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  #1  
Alt 16.02.08, 21:36
Uli Uli ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 01.05.2007
Beitr?ge: 1.804
Standard AW: Gravitationsexperiment

Zitat:
Zitat von quick Beitrag anzeigen
Hallo Lorenzy,

Der Link http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=271755 gibt leider keine Details preis.


Wir hatten das Ganze schonmal hier angesprochen.
s. http://www.quanten.de/forum/showthread.php5?t=375

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass bei diesem Gravitationsexperiment nur ein weiterer "quantenkritischer Punkt" gefunden wurde, wie bei den "schweren Elektronen".

mfg
quick

Von dieser Geschichte hatte ich schon gehört. Hier gibt's ein paar Infos:
Towards a new test of general relativity?

und hier auf deutsch
Patent für Gravitations-Generator angemeldet

Ge?ndert von Uli (16.02.08 um 21:40 Uhr)
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  #2  
Alt 16.02.08, 22:30
Benutzerbild von Uranor
Uranor Uranor ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 01.05.2007
Beitr?ge: 2.428
Standard AW: Gravitationsexperiment

Faszinierend. Mich hätte ja mal interessiert, wieviel das 200 m Scheibchen kosten würde. Benötigte Geschwindigkeiten, Energieaufwand, solche Daten wären halt interessant.

Also muss mit Podlenkow was faul gewesen sein. Sein Effekt wäre ja deutlich gewesen. Und niemand bezieht sich offenbar auf dessen Arbeit...

Gruß Uranor
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  #3  
Alt 17.02.08, 01:28
quick quick ist offline
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Registriert seit: 05.05.2007
Beitr?ge: 742
Standard AW: Gravitationsexperiment

Hallo Uli,

Zitat:
Zitat von Uli Beitrag anzeigen
Von dieser Geschichte hatte ich schon gehört. Hier gibt's ein paar Infos:
Towards a new test of general relativity?
Zitat:
Zitat von Deinem Link,esa-artikel
The electromagnetic properties of superconductors are explained in quantum theory by assuming that force-carrying particles, known as photons, gain mass. By allowing force-carrying gravitational particles, known as the gravitons, to become heavier, they found that the unexpectedly large gravitomagnetic force could be modelled.
Was mich dabei besonders erstaunt, - der von mir in Fettdruck hervorgehobene Teil.
Im anderen Artikel liest man
Zitat:
"Ich habe mit Niob unglücklicherweise ein Material für den Ring gewählt, bei dem der Effekt nahe der Sprungtemperatur auftritt", so Tajmar. Er verweist aber auf Aluminium, das gar kein Supraleiter ist, und bei dem "Frame-Dragging" trotzdem zu beobachten sei.
Was denn nun? Hat der Effekt mit Supraleitung zu tun, oder nicht?
Was kommt als nächstes? -Das PM, wie von MZ2000 beschrieben?

mfg
quick
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  #4  
Alt 17.02.08, 08:10
Uli Uli ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 01.05.2007
Beitr?ge: 1.804
Standard AW: Gravitationsexperiment

Zitat:
Zitat von quick Beitrag anzeigen
Hallo Uli,





Was mich dabei besonders erstaunt, - der von mir in Fettdruck hervorgehobene Teil.
...
mfg
quick
Hi quick,

ich denke, es ist korrekt, dass Photonen in Supraleitern durch Wechselwirkungen eine Masse erhalten. Das ist in Quantenfeldtheorien möglich: Wechselwirkungen renormieren die Masse (d.h. in einer wechselwirkungsfreien Umgebung können Quanten eine andere Masse haben als unter einer Wechselwirkung in einem Supraleiter). Die Quantenelektrodynamik kann diesen Effekt wohl sehr gut erklären.

Dieser aus der Quantentheorie der Supraleitung bekannte Mechanismus hat ja auch "Pate gestanden" bei der Konzeption des Higgs-Mechanismus im Standardmodell, wo die Vektorbosonen durch Kopplung an ein Hintergrundfeld Masse erlangen.

Aber ich weiss leider nichts mehr über Supraleitung.

Gruss, Uli
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  #5  
Alt 17.02.08, 10:04
JGC JGC ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 01.05.2007
Ort: ES
Beitr?ge: 3.276
Standard AW: Gravitationsexperiment

Hi..

zu:

Zitat:
ich denke, es ist korrekt, dass Photonen in Supraleitern durch Wechselwirkungen eine Masse erhalten. Das ist in Quantenfeldtheorien möglich: Wechselwirkungen renormieren die Masse (d.h. in einer wechselwirkungsfreien Umgebung können Quanten eine andere Masse haben als unter einer Wechselwirkung in einem Supraleiter). Die Quantenelektrodynamik kann diesen Effekt wohl sehr gut erklären.
..würde ich auch gerne was "loswerden"

Ein Photon hat m.E. während seines Ausbreitens wohl wirklich keine Masseeigenschaft(sie zeigt sie einfach nicht), weil es sich "entspannt" im Raum ausdehnt.

Sobald seine "ungestörten" (sich im Gleichgewicht befindenden) Kräftegeometrien aber durch irgend einen Wiederstand "verbeult" werden, dann kommen doch ganz neue Kräftegeometrien auf der Oberfläche des Photons zur Geltung und ganz neue kräftevektoriellen Abstände zu seinem ursprünglichen Zentrum der "Ruhelage" zum Zuge...
Dabei werden also meiner Meinung nach Kräfteungleichgewichte zwischen dem Zentrum eines Photones und seiner entsprechenden Oberfläche erzeugt, die dann als Massenwirkung in erscheinung treten können..

Nehmt doch als Beispiel mal einen Luftbalon und pustet ihn halb auf, dann zeichnet ein geometrisches Muster drauf (oder benutzt einen schon bedruckten Ballon mit nem geeigneten Motiv)und dann quetscht den Ballon mal richtig... Dann erkennt man gleich die sich verändernden Geometrien der gesamten Hülle, die sich auch gleichzeitig in seinen neuen, partiell unterschiedlichen Zugkräften innerhalb der Ballonhülle zeigen, weil dort dann unterschiedlich verteillte und unterschiedlich starke Zugspannungen in der Hülle auftreten..

Das die Photonen diesen Effekt erst bei niedrigen Temperaturen zeigen, beweisst doch eher, das die Temperatur eines Photons darüber entscheidet, wie hoch sein "Stabilitäts-Potential" ist, bei der ein entsprechendes Photon seine Form behalten kann, oder sich schon so weit entspannt hat, das es sich den angetroffenen Verändelichkeiten beugen muß(seiner Zustandsveränderung durch den Kollaps der Wellenfunktion, die Luft geht raus.. )

JGC
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  #6  
Alt 17.02.08, 10:15
Uli Uli ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 01.05.2007
Beitr?ge: 1.804
Standard AW: Gravitationsexperiment

Zitat:
Zitat von JGC Beitrag anzeigen
Hi..

zu:



..würde ich auch gerne was "loswerden"

Ein Photon hat m.E. während seines Ausbreitens wohl wirklich keine Masseeigenschaft(sie zeigt sie einfach nicht), weil es sich "entspannt" im Raum ausdehnt.

Sobald seine "ungestörten" (sich im Gleichgewicht befindenden) Kräftegeometrien aber durch irgend einen Wiederstand "verbeult" werden, dann kommen doch ganz neue Kräftegeometrien auf der Oberfläche des Photons zur Geltung und ganz neue kräftevektoriellen Abstände zu seinem ursprünglichen Zentrum der "Ruhelage" zum Zuge...
Dabei werden also meiner Meinung nach Kräfteungleichgewichte zwischen dem Zentrum eines Photones und seiner entsprechenden Oberfläche erzeugt, die dann als Massenwirkung in erscheinung treten können..

Nehmt doch als Beispiel mal einen Luftbalon und pustet ihn halb auf, dann zeichnet ein geometrisches Muster drauf (oder benutzt einen schon bedruckten Ballon mit nem geeigneten Motiv)und dann quetscht den Ballon mal richtig... Dann erkennt man gleich die sich verändernden Geometrien der gesamten Hülle, die sich auch gleichzeitig in seinen neuen, partiell unterschiedlichen Zugkräften innerhalb der Ballonhülle zeigen, weil dort dann unterschiedlich verteillte und unterschiedlich starke Zugspannungen in der Hülle auftreten..

Das die Photonen diesen Effekt erst bei niedrigen Temperaturen zeigen, beweisst doch eher, das die Temperatur eines Photons darüber entscheidet, wie hoch sein "Stabilitäts-Potential" ist, bei der ein entsprechendes Photon seine Form behalten kann, oder sich schon so weit entspannt hat, das es sich den angetroffenen Verändelichkeiten beugen muß(seiner Zustandsveränderung durch den Kollaps der Wellenfunktion, die Luft geht raus.. )

JGC

Du meinst, ein Photon hat eine "Oberfläche" ?
Dann wäre es ja alles andere als elementar und strukturlos.

Gruß,
Uli
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  #7  
Alt 17.02.08, 10:32
JGC JGC ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 01.05.2007
Ort: ES
Beitr?ge: 3.276
Standard AW: Gravitationsexperiment

Zitat:
Zitat von Uli Beitrag anzeigen
Du meinst, ein Photon hat eine "Oberfläche" ?
Dann wäre es ja alles andere als elementar und strukturlos.

Gruß,
Uli
Warum nicht??

Hat denn eine Explosionsdruckwelle nicht ebenso eine Oberfläche??

Sobald die dich trifft, dann bist du gewesen..

Es ist meiner Ansicht nach nur die augenblickliche Eigenschaft, die entscheidet, welche Struktur ein ansonsten "leerer" Raum in diesem Moment einnimmt
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  #8  
Alt 17.02.08, 11:11
Querkopf Querkopf ist offline
Profi-Benutzer
 
Registriert seit: 12.09.2007
Ort: Holland Rijnland
Beitr?ge: 192
Standard AW: Gravitationsexperiment

Zitat:
http://de.wikipedia.org/wiki/Spontane_Symmetriebrechung

.... Da lokale eichsymmetrische Theorien die Voraussetzungen für die Gültigkeit dieses Theorems (Goldstone) nicht erfüllen, gilt dieses Theorem für diese aber nicht. Stattdessen macht dort der Higgs-Mechanismus die Goldstone-Bosonen zu einem zusätzlichen longitudinalen Polarisationsfreiheitsgrad der Eichfelder, die ohne spontane Symmetriebrechung masselose Teilchen sind und als solche nur zwei transversale Polarisationen besitzen.
Das ist ein ziemlich häufig auftretender Effekt, egal ob bei Supraleitern, Fluiden oder in irgendwelchen dualen Theorien.
__________________
Don't like QED rules? Go somewhere else, to another universe perhaps, where the rules are simpler: http://www.youtube.com/watch?v=5VMu1...eature=related
How to become a BAD theoretical physicist:
http://www.phys.uu.nl/~thooft/theoristbad.html
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  #9  
Alt 17.02.08, 16:03
quick quick ist offline
Guru
 
Registriert seit: 05.05.2007
Beitr?ge: 742
Standard AW: Gravitationsexperiment

Hallo Querkopf,
hallo Uli,

vielen Dank für die Hinweise.
Symmetriebrechung und Higgsmechanismus übersteigen in der mathematischen Formulierung mein Vorstellungsvermögen. Mit "Bob und Alice" komme ich da etwas weiter.
Kann es sein, dass Physiker auch keinen großen Unterschied machen, bei dem, was so aussieht, "als ob" da Masse/Massenerhöhung wäre und dem, was Masse ist?
IST Masse wirklich, oder scheint sie nur zu sein, als Auswirkung von (Feld-)Wechselwirkungen?
Letzteres scheint mir mehr Spielraum zu lassen.

mfg
quick
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  #10  
Alt 17.02.08, 18:48
Lambert Lambert ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 12.02.2008
Beitr?ge: 2.008
Standard AW: Gravitationsexperiment

Zitat:
Zitat von quick Beitrag anzeigen
IST Masse wirklich, oder scheint sie nur zu sein, als Auswirkung von (Feld-)Wechselwirkungen?
Letzteres scheint mir mehr Spielraum zu lassen.

mfg
quick
Hallo quick,

Nach meiner unbedeutenden Meinung ist das, was Du hier postulierst, vollkommen richtig.

Gruß,
L
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