Einzelnen Beitrag anzeigen
  #6  
Alt 06.10.10, 22:08
SCR SCR ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 20.05.2009
Beiträge: 3.061
Standard AW: Das Standardmodell ...

Ich könnte mir auf Basis meiner Erfahrungswerte in diesem Forum vorstellen, dass folgendes Kapitel dann durchaus etwas "höheres Potential einer Diskussion" haben könnte:

Der Raum

... unendliche Weiten ... - Oh , falscher Film :

Da sich im Laufe der Jahrzente und Jahrhunderte womöglich schleichend die ein oder andere geringfügige Fehldeutung bezüglich einiger Aussagen des Standardmodells verfestigt hat zu Beginn zwei kurze Zitate:

Äther und Relativitäts-Theorie (Rede), 05.05.1920, Reichs-Universität Leiden, Albert Einstein:
Zitat:
Zitat von Albert Einstein
Indessen lehrt ein genaueres Nachdenken, daß diese Leugnung des Äthers nicht notwendig durch das spezielle Relativitätsprinzip gefordert wird.
Über den Äther, 1924, Verhandlungen der Schweizerischen naturforschenden Gesellschaft, Albert Einstein:
Zitat:
Zitat von Albert Einstein
Aber selbst wenn diese Möglichkeiten zu wirklichen Theorien heranreifen, werden wir des Äthers, d. h. des mit physikalischen Eigenschaften ausgestatteten Kontinuums, in der theoretischen Physik nicht entbehren können; denn die allgemeine Relativitätstheorie, an deren grundsätzlichen Gesichtspunkten die Physiker wohl stets festhalten werden, schliesst eine unvermittelte Fernwirkung aus; jede Nahewirkungs-Theorie aber setzt kontinuierliche Felder voraus, also auch die Existenz eines „Äthers“.
Weitere Aspekte sowie Beobachtungen:

1. Unser Raum wächst.
a) Er ist dementsprechend als der Zeitdimension untergeordnet anzusehen und damit von ihr abhängig.
b) Prinzipiell kann eigentlich nur etwas Substanzielles eine grundsätzliche "Größe" aufweisen bzw. diesbezüglich Änderungen zeigen.

2. Der Raum weist Vakuumenergie auf. Er muß somit aus "Etwas" (Unbekanntem: Nicht-Baryonisch, Nicht-...) bestehen.

3. Lense-Thirring-Effekt / Frame-Dragging-Effekt:
Zitat:
Zitat von wikipedia
Der Lense-Thirring-Effekt (auch: Frame-Dragging-Effekt) ist ein im Jahr 1918 von dem Mathematiker Josef Lense und dem Physiker Hans Thirring theoretisch vorhergesagter physikalischer Effekt, der sich aus der Allgemeinen Relativitätstheorie ergibt. Er fällt in die Klasse der gravitomagnetischen Effekte.
Der Effekt beschreibt die Beeinflussung des lokalen Inertialsystems durch eine rotierende Masse, was man sich vereinfacht (und dementsprechend nicht ganz präzise) so vorstellen kann, dass die rotierende Masse den Raum um sich herum wie eine zähe Flüssigkeit geringfügig mitzieht und dadurch die Raumzeit verdrillt.
Eine Raumzeit / ein Raum, welcher / welchem solche Verhaltensweisen zugeschrieben werden, muß aus "Etwas" bestehen.

4. Die Gödel-Metrik als exakte Lösung der Einsteinschen Feldgleichungen:
In Gödels Universum liegt die Materie allein in Form von rotierendem Staub vor; Diese Rotation von Materie versetzt die Raumzeit insgesamt ebenfalls in eine Rotation.

An Example of a New Type of Cosmological Solutions of Einstein’s Field Equations of Gravitation. Rev.Mod. Phys. 21, 3 (Jul. 1949), 447–450

Eine Rotation der Raumzeit / des Raums kann nun aber nur
a) stattfinden, wenn es "Etwas" gibt, was überhaupt rotieren kann, und
b) vor einem irgendwie gearteten "Hintergrund" definiert werden, auf welchen hinsichtlich dieser Bewegung Bezug genommen wird.

(Auf 4b) soll aber konkret erst später eingegangen)

Schlußfolgerung: Der Raum ist nicht leer - Er besteht aus "Etwas", er ist damit (zumindest in gewisser, unbekannter Weise) als materiell anzusehen.

<BREAK zur Reflektion>
Mit Zitat antworten