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-   -   Könnte Schwarzes Loch durch Hawking-Strahlung auch wachsen? (http://www.quanten.de/forum/showthread.php5?t=3063)

maxfeeldcomp. 27.12.16 15:10

Könnte Schwarzes Loch durch Hawking-Strahlung auch wachsen?
 
Hallo,

es heißt ja in der gängigen Theorie, dass durch Fluktuationen des Quantenfeldes Teilchen-Antiteilchen-Paare entstehen, und wenn das Antiteilchen in das SL fällt, dann nimmt dieses an Masse ab. Häufig wird dies als "Verdampfen" bezeichnet.

Nun könnte es aber auch sein, dass das Antiteilchen schafft zu entkommen, und sein Gegenstück würde ins SL fallen. Dann würde das SL doch an Masse zunehmen.

Kann dies also auch passieren oder gibt es etwas was dafür sorgt, dass nur das Verdampfen eintritt.

Danke im Voraus!

inside 27.12.16 16:26

AW: Könnte Schwarzes Loch durch Hawking-Strahlung auch wachsen?
 
Blos weil es Antiteilchen heisst, bewirkt es nicht das Gegenteil. Es geht eigentlich darum, dass das schwarze Loch Energie verliert, das entschwindende Teilchen hat dem SL Energie "gestohlen", quasi. Bloss, weil es nun ein Proton / Antiproton Paar ist, heisst dies aber nicht implizit, dass eben das Proton Energie INS schwarze Loch abgeben würde, wenn dieses nun da rein fällt.

TomS 27.12.16 20:37

AW: Könnte Schwarzes Loch durch Hawking-Strahlung auch wachsen?
 
Willkommen im Forum.

Zitat:

Zitat von maxfeeldcomp. (Beitrag 83598)
... es heißt ja in der gängigen Theorie, dass durch Fluktuationen des Quantenfeldes Teilchen-Antiteilchen-Paare entstehen, und wenn das Antiteilchen in das SL fällt, dann nimmt dieses an Masse ab.

Sowas steht evtl. sogar bei Hawking, und es ist trotzdem extrem irreführend bis falsch. Er müsste es eigtl. am besten wissen, denn er hat die geniale Rechnung ja durchgeführt.

Es entstehen keine Teilchen-Antiteilchen-Paare; dieser Prozess kommt in Hawkings Rechnung nicht vor. Und das von Hawking verwendete Feld ist ein Spin-0-Feld, bei dem keine Unterscheidung zwischen Teilchen und Antiteilchen existiert.

Es existieren Fluktuationen des Quantenfeldes, die man in positive und negative Frequenzen einteilen kann. Die Fluktuationen, die dem SL entkommen, erscheinen dann als Teilchen mit positiver Energie, diejenigen, die vom SL "absorbiert" werden, tragen gewissermaßen negative Energie.

Zitat:

Zitat von maxfeeldcomp. (Beitrag 83598)
Nun könnte es aber auch sein, dass das Antiteilchen schafft zu entkommen, und sein Gegenstück würde ins SL fallen. Dann würde das SL doch an Masse zunehmen.

Wie gesagt, Teilchen und Antiteilchen spielen keine Rolle, sondern positive und negative Frequenzen. Dies würde in gleicher Weise auch auf Antiteilchen zutreffen.

Wenn man das Elektron-Positron-Feld betrachtet, dann würden thermische Elektronen- und Positronen-Fluktuationen positiver Energie entkommen, solche mit negativer Energie dagegen absorbiert werden.

Details siehe hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hawkin...Originalarbeit


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