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Eyk van Bommel 25.01.08 20:19

Mal was "Ernsthaftes" von mir zwischendurch
 
http://www.pro-physik.de/Phy/leadArticle.do?laid=10090

Wie ist das zu verstehen?

Können Photonen mit Photonen WW, wobei dabei Materie entsteht? Ich dachte die können sich beliebig überlagern?

Und wenn diese Materie-Antiematerie-Paare zerstrahlen, sollte dann nicht wieder ein Photon mit derselben Energie entstehen? Oder entstehen immer gleich mehrere Photonen?

Gruß
EVB

Querkopf 25.01.08 20:52

AW: Mal was "Ernsthaftes" von mir zwischendurch
 
Hatten wir doch ähnlich schon mal.

Uli 25.01.08 20:56

AW: Mal was "Ernsthaftes" von mir zwischendurch
 
Zitat:

Zitat von Eyk van Bommel (Beitrag 14913)
http://www.pro-physik.de/Phy/leadArticle.do?laid=10090

Wie ist das zu verstehen?

Können Photonen mit Photonen WW, wobei dabei Materie entsteht?

Sicher. Im Laboratorium beobachtet man das meist an einfallenden Photonen, die mit den Photonen des elm. Feldes eines Kerns wechselwirken.

In dem Artikel geht es aber um extrem hochenergetische Photonen der kosmischen Strahlung, die mit den Photon der Hintergrundstrahlung wechselwirken und dabei "verlorengehen", d.h. hier auf der Erde kaum noch ankommen.

Ein interessanter Artikel.

Zitat:

Zitat von Eyk

Und wenn diese Materie-Antiematerie-Paare zerstrahlen, sollte dann nicht wieder ein Photon mit derselben Energie entstehen? Oder entstehen immer gleich mehrere Photonen?

Gruß
EVB

In der Tat ist ein Prozess der Paarvernichtung zweier reeller Teilchen in ein einzelnes Photon kinematisch nicht möglich (wegen Energie-/Impulserhaltung).

Gruß, Uli

Eyk van Bommel 25.01.08 20:56

AW: Mal was "Ernsthaftes" von mir zwischendurch
 
Nicht gelesen?

Dort treffen Photonen auf Photonen der Hintergrundstrahlung? Und dadurch ensteht Materie.

So habe ich es verstanden?:confused:

Eyk van Bommel 25.01.08 20:58

AW: Mal was "Ernsthaftes" von mir zwischendurch
 
wegen Energie-/Impulserhaltung

Ahh! Danke!

Aber doch eher wegen der Impulserhaltung?

JGC 25.01.08 21:10

AW: Mal was "Ernsthaftes" von mir zwischendurch
 
Hallo Eyk...

Vielleicht ist das ein "Zustandsproblen"

hochenergetische Photonen haben sicher ganz andere Eigenschaften wie niederenergetische und dürften ohne Frage WW

Wenn ein Röntgenphoton und ein Radiophoton sich begegnen, die werden sich schon alleine ihrer unterschiedlichen Grösse her nicht gegenseitig beeinflussen(ausser bei höchsten Energiedichten)

Haben aber Photonen einen "gleichwertigen" Partner(gleichgroß, damit über den Resonanzprozess auch Energie ausgetauscht oder sonstiges gebildet werden kann), so können sie durchaus gemeinsam einen "anderen Zustand" synthetisieren. Eben die Teilchenform als "Erhaltungsladung"



dieser Abschnitt...

Zitat:

Die höchsten Energien, die man bisher für Photonen in der kosmischen Strahlung beobachtet hat, liegen bei nur 1014 eV. Dank der hohen Empfindlichkeit des Auger Observatoriums kann man bei höheren Energien relativ enge Obergrenzen für den Photonengehalt der kosmischen Strahlung angeben. So sollte sie bei 1019 eV höchstens 2 % Photonen enthalten, bei 1020 eV höchsten 40 %. (Die mit der Energie zunehmende Unsicherheit liegt daran, dass entsprechende „Ereignisse“ äußerst selten sind.) Aus diesen Obergrenzen ziehen Matteo Galaverni von der Universität Ferrara und Günter Sigl von der Universität Hamburg weitreichende Schlüsse. Dass nicht mehr hochenergetische Photonen in der kosmischen Strahlung enthalten sind, liegt daran, dass sie auf ihrem Weg durchs Weltall durch Paarerzeugungsprozesse verloren gehen. Wenn ein Photon mit über 1015 eV auf ein Photon der kosmischen Hintergrundstrahlung trifft, reicht ihre Gesamtenergie aus, um ein Elektron-Positron-Paar zu erzeugen. Photonen mit Energien von mehr als 1019 eV gehen durch Paarerzeugung schon nach wenigen Millionen Lichtjahren verloren. Die Vorhersagen der Theorie für den Photonengehalt der kosmischen Strahlung stimmen gut mit den Auger-Beobachtungen überein.
sagt aus, das ab einer bestimmten Elektronenvolt-Zahl (mal dem zurückgelegten Weg) die Cange auf eine Paarentstehung theoretisch bei 100% liegt...

Das hiesse aber auch, das die Hintergrundstrahlung(Ursache mal dahingestellt) einen permanenten "Verbraucher" darstellt, der die auftreffenden Hochenergie-Photonen aus den entsprechenden "Schöpferkreisen" aussondert und sie über den Teilchenvernichtungsblitz in seine ursprüngliche Form zurück recyclemäßig reduziert.(die durch die Vernichtung erzeugte "Schallwelle" im Vakuum) welche meiner Ansicht nach ihren Teil dazu beiträgt, zukünftig als Gravitationspotential ihr weiteres Dasein zu fristen, bis sie sich in einer Bewegung von Masse "verbraucht" ...



(Also..

Ein superphysikalischer Beschleunigungsprozess emittert so hochenergetische Photonen, das ab einer theoretisch existierenden Obergrenze(Wiederstandswert des Vakuums bei LG) deren Energie direkt wieder in Gravitationsdruckwirkung verwandelt wird.
So ähnlich wie ein Totlaufgewinde, welches bei Überlastung wieder auf den alten Zustand springt(toter Gang))

Zumindest würde das wiederum so einem "Schöpfungskreislauf" gleichen, der entweder durch den Urknall angestossen wurde, oder eben schon immer von Aussen seine Energiezufur erhielt...(wie ein Grundton in all seinen Obertönen schwingen kann)


JGC

Uli 25.01.08 21:15

AW: Mal was "Ernsthaftes" von mir zwischendurch
 
Zitat:

Zitat von Querkopf (Beitrag 14917)
Hatten wir doch ähnlich schon mal.

Auch wenn es in der QED - wie du korrekt sagst - keinen Vertex mit 2 Photonen gibt, so ist eine Photon-Photon-Wechselwirkung über virtuelle Elektronen dennoch möglich; siehe z.B. Delbrück-Streuung. So gibt es auch den im Artikel geschilderten Prozess.

Gruss, Uli

Uli 25.01.08 21:26

AW: Mal was "Ernsthaftes" von mir zwischendurch
 
Zitat:

Zitat von Eyk van Bommel (Beitrag 14921)
wegen Energie-/Impulserhaltung

Ahh! Danke!

Aber doch eher wegen der Impulserhaltung?

Das Argument geht so:
wenn vor der Vernichtung ein Teilchen- Antiteilchen-Paar vorliegt, dann kann mich niemand daran hindern, den Prozess vom Schwerpunktsystem des Teilchenpaares aus zu beschreiben. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass die Summe der Impulse Null ist. Nach Impulserhaltung müsste dann der Impuls des einzelnen erzeugten Photons in diesem System nach dem Ablauf auch gleich Null sein. Das ginge aber nur für ein Photon ohne Energie, was wiederum nach Energieerhaltung verboten ist; das erzeugte Photon müsste ja mindestens die Ruhemasse der vernichteten Teilchen transportieren.

Das geht erst ab mindestens 2 auslaufenden Photonen.

Gruss, Uli

Jogi 25.01.08 22:33

AW: Mal was "Ernsthaftes" von mir zwischendurch
 
Hi.

Ja, das hatten wir schon mal.

Paarerzeugung durch hochenergetische Photonen...

Könnte man auch so argumentieren, dass die erzeugten Elektronen/Positronen hochgradig instabil sind,
und deshalb praktisch sofort in ein Photonenpaar mit jeweils halber Energie zerfallen?


Gruß Jogi

Uli 25.01.08 22:44

AW: Mal was "Ernsthaftes" von mir zwischendurch
 
Zitat:

Zitat von Jogi (Beitrag 14927)
Hi.

Ja, das hatten wir schon mal.

Paarerzeugung durch hochenergetische Photonen...

Könnte man auch so argumentieren, dass die erzeugten Elektronen/Positronen hochgradig instabil sind,
und deshalb praktisch sofort in ein Photonenpaar mit jeweils halber Energie zerfallen?


Gruß Jogi

Elektronen sind aber nicht hochgradig instabil, sondern extrem stabil: sie haben eine unendliche Lebensdauer. Gleiches gilt für Positronen (wenn man sie nicht gerade genau auf Elektronen schiesst). Ein in einem Prozess erzeugtes Elektron- Positron-Paar wird sich schnell voneinander entfernen und keineswegs vernichten.

Bei dem, was Querkopf da angesprochen hat, geht es um virtuelle Elektronen und Positronen. Das sind keine echten Teilchen, sondern ein Konzept aus der Störungstheorie.

Gruss, Uli


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