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Alt 09.04.19, 09:53
Timm Timm ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 26.03.2009
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Standard AW: Dekohärenz macht die Vielen-Welten überflüssig

Zitat:
Zitat von TomS Beitrag anzeigen
Ich habe jetzt nur deine Zusammenfassung gelesen, aber die Idee, die Dekohärenz mache die VWI oder irgendeine andere Interpretation überflüssig - oder löse gar das Messproblem vollständig - ist ein verbreitetes Missverständnis und letztlich völlig falsch!
Schlimm, daß ein theoretischer Physiker, der sich (vermutlich) damit eingehend beschäftigt hat, "völlig falsch" liegt. Könnte es sein, daß er nicht falsch liegt, sondern es schlicht anders sieht als du?

Könntest du aus dem Zitat in der OP Aussagen aufzeigen, die falsch sind und dies jeweils begründen. Das wäre im Vergleich zu pauschal falsch außerordentlich hilfreich.
Zitat:
Zitat von TomS Beitrag anzeigen
Schauen wir uns mal an, was die Dekohärenz für Schrödingers Katze besagt: Die kohärente Superposition „tot und lebendig“ erscheint bei Unterdrückung der Umgebungsfreiheitsgrade näherungsweise als „entweder tot oder lebendig“. D.h. die Dekohärenz liefert uns die bekannten klassische Sichtweisen bzw. klassischen Alternativen.

Wir sehen jedoch nicht „entweder tot oder lebendig“‚ sondern entweder „tot“ oder „lebendig“.
Eben, entweder „tot“ oder „lebendig“, wie bei Unterdrückung der Umgebungsfreiheitsgrade zu erwarten.

Zitat:
Zitat von TomS Beitrag anzeigen
Und genau das liefert die Dekohärenz nicht! Sie liefert immer alle klassischen Alternativen, nicht jedoch genau eine davon.
Das klingt wie eine unbestreitbare Tatsache, ist aber Interpretation.

Ich fasse mal zusammen, wie ich Cord A. Müller verstanden habe:

Dekohärenz führt dazu, daß die Superposition irreversibel in einen festen Zeigerzustand zerfällt, in welchen der möglichen ist Zufall. Weil irreversibel entfallen damit die Bad-Freiheitsgrade (werden ausgespurt) und verschwinden somit die Interferenz-Terme, weshalb die unitäre Dynamik nicht verletzt ist.
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Der Verstand schafft die Wahrheit nicht, sondern er findet sie vor - Aurelius Augustinus
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