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-   -   Bellsche Ungleichung - Taschenrechner trick? (http://www.quanten.de/forum/showthread.php5?t=4037)

Eyk van Bommel 28.10.21 23:47

Bellsche Ungleichung - Taschenrechner trick?
 
Hallo Zusammen,
ruhig ist es um mich geworden :-) Aber ich hoffe es geht Euch so gut wie mir – oder besser :)
Ich denke weiter nach, aber komme nicht weiter.
Ich hänge weiterhin (dank mangelndem Mathematikverständnis) z.B. an dem Problem der bellschen Ungleichung. Gibt es eine „deterministische Physik/Mathematik“ die die bellsche Ungleichung verletzt?

Ich nehme einen Computer (Taschenrechner) und lasse Pi berechnen. An jedem beliebigen Zeitpunkt kann ich/Bob eine Abfrage stellen: Ist die aktuelle (Komma)Zahl gerade oder ungerade? Ich erhalte so zu jedem Zeitpunkt eine echt(?) zufällige Angabe gerade/ungerade (Spin up/down). Bei einem Quantencomputer wäre der Zustand zwischen den Abfragen zudem „unbestimmt“.
Einen zweiten Computer starte ich „gleichzeitig“. Hier wird bei der Ausgabe der Wert „um 180° gedreht“ – Bei Gerade kommt z.B. ungerade…
(Da die(se) Quantencomputer in Lichtgeschwindigkeit rechnen, rechnen sie zudem unabhängig von der Relativbewegung von Alice/Bob immer gleichschnell)

Frage: Würden die Ergebnisse die bellsche Ungleichung verletzen?
Wenn „nein“: Eine kurze mathematische Erklärung? Kein muss, aber „nice to have“ :-)

Gruß, EvB

TomS 29.10.21 08:51

AW: Bellsche Ungleichung - Taschenrechner trick?
 
Klassisches Würfeln führt zu klassischen Korrelation, die nicht mit denen der Quantenmechanik übereinstimmen.

Dein Experiment ist jedoch viel zu einfach. Zum einen benötigst du nicht nur zwei Zahlen sondern mehrere Richtungen. Und zum anderen liefert die Bellsche Ungleichung bei um 180 Grad verdrehten Richtungen das selbe Ergebnis wie die klassische Überlegung. Du benötigst andere Richtungen, aber die kommen in deinem Experiment nicht vor.

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Bell%27s_theorem

Eyk van Bommel 29.10.21 14:14

AW: Bellsche Ungleichung - Taschenrechner trick?
 
Also die eigentliche Verletzung die von Interesse ist, sind die Messungen der orthogonalen Messung?

Da müsste ich in meinem Beispiel eine Art „Paritätsverletzung“ einführen. Treffen die in einer Billardkugel verbauten Computer zur Synchronisation aufeinander, dann ändert sich die Ausgabe (um 180°) bei eine(r/m) „Linksbewegung/Linksdrall“ aber nicht bei eine(r/m) „Rechtsbewegung/Rechtsdrall“.

Nun gut, das ist alles sehr hypothetisch. Wobei die Paritätsverletzung sich fast mechanisch ("Ratsche") darstellen lässt.

Bleibt die Frage:

„Die eigentliche Verletzung die von Interesse ist, sind die der orthogonalen Messung“?

EDIT: Und ist das hier eigentlich mit der Impulserhaltung? Beide Photonen "Spin up oder down"?

Bernhard 30.10.21 00:47

AW: Bellsche Ungleichung - Taschenrechner trick?
 
Zitat:

Zitat von Eyk van Bommel (Beitrag 96989)
Bleibt die Frage:

„Die eigentliche Verletzung die von Interesse ist, sind die der orthogonalen Messung“?

Siehe Beitrag Nr. 2. Tom hat das schon korrekt beschrieben.


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