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Alt 08.06.07, 00:52
Jogi Jogi ist offline
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Registriert seit: 02.05.2007
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Standard AW: Offenes Stringmodell

Hallo zusammen!

Okay, lasst mich mal auf die aufgetretenen Fragen der Reihe nach eingehen:

@seberta:
Wenn ich bisher über Strings sprach, dann war das in verschiedenen Threads und in verschiedenen Zusammenhängen, da konnte sich niemand so richtig vorstellen, was ich meinte.
Deshalb möchte ich das von mir favorisierte Stringmodell hier von Grund auf darlegen, soweit es eben bis jetzt gediehen ist.
Du sprichst die Stringtheorie von Lee Smolin und anderen an, die mit zehn Raumdimensionen arbeitet (2 mal 5 plus einer verbindenden Zeitdimension).
Ich hab mich durch diese Theorie gequält und das Buch am Ende kopfschüttelnd zugeklappt, und mich gefragt, warum man es sich so schwer machen muss.
Man kann mit viel Phantasie und gutem Willen meine Strings in Smolins Sinne als eingerollte Dimensionen interpretieren, aber das verkompliziert die Sache unnötig, vergessen wir das am Besten ganz schnell, wir arbeiten nur mit den für uns erfahrbaren 3 Raumdimensionen und der Zeit.
Zu deiner dritten Frage:
Dies hier ist keine neue Theorie in dem Sinne, daß sie irgendwas bekanntes über den Haufen wirft, im Gegenteil.
Es ist nur ein Modell, daß die bekannten Phänomene tiefergehend erklären kann, als es das Standardmodell bisher tut, insofern ist es, wenn du so willst, eine Erweiterung desselben. Die Mathematik dazu existiert ja bereits, nur ist Mathematik halt abstrakt. Das hat zwar Vorteile bei der täglichen Arbeit eines Physikers, aber der Laie wünscht sich eben manchmal eine bildhafte Darstellung der nicht direkt beobachtbaren Vorgänge. Mir jedenfalls helfen diese Bilder beim Verstehen sehr gut.
Ob man Strings beobachten kann?
Ja und nein.
Du wirst niemals einen einzelnen String in dieser Form "sehen".
Andererseits sehen wir nichts anderes als Strings, denn alles, buchstäblich alles was man sehen kann, besteht im Grunde aus Strings.
Die einzelnen Photonen, die deine Netzhaut treffen, sind Strings.
Das elektrische Signal wird durch Strings ans Gehirn weitergereicht, usw, usf.

@pauli:
Über den Rotationsimpuls in einer Dimension habe ich mir auch lange den Kopf zerbrochen.
Bin zu folgendem (vorläufigen) Ergebnis gekommen:
In einer 100%ig perfekten Eindimensionalität kann der Impuls tatsächlich nicht zu einer Rotation führen.
Aber die Natur ist nicht perfekt, nicht einmal Photonen im Vakuum erreichen zu 100% c. Das hab' ich mir nicht aus den Fingern gesaugt, nee, das stammt aus berufenem Munde. (Für Insider: Joachim hat das mal im Zusammenhang mit der Lorentz-Längenkontraktion gesagt, das ist nämlich auch der Grund, warum Photonen nicht zu NULL zusammenschrumpfen. Mit diesem Modell hier kann man sogar darstellen, warum Photonen nicht 100% c erreichen, aber das kommt später.)
Und ebenso imperfekt ist auch die Eindimensionalität des Strings:
Es muss zumindest minimale Fluktuationen aus dieser Eindimensionalität heraus geben, und dann kommt der Rotationsimpuls auch als tatsächliche Rotation zum Tragen.
Die Rotation ist für die Funktionalität des Strings unverzichtbar, deshalb muss es sie geben.

@Llano:
Keine Sorge.
Du kennst mich inzwischen gut genug, um zu wissen, daß ich nicht zum Haudrauf tauge, weder auf der Geber- noch auf der Nehmerseite.
Wenn dich der ganze Quatsch hier irgendwann wieder zu sehr anbläht, dann schone einfach deine Nerven, es geht ja nicht um Leben oder Tod.

So, jetzt wäre tatsächlich der nächste Schritt dran, fangen wir mit etwas einfachem an:

Nehmen wir mal einen String, der etwas zu kurz geraten ist, um das kleinste Fermion zu bilden.
Datum und Uhrzeit stehen auf kurz nach Null, das heißt wir haben den Anfang des Big Bang verpasst.
Unser String fliegt mit c durch die Gegend, fluktuiert ein bisschen, und schon ist es passiert: Durch seine Dynamik (Vorwärts mit c plus Rotation) nimmt er eine ganz bestimmte Form an:
Er krümmt sich zu einer langgestreckten Spirale, wie eine Schraubenfeder, und "schraubt" sich fürderhin entsprechend der Windungssteigung durch den Raum.
Könnt ihr mir soweit folgen?

Gruß Jogi
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