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-   -   Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen (http://www.quanten.de/forum/showthread.php5?t=3750)

MMT 03.02.20 21:29

Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Ein Vorschlag.

Die ganze Natur, insbesondere der Raum und jedes Elementarteilchen, bestehen aus fluktuierenden Fäden mit Planckradius. Die Fäden sind alleine nicht beobachtbar; nur deren Kreuzungen sind beobachtbar oder messbar. Kreuzungswechsel - also der Wechsel des Vorzeichens - definieren h-quer, die Plancklänge und die Planckzeit. Elementarteilchen sind rationale Gewirre ("rational tangles") aus 1, 2 oder 3 Fäden. Massebehaftete Teilchen bestehen aus 2 oder 3 Fäden.

Damit kann man Spin 1/2, die Diracgleichung, die drei Eichkräfte mit deren Eichsymmetrien, sowie den Teilchenzoo herleiten. Das ganze Standardmodell ergibt sich, mit allen Feynmandiagrammen und allen Termen seiner Lagrangefunktion, ohne jeglichen Zusatz oder Erweiterung. Die Naturkonstanten (Massen, Mischungswinkel und Kopplungskonstanten) sind berechenbar. Aber auch schwarze Löcher treten auf natürliche Weise auf. Deren Entropie ergibt sich mit einer einfachen Rechnung. Ebenso ergeben sich die Einsteinschen Feldgleichungen. Wiederum ohne Änderungen oder Erweiterungen.

Details dazu gibt es auf http://www.motionmountain.net/research.html . Das Modell macht zahlreiche experimentelle Vorhersagen. Sie sind, zusammen mit einem Wettangebot, hier formuliert: http://www.motionmountain.net/bet.html .

Kritik willkommen, vor allem negative.

Timm 04.02.20 08:42

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Wie wurde denn dein Modell hier kommentiert?

Ich 04.02.20 10:58

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Bei PF sind Diskussionen von Privattheorien nicht erlaubt.

reinhard 04.02.20 12:23

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92707)
Ein Vorschlag.

Die ganze Natur, insbesondere der Raum und jedes Elementarteilchen, bestehen aus fluktuierenden Fäden mit Planckradius. Die Fäden sind alleine nicht beobachtbar; nur deren Kreuzungen sind beobachtbar oder messbar. Kreuzungswechsel - also der Wechsel des Vorzeichens - definieren h-quer, die Plancklänge und die Planckzeit. Elementarteilchen sind rationale Gewirre ("rational tangles") aus 1, 2 oder 3 Fäden. Massebehaftete Teilchen bestehen aus 2 oder 3 Fäden.

Damit kann man Spin 1/2, die Diracgleichung, die drei Eichkräfte mit deren Eichsymmetrien, sowie den Teilchenzoo herleiten. Das ganze Standardmodell ergibt sich, mit allen Feynmandiagrammen und allen Termen seiner Lagrangefunktion, ohne jeglichen Zusatz oder Erweiterung. Die Naturkonstanten (Massen, Mischungswinkel und Kopplungskonstanten) sind berechenbar. Aber auch schwarze Löcher treten auf natürliche Weise auf. Deren Entropie ergibt sich mit einer einfachen Rechnung. Ebenso ergeben sich die Einsteinschen Feldgleichungen. Wiederum ohne Änderungen oder Erweiterungen.

Details dazu gibt es auf http://www.motionmountain.net/research.html . Das Modell macht zahlreiche experimentelle Vorhersagen. Sie sind, zusammen mit einem Wettangebot, hier formuliert: http://www.motionmountain.net/bet.html .

Kritik willkommen, vor allem negative.

Ich persönlich bekomme immer ein wenig Magenschmerzen wenn ich mir die Natur als Strings oder in deinem Falle als Strands vorstelle.
Aber wer weiß.
Die Resultate oder Vorhersagen müßten schärfer mit den gemessenen Daten übereinstimmen.Vielleicht gelingt dir dies dann bekommst du sicherlich Aufmerksamkeit.

MMT 08.02.20 05:17

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Schimpfen ist wörtlich gemeint. Nur so kann ein Vorschlag verbessert werden,

- Kann man die Magenschmerzen genauer verstehen? Was genau tut weh? (Das ist ernst gemeint; es ist wichtig, so ein Unwohlsein genau zu verstehen um es dann, wenn möglich, aufzulösen.)

- Schärfere Übereinstimmung mit Daten: Welche Daten sind hier gemeint?

soon 08.02.20 06:58

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92739)
Schimpfen ist wörtlich gemeint. ... Was genau tut weh?

'Faden' ist ein Begriff aus der Alltagsvorstellung.

Als Leser muss ich wohlwollend vermuten, dass 'Faden' nur als Synonym für einen komplizierten Zusammenhang steht und die Übertragung in die Alltagsvorstellung nur der Veranschaulichung dient.

Welcher Zusammenhang das sein könnte, bleibt meiner Phantasie überlassen. Ich kann versuchen, mir selber etwas dazu auszudenken: Was unterscheidet einen Faden von z.b. einer Murmel? Wenn ich nur ein einzelnes Atom oder gar nur eine einzelne Wechselwirkung betrachte, dann kann ich einen Faden nicht von einer Murmel unterscheiden. Das Modell hat also vielleicht etwas damit zu tun, dass Objekte irgendeine Art von Aufaddierung von Ereignissen sind ... .

Soetwas schreibst du aber nicht und vielleicht meinst das mit dem Faden ja auch nur wörtlich, - dann ist es nicht interessant genug um sich wirklich darauf einzulassen, da nur eine andere Formulierung von Altbekanntem.

Es sein denn, du machst ganz konkrete rechenbare Vorhersagen zu etwas, das man noch nicht weiss.

(Ich habe nicht alles gelesen und würde bestimmt nicht meckern, wenn du nicht dazu aufgefordet hättest :))

MMT 08.02.20 07:40

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Fäden sagen ZB voraus:

- Jede Abweichung jeglicher Art von der Quantenfeldtheorie, insbesondere von der Diracgleichung und vom Standardmodell der Teilchenphysik mit seiner Lagrangefunktion (inklusive massiven Dirac-Neutrinos), bedeutet, dass das Fadenmodell widerlegt ist.

- Wenn ein unbekanntes Elementarteilchen beobachtet wird - einschließlich eines Leptons oder Quarks der vierten Generation, eines unbekannten elementaren dunklen Materieteilchen, eines zusätzliches Eichbosons, eines zusätzlichen elementaren-Higgs-Bosons, eines supersymmetrischen Partners, eines sterilen Neutrinos, eines Majorana-Neutrinos, eines Glueballs, eines Inflatons, eines Dilatons, eines magnetischen Monopols, eines Dyons, eines Anyons oder eines Axions - dann ist das Fadenmodell widerlegt.

- Einige weniger bekannte Vorhersagen sind die höchste Kraft c^4/4G, die höchstmögliche Leistung c^5/4G, und die höchtsmögliche Massenrate c^3/4G. Wenn Ausnahmen davon beobachtet oder auch nur ausgedacht werden können, ist das Modell widerlegt. Auch Abweichungen von der allgemeinen Relativitätstheorie im subgalaktischen Bereich würden das Modell widerlegen.

Die Seite http://www.motionmountain.net/bet.html führt noch viele weitere Vorhersagen auf. Zusätzlich wird an neuen Vorhersagen (dh zusätzlich zum Bekannten) die Berechung der Fundamentalkostanten ermöglicht - und sonst aber nichts. Das geht derzeit aber nur sehr näherungsweise.

Das Modell macht deutliche Vorhersagen. Negative Kritik ist deshalb wichtig, weil vielleicht etwas übersehen wurde.

TomS 08.02.20 12:04

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Timm (Beitrag 92708)
Wie wurde denn dein Modell hier kommentiert?

Nicht positiv.

https://www.physicsforums.com/thread...5/post-2512398

Source https://www.physicsforums.com/thread....318155/page-8

und

https://www.physicsforums.com/thread...7/post-6190356

Source https://www.physicsforums.com/thread...lished.973097/

reinhard 08.02.20 14:07

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92739)
Schimpfen ist wörtlich gemeint. Nur so kann ein Vorschlag verbessert werden,

- Kann man die Magenschmerzen genauer verstehen? Was genau tut weh? (Das ist ernst gemeint; es ist wichtig, so ein Unwohlsein genau zu verstehen um es dann, wenn möglich, aufzulösen.)

- Schärfere Übereinstimmung mit Daten: Welche Daten sind hier gemeint?

Derzeit ist es noch eine Glaubensfrage ob man an Strings oder Fäden glaubt oder nicht.
Mir erscheint es einfach seltsam,dass die Natur aus solchen Objekten bestehen soll.
Aber ich kann mich natürlich irren.
Hawkings z.B. glaubte an die Stringtheorie.

Grundsätzlich finde ich es interessant dass man mittels Knotentheorie oder Graphentheorie auf ähnliche oder gleiche Ergebnisse kommt vermutlich weil immer wieder die Gruppentheorie einfließt.

Habe gesehen dass Sie am Ende ihrer Arbeit die Feinstrukturkonstante aus der Theorie ableiten aber dabei um 100% danebenliegen.Das meinte ich mit scharfen Ergebnissen.
Die Feinstrukturkonstante ist ja bekanntlich energieabhängig und es kann deshalb durchaus sein,dass eine Theorie z.B. die Feinstrukturkonstante bei einem anderen Energieniveau (z.B. bei Planckenergie) liefert und deshalb abweicht.
Weiters ist der Weinbergwinkel auch zuweit entfernt.
Wenn hier eine präziesere Annäherung gelingt dann wird man sicherlich genauer
auf ihre Theorie schaun.
Zu maximaler Kraft usw.:
Dass Planckeinheiten Grenzen für Quanten aufzeigen halte ich für gut möglich.

MMT 08.02.20 14:57

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Danke für die Klarstellung der Kritik.

Fäden haben, wie alle ausgedehnten Komponenten, die Eigenschaft, dass sie Knoten oder Gewirre bilden können, was nur in 3 Dimensionen geht (für eindimensionale Objekte). Man hat durch ausgedehnte Konstituenten also automatisch die Frage nach der Dreidimensionalität beantwortet: Raum und Natur lassen sich nur mit drei Dimensionen konsistent beschreiben.

Bei dem Fadenmodell kommen die Eichgruppeneigenschaften heraus, ohne dass man sie vorher hineinsteckt. Das macht das Fadenmodell ziemlich attraktiv; das scheint bei keinem anderen Ansatz aus der Literatur und dem Internet der Fall zu sein (mir ist jedenfalls keiner bekannt).

Die Feinstrukturkonstante ist in der letzten Näherung besser getroffen: auf geschätzte 30% genau (siehe "A conjecture on the origin of quantum electrodynamics and colours" wo zwar 1/126 herauskommt, allerdings mit einer Näherung). Man kann die Rechnung noch verbessern, aber vermutlich nicht analytisch, sondern nur numerisch. Attraktiv ist, dass es derzeit keine anderen Ansätze gibt, die Feinstrukturkonstante überhaupt zu berechnen (mir ist jedenfalls aus der Literatur und dem Internet keiner bekannt).

MMT 08.02.20 15:04

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
PF Kritiken waren
Zitat:

Zitat von TomS (Beitrag 92743)
Nicht positiv.

In der Tat; das ist viele Jahre her. Das Fadenmodell ist aufgrund der damaligen Kommentare überarbeitet worden, und ist jetzt deutlich konsistenter.

Daher erneut die Bitte um Kritik, besonders um negative.

Einige wichtige Kritikpunkte habe ich hier gesammelt: http://www.motionmountain.net/bet.html#enc
Diese Punkte sind aber (jedenfalls meiner Meinung nach) schon beantwortet.

Timm 08.02.20 15:11

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von TomS (Beitrag 92743)
Nicht positiv.

Das scheint mir noch wohlwollend ausgedrückt zu sein. Jedenfalls ist damit klar, weshalb @MMT auf meine Frage nicht reagiert hat.

TomS 08.02.20 17:06

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92747)
... das ist viele Jahre her. Das Fadenmodell ist aufgrund der damaligen Kommentare überarbeitet worden, und ist jetzt deutlich konsistenter.

Ich habe dieses aktuelle Paper überflogen:

http://www.motionmountain.net/Schill...-Constants.pdf

Darin werden diverse Behauptungen aufgestellt, es wird jedoch nichts gezeigt, nichts gerechnet, nichts quantitativ abgeleitet.

Und daher kann man in der Substanz auch nichts kritisieren, sorry.

MMT 08.02.20 17:25

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Timm (Beitrag 92748)
Das scheint mir noch wohlwollend ausgedrückt zu sein. Jedenfalls ist damit klar, weshalb @MMT auf meine Frage nicht reagiert hat.

Siehe meine Reaktion oben. Die damalige Kritik war zwar hart, aber auch hilfreich. Die damaligen Punkte sind inzwischen berücksichtigt. Gerne höre ich daher mehr Kritik.

Das Fadenmodell stimmt zwar mit allen Messungen überein; es kann aber dennoch Fehler oder Unstimmigkeiten enthalten.

TomS 08.02.20 17:39

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92754)
Gerne höre ich daher mehr Kritik.

s.o.

Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92754)
Das Fadenmodell stimmt zwar mit allen Messungen überein.

Das Fadenmodell behauptet, es würde das Standardmodell begründen; es tut dies jedoch nicht.

Wenn ich behaupte, aus „Hänschen klein“ folge die Erhaltung der Parität, und wenn später die Verletzung der Parität durch Messung nachgewiesen wird, dann folgt weder zuvor noch danach irgendetwas für „Hänschen klein“, da kein logischer Zusammenhang besteht.

Du müsstest also auf ein Paper verweisen, das aufgrund konkreter Annahmen und mittels konkreter Berechnungen schlüssig zu einem konkreten Ergebnis gelangt.

Gibt es dieses Paper?

MMT 08.02.20 17:39

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von TomS (Beitrag 92752)
Ich habe dieses aktuelle Paper überflogen:

http://www.motionmountain.net/Schill...-Constants.pdf

Darin werden diverse Behauptungen aufgestellt, es wird jedoch nichts gezeigt, nichts gerechnet, nichts quantitativ abgeleitet.

Und daher kann man in der Substanz auch nichts kritisieren, sorry.

Gerechnet und quantitativ abgeleitet wird schon, auf Seite 25 bis 26: eine analytische Näherung für die Feinstrukturkonstante mit einem Mehrfachintegral wird angegeben. Das Mehrfachintegral ergibt sich aus der Geometrie des Fadenprozesses für die QED. Das Integral wird detailliert hergeleitet, und jeder Schritt kann darin kritisiert werden.

Ob etwas gezeigt oder nicht wird kann man diskutieren. Es wird auf einige andere Resultate zurückgegriffen. Vor allem folgende Resultate
aus anderen Papers werden zitiert:

- dass die Grenzen hquer und c und ausreichen, um die Diracgleichung abzuleiten,
- dass die Topologie der vorgeschlagenen Gewirre für jedes Elementarteilchen beinhaltet, dass nur die Feynmandiagramme des Standardmodells entstehen, und sonst keine anderen.
- dass die Topologie der Bosonen zu U(1), gebrochener SU(2), und SU(3) führt.

MMT 08.02.20 17:58

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von TomS (Beitrag 92755)

Das Fadenmodell behauptet, es würde das Standardmodell begründen; es tut dies jedoch nicht.

Das Fadenmodell leitet alle Feynmandiagramme des Standardmodells ab, und keine anderen. Es leitet auch alle Propagatoren ab. Es leitet auch alle Eichsymmetrien ab. Das ist die Grundidee. Wenn man die Feynmandiagramme hat, hat man auch die Lagrangefunktion, und somit das Standardmodell. Natürlich muss man auch die Fundamentalkonstanten ableiten, um die Lagrangefunktion zu erhalten. Dazu kann man zuerst zeigen, dass immer dieselbe Konstanten in allen Feynmandiagrammen eine Rolle spielen. Dann kann man die Eigenschaften dieser Konstanten und zuletzt deren Werte zu bestimmen. Bisher scheint alles zu passen.

Diese Argumentationskette ist im ersten Paper und im genannten Preprint durchgeführt.

Für die QED kann man die Argumentationskette noch vereinfachen. Wenn man elektrische Ladung mit der Chiralität der Gewirre (tangles) definiert, sieht man, dass sie in allen Prozessen erhalten ist, und zwei Vorzeichen hat. Man sieht auch, dass geladene Teilchen alle massebehaftet sind und sich nicht schneller als c bewegen können. Da kann man nun Resultate anderer zur Hilfe nehmen, die gezeigt haben, dass damit bereits die Maxwellglechungen eindeutig folgen.

TomS 08.02.20 18:11

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Es wird behauptet, das Integral hätte etwas mit der Feinstrukturkonstante zu tun; begründet wird das nicht. Das Ergebnis entspricht nicht den Vorhersagen. Die Skalenabhängigkeit der Feinstrukturkonstante wird nicht erklärt ...

Auch alles weitere wird nicht wirklich gezeigt.

(Ja, ich kenne einige der zitierten Arbeiten, auch da ist nichts vollständig, insbs. fehlt die Dynamik)

Die ganze Idee wird über Feynmanregeln motiviert. Gezeigt wird dazu nichts, außer einer algebraischen Motivation der Vertizes a la Kaufmann, keinerlei Dynamik. Propagatoren und Phasenfaktoren fehlen, die Skalenabhängigkeit der Kopplungskonstanen wird nicht erwähnt.

Außerdem wissen wir, dass das Standardmodells und insbs. die QCD ein nicht-perturbatives Regime haben, für das Berechnungen mittels Feynmandiagrammen unzulässig sind.

MMT 08.02.20 18:21

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von TomS (Beitrag 92758)
Es wird behauptet, das Integral hätte etwas mit der Feinstrukturkonstante zu tun; begründet wird das nicht. Das Ergebnis entspricht nicht den Vorhersagen. Die Skalenabhängigkeit der Feinstrukturkonstante wird nicht erklärt ...

Auch alles weitere wird nicht wirklich gezeigt.

(Ja, ich kenne einige der zitierten Arbeiten, auch da ist nichts vollständig, insbs. fehlt die Dynamik)

Die ganze Idee wird über Feynmanregeln motiviert. Gezeigt wird dazu nichts, außer einer algebraischen Motivation der Vertizes a la Kaufmann, keinerlei Dynamik. Propagatoren und Phasenfaktoren fehlen, die Skalenabhängigkeit der Kopplungskonstanen wird nicht erwähnt.

Außerdem wissen wir, dass das Standardmodells und insbs. die QCD ein nicht-perturbatives Regime haben, für das Berechnungen mittels Feynmandiagrammen unzulässig sind.

Die Skalenabhängigkeit der Feinstrukturkonstante wird erwähnt. Das Fadenmodell scheint auch die Möglichkeit zu bieten, das genauer zu reproduzieren.

Der Wert der Feinstrukturkonstante wird im letzten Preprint genauer berechnet als im genannten. Warum der Wert im genannten Paper nicht stimmt, wird ebenfalls erklärt. Ob die Begründung für die Berechnung von alpha überzeugend ist oder nicht, kann man diskutieren. Sie ist jedenfalls vorhanden und sehr lang - eigentlich 26 Seiten lang.

Nicht-perturbative Aspekte sind nur erwähnt; aber auch dazu gibt es mit Fäden Anhaltspunkte. Instantoneneffekte sind reproduzierbar.

Propagatoren folgen eindeutig, sobald die Diracgleichung gilt. Phasenfaktoren folgen aus den Eichsymmetrien und deren Algebren; die sind im ersten Paper dargelegt.

TomS 08.02.20 18:37

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92759)
Die Skalenabhängigkeit der Feinstrukturkonstante wird erwähnt. Das Fadenmodell scheint auch die Möglichkeit zu bieten, das genauer zu reproduzieren.

Wo steht das?

Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92759)
Der Wert der Feinstrukturkonstante wird im letzten Preprint genauer berechnet als im genannten.

Was ist das „letzte Preprint“, und wo finde ich Berechnung.

Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92759)
Instantoneneffekte sind reproduzierbar.

Wo steht das?

Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92759)
Propagatoren folgen eindeutig, sobald die Diracgleichung gilt. Phasenfaktoren folgen aus den Eichsymmetrien und deren Algebren; die sind im ersten Paper dargelegt.

Wo steht das? In welcher Eichung?

MMT 08.02.20 19:28

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
1 Veröffentlichung und 3 Preprints findet man auf http://www.motionmountain.net/research.html

In 3 dieser Texte kann man nach dem Term "running" suchen, um die Aussagen zum "Laufen" den Kopplungskonstanten finden. Es ist aber schon lange bekannt, dass wenn man die Lagrangefunktion des Standardmodells hat, das "Laufen" automatisch mit dabei ist.

Das letzte Preprint auf der Webseite, "A conjecture on the origin of quantum electrodynamics and colours", hat eine verbesserte Berechnung von alpha, wieder ziemlich weit hinten.

Zu nicht-perturbativen Effekten, siehe kurz den Abschnitt "BARYOGENESIS AND OTHER NON-PERTURBATIVE EFFECTS" im Preprint "A conjecture on the origin of the standard model and its constants".

Dass die Propagatoren aus der Diracgleichung folgen, steht in jedem Lehrbuch zur Quantenfeldtheorie. Dassselbe gilt für Phasenfaktoren und deren Zusammenhang mit den Eichsymmetrien. Aber vielleicht habe ich die Frage falsch verstanden. Für die QED ist die minimale Kopplung auch direkt zu sehen, mittels dem Fadenmodell für Ladungen und elektromagnetische Felder. Das steht im großen, älteren PDF ganz unten auf der Webseite.

TomS 08.02.20 23:43

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Es geht nicht darum, zu erklären, wie dies alles aus der Lagrangedichte folgt, sondern wie es aus deinem Ansatz folgt.

Wenn ich ein Buch zur QFT lese, kann ich die Berechnungen nachvollziehen. In deinen Artikeln sehe ich jedoch keine Berechnungen, nur Behauptungen und Mutmaßungen.

MMT 09.02.20 05:23

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von TomS (Beitrag 92762)
Es geht nicht darum, zu erklären, wie dies alles aus der Lagrangedichte folgt, sondern wie es aus deinem Ansatz folgt.

Es geht also darum zu zeigen, dass die Lagrangedichte des Standardmodells aus dem Fadenmodell folgt. Richtig?

Die Lagrangedichte des Standardmodells folgt bekanntermaßen *eindeutig* aus
  1. der relativistischen Invarianz,
  2. der Bedeutung von h-quer,
  3. den drei bekannten Eichwechselwirkungen,
  4. deren (zT gebrochenen) Eichsymmetrien und Kopplungskonstanten,
  5. dem bekannten Teilchenspektrum mit ihren Eigenschaftem (Spin, Masse, Quantenzahlen), und
  6. den Mischungswinkeln.
Richtig?

Für jeden dieser 6 Punkte wird gezeigt, wie er aus dem Fadenmodell folgt. Insbesondere wird gezeigt, dass es aus topologischen Gründen nur 3 Eichwechselwirkungen gibt, aus topologischen Gründen nur die bekannten Eichsymmetrien, und aus topologischen Gründen nur diejenigen Teilchen, die bereits bekannt sind.

Die Argumente, dass es keine zusätzlichen Wechselwirkungen, Symmetrien oder Teilchen gibt, sind *topologischer* Natur. Sie ergeben sich aus dem speziellen Fadenmodell für jedes Teilchen und für jede Wechselwirkung.

soon 09.02.20 08:02

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92763)
Für jeden dieser 6 Punkte wird gezeigt, wie er aus dem Fadenmodell folgt. Insbesondere wird gezeigt, dass es aus topologischen Gründen ...

Den Fragen nach Berechnungen und mathematischen Herleitungen begegnest du mit Verweisen auf Topologie.

Ist mit Topologie das hier gemeint?
https://www.researchgate.net/figure/...fig3_328828112

Werden die Fragen nach der Mathematik, deiner Meinung nach, in diesem Pdf hinreichend beantwortet?
http://www.motionmountain.net/Schill...-Constants.pdf

Zweifels 09.02.20 10:34

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92759)
Das Fadenmodell scheint auch die Möglichkeit zu bieten, das genauer zu reproduzieren.

Wurde das Fadenmodell eigentlich schon mal in einem n-Vektorraum auf die Lineare Unabhänigkeit der einzellnen Fäden hin geprüft?

Früher in der Schule, als wir das Integral lernen musste, hatten wir eine LG (Lern-Gruppe). Für uns war das Integralsymbol immer das fürchterliche "Schlangensymbol"... Keiner wusste was man da eigentlich macht und wie man diese Schlange bezwingen konnte. Heutzutage seh ich das anders.
Die verlinkten Seiten zeigen, das deine Mathematik noch viel schrecklichere "mathematische" Monster kennt... Kann man damit echt rechnen?:confused:

Zweifels 09.02.20 11:44

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92763)
[*]der relativistischen Invarianz,

Falls das aus der Relativtätstheorie kommt, wäre ich vorsichtig. Die RT macht durch mögliche Lösungen einer Feldgleichung sehr viel möglich, weil sie die Konstanten festlegen kann.

Insgesamt erinnert mich dein Fadenmodel eher an Chromosome der Biologie (also xx für weiblich und xy für männlich). Soll es vermutlich aber nicht...

Als Mathematiker wäre ich eher an deinem Model interessiert, also ich würde es mit der Mathematischen Modelltheorie untersuchen und mit anderen abstrakten Modellen vergleichen... Aber, um zurück zum Thema zu kommen, beschimpfen würde ich es erstmal nicht ;)

reinhard 09.02.20 13:23

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92746)
Danke für die Klarstellung der Kritik.

Fäden haben, wie alle ausgedehnten Komponenten, die Eigenschaft, dass sie Knoten oder Gewirre bilden können, was nur in 3 Dimensionen geht (für eindimensionale Objekte). Man hat durch ausgedehnte Konstituenten also automatisch die Frage nach der Dreidimensionalität beantwortet: Raum und Natur lassen sich nur mit drei Dimensionen konsistent beschreiben.

Bei dem Fadenmodell kommen die Eichgruppeneigenschaften heraus, ohne dass man sie vorher hineinsteckt. Das macht das Fadenmodell ziemlich attraktiv; das scheint bei keinem anderen Ansatz aus der Literatur und dem Internet der Fall zu sein (mir ist jedenfalls keiner bekannt).

Die Feinstrukturkonstante ist in der letzten Näherung besser getroffen: auf geschätzte 30% genau (siehe "A conjecture on the origin of quantum electrodynamics and colours" wo zwar 1/126 herauskommt, allerdings mit einer Näherung). Man kann die Rechnung noch verbessern, aber vermutlich nicht analytisch, sondern nur numerisch. Attraktiv ist, dass es derzeit keine anderen Ansätze gibt, die Feinstrukturkonstante überhaupt zu berechnen (mir ist jedenfalls aus der Literatur und dem Internet keiner bekannt).

Interessant wäre natürlich auch ob die Theorie etwas über die offenen Fragen wie dunkle Materie,dunkle Energie liefert.

MMT 09.02.20 15:19

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von reinhard (Beitrag 92771)
Interessant wäre natürlich auch ob die Theorie etwas über die offenen Fragen wie dunkle Materie,dunkle Energie liefert.

Derzeit nur über dunkle Materie: das Fadenmodell sagt voraus, dass es keine speziellen Dunkle-Materie-Teilchen gibt, weil es vorhersagt, dass es keine anderen Elementarteilchen gibt.

MMT 09.02.20 15:38

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von soon (Beitrag 92764)
Den Fragen nach Berechnungen und mathematischen Herleitungen begegnest du mit Verweisen auf Topologie.

Ja und nein.

Die Symmetrieeigenschaften einer Lagrangedichte kann man am besten mit algebraischen oder topologischen Argumenten beweisen.

Das Spektrum an Wechselwirkungen kann man nicht mit Rechnungen ableiten, sondern nur mit algebraischen oder topologischen Argumenten.

Die Eichsymmetrien kann man nicht mit Rechnungen ableiten, sondern nur mit algebraischen oder topologischen Argumenten.

Die Erhaltung und Definition der Ladung (und aller anderen Quantenzahlen) kann man nicht mit Rechnungen beweisen, sondern nur mit algebraischen oder topologischen Argumenten.

Das Spektrum an Elementarteilchen kann man nicht mit Rechnungen ableiten, sondern nur mit algebraischen oder topologischen Argumenten.

Die Diracgleichung haben schon andere vor langer Zeit abgeleitet (Battey-Pratt & Racey 1980). Die Maxwellgleichungen kommen auch automatisch heraus, mit altbekannten Argumenten (z.B. von Heras 2007, Burns 2019)

Die Feinstrukturkonstante kann man in der Tat berechnen, und das tun die Paper auch. Das ist eine der ersten Abschätzungen der Feinstrukturkonstante ab initio, die in der Literatur zu finden ist.

Zweifels 09.02.20 16:58

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92777)
Die Symmetrieeigenschaften einer Lagrangedichte kann man am besten mit algebraischen oder topologischen Argumenten beweisen.

Meinst du das hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lagrange-Dichte

Also bei Topologischen Räumen wäre ich Vorsichtig und würde immer auf das Auswahlaxiom verweisen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Auswah...nte_S%C3%A4tze

D.h. prüfen, ob die zum Auswahlaxiom äquivalenten Sätze in dem Topologischen Raum noch gültig sind. Aber das scheint ja bei dir der Fall zu sein...
Vielleicht sollte ich mir mal die Fäden genauer anschauen.:rolleyes:

Timm 09.02.20 17:13

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92707)
Ein Vorschlag.

Die ganze Natur, insbesondere der Raum und jedes Elementarteilchen, bestehen aus fluktuierenden Fäden mit Planckradius. Die Fäden sind alleine nicht beobachtbar; nur deren Kreuzungen sind beobachtbar oder messbar. Kreuzungswechsel - also der Wechsel des Vorzeichens - definieren h-quer, die Plancklänge und die Planckzeit. Elementarteilchen sind rationale Gewirre ("rational tangles") aus 1, 2 oder 3 Fäden. Massebehaftete Teilchen bestehen aus 2 oder 3 Fäden.

Bedeutet das Gewirr am und außerhalb des Horizonts (Fig. 2) das Vorhandensein massebehafteter Teilchen?

Wie bilden die Fäden ein radiales Photon auf dem Ereignishorizont ab?

Zur Berechnung von E in (1) scheinst du einen Photonenorbit bei r=2M anzunehmen, mit der Zeit T für einen Orbit. Ist das so?

MMT 09.02.20 18:01

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Timm (Beitrag 92779)
Bedeutet das Gewirr am und außerhalb des Horizonts (Fig. 2) das Vorhandensein massebehafteter Teilchen?

Wie bilden die Fäden ein radiales Photon auf dem Ereignishorizont ab?

Zur Berechnung von E in (1) scheinst du einen Photonenorbit bei r=2M anzunehmen, mit der Zeit T für einen Orbit. Ist das so?

Das Gewirr außerhalb des Horizonts (genähert) nicht. Im Horizont (genähert) erzeigen die Kreuzungen Masse, die über den ganzen Horizont verteilt ist.

Die 2. Frage fragt nach einem radial emittierten Photon, richtig? Es
ist eine Schleife (wie in Fig 11 ganz oben), die entlang eines Fadens, oder von Faden zu Faden wechselnd, radial nach außen dringt.

Zu E: ja, wenn ich das richtig verstanden habe.

MMT 09.02.20 18:04

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Zweifels (Beitrag 92768)
Wurde das Fadenmodell eigentlich schon mal in einem n-Vektorraum auf die Lineare Unabhänigkeit der einzellnen Fäden hin geprüft?

Früher in der Schule, als wir das Integral lernen musste, hatten wir eine LG (Lern-Gruppe). Für uns war das Integralsymbol immer das fürchterliche "Schlangensymbol"... Keiner wusste was man da eigentlich macht und wie man diese Schlange bezwingen konnte. Heutzutage seh ich das anders.
Die verlinkten Seiten zeigen, das deine Mathematik noch viel schrecklichere "mathematische" Monster kennt... Kann man damit echt rechnen?:confused:

Es kommt ja genau das Standardmodell heraus, und damit können viele Leute rechnen. Das Fadenmodell sagt ja voraus, das das Standardmodell bis in die Gegend der Planckenergie gültig ist.

MMT 09.02.20 18:08

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Zweifels (Beitrag 92778)
Meinst du das hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lagrange-Dichte

Also bei Topologischen Räumen wäre ich Vorsichtig und würde immer auf das Auswahlaxiom verweisen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Auswah...nte_S%C3%A4tze

D.h. prüfen, ob die zum Auswahlaxiom äquivalenten Sätze in dem Topologischen Raum noch gültig sind. Aber das scheint ja bei dir der Fall zu sein...
Vielleicht sollte ich mir mal die Fäden genauer anschauen.:rolleyes:

Den ersten Link kannte ich nicht; das ist aber etwas anderes.

Das Fadenmodell nutzt den üblichen 3D Raum, da gibt es von der Topologie keine Besonderheiten.

Zweifels 09.02.20 18:41

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92782)
Den ersten Link kannte ich nicht; das ist aber etwas anderes.

Ich nehm immer Mythologien, um mich in komplexe Mathematische Theorien zu denken. Generell weiss ich über die Fadentheorie (was Modallogisch "möglich falsch" wäre) diese:
Man kann die Verknüpfungen der Fäden (Knoten) als die Kreuzungen von Raumzeit-Diagrammen (nach Einstein, also da wird eine wellenlinie halt die krüümmung der Zeitachse) bildlich verstehen.

Mythologisch würde ich mal als den obersten Herrschergott dieses möglich wahren Universums folgende Gottheit vorstellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fliege...aghettimonster

tzzzz, Wikipedianer.....:rolleyes:

Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92782)
Das Fadenmodell nutzt den üblichen 3D Raum, da gibt es von der Topologie keine Besonderheiten.

Na dann ists ja gut^^

Zweifels 09.02.20 18:58

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Zweifels (Beitrag 92783)

tzzzz, Wikipedianer.....:rolleyes:


Na dann ists ja gut^^

Weisst du, die Fragen kommen nicht von Ungefähr.
Um mich zu rechtfertigen: Mathematiker (der theoretischen Physik) fragen immer zuerst: "Ist da auch ein Skalar dabei?"
https://de.wikipedia.org/wiki/Skalar_(Mathematik)
bzw:
https://de.wikipedia.org/wiki/Skalarprodukt

Die Relativitätstheorie gibt ein Skalar vor, aus der Elektrodynamik kommend... Mir scheint, dass das deine Theorie nicht tut, oder?

MMT 09.02.20 19:14

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Zweifels (Beitrag 92783)
Mythologisch würde ich mal als den obersten Herrschergott dieses möglich wahren Universums folgende Gottheit vorstellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fliege...aghettimonster

Ja, manche Leute nennen es nicht Fadenmodell, sondern Spaghettimodell...

MMT 09.02.20 19:18

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Zweifels (Beitrag 92784)
Die Relativitätstheorie gibt ein Skalar vor, aus der Elektrodynamik kommend... Mir scheint, dass das deine Theorie nicht tut, oder?

Das Fadenmodell ergibt die klassiche Elektrodynamik aus der QED im entsprechended Grenzwert.

Skalare sind auch die elektrische Ladung, die Wahrscheinlichkeitsdichte usw.

MMT 09.02.20 19:20

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Zweifels (Beitrag 92769)
Insgesamt erinnert mich dein Fadenmodel eher an Chromosome der Biologie (also xx für weiblich und xy für männlich). Soll es vermutlich aber nicht...

Polymere (wie Chromosome), Wirbel und ähnliche ausgedehnte Objekte sind manchmal als Analogien durchaus nützlich.

Timm 09.02.20 19:38

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92780)
Das Gewirr außerhalb des Horizonts (genähert) nicht. Im Horizont (genähert) erzeigen die Kreuzungen Masse, die über den ganzen Horizont verteilt ist.

Welche Masse sollte über den ganzen Horizont verteilt sein? Dieser ist lichtartig, was deiner Feststellung widerspricht.

Zitat:

Zu E: ja, wenn ich das richtig verstanden habe.
Dann stimmt deine Berechnungsgrundlage nicht. Der (instabile) Photonenorbit liegt bei 3/2 R_S, nicht bei R_S. Tangential bei R_S emittierte Photonen fallen in die Singularität.

Wie vereinbarst du die Herleitung von (1) mit dem Teil-Resultat c^4 mit Schwarzschild (hier c^2)?

MMT 10.02.20 06:21

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Timm (Beitrag 92788)
Welche Masse sollte über den ganzen Horizont verteilt sein? Dieser ist lichtartig, was deiner Feststellung widerspricht.


Dann stimmt deine Berechnungsgrundlage nicht. Der (instabile) Photonenorbit liegt bei 3/2 R_S, nicht bei R_S. Tangential bei R_S emittierte Photonen fallen in die Singularität.

Wie vereinbarst du die Herleitung von (1) mit dem Teil-Resultat c^4 mit Schwarzschild (hier c^2)?

Die Masse des schwarzen Lochs ist über den Horizont verteilt. Es gibt keine einzelnen Teilchenmassen. Der Hoirzont ist (für einen Beobather, der weit weg ist und ruht) eine Art Gewebe aus Fäden, das zwar Kreuzungswechsel zeigt (also Masse), aber nicht mehr aus einzelnen Teilchen besteht.

Der Horizont besteht nicht aus Photonen, sondern aus einem "Gewebe aus Fäden". Es laufen keine Photonen um den Horizont, sondern, wenn etwas herumläuft, sind es die Kreuzungswechsel. Diese erzeugen auch die Masse.

Die letzte Frage (mit c^4 und c^2) habe ich nicht gut verstanden. Ich versuche eine Antwort. Fäden haben Planck-radius, und können also nicht beliebig eng beieinander liegen. Das führt zu einer Kreuzung pro (korrigierter) Planck Fläche (auf der untersten "Schicht" des Horizonts). Beantwortet das die Frage?

Ein Aspekt ist im Fadenmodell aber in der Tat anders als was du schreibst: es gibt keine Singularität hinter dem Horizont, im Mittelpunkt des schwarzen Loches. Aus zwei Gründen: 1.: Im Fadenmodell gibt es überhaupt keine Singularitäten. (Das sollte in einer konsistenten Quantenbeschreibung der Gravitation auch so sein.) 2.: Im Fadenmodell ist für einen Beobachter, der einen Horizont sieht, hinter diesem Horizont einfach "nichts", d.h. er sieht da keine Kreuzungswechsel, d.h. keine Fäden, keine Observablen, einfach "nichts".

TomS 10.02.20 06:44

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92763)
Es geht also darum zu zeigen, dass die Lagrangedichte des Standardmodells aus dem Fadenmodell folgt. Richtig?

Ja.

Dazu wäre es nett, wenn du das genaue Paper verlinken würdest, anstatt nur „das erste“ zu erwähnen ...

Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92763)
Die Lagrangedichte des Standardmodells folgt bekanntermaßen *eindeutig* aus
  1. der relativistischen Invarianz,
  2. der Bedeutung von h-quer,
  3. den drei bekannten Eichwechselwirkungen,
  4. deren (zT gebrochenen) Eichsymmetrien und Kopplungskonstanten,
  5. dem bekannten Teilchenspektrum mit ihren Eigenschaftem (Spin, Masse, Quantenzahlen), und
  6. den Mischungswinkeln.
Richtig?

m.E. nicht vollständig

Zu 3:
Die Eichsymmetrie lässt unendlich viele Terme zu, insbs. Potenzen der bekannten Terme; dass diese nicht auftreten, folgt erst aus der Dynamik, d.h. der Renormierungsgruppengleichung bzw. Forderung der Renormierbarkeit; ein weiteres bekanntes Beispiel einer Mehrdeutigkeit ist der theta-Winkel der QCD.
Außerdem sagt die Eichsymmetrie nichts darüber aus, in welchen Darstellungen die Fermionen sitzen; es muss nicht zwingend die Fundamentaldarstellung sein.
Was sagt dein Modell dazu?

Zu 5.
Was meinst du hier mit Spektrum bzw. Masse? im Standardmodell sind die Teilchen zunächst masselos, sie erhalten ihre Masse aus der Kopplung an das Higgsfeld; die meinst also wohl diese Kopplungskonstanten.
Darüberhinaus sagt das Standardmodell nichts über die Neutrinomassen und deren Ursprung; sie folgen jedoch nicht aus der Kopplung an das Higgs.
Was sagt dein Modell dazu?

Zu 6.
Welche Mischungswinkel? wir haben neben dem Weinbergwinkel noch die CKM- sowie die PMNS-Matrix; folgt die Existenz dieser Mischungen aus deinem Modell? oder gar die Werte der Mischungen?
Zuvor wäre jedoch zu klären, wie die Anzahl der Generationen aus deinem Modell folgt.

Generell:
Folgt aus deinem Modell genau die Lagrangedichte des Standardmodells? dann hätte dein Modell die selben Probleme.
Oder folgt das Standardmodell als Näherung für eine fundamentalere Theorie? was wäre dessen Dynamik?

MMT 10.02.20 07:10

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von TomS (Beitrag 92794)
Ja.

Dazu wäre es nett, wenn du das genaue Paper verlinken würdest, anstatt nur „das erste“ zu erwähnen ...


m.E. nicht vollständig

Zu 3:
Die Eichsymmetrie lässt unendlich viele Terme zu, insbs. Potenzen der bekannten Terme; dass diese nicht auftreten, folgt erst aus der Dynamik, d.h. der Renormierungsgruppengleichung bzw. Forderung der Renormierbarkeit; ein weiteres bekanntes Beispiel ist der theta-Winkel der QCD.
Außerdem sagt die Eichsymmetrie nichts darüber aus, in welchen Darstellungen die Fermionen sitzen; es müsste nicht die Fundamentaldarstellung sein.
Was sagt dein Modell dazu?

Zu 5.
Was meinst du hier mit Spektrum bzw. Masse? im Standardmodell sind die Teilchen zunächst masselos, sie erhalten ihre Masse aus der Kopplung an das Higgsfeld; die meinst also wohl diese Kopplungskonstanten.
Darüberhinaus sagt das Standardmodell nichts über die Neutrinomassen und deren Ursprung; sie folgen jedoch nicht aus der Kopplung an das Higgs.
Was sagt dein Modell dazu?

Zu 6.
Welche Mischungswinkel? wir haben neben dem Weinbergwinkel noch die CKM- sowie die PMNS-Matrix; folgt die Existenz dieser Mischungen aus deinem Modell? oder gar die Werte der Mischungen?
Zuvor wäre jedoch zu klären, wie die Anzahl der Generationen aus deinem Modell folgt.


Zu 5.
Mit Spektrum meinte ich, welche verschiedene Teilchen überhaupt möglich sind. Das Fadenmodell sagt eben nur die bekannte Teilchen voraus und sonst keine - daher auch die Vorhersage, dass dunkle Materie nicht aus derzeit unbekannten Elemenarteilchen bestehen kann.

Das Fadenmodell sagt für Neutrinos kleine Diracmassen voraus: http://www.motionmountain.net/Schiller-Colours.pdf


Zu 6. Gemeint sind die CKM und PMNS Mischungswinkel. Ja, die Esistenz dieser Winkel und Phasen folgt aus dem Fadenmodell. Die Werte sind aber noch nicht berechenbar.

Die Anzahl der Generationen ist durch die Topologie der zugewiesenen Gewirre auf 3 begrenzt. (Jedes Fermion betseht aus einer Familie von Gewirren, und von denen gibt es jeweils nur sechs, 2 pro Generation.)

Zu 3.
Das Fadenmodell sagt die üblichen Darstellungen für die Fermionen voraus.
Zu den Potenzen der Terme in der Lagrangedichte mit der gleichen Symmetrie muss ich nochmal nachdenken. Das ist ein guter Punkt. Das scheint mir aber derzeit auch der einzige Punkt zu sein, der das Wort "eindeutig" wackelig macht - richtig?

TomS 10.02.20 07:28

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Danke.

Und welches Paper genau soll ich nun zu 1. - 6. nochmal lesen?

MMT 10.02.20 07:43

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von TomS (Beitrag 92796)
Danke.

Und welches Paper genau soll ich nun zu 1. - 6. nochmal lesen?

Am ehesten dieses:http://www.motionmountain.net/Schill...-Constants.pdf

Die Punkte 1 und 2 sind dort ganz gut erklärt, auch einige der folgenden.
Aber vermutlich verbesserbar, wie sich gerade herausstellt.

Timm 10.02.20 09:52

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92793)
Die Masse des schwarzen Lochs ist über den Horizont verteilt. Es gibt keine einzelnen Teilchenmassen. Der Hoirzont ist (für einen Beobather, der weit weg ist und ruht) eine Art Gewebe aus Fäden, das zwar Kreuzungswechsel zeigt (also Masse), aber nicht mehr aus einzelnen Teilchen besteht.

Der Horizont besteht nicht aus Photonen, sondern aus einem "Gewebe aus Fäden". Es laufen keine Photonen um den Horizont, sondern, wenn etwas herumläuft, sind es die Kreuzungswechsel. Diese erzeugen auch die Masse.

Die letzte Frage (mit c^4 und c^2) habe ich nicht gut verstanden. Ich versuche eine Antwort. Fäden haben Planck-radius, und können also nicht beliebig eng beieinander liegen. Das führt zu einer Kreuzung pro (korrigierter) Planck Fläche (auf der untersten "Schicht" des Horizonts). Beantwortet das die Frage?

Ein Aspekt ist im Fadenmodell aber in der Tat anders als was du schreibst: es gibt keine Singularität hinter dem Horizont, im Mittelpunkt des schwarzen Loches. Aus zwei Gründen: 1.: Im Fadenmodell gibt es überhaupt keine Singularitäten. (Das sollte in einer konsistenten Quantenbeschreibung der Gravitation auch so sein.) 2.: Im Fadenmodell ist für einen Beobachter, der einen Horizont sieht, hinter diesem Horizont einfach "nichts", d.h. er sieht da keine Kreuzungswechsel, d.h. keine Fäden, keine Observablen, einfach "nichts".

Jetzt wird es etwas unübersichtlich.

Zunächst zu "3. Deriving black hole thermodynamics" und deiner Gleichung (1). Du erhältst E = Rc^4/2G mit E "energy (or masss)" und R "horizon of radius R". Demgegenüber gilt nach Schwarzschild M = R_Sc^2/2G. Der Unterschied ist c^2, klar jetzt?

Dazu folgende Fragen.

1. Weshalb gehst du bei der Herleitung von einem Photonenorbit bei R aus, den es nicht gibt? Hatte ich bereits oben erwähnt.

2. Gleichung (1) enthält 4piR^2/2piR. Ist hier R der Abstand vom Mittelpunkt zum Horizont?

3. Wie erwähnt ist der Horizont lichtartig. Nach deiner Erklärung oben würden sich die Teilchen, die die Masse des Schwarzen Loches bilden, auf lichtartigen Geodäten bewegen. Wie erklärst du das?

Aus alledem folgt der Eindruck, daß dein Modell von der Schwarzschild Lösung fundamental abweicht. Damit befindet sich dein Modell implizit im Widerspruch zu den Einstein'schen Feldgleichungen. Ferner verletzen Annahmen deines Modells wegen 3. die SRT.

TomS 10.02.20 10:29

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92797)
Am ehesten dieses:http://www.motionmountain.net/Schill...-Constants.pdf

Die Punkte 1 und 2 sind dort ganz gut erklärt ...

Sorry, nein.

Es wird behauptet, es gäbe eine Erklärung, jedoch wird dazu wieder auf andere Artikel verwiesen.

Machen wir es mal konkret:

Die anschauliche Erklärung mittels Belt-Trick u.ä., dass geometrische Objekte existieren, die erst bei Rotation um 720° in sich selbst übergehen,
i) beweist nicht, dass es sich bei diesen Objekten um Spinoren handeln muss,
ii) sie sagt nichts darüber aus, welche Spinoren (Dirac, Weyl, Majorana) vorliegen,
iii) sie erklärt m.W.n. nicht, wie man von der anschaulichen Erklärung in drei Dimensionen zu den Spinoren in der vierdimensionalen Raumzeiten gelangt,
iv) sie erklärt nicht, wie aus rein geometrischen bzw. algebraischen und damit diskreten Objekten die bekannten Spinorfelder folgen,
v) sie sagt nichts dazu, dass und warum zusätzlich eine Dirac-Gleichung gilt.

Zu (i) ist anzumerken, dass Spinoren nicht dadurch definiert sind, dass sie bei Rotationen um 720° invariant sind - das sind auch andere Objekte, siehe z.B. Belt-Trick - sondern siehe hier: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Spin_representation

Zu (v) ist zu sagen, dass sich Spinorfelder zwar entsprechend (i) transformieren, dass es jedoch zusätzlicher Bedingung bedarf, dass sie die Diracgleichung erfüllen, dass nur lineare Terme auftreten, dass für Eichfelder eine Kopplung erster Ordnung auftritt etc.

In welchen Paper werden die Punkte (i - v) konkret hergeleitet? Bitte nicht wieder ein Paper nennen, das nur auf andere verweist.

EDIT: noch eine Beobachtung zu deinen Thesen ist, dass du zu deinem Modell keine einzige Rechnung vorweisen kannst, sondern ausschließlich bereits bekannte Formalismen zu anderen Modellen (Quantenmechanik, ...) mathematisch ausführst und deren Ableitbarkeit aus deinem Modell umgangssprachlich postulierst. Das einzige, was du also zeigst ist, dass dein Modell bestimmte, insbs. topologische Aspekte dieser bekannten Formalismen visualisieren kann, nicht jedoch, dass diese Formalismen mit einer lokalen Dynamik aus deinem Modell folgt. Für dein Modell existiert nicht eine einzige konkrete und zugleich neue Formel.

Zweifels 10.02.20 11:12

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von TomS (Beitrag 92801)
EDIT: noch eine Beobachtung zu deinen Thesen ist, dass du zu deinem Modell keine einzige Rechnung vorweisen kannst, sondern ausschließlich bereits bekannte Formalismen zu anderen Modellen (Quantenmechanik, ...) mathematisch ausführst und deren Ableitbarkeit aus deinem Modell umgangssprachlich postulierst. Das einzige, was du also zeigst ist, dass dein Modell bestimmt Aspekte dieser bekannten Formalismen visualisieren kann, nicht jedoch, dass diese Formalismen aus deinem Modell folgt. Für dein Modell existiert nicht eine einzige konkrete und zugleich neue Formel.

Yep, topologisch kommt mir das auch so vor (ich versteh nicht alles^^).

Also mathematisch folgt, dass man unendlich viele Modelle entwickeln kann, die aus einer endlichen Anzahl von "Axiomen" (also Erkenntnissen anderer Wissenschaftler) bestehen und sich nicht im Widerspruch mit diesen befinden.
Siehe hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kontin...se#L%C3%B6sung

reinhard 10.02.20 11:33

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Zweifels (Beitrag 92803)
Yep, topologisch kommt mir das auch so vor (ich versteh nicht alles^^).

Also mathematisch folgt, dass man unendlich viele Modelle entwickeln kann, die aus einer endlichen Anzahl von "Axiomen" (also Erkenntnissen anderer Wissenschaftler) bestehen und sich nicht im Widerspruch mit diesen befinden.
Siehe hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kontin...se#L%C3%B6sung

Wenn man daraus neue Erkenntnisse gewinnt z.B. Parameter wie die Feinstrukturkonstante konkret ableiten usw. dann müßte man die Theorie schon ernst nehmen.Es muß also mehr liefern als bereits Bekanntes damit es ein Zugewinn ist.Ob die Fädentheorie das kann weiß ich nicht.Wird sich zeigen.

TomS 10.02.20 11:53

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von reinhard (Beitrag 92805)
Es muß also mehr liefern als bereits Bekanntes damit es ein Zugewinn ist.

Wenn man ein einfaches Prinzip hätte, dass die mathematische Struktur des Standardmodells eindeutig begründet, auch ohne darüberhinaus Neues zu liefern, wäre das an sich ein gewaltiger Fortschritt (wenn man das Konstruktionsprinzip des Standardmodells als „renormierbare Quantenfeldtheorie mit lokaler Eichinvarianz“ zusammenfasst, dann folgen damit abzählbar unendlich viele mögliche Kandidaten).

Wie ich oben geschrieben habe, liefert es (das Fadenmodell) jedoch nicht mal das.

Das ist an sich nicht schlimm. Es gab einige Versuche in ähnlicher Richtung, aus algebraischen oder geometrischen Überlegungen die Symmetrieprinzipen des Standardmodells abzuleiten; keine davon war erfolgreich.

Was ich für unzureichend halte ist eine ehrliche Analyse des Erreichten und der noch offenen Punkte. In allen vergleichbaren Ansätzen - Work in Progress - gibt es immer ein abschließendes Kapitel, in dem offene Punkte und nächste Schritte zusammengefasst werden. Nicht so hier! Hier haben wir die Behauptung, alles wäre erreicht, jedoch bereits bei oberflächlicher Analyse die Erkenntnis, dass maßgebliche offene Punkte existieren, die das Ganze auf den Status einer Idee zurückwerfen.


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