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Alt 30.12.14, 01:04
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TomS TomS ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 04.10.2014
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Standard AW: Ist die Stringtheorie eine Theorie?

Zur M-Theorie und den Dualitäten siehe auch den Text von Urs.

Das Problem ist ja nicht, dass innerhalb einer Theorie verschiedene CY-Räume möglich sind, sondern dass es für die unterschiedliche Theorien (Heterotic-E, ...) keine einheitliche, fundamentale Darstellung gibt; und dass es diese M-Theorie in diesem Sinne auch (noch) nicht gibt.

Stell' dir vor, du entwickelst auf Basis der chiralen Störungstheorie, Flavour-Symmetrie, Current-Algebra usw. effektive Theorien zur Beschreibung von Hadronen (lassen wir mal die Lästigkeit der nicht-Renormierbarkeit beiseite). Du wirst in diesen Theorien nie die fundamentalen Freiheitsgrade (Quarks & Gluonen) finden. Oder stell' dir vor, du betrachtest effektive Feldtheorien und Quasiteilchen im Rahmen der Festkörperphysik (Phonen, Exzitonen, Polaronen, ..., Ginzburg-Landau, ... ) und findest nie Elektronen und Atomrümpfe. Evtl. befinden wir uns mit der Stringtheorie in genau derselben Situation, dass nämlich der String gar kein fundamentales Objekt sondern eine Art effektiver Freiheitsgrad, also eine Art Quasiteilchen ist.

Das sollte die Forscher viel mehr beschäftigen als ein paar CY-Räume mehr oder weniger.
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«while I subscribe to the "Many Worlds" theory which posits the existence of an infinite number of Toms in an infinite number of universes, I assure you that in none of them am I dancing»
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