir nicht alles ganz anders machen ?
Es ist immer der selbe Faktor, der einen Strich durch die Rechnung macht.
Macht und Geld.

Zu den "Postmortalen Zustaenden".
In denen geht Heim auf die aspektbezogene mehrwertige Logik ein.
Allerdings soll diese nicht gerade allgemeinverstaendlich sein.

Du existierst also immer!!

Ob mich das nun gerade gluecklich macht ? *fg
Irgendwie waere mir das zu anstrengend.

Aber deshalb auch der Titel "Unsterblich in 6 Dimensionen" an dem Lambert auch Anstoss genommen hat.


Das scheint mir der wichtigste Grund zu sein, warum in all den Religionen auf ein "ordentliches Verhalten" gedrängt wird ...

Ich weiss nicht ob ich das auch so sehe. An dieses absolute Gut und Boese glaube ich gar nicht. Jeder muss das intuitiv fuer sich selbst erkennen. Ich denke das nennt man Gewissen.
Zu meiner Zeit konnte man da noch einen staatlichen Test absolvieren. Gewissenspruefung.
Ich fiel 2 Mal durch. Hmm eigentlich haette ich danach ne Bank ueberfallen sollen.
Oder im Gerichtssaal ein Blutbad veranstalten.
Hatte ja die staarliche Bescheinigung, dass ich kein Gewissen habe oder jedenfalls kein
ordentliches, brauchbares.
Wenn irgendein grosser Meteorit uebermorgen auf die Erde faellt und diese zu einer Wueste macht. Ist das ein boeser Meteorit ?
Es ist ein Stueck Stein auf ungluecklichem Kurs.
Diese Verhaltensregeln der Religionen sind wohl eher auf das Hier und Jetzt ausgerichtet. Damit das einigermaßen funktioniert.
Teilweise natuerlich idiotisch und veraltet, ueberholt. Teilweise aber auch sinnvoll.
Und teilweise auf die Erhaltung der eigenen Macht ausgerichtet.
Viele Gruesse

JGC
10.04.08, 16:04
Hi Richy..

Deshalb des "ordentliche Verhalten" in Anführungstrichen..

Mir scheint der ganze Grund dergestalt zu sein, das man sich auf Alltagsrealitäten zukonzentrieren hat, da ansonsten alles, aber auch wirklich alles hinterfragt werden kann..

Und du weisst selbst, wie chaotisch das Ganze werden kann..

Zu..


Zitat:
Die Multiweltentheorie beschreibt in der Praxis, das jedes Individuum, das isoliert vom Rest der Welt ist, sich in einer eigenen Wirklichkeit mit eigenen Gesetzmäßigkeiten befindet und das erst durch das untereinander Verknüpfen all der einzelnen Realitäten eine gemeinsam erlebte Wirklichkeit entsteht.


Die Multiversentheorie beschreibt genau das Gegenteil. Was du beschreibst ist doch einfach wie jeder unsere ganz normale Welt wahrnimmt. Heim kann man sicherkich dem Realismus zuordnen.
Es gibt eine grosse physikalische (Hyper) Buehne. Ein Teil davon bezeichnen wir als Realitaet. Welche Welten wir uns im Kopf zusammenbasteln hat nur Auswirkung in unseren Handlungen.

Vielleicht hätte ich das anders schreiben sollen.. Ich wollte eigentlich sagen, das in der Praxis sich die Multiweltentheorie genau in unseren jeweiligen Wahrnehmungs-Standpunkten äussern, die uns dazu bringen, ein Geschehen aus allen möglichen Aspekten zu betrachten..

Z.B.

Ein Baby ist noch mit der Mama eine "Einheit", welches sich erst so mit 2 Jahren auftrennt in der Wahrnehmung und der Beachtung der Familienangehörigen wie Papa, Kinder und Verwandte..

Dabei wächst die bewusst wahrgenommene Wirklichkeit des Kindes von seinem individualisierten Mama-Selbst zu einem Familienselbst heran, welches dann alle Familienmitglieder zu seiner Wirklichkeit gehörend betrachtet..

Dann wächst dessen Wahrnehmungshorizont Stufe für Stufe weiter an und nimmt inner weitere Aspekte seiner Wirklichkeit auf bis zu dem Moment(wenn alles glatt läuft) wo es sich seiner eigenen Individualität bewusst wird und noch später eines Tages eine "universelle Idendität" erhält(das Selbst-Bewusstsein, welches ihm erlaubt, sich selber im richtigen Bezug zum Rest der Welt zu betrachten und es seine wahre Bestimmung finden lässt..

Normalerweise führt eine ungestörte Entwicklung eines Bewusstseins eines Menschens zu einem automatischen Bewusstwerdungsprozess, in dem dann die Wirklichkeit vom individuellen Standpunkt aus und vom kollektiven Standpunkt aus betrachtet werden kann, was einem erst erlaubt, seine eigene Wirklichkeit mit den jeweils anzutreffenden Wirklichkeiten der Gesellschaft abzugleichen..(Verantwortungsbewusstes Erwachsen sein

Und wenn man jetzt so das Internet betrachtet, so wächst daraus eine übergeordnete Welt-Wirklichkeit mit entsprechender Welt-Verantwortlichkeit heraus..

So verstehe ich die Multiwelt....

Als ineinander verschachteltes Gebilde, deren kleinste Teile im Laufe der Zeit zu dem Grössten Ganzen erwachsen und ihre jeweiligen Inhalte mitbringen, die dann entsprechend in den diversen Gesellschaftsformen ihre entsprechenden Auswirkungen zeigen und sich stetig um Stabilität müht ..


PS:

Hast du dich schon mal mit der Rechteverwaltung von Windows beschäftigt??

Dort findet sich so ein ähnliches Prozederes..

Werden mehrere Unterordner in einen neuen oder übergeordneten Ordner gesteckt, so "vererben" sich entsprechend deren jeweiligen Attribute(je nachdem wie das Betriebssystem konfiguriert wurde)

Z.B. werden Schreib- und Leseschutz, Passwortanforderungen oder Verschlüsselungen übernommen oder Daten versteckt, je nach den, welcher Ordner mit welchen Attributen ausgestattet ist..

Dabei hat schon mancher seine Daten "vor sich selbst" versteckt und kam nicht mehr ran, weil er sich in der Attributen-Hierarchie verlaufen hat..

JGC