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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wohin verschwindet Licht?


Rhea
23.01.09, 00:17
Als ich neulich in den Keller hinunter ging, um dort ein paar ausrangierte Sachen bis zur nächsten Sperrmüllabfuhr aufzubewahren, ging plötzlich das Licht aus und es war stockdunkel. Die kleine Lampe an der Decke war kaputt gegangen. Eben noch war der Kellerraum erfüllt von Licht. Licht, das aus Photonen besteht, eine unglaubliche Anzahl von Photonen hatte sich gerade eben noch in dem Kellerraum mit Lichtgeschwindigkeit umherbewegt, und im nächsten Augenblick war es stockdunkel. Ich fragte mich:

Wo sind all die Photonen geblieben? Wo sind sie hin, bzw. was ist aus ihnen geworden?

Da ich mich in Physik nicht so gut auskenne, aber immer bereit bin, etwas für mich Neues zu lernen, würde ich mich freuen, wenn mir jemand diese Fragen beantworten kann.

Vielen Dank
Rhea

Lorenzy
23.01.09, 01:05
Hi Rhea,

Sie werden absorbiert. Von den Atomen der Wandoberfläche, des Sperrmühls, selbst von den Atomen deines Körpers. Die Energie eines Photons hebt bei dieser Absorption ein Hüllenelektron des Atomes auf ein höheres Energieniveau. Wenn das Elektron dann auf ein tieferes Niveau zurückfällt, wird wiederum ein Photon mit einem kleineren Energieinhalt freigegeben. Dies erzeugt einen Rückstoss auf das Atom. Je nach Energie der Photonen werden die Atome dadurch mehr oder weniger in Schwingung versetzt, was zur Folge hat, dass sich die Temperatur der Materialien erhöht. Natürlich besitzen die Photonen deiner Glühbirne eine nicht sehr hohe Energie, weshalb du auch keine sonderliche Erwärmung spührst (ausser du hast nen 1000 Watt Scheinwerfer im Keller).

Geht das Licht aus, sinkt damit auch die Bewegungsenergie der Atome. Es wird kälter.

Nachtrag: Energie kann weder erzeugt, noch vernichtet werden, sondern immer nur in verschiedene Zustandsformen gebracht werden (wie z.B. Photonen oder Atomschwingungen).

Marco Polo
24.01.09, 10:37
Die Energie eines Photons hebt bei dieser Absorption ein Hüllenelektron des Atomes auf ein höheres Energieniveau. Wenn das Elektron dann auf ein tieferes Niveau zurückfällt, wird wiederum ein Photon mit einem kleineren Energieinhalt freigegeben.

Hi Lorenzy,

zwei Fragen.

1. Was könnte deiner Meinung nach der Auslöser dafür sein, dass das Elektron wieder auf ein tieferes Energieniveau zurückfällt und dabei wieder ein Photon freigibt?

2. Du schreibst, dass das Photon dabei einen kleineren Energieinhalt hat. Warum hat es bei der Freigabe einen kleineren Energieinhalt?

Gruss, Marco Polo

Uli
24.01.09, 15:04
Hi MP,

wenn ich mal eine Antwort versuchen darf ...

Hi Lorenzy,

zwei Fragen.

1. Was könnte deiner Meinung nach der Auslöser dafür sein, dass das Elektron wieder auf ein tieferes Energieniveau zurückfällt und dabei wieder ein Photon freigibt?



Es ist einfach eine Frage der Wahrscheinlichkeiten; so ein Übergang ist erlaubt und er hat eine Wahrscheinlichkeit > 0. Daraus resultiert eine endliche Lebensdauer des angeregten Zustands.


2. Du schreibst, dass das Photon dabei einen kleineren Energieinhalt hat. Warum hat es bei der Freigabe einen kleineren Energieinhalt?


Bei der Absorption und Emission so eines Photons durch ein Atom ist neben der Energieerhaltung ja auch die Impulserhaltung zu berücksichtigen. Das führt dazu, dass ein vor der Absorption/Emission ruhendes Atom sich danach im Prinzip minimal bewegt.
Bei der Emission fehlt diese Bewegungsenergie dem emittierten Photon; bei der Absorption muss das Photon sie zusätzlich mit einbringen.

Gruß,
Uli

Marco Polo
24.01.09, 15:12
Hallo Uli,

vielen Dank. Ja, das war auch meine Vermutung. War mir aber nicht sicher.

Gruss, Marco Polo

Uranor
24.01.09, 15:23
salve,

Marco Polo, so angegangen interessiert mich das auch... schon sehr lange.

Das Orbital zeigt sich energie"verknüpft". Das Elektron hat Energie aufgenommen und springt nun ins zentrumsfernere Orbital. Über die Verweilzeit ist mir nichts bekannt. Kann Trägheit die Verzögerung bis zum befreienden Impulstausch bewirken? Dann verhielte sich unser Objekt ART-konform. Das sollte untersuchbar sein.

Auf jeden Fall zeigt sich das unangeregte Elektron stabil. Auf dem Gesamtpotential nach Anregung resultiert die Abspaltung des Phonons via Aussendung als Photon.




Zu 2: Hat das ankommende Photon seine Energie 1:1 impulsgetauscht? Doch wohl nicht. Ein Teil der Energie wurde auf die Elektronenschwingung und auch auf die atomare Schwingung getauscht. Das ergibt Temperaturerhöhung. Bei der Wiederaussendung wird dto Energie auf Elektron und Atom übertragen. Es wird mit kleinerem Betrag ausgesendet.

Ist das tatsächlich so? Wird UV C angestrahltes UV B aussenden können, aber niemals Röntgen?
Wie verhalten sich die Zusammenhänge bezüglich der Spektralfarben?

Hier im Zusammenhang interessiert die Glut. Wird genügend thermische Energie zugeführt, resultiert vom kalten Material her Rotglut, dann Weißglut. Das Spektrum enthält als Objekt-Werte, die gar nicht als Objekt induziert wurden. Viel Induktion auf schwächeren Werten löst Spektralfarben auf höheren Werten aus. Werden für die Abgabe viele schwächere Beträge zu weniger größeren zusammengefasst? So würde es als Erklärung passen. Wie ist die Beobachtung?


Gruß Uranor

Marco Polo
24.01.09, 15:34
So würde es als Erklärung passen. Wie ist die Beobachtung?


Puh, dein Beitrag zeigt mir, dass ich mich mit der Thematik besser mal näher auseinander setzen sollte. Im Moment habe ich keine Idee. Bestimmt können Uli, Lorenzy u.a. eine Erklärung liefern.

Dann verhielte sich unser Objekt ART-konform.

Ich glaube nicht, dass die ART hier eine Rolle spielt. Die gilt eher auf grösseren Skalen.

Gruss, Marco Polo

Uranor
24.01.09, 15:46
Ich glaube nicht, dass die ART hier eine Rolle spielt. Die gilt eher auf grösseren Skalen.
Die Schwingung von Caesium zeigt sich ART-konform. Ich denke also, dass sich die großen Skalen auf alllen Einzelobjkten ergeben.

Ist das nicht so, verstehe ich absolut nichts, rein gar nichts von der Zeit. Primär fasse ich sie als für Eigenschwingung verbraucht auf. Wie kann Zeit Zustandsunterschied sein, wenn nicht am Objekt?...

Gruß Uranor

Marco Polo
24.01.09, 15:54
Die Schwingung von Caesium zeigt sich ART-konform.

Inwiefern?

Ich denke also, dass sich die großen Skalen auf alllen Einzelobjekten ergeben.

Ist das nicht so, verstehe ich absolut nichts, rein gar nichts von der Zeit. Primär fasse ich sie als für Eigenschwingung verbraucht auf. Wie kann Zeit Zustandsunterschied sein, wenn nicht am Objekt?...


Die ART hat die Zeit nicht für sich alleine gepachtet. Kommt denn deiner Meinung nach die Zeit nicht auch in der Quantenmechanik vor?

Die Gravitation ist mMn im Mikrokosmos vernachlässigbar klein und kommt daher auch nicht zur Anwendung. Erst bei extremen Materieansammlungen auf kleinstem Raum (SL´s) muss man diese wieder berücksichtigen.

Gruss, Marco Polo

Uli
24.01.09, 16:18
Inwiefern?



Die ART hat die Zeit nicht für sich alleine gepachtet. Kommt denn deiner Meinung nach die Zeit nicht auch in der Quantenmechanik vor?

Die Gravitation ist mMn im Mikrokosmos vernachlässigbar klein und kommt daher auch nicht zur Anwendung. Erst bei extremen Materieansammlungen auf kleinstem Raum (SL´s) muss man diese wieder berücksichtigen.

Gruss, Marco Polo

So ist es: die Physik der Materie wird durch die elektromagnetische Wechselwirkung bestimmt. Die Lebensdauer eines angeregten Orbitals im Atom ergibt sich aus den Übergangswahrscheinlichkeiten in niedrigere Orbitale. Diese Wahrscheinlichkeitsamplituden sind ebenfalls eine Folge der elm. Wechselwirkung.

ART kommt erst ins Spiel, wenn man kosmische Dimensionen oder aber Materie in exotischen Zuständen (Black Holes, Neutronensterne, ...) betrachtet.

Gruß,
Uli

Uranor
24.01.09, 16:28
salve Marco Polo,

nach der Caesium-Schwingung laufen die Atomuhren inertial und werden auf die Globalzeit abgestimmt. Hier ist doch das einzelne Atom betroffen? Das einzelne verhält sich bei Geschwindigkeit und im G-Feld träge. Drum geht auch nicht Terra schneller sondern die Kirchturmuhr gegenüber der Uhr auf NN. Fällt dir ein Kontra-Beispiel ein?

Die ART hat die Zeit nicht für sich alleine gepachtet. Kommt denn deiner Meinung nach die Zeit nicht auch in der Quantenmechanik vor?
Du sagst es. Inertialer Trägheit und dem Folgen der Geodäte unterliegt bereits das Quantenobjekt. Alle gemeinsam ergeben stochastisch größere Zusammenhänge.

Die äquavilente Trägheit basiert auf Masse/Energie.

Bzw. ist auch Farbladung spezifisch von Zeiteffekten betroffen? Hier kenne ich nicht den Stand der Untersuchungen.

elMag? Ist es betroffen? Oder folgt die Photonenenergie der Geodäte?

Gruß Uranor

Uranor
24.01.09, 16:37
ART kommt erst ins Spiel, wenn man kosmische Dimensionen oder aber Materie in exotischen Zuständen (Black Holes, Neutronensterne, ...) betrachtet.
salve Uli,

so, wie ich deine Aussagen jetzt verstehen muss, kommt es zu keinem Zwillingsparadoxon, Und Atomuhren verhalten sich sowohl im Orbital als auch auf dem Erdboden gleich.

So zeigt es sich aber genau nicht. Die feinen, inertialen Untersciede sind das sauberst recherchierte, was es gibt. Genau das Präzisionsargument war das KO für diverse "Kritiker".

Gruß Uranor

Marco Polo
24.01.09, 16:49
nach der Caesium-Schwingung laufen die Atomuhren inertial und werden auf die Globalzeit abgestimmt. Hier ist doch das einzelne Atom betroffen? Das einzelne verhält sich bei Geschwindigkeit und im G-Feld träge. Drum geht auch nicht Terra schneller sondern die Kirchturmuhr gegenüber der Uhr auf NN. Fällt dir ein Kontra-Beispiel ein?


Natürlich sind auch Atome in einem Gravitationsfeld der Zeitdilatation unterworfen.

Wenn wir aber die Kernkräfte innerhalb eines Atoms betrachten, dann spielt das Gravitationsfeld erst dann eine Rolle, wenn es extreme Werte annimmt. Und die werden eben erst bei Neutronensternen und SL´s erreicht.

Im Normalfall (moderate Gravitation) sind die Kernkräfte der Gravitation um zig Zehnerpotenzen überlegen. Die Gravitation hat hier nicht den geringsten Einfluss.

Gruss, Marco Polo

Marco Polo
24.01.09, 17:07
so, wie ich deine Aussagen jetzt verstehen muss, kommt es zu keinem Zwillingsparadoxon, Und Atomuhren verhalten sich sowohl im Orbital als auch auf dem Erdboden gleich.


Nein! Was hat das Zwillingsparadoxon damit zu tun? Es ist der Rakete des Reisezwillings doch so was von egal, welche Kernkräfte dort wirken. Selbst wenn die Kernkräfte 1000 mal schwächer wären, ergäbe sich immer noch der gleiche Zeitunterschied zwischen den Zwillingen.

Oder hast du schon mal von einer quantenmechanischen Beschreibung für das Zwillingsparadoxon gehört?

Du scheinst dich hier irgendwie verrannt zu haben.

Gruss, Marco Polo

Uranor
24.01.09, 20:23
Natürlich sind auch Atome in einem Gravitationsfeld der Zeitdilatation unterworfen.
Oh ja, nur von dem Einfluss der Gravotation auf die Eigenzeit spreche ich doch. Ekin ist tief im G-Feld höher. Je höher das E-Äquavilent, desto stärker wirkt Trägheit und damit Zeitdilatation.

Wenn wir aber die Kernkräfte innerhalb eines Atoms betrachten, dann spielt das Gravitationsfeld erst dann eine Rolle, wenn es extreme Werte annimmt. Und die werden eben erst bei Neutronensternen und SL´s erreicht.
So muss ich das auch sehen. Keine andere Möglichkeit.



Nein! Was hat das Zwillingsparadoxon damit zu tun? Es ist der Rakete des Reisezwillings doch so was von egal, welche Kernkräfte dort wirken. Selbst wenn die Kernkräfte 1000 mal schwächer wären, ergäbe sich immer noch der gleiche Zeitunterschied zwischen den Zwillingen.
Der Zeitunterschied geht ja auch von der Trägheit aus. Bei höherer Trägheit sind atomare Schwingungen reduziert.

Gut. Nun zeigt sich Energie-Äquavilenz im G-Feld träge. Was schwingt nun langsamer? Ist das nur technisches IR? Immerhin folgt sogar Licht der G-Feld-bedingten Geodäte. Was genau am Atom zeigt sich trägheitsabhängig? Mich interessiert tatsächlich, ob das überhaupt schon untersucht wurde.

Gruß Uranor

Uranor
24.01.09, 20:33
Oder hast du schon mal von einer quantenmechanischen Beschreibung für das Zwillingsparadoxon gehört?

Du scheinst dich hier irgendwie verrannt zu haben.
Bei Frage != verrannt. Was schwingt langsamer? Sind elMag und Farbaktionen betroffen? Nur wenn das schon untersucht wurde, kann die Frage beantwortet sein. Derzeit gehe ich von der mechanischen Schwingung aus. Die beruht erst mal auf Bosonen-WW. Und weiter weiß ich nix, Ich stele Fragen.

Gruß Uranor

Eyk van Bommel
24.01.09, 23:47
Bei der Emission fehlt diese Bewegungsenergie dem emittierten Photon; bei der Absorption muss das Photon sie zusätzlich mit einbringen.
Ist diese Art der Abschwächung nicht vernachlässigbar klein, gegenüber der Phosphoreszenz? Insbesondere in diesem Beispiel:confused:
Ich ging davon aus, dass hier die e- in erster Linie in Zwischenstufen nach „unten fallen“ und dabei die absorbierte Energie, schnell in nicht sichtbare IR-Strahlung umwandeln? Abgesehen von der Resonanz-Energieübertragung die ich hier ebenfalls für deutlich stärker halte.

Wäre Uli`s bespiel nicht passender für einen Komplet verspiegelten Raum?

Jedenfalls, verstehe ich nicht wie man hier am Ende zum ZP kommt?;)

Gruß
EVB

Marco Polo
25.01.09, 11:36
Ekin ist tief im G-Feld höher.

Meinst du damit in der Freifallsituation?

Je höher das E-Äquavilent, desto stärker wirkt Trägheit und damit Zeitdilatation.

Die Trägheit ist in Anwesenheit von Gravitationsfeldern hoch und bei Nichtanwesenheit Null? Oder wie ist das gemeint?


Der Zeitunterschied geht ja auch von der Trägheit aus. Bei höherer Trägheit sind atomare Schwingungen reduziert.


Seit wann geht die Zeitdilatation von der Trägheit aus?
Ist das deiner Meinung nach nur bei der ART, oder auch bei der SRT so? Bzw. gilt das in Gravitationsfeldern und/oder euklidischer Geometrie (flacher Raum)?

Gruss, Marco Polo

Uli
25.01.09, 12:34
salve Uli,

so, wie ich deine Aussagen jetzt verstehen muss, kommt es zu keinem Zwillingsparadoxon, Und Atomuhren verhalten sich sowohl im Orbital als auch auf dem Erdboden gleich.


Nein: der Gangunterschied von Uhren in sehr großen Höhen ist zwar extrem winzig, aber dennoch ein messbarer Effelkt.


So zeigt es sich aber genau nicht. Die feinen, inertialen Untersciede sind das sauberst recherchierte, was es gibt. Genau das Präzisionsargument war das KO für diverse "Kritiker".

Gruß Uranor

Wieso sprichst du eigentlich von "inertialen Unterschieden", wenn es doch um unterschiedliche Punkte im Gravitationspotential geht ?

Mein Punkt war, dass Gravitation bei Absorption und Emission eines Lichtquants im Atom keine Rolle spielt. Damit stelle ich nun nicht in Frage, dass die ART ihre Daseinsberechtigung hat - für die "Alltagsphysik" braucht man sie aber nicht; die Physik der Atome ist Quantenelektrodynamik pur.

Gruß,
Uli

Uranor
25.01.09, 13:40
salve,
Ekin ist tief im G-Feld höher.
Meinst du damit in der Freifallsituation?
Jau, freier Fall oder im freien Fall gestoppt. Im G-Feld erfolgte Impulsaufnahme, die Energie ist erhöht und bewirkt höhere Trägheit als weiter oben im G-Feld, wo eben weniger Energie aufgenommen war.

Die Trägheit ist in Anwesenheit von Gravitationsfeldern hoch und bei Nichtanwesenheit Null? Oder wie ist das gemeint?
Ja. Da aber das G-Feld keine Ausdehnungsgrenze hat, sollte exakt NULL Trägheit nicht möglich sein. Es erhöht sich nicht die Ruhmasse (kurz Masse) sondern die Trägheit als Masse/Energie Äquavilent nach e=mc².

Ob sich ein fermionisches Objekt in die Tiefe des G-Feldes bewegt oder antriebsbeschleunigt in unveränderter Höhe im G-Feld, der Effekt der Energieerhöhung und damit der Trägheitserhöhung zeigt sich äquavilent.

Seit wann geht die Zeitdilatation von der Trägheit aus?
Ist das deiner Meinung nach nur bei der ART, oder auch bei der SRT so? Bzw. gilt das in Gravitationsfeldern und/oder euklidischer Geometrie (flacher Raum)?
Hmmm. Die SRT kennt das G-Feld noch nicht. Aber die Trägheit sollte ja längst bekannt gewesen sein. Das alte Griechenland, Olympia, Diskuswurf... --- *hui*, als alter Über_"Kritiker"_Grinser kann ich jetzt nicht mal sagen, wie die Trägheit in der SRT gehandhabt wird. Schwach, total schwach, der olle Uranor. Der Punkt interessiert.

Die ZD kenne ich jedenfalls nur von der Trägheit ausgehend, niemals von der Masse. Allerdings verfügt selbst die kleinste Masse über eine kleinste Trägheit. NULL kann Energie, bei fermionische Objketen auch Masse, Trägheit nicht sein.

Und noch ein Aspakt: c ist für fermionische Objekte niemals erreichbar, da der Energiebedarf für weitere Beschleunigung über alle Maßen steigt. Anders ausgedrückt sagt das: Die Trägheit nähert sich unendlich. Es wurde ja nicht zum Stahlbrocken schwerer als das Universum, sondern es wurde so träge, als solle mehr als das gesamte Universum beschleunigt werden.


Gruß Uranor

Uranor
25.01.09, 14:01
Nein: der Gangunterschied von Uhren in sehr großen Höhen ist zwar extrem winzig, aber dennoch ein messbarer Effelkt.
Eben. Als Kenner kannst du gar nichts anderes sagen, genau so wenig wie ich oller Laie nach ganz viel Mitarbeit. Es lag ein Missverständnis vor.

Die Frage stelle ich frei von jeder Befangenheit:
Zeigt sich der Gangunterschied
a) rein mechanisch, also auf Trägheit (G-Feld, Geschwindigkeit)?
b) mechanisch + elMag (also auch unterschiedliche elMag-Schwingungen)?
c) mechanisch + elMag + Farbkraft (also auch verlangsamte Gluonen-Aktionen)?

Wieso sprichst du eigentlich von "inertialen Unterschieden", wenn es doch um unterschiedliche Punkte im Gravitationspotential geht ?
Am Pukt A befindet sich Objekt 007. Erkennt es sich am Punkt A nicht als inertial? Ich denke doch, es erkennt sich als inertial. Kenne ich mich hier falsch aus. Wie ist es richtig?

Mein Punkt war, dass Gravitation bei Absorption und Emission eines Lichtquants im Atom keine Rolle spielt. Damit stelle ich nun nicht in Frage, dass die ART ihre Daseinsberechtigung hat - für die "Alltagsphysik" braucht man sie aber nicht; die Physik der Atome ist Quantenelektrodynamik pur.
Ach so. Der Part ist damit klar. Mich interessiert hier zwecks Gesamtverständnis die genauere Beobachtung, die gegliederte Frage obendran.

Gruß Uranor

Marco Polo
25.01.09, 16:06
Jau, freier Fall oder im freien Fall gestoppt. Im G-Feld erfolgte Impulsaufnahme, die Energie ist erhöht und bewirkt höhere Trägheit als weiter oben im G-Feld, wo eben weniger Energie aufgenommen war.

Ist das so, dass die Trägheit von der Tiefe im Grav-Feld abhängig ist? Da kannst du doch bestimmt einen seriösen Link zu angeben.

Die Trägheit ist in Anwesenheit von Gravitationsfeldern hoch und bei Nichtanwesenheit Null? Oder wie ist das gemeint?

Ja. Da aber das G-Feld keine Ausdehnungsgrenze hat, sollte exakt NULL Trägheit nicht möglich sein.

Nein. Das ist komplett falsch. Da könntest du dich glatt mit uwebus zusammentun. Der ist nämlich der selben Meinung. Gehen wir mal von einem Ort aus, an dem die Gravitation fast null ist.

Die träge Masse wäre dort nach deiner Vorstellung kleiner als die schwere Masse. Sie wäre sogar verschwindend gering. Wie soll denn das bitte gehen?

Cool, da könnte ich Supermann spielen, indem ich einer Raumstation einen Schubs gebe und diese würde mit einem Affenzahn davon fliegen. :cool:


...kann ich jetzt nicht mal sagen, wie die Trägheit in der SRT gehandhabt wird. Der Punkt interessiert.


Soweit ich weiss, wird in der SRT die träge Masse als relativistische Masse m bezeichnet.

m=m0/sqrt(1-v²/c²)

Bewegt sich also ein Körper der Ruhemasse m0 mit der Geschwindigkeit v relativ zu einem Beobachter, so vergrössert sich für diesen Beobachter diese Masse um den Faktor gamma. gamma=1/sqrt(1-v²/c²).

Ich muss wohl nicht darauf hinweisen, dass das Massenverhältnis m/m0 bei Annäherung an c gegen unendlich strebt.

Betrachten wir das Ganze ebenfalls aus Sicht der SRT mal energetisch.

Wir haben die Ruheenergie E0=m0*c².

Übrigens: Wenn in der populärwissenschaftlichen Literatur von E=m*c² die Rede ist, dann ist damit stets E0=m0*c² gemeint.

Jetzt gehen wir von einer Realtivbewegung v des Körpers mit der Ruhemasse m0 aus.

Die relativistische Gesamtenergie, die sich aus Ruheenergie und kinetischer Energie zusammensetzt beträgt

E=m*c²
E=m0*c²/sqrt(1-v²/c²)
E=m0*c²/sqrt(1-ß²)
E=m0*c²*gamma

Die kinetische Energie

Ekin=E-E0
Ekin=m*c²-m0*c²


Die ZD kenne ich jedenfalls nur von der Trägheit ausgehend, niemals von der Masse.


Das ist eben falsch. Mann muss darüber hinaus auch zwischen SRT und ART unterscheiden. Die Zeitdilatation resultiert in der SRT aus der bezugssysteminvarianz der LG. In der ART ist sie Folge der Raumzeitkrümmung, bzw. ist abhängig vom Gravitationspotential.

ein Aspet: c ist für fermionische Objekte niemals erreichbar, da der Energiebedarf für weitere Beschleunigung über alle Maßen steigt. Anders ausgedrückt sagt das: Die Trägheit nähert sich unendlich. Es wurde ja nicht zum Stahlbrocken schwerer als das Universum, sondern es wurde so träge, als solle mehr als das gesamte Universum beschleunigt werden.

Na also, es geht doch.

Gruss, Marco Polo

Uli
25.01.09, 19:05
Eben. Als Kenner kannst du gar nichts anderes sagen, genau so wenig wie ich oller Laie nach ganz viel Mitarbeit. Es lag ein Missverständnis vor.

Die Frage stelle ich frei von jeder Befangenheit:
Zeigt sich der Gangunterschied
a) rein mechanisch, also auf Trägheit (G-Feld, Geschwindigkeit)?
b) mechanisch + elMag (also auch unterschiedliche elMag-Schwingungen)?
c) mechanisch + elMag + Farbkraft (also auch verlangsamte Gluonen-Aktionen)?


Uranor, es geht bei der Zeitdilatation ja nicht "nur" um einen Gangunterschied. Vielmehr laufen sämtliche denkbaren physikalischen Prozesse entsprechend verändert ab (in großer Höhe schneller).

Wenn dem nicht so wäre, dann hätten die Kritiker tatsächlich ein Argument, die behaupten, es gäbe keine Zeitdilatation sondern höchsten falsch gehende Uhren.

Ganz konkret zu deinen Fragen: die Zeitdilatation betrifft also alle physikalischen Vorgänge - auch solche, die durch Gluonen vermittelt werden ("starke Wechselwirkung").

Gruß,
Uli

Uranor
25.01.09, 21:39
Ist das so, dass die Trägheit von der Tiefe im Grav-Feld abhängig ist? Da kannst du doch bestimmt einen seriösen Link zu angeben.
Hmm. Im Nachbarforum waren die Parts auf gesicherter Basis geklärt. So einen richtig knuffligen Link habe ich nicht.

Mal andersrum fragen: Was hängt von der Tiefe im G-Feld ab? Mir fällt die Energie aus Impulstausch ein. Die freie Fallgeschwindigkeit ist höher als weiter oben im G-Feld. Ob Epot oder Ekin, es drückt sich nicht als Masse sondern als äquivalente Trägheit aus... Ehm ja. Wäre das Äquivalenzprinzip (http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84quivalenzprinzip_(Physik)) ein hier nützlicher seriöser Link?

Gehen wir mal von einem Ort aus, an dem die Gravitation fast null ist.

Die träge Masse wäre dort nach deiner Vorstellung kleiner als die schwere Masse.
Das ist keineswegs meine Vorstellung. Auf dem Objekt selbst ergibt sich ein G-Feld. Kann die Trägheit unterhalb der Masse sein? Beide sind doch äquivalent. Dazu kommt, dass v relativ niemals und nirgends exakt NULL sein kann. Denn dann wären ja Ort und Impuls auch exakt NULL, was Heisenberg anmahnen müsste. Also Trägheit unterhalb der Masse erscheint mir gar nihct möglich zu sein.

Das ist komplett falsch. Da könntest du dich glatt mit uwebus zusammentun. Der ist nämlich der selben Meinung.
Muss ich oben noch mehr sagen, oder genügt das so zur Revision deiner Ansicht. Ich versuche, gemeinsam zu erfassen, was gemeinsam existiert. Habe ich einen Error eingebaut? Dann will der erkannt und gewischt werden.

Soweit ich weiss, wird in der SRT die träge Masse als relativistische Masse m bezeichnet.

m=m0/sqrt(1-v²/c²)
Danke. Mein Kuzzeitgedächtnis. Aber im Detail: Drückt die SRT auch die Epot beim lagern im tiefen G-Feld als relativistische Geschwindigkeit aus? Ich bin hier immer noch unsicher. Da ich nicht rechnen muss, verbeibt meiner Orientierung bei der ART, aber halt nicht geomatrisch sondern auf Kräftebasis. Daher mache ich auch keine Wirk-Unterschied zwischen Geschwindigkeit und Gravitation.

Bewegt sich also ein Körper der Ruhemasse m0 mit der Geschwindigkeit v relativ zu einem Beobachter, so vergrössert sich für diesen Beobachter diese Masse um den Faktor gamma. gamma=1/sqrt(1-v²/c²).

Ich muss wohl nicht darauf hinweisen, dass das Massenverhältnis m/m0 bei Annäherung an c gegen unendlich strebt.
Bist du sicher? Die Masse bleibt bei jeder v gleich. Die träge Masse strebt gegen unendlich. Ein Bergepanzer würde bei fast c auch nur seine 55 t auf die mitdüsende Waage bringen. Ist es nicht?

Die ZD kenne ich jedenfalls nur von der Trägheit ausgehend, niemals von der Masse. Das ist eben falsch. Mann muss darüber hinaus auch zwischen SRT und ART unterscheiden. Die Zeitdilatation resultiert in der SRT aus der bezugssysteminvarianz der LG.
So ist es abstrakt. Ich bekomme kein Zusammenhangsvertsändnis. Du gehst doch infolge auch von der relativistischen Masse aus. Das entspricht der Trägheit.

In der ART ist sie Folge der Raumzeitkrümmung, bzw. ist abhängig vom Gravitationspotential.Darauf resultiert auch wieder Trägheit.

Ich denke es nicht, indes, du scheinst dich momentan selbst ins Bockshorn gejagt zu haben.

Ruhmasse = Masse
Schwere Masse = Träge Masse
Schwere = Trägheit.

Und die Trägheit wird dto. über die Geschwindigkeit vergrößert.

Schau noch mal genau hin. Du kennst es nicht anders. Und nur so macht es beobachtungskonform Sinn.

ein Aspet: c ist für fermionische Objekte niemals erreichbar, da der Energiebedarf für weitere Beschleunigung über alle Maßen steigt. Anders ausgedrückt sagt das: Die Trägheit nähert sich unendlich. Es wurde ja nicht zum Stahlbrocken schwerer als das Universum, sondern es wurde so träge, als solle mehr als das gesamte Universum beschleunigt werden.
Na also, es geht doch.
Ich denke und sag die ganze Zeit nix anderes. Ich denke immer noch, du hattest dich selbst irritiert, zumal du jetzt den anderen Wortlaut sofort kennst.

Gruß Uranor

Uranor
25.01.09, 22:07
es geht bei der Zeitdilatation ja nicht "nur" um einen Gangunterschied. Vielmehr laufen sämtliche denkbaren physikalischen Prozesse entsprechend verändert ab (in großer Höhe schneller).

...

Ganz konkret zu deinen Fragen: die Zeitdilatation betrifft also alle physikalischen Vorgänge - auch solche, die durch Gluonen vermittelt werden ("starke Wechselwirkung").
Danke Uli.

Genau so präzise klar habe ich das jetzt gebraucht. Was nützen mich meine Herleitungen auf dem bekannten und meine Logik? Zur Gegenprobe, zum erforschten und gesicherten fehlen mir ja die Schriften. Du bist offenbar immer noch in Bereichen der QED aktiv bzw. warst es zumindest. Da steht dann klare, fundierte Musik hinter der Sprache.


Und jetzt darf ich mir das bekannte unbefangen zum denken geben. Sogar die Farbkraft agiert praktisch auf der Geodäte, sprich konform zur Tiefe im G-Feld... Interessant...

Gruß Uranor

Marco Polo
25.01.09, 23:05
Hi Uranor,

heute komme ich nicht mehr dazu, dir zu antworten. Morgen auch nicht. Um 3:00 Uhr geht der Wecker los, muss also ins Bett. Aber am Dienstag sollte es klappen. Oh, ist da nicht DFB-Pokal?

Na ja. Ich versuche es möglichst zeitnah.

Grüsse, Marco Polo

Uranor
26.01.09, 05:21
gegen was soll denn gewogen werden?
Es müssen schon zwei Bergepanzer und eine mitdüsende Balkenwaage unterwegs sein.
Die Balkenwaage zeigt an, das beide Panzer gleiche Masse haben und das unabhängig von der gerade lokalen grav.Kraft solange diese größer NULL ist.
Hmm ja. moin EMI,

gegen was soll denn gewogen werden? Ich sehe die Problematik und kann jetzt bestenfalls einen mitlaufenden Planeten aus dem Ärmel zaubern. Dann wirkt zumindest die Balkenwaage nicht so diffus im Raum. Indes, der Kontroll-Bergepanzer ist als Gewicht nicht geeicht. Unsere Brückenwaage hier auf Terra kennen wir indes, sie ist geeicht. Also Terra, Brückenwaage, Bergepanzer, und das ganze hochrelativistisch beschleunigt. Der Bergepanzer wird doch nun hoffentlich weder mehr noch weniger als seine bekannten 55 t auf die Waage bringen?

Die Zeitdilatation, Längenkontraktion und der Massezuwachs wirkt laut ART auf ALLES...
Ansich ist mir das ja offenbar geläufig. Und doch muss ich überlegen: Wir haben Energiezuwachs.
Ein Uhrenpendel agiert träger und daher langsamer.
Jetzt ist es nur logisch, aber ich weiß es mangels Erfahrug nicht, dass auch ein agierendes Test-Gluon mit dem Energiezuwachs konfrfntiert ist. Die WW läuft also nun träger, verlangsamter ab.

Nnnnja. Mal fragen: Was hat Trägheit nun mit der Masse zu tun? Sie ergibt sich auch auf der Farbkraft. Dann ist doch die Trägheit im Endeffekt zur Energie äquivalent. Bzw. man kann nichts separieren. Alles agiert träge, auch die Imission/Emission von Photonen.

Das weist dann auf die Zeit. Dank Trägheit kann ganz einfach nicht alles gleichzeitig sein. Die Erhaltungen würden zu ALLES zusammenbrechen, die Singularität.

Die Zeit verbleibt als träger Verbrauch, als Arbeits-Äquivalent. So ganz direkt und trivial. Dass Eigenzeit inertial ist, ergibt sich auf der Trägheit von allein.

und da die SRT als Spezialfall in der ART enthalten ist, trifft das auch in dieser zu.
Uli hatte Dir das ja schon bestens beantwortet.
Zum Glück (meinem) ist das so. Die SRT konnte ich für Alltagsbelange noch nie verstehen. Ist eine Garage schnell genug, passt sie in der Länge nicht mehr um den Pkw. Auch das ZP geht OK. Aber dann...

Die Quantentheorie setzt aber einen unendlich ausgedehnten Minkowskiraum voraus.
Also wird der Urdonner wohl nicht singular gewesen sein.

Die ART zeigt aber, dass der Raum ein Riemannscher Raum ist.
Der Riemannsche Raum ist mir absolut fremd. Worauf zeigt die Beschreibung? Beziehen sich die Mannigfaltigkeiten womöglich auf die Bezüge, auf den Inhalt? Ansonsten müsste ich exakt passen.

Gruß Uranor

EMI
27.01.09, 04:13
Was hat Trägheit nun mit der Masse zu tun?

Hallo Uranor,

Die Masse sollte als "Maß der Trägheit" definiert werden.
Aus der Definition "Kraft=zeitliche Änderung des Impulses" folgt, dass begrifflich nur eine einzige Masse erforderlich ist: Die Impulsmasse.

Gruß EMI

Uranor
27.01.09, 06:58
Die Masse sollte als "Maß der Trägheit" definiert werden.
Aus der Definition "Kraft=zeitliche Änderung des Impulses" folgt, dass begrifflich nur eine einzige Masse erforderlich ist: Die Impulsmasse.
moin EMI,

interessante Definition. Damit fasst du angeregte Zustände und Bindungsenerie als Impulsmasse auf. Ich wollte spontan ablehnen, entdecke aber keinen Fehler. Nur eins muss ich zur Überprüfung anbieten:

"Kraft=zeitliche Änderung des Impulses"
Für richtig halte ich:
"Arbeit=zeitliche Änderung des Impulses"

Dann entspricht die Kraft der Epot. Erst wenn sie umgesetzt wird, ändert sich der Impuls. Am Gebäude der Definition ändert sich nichts. Und mein Vorschlag wird deutlicher:

Arbeit=Zeit

Immerhin, Zeit zeigt sich nicht als geometrische Dimension (die Winkelsummen belegen den 3D-Raum). Die Geometrie wird aber bei Zeitnutzung beeinflusst. Zeit ist einfach nur Zustandstrenner.

Aber mit Zeit meint man allgemein etwas imaginäres, wenngleich die Verlaufsfolge real erfassbar ist. Es kann offenbar nicht erkannt werden, was da passiert. Mal bei der QM schauen: Das Elektron ist angeregt, "wartet", regt sich ab und springt. Offenbar haben Phonon und Elektron etwas getan, ohne dass es erkennbar wurde.

Dazu kommt die "lustige Krise". e=mc², das Photon hat einen relativistischen Masseanteil. Der wird aber bestenfalls indirekt festgestellt: Ich biete jetzt mal an: Das Elektron emittiert sofort nach der Anregung ein Photon. Die Sprungverzögerung resultiert auf der trägen Aktion zwischen den beiden Ereignissen. Die Impulsarbeiten ansich wären unterhalb der Planckskala unmessbar.

Ist das so, und nur dann, wenn das Photon über relativistische Masse verfügt, dann besteht als Folge: Die Gesamtlaufzeit des Photons beinhaltet auch die "Warte"zeit des Elektrons zwischen den Orbitalsprüngen. Die Wartezeit entspräche der trägen Aktion sowohl des Elektrons als auch des Photons. Das Phonon würde den Trägheitspart beinhalten.

Gut. Man wird rechnen müssen, ob das überhaupt so postulierbar ist. Überhaupt. Wurde die Wartezeit jemals inertial geprüft? Ist sie in großer Höhe geringer als auf NN? Ich denke, mit Hochpräzisest-Messungen wird die Fragestellung wenn nicht heute, dann zur passenden Zeit angegangen werden. Die ART ist noch lange nicht endüberprüft. Werden die Zusammenhänge erkannt, sollten QM und ART vereinigbar geworden sein. Das Sprungverhalten, die Superpositionierung stört.... derzeit noch - sollte empirisch direkt aber niemals auflösbar sein (Max Planck).

Gruß Uranor

Marco Polo
27.01.09, 12:29
Nur eins muss ich zur Überprüfung anbieten:

"Kraft=zeitliche Änderung des Impulses"
Für richtig halte ich:
"Arbeit=zeitliche Änderung des Impulses"


Hi Uranor,

hab nur ganz wenig Zeit und antworte deswegen auch nur auf diesen einen Punkt, der mir sofort ins Auge gesprungen ist.

Du solltest hier besser EMI vertrauen.

Bleiben wir zunächst nicht-relativistisch und betrachten, wie beim 2. newtonschen Axiom eine Kraft definiert ist.

f=m*a

Kraft=Masse*Beschleunigung

Die Beschleunigung ist nichts anderes als die zeitliche Ableitung des Impulses.

Aus f=m*a wird dann

f=m*du/dt
f=d(mu)/dt
f=dp/dt

Kraft=zeitliche Änderung des Impulses, wie von EMI behauptet, ist also korrekt.

Arbeit=zeitliche Änderung des Impulses, wie von dir behauptet, ist leider falsch.

Arbeit=die gespeicherte kinetische Energie

wäre da schon zutreffender.

Relativistisch (SRT) gilt für eine Kraft

fx=gamma³*m0*ax

Gruss, Marco Polo

EMI
27.01.09, 13:23
Der Bergepanzer wird doch nun hoffentlich weder mehr noch weniger als seine bekannten 55 t auf die Waage bringen?

Eben doch Uranor,

die Masseveränderlichkeit gibt's selbstverständlich auch in grav.Feldern.

Die Potentielle Energie berechnet sich mit:
Epot = mGH (G=grav.Beschleunigung, H=Höhe)

Gemäß der SRT ist eine Energiezunahme einer Massenzunahme äquivalent:
∆E=∆mc²
Für ∆m=m-mo gilt

[1] ∆m = mo ((1/√(1-v²/c²))-1)

Wenn ∆E nur durch die Änderung von Epot erfolgt, gilt:

dm c² = mG dH
dm/m = G dH/c²
m = mo e^GH/c²

[2] ∆m = mo((e^GH/c²)-1)

Setzten wir [1] und [2] gleich erhalten wir:

[3] v = c √(1-e^-2GH/c²)

[3] ist die relativistsche Form der der klassischen Fallgeschwindigkeit v=√2GH, die sich als Spezialfall(durch Reihenentwicklung von e^-2GH/c²) für 2GH<<c² ergibt.

Gruß EMI

Uranor
27.01.09, 21:36
Du solltest hier besser EMI vertrauen.

Bleiben wir zunächst nicht-relativistisch und betrachten, wie beim 2. newtonschen Axiom eine Kraft definiert ist.

f=m*a

Kraft=Masse*Beschleunigung

Die Beschleunigung ist nichts anderes als die zeitliche Ableitung des Impulses.
salve Marco Polo,

Vertrauen alllein? Es will verstanden werden.

Kraft = vorhandener Wert
Masse = Wert der Ruhesituation
Beschleunigung = dto ein Wert

Wenn hier Dynamik ausgedrückt wird, erkenne ich das nicht. Daher denke ich, Kraft wird in Arbeit umgesetzt. Dann verstehe ich es. So ist das nicht richtig?

Kraft=zeitliche Änderung des Impulses, wie von EMI behauptet, ist also korrekt.

Arbeit=zeitliche Änderung des Impulses, wie von dir behauptet, ist leider falsch.

Arbeit=die gespeicherte kinetische Energie

wäre da schon zutreffender.

Also ist meine Sprache konträr zur Gepflogenkeit. Kraft ist für mich einfach nur das, was der Athlet zum Posen nutzt. Bei der Arbeit hingegen habe ich noch nie gespeichert sondern mich immer bewegt. :o

Ja, *Bauklötzchen-Geschmack*, meine Orientierung ist absolut konträr. Zumindest ist der Tatbestand schon mal interessant.

Gruß Uranor

Uranor
27.01.09, 22:05
Eben doch Uranor,

die Masseveränderlichkeit gibt's selbstverständlich auch in grav.Feldern.

Die Potentielle Energie berechnet sich mit:
Epot = mGH (G=grav.Beschleunigung, H=Höhe)

Gemäß der SRT ist eine Energiezunahme einer Massenzunahme äquivalent:
∆E=∆mc²
Verhalten sich Federkraft, ein Gegengewicht usw. nicht proportional? Den Part bringe ich immer wieder durcheinander.

Also 1 kg Mehl wird auf dem Mond auf der original mitgenommenen Waage nur grob 160 gr wiegen?

Ändert sich die Masse (Ruhmasse) im G-Feld?

Ändert sich die Masse bei Geschwindigkeit?

Ist der Schuhkarton bei fast c nun fast so schwer, fast so träge, beides wie fast das gesamte Universum? Wird man im LHC Protonen bis zu einem Sonnengewicht beschleunigen?


Gruß Uranor

EMI
28.01.09, 01:54
Ändert sich die Masse (Ruhmasse) im G-Feld?
∆m = mo((e^GH/c²)-1)
Ändert sich die Masse bei Geschwindigkeit?
∆m = mo ((1/√(1-v²/c²))-1)

Gruß EMI

Uranor
28.01.09, 03:41
Danke Emi!

Auch wenn ich die Formeln noch lang nicht verstehen kann, erinnert mich der Zusammenhang an deine Impulsmasse. Mir ist klar, dass ich im Bereich immer wieder Informationen zu flach, falsch vertsanden habe. Das darf sich nach und nach optimieren.

Hmm, ich mag das lesen können. Geschwindigkeit bewirkt relativistischen Massezuwachs. Das G-Feld bewirkt... *wah*, ein linearer Zusammenhang, Flankensteilheit wäre (?)... hmm, *Geduld*.

Gruß Uranor

Uranor
28.01.09, 05:50
Hallo EMI!
Deine Arbeit bleibt im Computer solange gespeichert, bis Du ihn aus dem Fenster hältst und loslässt.
Wenn er unten aufschlägt wird deine gespeicherte Arbeit wieder freigegeben und damit auch für Dich sichtbar.
Hmm ja, so verstehe ich es. Ich sehe nur nicht, dass ich Arbeit als Arbeit speichern kann...

wenn Du dich bei der Arbeit bewegst wird Wärme frei. Und die ist unwiederbringlich weg.
Arbeite ich denn, wenn ich mich nicht bewege? Ich verharre auf dem Treppenabsatz, der Computer nimmt momentan keine Energie auf.

Ich sehe immer noch, dass ich Arbeit leiste und das geleistete als Energie speichere. Die Energie entspricht analog einer Condensator-Kapazität, Ladung, Kraft. Ich spüre keine Arbeit in meinen Händen sondern die Gewichtskraft des Computers. Meine Arbeit besteht im Gegendrücken, Potentialarhaltung.

Mit den Begriffen hatte ich offenbar nie Probleme. Und jetzt stoße ich auf einen sprachlichen Gegensatz? Also ich verstand dein Beispiel nur einwandfrei, weil/während du nicht sagst, als was gespeichert wird. Speicherung, Verbrauch. Das kenne ich alsdifferent.

Gruß Uranor

Marco Polo
28.01.09, 17:34
Das meinte aber Marco Polo sicherlich nicht mit "Arbeit ist gespeicherte kin.Energie".

So ist es, EMI.


Du trägst deinen neuen Computer hoch ins Büro.
Damit hast Du Hubarbeit Wh=F*H=m*G*H verrichtet.
Also Kraft F mal Weg/Höhe H. Die Kraft F ist die Masse m des Computers mal Beschleunigung/grav.Beschleunigung G.
Deine Arbeit/Hubarbeit ist nun, oben angekommen, im Computer gespeichert.
Dein Computer wiegt jetzt mehr, ∆m = mo((e^GH/c²)-1).
-Bei 10kg Computergewicht und 10000km Bürohöhe ist er oben im Büro 11,1 µg schwerer.-

Deine Arbeit bleibt im Computer solange gespeichert, bis Du ihn aus dem Fenster hältst und loslässt.
Wenn er unten aufschlägt wird deine gespeicherte Arbeit wieder freigegeben und damit auch für Dich sichtbar.

Genau. Die Hubarbeit wird energetisch im Körper gespeichert.

Oder z.B. die Beschleunigungsarbeit, die ebenfalls energetisch im Körper gespeichert wird und gemäß Fachliteratur folgendermaßen beschrieben wird:

"Wirkt auf einen Körper der Ruhemasse m0 eine Kraft fx längs des Weges dx, so wird an ihm die Beschleunigungsarbeit fx dx verrichtet, die in Form von kinetischer Energie dEkin im Körper gespeichert wird."

dEkin=fx dx

fx (relativistisch betrachtet) hatte ich ja bereits angegeben mit

fx=gamma³*m0*ax

Daraus folgt:

dEkin=gamma³*m0*ax dx

Die Beschleunigung ax ist nichts anderes als das Verhältnis der Geschwindigkeitsänderung zu der dafür benötigten Zeit.

ax=dv/dt mit v=(v,0,0)

daraus ergibt sich

dEkin=gamma³*m0*dv/dt dx

oder auch

dEkin=gamma³*m0*dx/dt dv mit dx/dt=v

dEkin=gamma³*m0*v dv

gamma³=1/sqrt(1-ß²)³ mit ß=v/c

dEkin=(m0*v dv)/sqrt(1-ß²)³

v=ß*c ; dv=dß*c

dEkin=(m0*c²*ß dß)/sqrt(1-ß²)³

Aufstellen des Integrals (Bewegung beginnt bei v=0)

Ekin=m0*c² Int(von 0 bis ß) (ß dß)/sqrt(1-ß²)³

Ekin=m0*c²/sqrt(1-ß²) |0 bis ß

Ekin=m0*c²/sqrt(1-ß²) - m0*c²

Die durch die verrichtete Beschleunigungsarbeit im Körper gespeicherte kinetische Energie entspricht also der Differenz der relativistischen Gesamternergie und der Ruheenergie.

klassisch betrachtet ergibt sich für die kinetische Energie

Ekin=m*v²/2

Bei EMI´s Hubarbeitsbeispiel ist die verrichtete Arbeit in Form von potentieller Energie (Lageenergie) im Körper gespeichert.

klassisch berechnet ergibt sich


Ep=m Int(h1 bis h2) g dh

Ep=m*g*h

Beide Beispiele kennzeichnen also einen gemeinsamen Sachverhalt.

Um einen Körper zu heben oder zu beschleunigen ist Arbeit zu verrrichten. Diese Arbeit ist entweder in Form von potentieller Energie oder in Form von kinetischer Energie im Körper gepeichert.

Gruss, Marco Polo

Marco Polo
28.01.09, 18:03
Arbeite ich denn, wenn ich mich nicht bewege?

Nein.

Ich verharre auf dem Treppenabsatz, der Computer nimmt momentan keine Energie auf.

Ich sehe immer noch, dass ich Arbeit leiste und das geleistete als Energie speichere. Die Energie entspricht analog einer Condensator-Kapazität, Ladung, Kraft. Ich spüre keine Arbeit in meinen Händen sondern die Gewichtskraft des Computers. Meine Arbeit besteht im Gegendrücken, Potentialarhaltung.

Nein. Arbeit=Kraft*Weg. Das Gegendrücken entspricht lediglich einer Kraft und keiner Arbeit. Erst das Heben ist Arbeit.

Gruss, Marco Polo

Uranor
28.01.09, 23:04
Hallo Marco Polo,
Genau. Die Hubarbeit wird energetisch im Körper gespeichert.

Oder z.B. die Beschleunigungsarbeit, die ebenfalls energetisch im Körper gespeichert wird und gemäß Fachliteratur folgendermaßen beschrieben wird:

"Wirkt auf einen Körper der Ruhemasse m0 eine Kraft fx längs des Weges dx, so wird an ihm die Beschleunigungsarbeit fx dx verrichtet, die in Form von kinetischer Energie dEkin im Körper gespeichert wird."
So ist mir die Definition geläufig und klar. Das passt einfach.

Arbeite ich denn, wenn ich mich nicht bewege?
Nein.
*Einigkeit*

Nein. Arbeit=Kraft*Weg. Das Gegendrücken entspricht lediglich einer Kraft und keiner Arbeit. Erst das Heben ist Arbeit.
Genau das ist die Formel. Nun ist Arbeit definitiv dynamisch.

Gruß Uranor