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Alt 17.11.18, 16:01
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physicus physicus ist offline
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Standard AW: Massezunahme bei relativistischen Geschwindigkeiten

Moin,
Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Es handelt sich dabei, wie gesagt, eigentlich um eine Energiezunahme. Die Masse eines Elementarteilchens ist in allen Systemen gleich, d.h. eine Invariante, zumindest laut üblicher Lehrmeinung, was bitte nicht so verstanden werden soll, dass diese fehlerhaft oder zweifelhaft wäre .
Es gibt aber doch den z.B. hier beschriebenen Effekt, ich zitiere:
Zitat:
Bewegt sich ein Körper immer schneller, dann nimmt dieser für den äußeren Betrachter an Masse zu. Dieses Phänomen lässt sich beispielsweise beobachten, wenn Elektronen in elektrischen Feldern auf sehr hohe Geschwindigkeiten gebracht werden. Die relativistische Massenzunahme ist auch der Grund, weshalb nichts schneller als die Lichtgeschwindigkeit sein kann, da die Masse, wenn sie immer näher der Lichtgeschwindigkeit kommt, immer und immer größer wird. Also bräuchte man auch immer mehr Energie, um die Masse weiter zu beschleunigen. Sobald theoretisch Lichtgeschwindigkeit erreicht wird, würde die Masse unendlich groß werden und man bräuchte also auch unendlich viel Energie, um sie weiter zu beschleunigen. Daher kann man nichts so schnell werden lassen
Ich denke, dieser Effekt ist experimentell gesichert.

Du hast wohl insofern Recht, als dass jede Masse-Messung an Bord einer relativistisch schnell fliegenden Rakete für ein Objekt in dieser Rakete keine Veränderung von dessen Masse ergeben würde - aber v.a. deshalb, weil jede denkbare Messapparatur von dieser Massezunahme (und auch der entsprechenden Zeitdilatation) in gleicher Weise betroffen wäre.

Jedoch nimmt die ermittelte Masse für einen externen Beobachter zu, siehe die beschriebenen Experimente.

In diesem Fall ist die von einem externen Beobachter ermittelte Masse ausschlaggebend... u.a. dafür, dass ein (materiebehaftetes) Objekt nicht auf Lichtgeschwindigkeit, oder darüber hinaus, beschleunigt werden kann.

Das bedeutet übrigens im Umkehrschluss, dass es durchaus "bevorzugte" Inertialsysteme gibt. Nämlich solche, die so wenig von relativistischen Effekten beeinflusst sind, dass sie noch einigermassen zuverlässige Aussagen über andere Objekte und Inertialsysteme treffen können.

Unsere Erde wäre z.B. ein solches...

Viele Grüße
Chris
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