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-   -   Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen (http://www.quanten.de/forum/showthread.php5?t=3750)

MMT 09.02.20 19:08

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Zweifels (Beitrag 92778)
Meinst du das hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lagrange-Dichte

Also bei Topologischen Räumen wäre ich Vorsichtig und würde immer auf das Auswahlaxiom verweisen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Auswah...nte_S%C3%A4tze

D.h. prüfen, ob die zum Auswahlaxiom äquivalenten Sätze in dem Topologischen Raum noch gültig sind. Aber das scheint ja bei dir der Fall zu sein...
Vielleicht sollte ich mir mal die Fäden genauer anschauen.:rolleyes:

Den ersten Link kannte ich nicht; das ist aber etwas anderes.

Das Fadenmodell nutzt den üblichen 3D Raum, da gibt es von der Topologie keine Besonderheiten.

Zweifels 09.02.20 19:41

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92782)
Den ersten Link kannte ich nicht; das ist aber etwas anderes.

Ich nehm immer Mythologien, um mich in komplexe Mathematische Theorien zu denken. Generell weiss ich über die Fadentheorie (was Modallogisch "möglich falsch" wäre) diese:
Man kann die Verknüpfungen der Fäden (Knoten) als die Kreuzungen von Raumzeit-Diagrammen (nach Einstein, also da wird eine wellenlinie halt die krüümmung der Zeitachse) bildlich verstehen.

Mythologisch würde ich mal als den obersten Herrschergott dieses möglich wahren Universums folgende Gottheit vorstellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fliege...aghettimonster

tzzzz, Wikipedianer.....:rolleyes:

Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92782)
Das Fadenmodell nutzt den üblichen 3D Raum, da gibt es von der Topologie keine Besonderheiten.

Na dann ists ja gut^^

Zweifels 09.02.20 19:58

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Zweifels (Beitrag 92783)

tzzzz, Wikipedianer.....:rolleyes:


Na dann ists ja gut^^

Weisst du, die Fragen kommen nicht von Ungefähr.
Um mich zu rechtfertigen: Mathematiker (der theoretischen Physik) fragen immer zuerst: "Ist da auch ein Skalar dabei?"
https://de.wikipedia.org/wiki/Skalar_(Mathematik)
bzw:
https://de.wikipedia.org/wiki/Skalarprodukt

Die Relativitätstheorie gibt ein Skalar vor, aus der Elektrodynamik kommend... Mir scheint, dass das deine Theorie nicht tut, oder?

MMT 09.02.20 20:14

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Zweifels (Beitrag 92783)
Mythologisch würde ich mal als den obersten Herrschergott dieses möglich wahren Universums folgende Gottheit vorstellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fliege...aghettimonster

Ja, manche Leute nennen es nicht Fadenmodell, sondern Spaghettimodell...

MMT 09.02.20 20:18

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Zweifels (Beitrag 92784)
Die Relativitätstheorie gibt ein Skalar vor, aus der Elektrodynamik kommend... Mir scheint, dass das deine Theorie nicht tut, oder?

Das Fadenmodell ergibt die klassiche Elektrodynamik aus der QED im entsprechended Grenzwert.

Skalare sind auch die elektrische Ladung, die Wahrscheinlichkeitsdichte usw.

MMT 09.02.20 20:20

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Zweifels (Beitrag 92769)
Insgesamt erinnert mich dein Fadenmodel eher an Chromosome der Biologie (also xx für weiblich und xy für männlich). Soll es vermutlich aber nicht...

Polymere (wie Chromosome), Wirbel und ähnliche ausgedehnte Objekte sind manchmal als Analogien durchaus nützlich.

Timm 09.02.20 20:38

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92780)
Das Gewirr außerhalb des Horizonts (genähert) nicht. Im Horizont (genähert) erzeigen die Kreuzungen Masse, die über den ganzen Horizont verteilt ist.

Welche Masse sollte über den ganzen Horizont verteilt sein? Dieser ist lichtartig, was deiner Feststellung widerspricht.

Zitat:

Zu E: ja, wenn ich das richtig verstanden habe.
Dann stimmt deine Berechnungsgrundlage nicht. Der (instabile) Photonenorbit liegt bei 3/2 R_S, nicht bei R_S. Tangential bei R_S emittierte Photonen fallen in die Singularität.

Wie vereinbarst du die Herleitung von (1) mit dem Teil-Resultat c^4 mit Schwarzschild (hier c^2)?

MMT 10.02.20 07:21

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von Timm (Beitrag 92788)
Welche Masse sollte über den ganzen Horizont verteilt sein? Dieser ist lichtartig, was deiner Feststellung widerspricht.


Dann stimmt deine Berechnungsgrundlage nicht. Der (instabile) Photonenorbit liegt bei 3/2 R_S, nicht bei R_S. Tangential bei R_S emittierte Photonen fallen in die Singularität.

Wie vereinbarst du die Herleitung von (1) mit dem Teil-Resultat c^4 mit Schwarzschild (hier c^2)?

Die Masse des schwarzen Lochs ist über den Horizont verteilt. Es gibt keine einzelnen Teilchenmassen. Der Hoirzont ist (für einen Beobather, der weit weg ist und ruht) eine Art Gewebe aus Fäden, das zwar Kreuzungswechsel zeigt (also Masse), aber nicht mehr aus einzelnen Teilchen besteht.

Der Horizont besteht nicht aus Photonen, sondern aus einem "Gewebe aus Fäden". Es laufen keine Photonen um den Horizont, sondern, wenn etwas herumläuft, sind es die Kreuzungswechsel. Diese erzeugen auch die Masse.

Die letzte Frage (mit c^4 und c^2) habe ich nicht gut verstanden. Ich versuche eine Antwort. Fäden haben Planck-radius, und können also nicht beliebig eng beieinander liegen. Das führt zu einer Kreuzung pro (korrigierter) Planck Fläche (auf der untersten "Schicht" des Horizonts). Beantwortet das die Frage?

Ein Aspekt ist im Fadenmodell aber in der Tat anders als was du schreibst: es gibt keine Singularität hinter dem Horizont, im Mittelpunkt des schwarzen Loches. Aus zwei Gründen: 1.: Im Fadenmodell gibt es überhaupt keine Singularitäten. (Das sollte in einer konsistenten Quantenbeschreibung der Gravitation auch so sein.) 2.: Im Fadenmodell ist für einen Beobachter, der einen Horizont sieht, hinter diesem Horizont einfach "nichts", d.h. er sieht da keine Kreuzungswechsel, d.h. keine Fäden, keine Observablen, einfach "nichts".

TomS 10.02.20 07:44

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92763)
Es geht also darum zu zeigen, dass die Lagrangedichte des Standardmodells aus dem Fadenmodell folgt. Richtig?

Ja.

Dazu wäre es nett, wenn du das genaue Paper verlinken würdest, anstatt nur „das erste“ zu erwähnen ...

Zitat:

Zitat von MMT (Beitrag 92763)
Die Lagrangedichte des Standardmodells folgt bekanntermaßen *eindeutig* aus
  1. der relativistischen Invarianz,
  2. der Bedeutung von h-quer,
  3. den drei bekannten Eichwechselwirkungen,
  4. deren (zT gebrochenen) Eichsymmetrien und Kopplungskonstanten,
  5. dem bekannten Teilchenspektrum mit ihren Eigenschaftem (Spin, Masse, Quantenzahlen), und
  6. den Mischungswinkeln.
Richtig?

m.E. nicht vollständig

Zu 3:
Die Eichsymmetrie lässt unendlich viele Terme zu, insbs. Potenzen der bekannten Terme; dass diese nicht auftreten, folgt erst aus der Dynamik, d.h. der Renormierungsgruppengleichung bzw. Forderung der Renormierbarkeit; ein weiteres bekanntes Beispiel einer Mehrdeutigkeit ist der theta-Winkel der QCD.
Außerdem sagt die Eichsymmetrie nichts darüber aus, in welchen Darstellungen die Fermionen sitzen; es muss nicht zwingend die Fundamentaldarstellung sein.
Was sagt dein Modell dazu?

Zu 5.
Was meinst du hier mit Spektrum bzw. Masse? im Standardmodell sind die Teilchen zunächst masselos, sie erhalten ihre Masse aus der Kopplung an das Higgsfeld; die meinst also wohl diese Kopplungskonstanten.
Darüberhinaus sagt das Standardmodell nichts über die Neutrinomassen und deren Ursprung; sie folgen jedoch nicht aus der Kopplung an das Higgs.
Was sagt dein Modell dazu?

Zu 6.
Welche Mischungswinkel? wir haben neben dem Weinbergwinkel noch die CKM- sowie die PMNS-Matrix; folgt die Existenz dieser Mischungen aus deinem Modell? oder gar die Werte der Mischungen?
Zuvor wäre jedoch zu klären, wie die Anzahl der Generationen aus deinem Modell folgt.

Generell:
Folgt aus deinem Modell genau die Lagrangedichte des Standardmodells? dann hätte dein Modell die selben Probleme.
Oder folgt das Standardmodell als Näherung für eine fundamentalere Theorie? was wäre dessen Dynamik?

MMT 10.02.20 08:10

AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen
 
Zitat:

Zitat von TomS (Beitrag 92794)
Ja.

Dazu wäre es nett, wenn du das genaue Paper verlinken würdest, anstatt nur „das erste“ zu erwähnen ...


m.E. nicht vollständig

Zu 3:
Die Eichsymmetrie lässt unendlich viele Terme zu, insbs. Potenzen der bekannten Terme; dass diese nicht auftreten, folgt erst aus der Dynamik, d.h. der Renormierungsgruppengleichung bzw. Forderung der Renormierbarkeit; ein weiteres bekanntes Beispiel ist der theta-Winkel der QCD.
Außerdem sagt die Eichsymmetrie nichts darüber aus, in welchen Darstellungen die Fermionen sitzen; es müsste nicht die Fundamentaldarstellung sein.
Was sagt dein Modell dazu?

Zu 5.
Was meinst du hier mit Spektrum bzw. Masse? im Standardmodell sind die Teilchen zunächst masselos, sie erhalten ihre Masse aus der Kopplung an das Higgsfeld; die meinst also wohl diese Kopplungskonstanten.
Darüberhinaus sagt das Standardmodell nichts über die Neutrinomassen und deren Ursprung; sie folgen jedoch nicht aus der Kopplung an das Higgs.
Was sagt dein Modell dazu?

Zu 6.
Welche Mischungswinkel? wir haben neben dem Weinbergwinkel noch die CKM- sowie die PMNS-Matrix; folgt die Existenz dieser Mischungen aus deinem Modell? oder gar die Werte der Mischungen?
Zuvor wäre jedoch zu klären, wie die Anzahl der Generationen aus deinem Modell folgt.


Zu 5.
Mit Spektrum meinte ich, welche verschiedene Teilchen überhaupt möglich sind. Das Fadenmodell sagt eben nur die bekannte Teilchen voraus und sonst keine - daher auch die Vorhersage, dass dunkle Materie nicht aus derzeit unbekannten Elemenarteilchen bestehen kann.

Das Fadenmodell sagt für Neutrinos kleine Diracmassen voraus: http://www.motionmountain.net/Schiller-Colours.pdf


Zu 6. Gemeint sind die CKM und PMNS Mischungswinkel. Ja, die Esistenz dieser Winkel und Phasen folgt aus dem Fadenmodell. Die Werte sind aber noch nicht berechenbar.

Die Anzahl der Generationen ist durch die Topologie der zugewiesenen Gewirre auf 3 begrenzt. (Jedes Fermion betseht aus einer Familie von Gewirren, und von denen gibt es jeweils nur sechs, 2 pro Generation.)

Zu 3.
Das Fadenmodell sagt die üblichen Darstellungen für die Fermionen voraus.
Zu den Potenzen der Terme in der Lagrangedichte mit der gleichen Symmetrie muss ich nochmal nachdenken. Das ist ein guter Punkt. Das scheint mir aber derzeit auch der einzige Punkt zu sein, der das Wort "eindeutig" wackelig macht - richtig?


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