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Alt 07.09.16, 13:11
Hawkwind Hawkwind ist offline
Singularität
 
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Zitat von TomS Beitrag anzeigen
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D.h. dass in diesem Experiment mit Messung plus "rückwärts ablaufender Messung" gemäß VWI der Ausgangszustand exakt wieder eingenommen wird, gemäß der KI dagegen sicher nicht.
Es hängt vielleicht davon ab, was man unter "Zustand" versteht. Versteht man unter "Zustand" einen Satz von Messgrößen, so ist so eine Umkehr sicherlich auch im Kontext von Kopenhagen beobachtbar.
Für Zustand als Zustandsvektor hast du aber sicher recht.

Ich weiss es sowieso nicht: die Abspaltung der Welten durch eine Messung ist doch nun auch ein unumkehrbares "Merkmal": die Anzahl der Welten steigt nur, wenn der Zeitpfeil in die Zukunft gerichtet ist, oder nicht?

Andererseits sollte sich Physik an Beobachtungen orientieren und nach der Beobachtbarkeit einer solchen Asymmetrie fragen. Ich frage mich, ob die von dir dargelegte Verletzung der T-Invarianz aufgrund der Zustandsreduktion wirklich beobachtbar ist und tendiere zur Antwort "nein". In der Praxis würde man diese Frage untersuchen, indem man einen Versuch aufbaut, in dem ein Anfangszustand A in einen Endzustand B übergeht und die Wahrscheinlichkeit messen o.ä.. T-Invarianz würde man untersuchen, indem man dann erst den Zustand B präpariert und dann die Wahrscheinlichkeit für B -> A misst. Ich kann nicht erkennen, wieso der Kopenhagener Kollaps hier zu einer Asymmetrie führen sollte.

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Mit Zustand B und A meine ich hier nun nicht eine qm Zustandsfunktion, sondern einen Satz von Messgrößen.

Geändert von Hawkwind (07.09.16 um 13:33 Uhr) Grund: Versuche, verständlicher zu werden :)
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