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-   -   rotierende Elektrische Ladung und Magnetfeld (http://www.quanten.de/forum/showthread.php5?t=3366)

rene.eichler2 21.06.18 18:28

rotierende Elektrische Ladung und Magnetfeld
 
Hallo
Ich habe da mal eine etwas knifflige Frage.

Mal angenommen wir haben eine kleine Kugel die elektrisch positiv geladen ist und still steht.
Um sie herum ist eine elektrisch negativ geladene Kugelschale die im Urzeigersinn um die Kugel rotiert. Dabei müsste doch ein Magnetfeld entstehen.
In welche Richtung zeigt dabei dann der Nordpol des Magnetfeldes?

Noch eine 2. Frage.
Mit starken elektromagnetischen Feldern kann man doch Dauermagneten erzeugen. Also heißes magnetisierbares Material wird doch in einem starken elektromagnetischem Feld abgekühlt und dabei wird in dem Material die Magnetrichtung der Teilchen im Atomgitter eingefroren. Dabei entsteht dann der Dauermagnet.

Aber wie ist jetzt das Magnetfeld des Dauermagneten ausgerichtet?
Also ist der Nordpol des entstandenen Dauermagneten da wo auch der Nordpol des elektromagnetischen Feldes war. Oder ist der Nordpol des Dauermagneten dort wo der Südpol des elektrischen Feldes war?



Gruß René :)

Hawkwind 22.06.18 00:44

AW: rotierende Elektrische Ladung und Magnetfeld
 
Zitat:

Zitat von rene.eichler2 (Beitrag 87842)
Hallo
Ich habe da mal eine etwas knifflige Frage.

Mal angenommen wir haben eine kleine Kugel die elektrisch positiv geladen ist und still steht.
Um sie herum ist eine elektrisch negativ geladene Kugelschale die im Urzeigersinn um die Kugel rotiert. Dabei müsste doch ein Magnetfeld entstehen.
...

Ich verstehe nicht ganz, was die kleine, geladene, unbewegte Kugel für eine Rolle spielen soll in deinem Beispiel. Sie erzeugt ja kein Magnetfeld, nur bewegte Ladungen schaffen das.

rene.eichler2 22.06.18 10:20

AW: rotierende Elektrische Ladung und Magnetfeld
 
Hi Hawkwind

Ich habe das mit den bewegten elektrischen Ladungen so verstanden dass sich eine negative Ladung relativ zu einer positiven Ladung bewegen muss.

Die negativen Teilchen in der Kugelschale rotieren also um den positiven Kugelkern. Sie bewegen sich also relativ zu dem Kugelkern.#

Aber wir können es auch anders machen wenn du willst.
Ich könnte auch sagen die positive Kugel rotiert gegen den Urzeigersinn und die negative Kugelschale im Urzeigersinn.

Bernhard 22.06.18 10:28

AW: rotierende Elektrische Ladung und Magnetfeld
 
Wenn es nur um ein Magnetfeld geht, so würde für eine Versuchsbeschreibung auch eine einzelne geladene Kugelschale ausreichen: https://de.wikipedia.org/wiki/Biot-S...Leiterschleife .

Ladungen sind allerdings in Leitern gut beweglich. Es wäre interessant zu messen, wie die Ladungen einer mechanischen Beschleunigung der Schale folgen.

rene.eichler2 22.06.18 12:09

AW: rotierende Elektrische Ladung und Magnetfeld
 
in der Leiterschleife ist es ja so, dass sich die Elektronen (Strom) in der Schleife (Atome)bewegen.
Also die negativen Elektronen bewegen sich relativ zu den positiven Atomkernen.
Wenn es keinen Stromfluss in der Leiterschleife gibt und man die Leiterschleife rotieren lässt, gibt es ja auch kein Magnetfeld.
Weil die Elektronen sich dann nicht relativ zu den Atomkernen bewegen.

Wo wäre jetzt der Nordpol wenn der Strom in der Leiterschleife im Urzeigersinn rotiert? Im Artikel kann ich das nicht richtig erkennen.

Gruß

Bernhard 22.06.18 13:02

AW: rotierende Elektrische Ladung und Magnetfeld
 
Zitat:

Zitat von rene.eichler2 (Beitrag 87849)
Wo wäre jetzt der Nordpol wenn der Strom in der Leiterschleife im Urzeigersinn rotiert?

Wenn Du unter Strom die Bewegung positiver Ladungen verstehst, dann unten.

rene.eichler2 22.06.18 17:07

AW: rotierende Elektrische Ladung und Magnetfeld
 
Strom ist doch die Bewegung der Elektronen und die sind negativ geladen.

wäre dann der Nordpol oben?

Und dann noch die 2. Frage , wenn ein Dauermagnet hergestellt wird.

Das elektromagnetische Feld zum magnetisieren des Dauermagneten hat den Nordpol oben, in welche Richtung zeigt dann das Magnetfeld des magnetisierten Dauermagneten?

Ist bei dem dann der Nordpol oben oder unten ?

Ich frage deswegen weil die Teilchen im Dauermagneten sich ja nach dem elektromagnetischen Feld ausrichten. Bei der Kompasnadel zeigt ja auch der Norden der Nadel zum magnetischen Südpol der Erde.
Der Nordpol der Erde ist ja eigentlich der magnetische Südpol so weit ich weiß.

Bernhard 23.06.18 09:43

AW: rotierende Elektrische Ladung und Magnetfeld
 
Zitat:

Zitat von rene.eichler2 (Beitrag 87851)
Strom ist doch die Bewegung der Elektronen und die sind negativ geladen.

Der elektrische, d.h. technische Strom fließt vom Plus-Pol einer Spannungsquelle zum Minus-Pol. Es handelt sich deshalb um positive Ladungen.

Zitat:

wäre dann der Nordpol oben?
Ja. Wenn sich Elektronen in einer waagrechten Schleife im Uhrzeigersinn bewegen, ist der magnetische Nordpol oben. Man kann das auch mit der Rechten-Daumen-Regel überprüfen, wenn man unsicher ist.

Zitat:

Das elektromagnetische Feld zum magnetisieren des Dauermagneten hat den Nordpol oben, in welche Richtung zeigt dann das Magnetfeld des magnetisierten Dauermagneten?
Beim Magnetisieren eines ferritischen Materials richtet sich die Magnetisierung des Materials an dem äußeren Magnetfeld aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Magnet..._of_a_Nail.svg

Zitat:

Der Nordpol der Erde ist ja eigentlich der magnetische Südpol so weit ich weiß.
Ja, das sollte stimmen: https://de.wikipedia.org/wiki/Erdmag...ärke_und_Form

Zitat:

Der Pol im Norden heißt geomagnetischer Nordpol, obwohl es aus physikalischer Sicht ein magnetischer Südpol ist.

rene.eichler2 24.06.18 23:01

AW: rotierende Elektrische Ladung und Magnetfeld
 
Danke für eure Hilfe


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