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JoAx 05.07.10 11:10

AW: Wie verhält sich ein Bose-Einstein-Kondensat bei relativistischen Geschwindigkeit
 
Zitat:

Zitat von Bauhof (Beitrag 52264)
In der SRT kann dieser Proportionalitätsfaktor nicht als das Plancksche Wirkungsquantum h gedeutet werden. Warum? Die SRT gehört zu klassischen Physik und dort kennt man kein Plancksches Wirkungsquantum.

Richtig Eugen! Deswegen habe ich auch geschrieben, dass der tiefere Sinn - Wirkungsquantum - unter den Tisch fällt. Also eigentlich nicht "sichtbar" ist. Eben - nur als Proportionalitätsfaktor in Erscheinung tritt. (?)


Gruss, Johann

Uli 05.07.10 12:07

AW: Wie verhält sich ein Bose-Einstein-Kondensat bei relativistischen Geschwindigkeit
 
Zitat:

Zitat von Bauhof (Beitrag 52264)
Hallo Johann,

Uli hat lediglich geschrieben:


In der SRT kann dieser Proportionalitätsfaktor nicht als das Plancksche Wirkungsquantum h gedeutet werden. Warum? Die SRT gehört zu klassischen Physik und dort kennt man kein Plancksches Wirkungsquantum.

M.f.G. Eugen Bauhof

... und noch mehr als das: in der klasssischen Physik gibt es keine masselosen Teilchen, die zugleich eine Frequenz aufweisen. Dieser Welle-Teilchen-Dualismus kommt ja erst mit der Quantentheorie. Deshalb offenbart sich die Vorhersagekraft dieser Proportionalität erst in Kombination mit der Quantentheorie.

Gruß,
Uli

Bauhof 05.07.10 14:37

AW: Wie verhält sich ein Bose-Einstein-Kondensat bei relativistischen Geschwindigkeit
 
Zitat:

Zitat von JoAx (Beitrag 52265)
Richtig Eugen! Deswegen habe ich auch geschrieben, dass der tiefere Sinn - Wirkungsquantum - unter den Tisch fällt. Also eigentlich nicht "sichtbar" ist. Eben - nur als Proportionalitätsfaktor in Erscheinung tritt. (?) Gruss, Johann

Hallo Johann,

ja, so kann man es auch ausdrücken, dass das Plancksche Wirkungsquantum in der SRT "unter den Tisch fällt". :cool:

M.f.G. Eugen Bauhof

Marco Polo 06.07.10 18:39

AW: Wie verhält sich ein Bose-Einstein-Kondensat bei relativistischen Geschwindigkeit
 
Zitat:

Zitat von Uli (Beitrag 52251)
Mein Fazit ist, dass die SRT tatsächlich besagt, dass sich die Energie eines masselosen Teilchens unter Lorentz-Transformationen exakt wie eine Frequenz transformiert. Nicht mehr und nicht weniger.
Hat man nun tatsächlich Objekte, denen man Masse=0 und zugleich eine Frequenz zuordnen kann, so ergibt sich unmittelbar eine Proportionalität dieser beiden.
Diese "Objekte" (Photonen) liefert dir aber erst die Quantentheorie.

Das hört sich schon vernünftig an, Uli. Bevor man jetzt behauptet, dass die Plancksche Hypothese sich aus den Lorentztrafos für Energie und Impuls ergibt, ist es sicherlich angebrachter davon zu sprechen, dass die SRT besagt, dass sich die Energie eines masselosen Teilchens unter Lorentztransformation exakt wie eine Frequenz transformiert und h dabei die Rolle eines Proportionalitätsfaktors zukommt.

Ja. So passt das, denke ich. Wieder was dazugelernt. :)

Zitat:

Nachtrag: willst du die Physik elm. Wellen klassisch diskutieren, so musst du mit den Maxwell-Gleichungen vorlieb nehmen, die ja Lorentz-invariant und SRT-kompatibel sind. Und jetzt bitte führ mir vor, wie die Planck-Hypothese allein aus den Maxwell-Gleichungen resultiert.
Vielleicht beim nächsten mal. :D

Gruss, Marco Polo

Marco Polo 06.07.10 18:55

AW: Wie verhält sich ein Bose-Einstein-Kondensat bei relativistischen Geschwindigkeit
 
Zitat:

Zitat von Bauhof (Beitrag 52268)
ja, so kann man es auch ausdrücken, dass das Plancksche Wirkungsquantum in der SRT "unter den Tisch fällt". :cool:

Das würde ich so nicht unterschreiben, Eugen. Im Sinne einer Zusatzannahme aus der Quantenphysik wird mit dem h durchaus gerechnet und es fällt nicht unter den Tisch.

Wenn wir bei der SRT die Emission und die Absorbtion eines Photons durch ein Atom berechnen, dann begegnen wir dem planckschen Wirkungsquantum bei diesen Berechnungen. Das heisst natürlich nicht, dass h sich aus der SRT herleitet, oder sonst irgendwas mit ihr zu tun hätte.

hf/c = gamma*m*u

Gruss, Marco Polo

Captain Wayne 05.02.11 23:30

AW: Wie verhält sich ein Bose-Einstein-Kondensat bei relativistischen Geschwindigkeit
 
Zitat:


Ich kann deinen Gedanken schon nachvollziehen, dass die Unschärferelation aus einem anderen BS heraus betrachtet, komprimiert erscheinen könnte.
Das macht aber wenig Sinn.
Denn die Unschärferelation bezieht sich explizit auf das einzelne Teilchen und gilt somit nur in dessen eigenem BS.

Die Unschärferelation gilt in allen Inertialsystemen. Bei hohen Geschwindigkeiten nimmt die Ortsunschärfe ab (Längenkontraktion), aber die Impulsunschärfe nimmt zu, da die Masse größer wird.

mfg
Captain Wayne


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