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Alt 20.10.16, 09:39
Ich Ich ist offline
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Standard AW: quantenmechanische Objekte + Verschränkung

Zitat:
Zitat von fossilium Beitrag anzeigen
ich verstehe Dich, und sehe die Sache jetzt auch klarer.
Das ist ja schon mal was.
Zitat:
Mein Problem ist aber, daß deine Form der Darstellung – wie sie ja gängig ist - nicht widerspruchsfrei ist: soweit ich weiß, ist ein verschränktes System ein Objekt, bei dem man keine Aussagen über die Einzelteile machen kann.
Ich muss hier mal präzisieren: "nicht widerspruchsfrei" bezieht sich auf das, was du bei deiner Lektüre der Lehrbücher verstanden hast, nicht auf "meine Form der Darstellung".
Zitat:
Die Individualinformation ist über alle Teile verschmiert. Jedes Teil trägt Informationen über alle anderen und wenn ich an einem Teil messe, hat dies instantan Auswirkungen auf alle anderen. So ist es üblicherweise in hundert Varianten in allen Lehrbüchern zu lesen.
Nun, hoffentlich meistens ohne die "instantanen Auswirkungen", das hört sich für mich zu sehr nach Kausalbeziehung an. Ich muss aber anmerken, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, du hättest hunderte (oder auch nur mehrere) Lehrbücher über Quantenmechanik gelesen. Multiplizität ist ein Einsteigerthema und hätte dir schon beim ersten Lehrbuch unterkommen müssen.
Zitat:
Du sagst: wenn das eine Teilchen so ist, und das andere so – dann ist das System so. Du referierst auf Individualeigenschaften der Teile, aber es gibt keine Teile mit Individualeigenschaften.
Nein, das sage ich nicht. Lies sorgfältig:
Zitat:
Zitat von Ich
Gesamtspin 0 bedeutet jedenfalls, dass die beiden Einzelspins gegensätzlich ausgerichtet sind, dass also beim zweiten Teilchen "down" rauskommt, wenn das erste "up" hatte.
"gegensätzlich ausgerichtet" ist eine Systemeigenschaft, nicht eine Individualeigenschaft. Und der zweite Teil des Satzes ist nur eine Erläuterung dessen, was "gegensätzlich ausgerichtet" bedeutet, wenn man die Einzelteilchen messen würde (was das System zerstören würde).
Zitat:
Auch der Kommentar von TomS birgt einen Widerspruch in sich: wenn ich den Spin des verschränkten Systems messen will, und ich dies nur an einem der Teile tun kann, wenn das System zerfallen ist
Auch das hast TomS nie gesagt, sondern explizit das Gegenteil. Es würde die Diskussion schon vereinfachen, wenn du dich auf die gemachten Aussagen beziehen würdest und nicht auf sinnentstellend abgewandelte Versionen.
Zitat:
Es ist schon ein Wiederspruch zu sagen: ich messe den Spin eines Teils eines verschränkten Systems. Es gibt keinen Spin von einem Teil.
Nein, das ist kein Widerspruch. Man darf bloß nicht erwarten, dass man damit das System nicht zerstören würde.
Zitat:
Man kann letzendlich sehr einfach die Theorie interpretieren, indem man sagt: ein verschränktes System bestehend aus zwei Spin 1/2 – Teilchen ist ein System, dem ich immer nur zwei Möglichkeiten für einen Meßwert zuordnen kann – die Alternative up oder down. Die gleiche Möglichkeitsmenge wie für ein Spin ½ -Teilchen allein. Das bedeutet, daß die Theorie nicht einen Zustand beschreibt, sondern Meßmöglichkeiten. Diese Sichtweise hat große Konsequenzen, auf die wir a ber jetzt nicht eingehen müssen.
Nun, diese "Sichtweise" ist einfach falsch, und das wurde dir auch schon mit Quellen dargelegt..
Zitat:
Du sagst nun – nein eine Messung am verschränkten System führt zu vier Ergebnissen, statt zwei.
Ich sagt, sie führt entweder zu drei Ergebnissen, oder zu einem, je nachdem, wie das System präpariert ist. Und das ist auch so, da brauchst du nicht zu diskutieren. Lies einfach ein Lehrbuch oder im Internet nach, ausgehend von dem Wikipediaartikel.

Überhaupt möchte ich anmerken: Das Thema riecht nach Jenseits. Ich lasse es solange hier, solange ich das noch als Diskussion über Quantenmechanik deuten kann, sprich: man sich mit den Resultaten derselben auseinandersetzt.

Geändert von Ich (20.10.16 um 09:44 Uhr)
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