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Alt 06.06.19, 21:40
Bernhard Bernhard ist offline
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Standard AW: EIn Crank fragt: Kann überhaupt irgendetwas in ein schwarzes Loch fallen?

Um nochmal auf das eigentliche Thema zurück zukommen, möchte ich hiermit eine aufschlussreiche Arbeit von J. Wheeler aus dem Jahr 1971 verlinken, wo der Einfang von Elementarteilchen durch ein Schwarzes Loch vor allem unter Einbeziehung der Quantenmechanik diskutiert wird:

Transcending the Law of Conservation of Leptons (komplett frei zugänglich)

EDIT: Man kann das Paper, wenn ich es richtig verstanden habe, grob so zusammenfassen, dass es unabhängig vom Spin eines Elementarteilchens eine Art kritische Grenze für die Masse eines Schwarzen Loches gibt. Unterhalb dieser Grenze überwiegt die Wahrscheinlichkeit für Streuprozesse. Oberhalb dieser Grenze überwiegt die Wahrscheinlichkeit für den Einfang des Teilchens. Bei dieser Grenze ist der Schwarzschild-Radius gleich der Compton-Wellenlänge des Elektrons.

Man beachte, dass die Arbeit vor S. Hawkings berühmter Arbeit zur Hawking-Strahlung (1975) erschienen ist. Diese kommt dort also notwendigerweise nicht explizit vor. Die Problematik des Vakuums wird immerhin qualitativ angedeutet.
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Freundliche Grüße, B.

Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

Geändert von Bernhard (06.06.19 um 22:16 Uhr)
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