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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #51  
Alt 24.12.17, 10:25
sirius sirius ist offline
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Standard AW: Frage zur Photonen Verteilung einer Lichtquelle

Zitat:
Zitat von soon Beitrag anzeigen
Das führt zu einer anderen interessanten Fragestellung.
Ich stelle mir manchmal vor, wie für uns Welt aussehen würde, wenn wir nur jeweils eine Wechselwirkung wahrnehmen könnten, statt die Wechselwirkungen über ein Zeitintervall aufzuaddieren. Wir hätten dann keine Vorstellung von Objekten/Systemen.

Daraus kann man schlussfolgern, dass vermutlich der überwiegende Teil von existierenden Objekten ausserhalb unserer Wahrnehmungsmöglichkeiten liegt, weil die für eine Wahrnehmung/Messung nötigen Wechselwirkungen - für uns - zu langsam oder zu schnell aufeinander folgen.
Was wuerden wir wahrnehmen, wenn sich etwas z.B. schneller als Licht bewegt - also etwas schneller ablaeuft als Licht es beleuchten und damit erhellen kann ?
Nichts...
Koenn(t)en wir Auswirkungen feststellen???

Wenn ja - welche ???

Koennte ein Zusammenhang zu DE/DM bestehen oder hergestellt werden?

(Ist vielleicht nicht ganz der passende Thread...)
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Stephen Hawking
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  #52  
Alt 26.12.17, 08:24
Benutzerbild von soon
soon soon ist offline
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Registriert seit: 22.07.2007
Beiträge: 438
Standard AW: Frage zur Photonen Verteilung einer Lichtquelle

Zitat:
Zitat von sirius Beitrag anzeigen
Was wuerden wir wahrnehmen, wenn sich etwas ...
Ich würde früher ansetzen und fragen, was mit 'etwas' gemeint ist.

Welche konkreten Eigenschaften hat 'etwas', so dass wir es als Objekt/physikalisches System erkennen?

Raumzeit ist definiert als Menge von Ereignissen. Ist die Vorstellung, dass sich Objekte durch die Raumzeit bewegen, überhaupt korrekt? Für mich steckt da schon zu viel Alltagsvorstellung drin und ich würde Objekte viel lieber ausschliesslich als Teilmenge von Ereignissen, sprich Wechselwirkungen, definieren.

Ich glaube aber, das Thema ist extrem zu schwierig.
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  #53  
Alt 04.01.18, 12:01
magnetrad magnetrad ist offline
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Standard AW: Frage zur Photonen Verteilung einer Lichtquelle

Ich bin fest davon überzeugt dass immer dann wenn man man eine Lampe einschaltet oder ein anderes Gerät welches "Wellen" abstrahlt in Wirklichkeit eine Blase in Medium X in Lichtgeschwindigkeit emitiert, nur so ist ein lückenlos abgreifbares "Empfangssignal" bzw sichtbares "Licht"zu erklären !
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  #54  
Alt 04.01.18, 20:33
Ich Ich ist offline
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Beiträge: 1.538
Standard AW: Frage zur Photonen Verteilung einer Lichtquelle

Dir wurde in diesem Thread in über 50 Beiträgen erklärt, dass ein Signal nicht lückenlos abgreifbar ist.
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  #55  
Alt 05.01.18, 20:12
sirius sirius ist offline
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Beiträge: 110
Standard AW: Frage zur Photonen Verteilung einer Lichtquelle

Zitat:
Zitat von soon Beitrag anzeigen
Ich würde früher ansetzen und fragen, was mit 'etwas' gemeint ist.

Welche konkreten Eigenschaften hat 'etwas', so dass wir es als Objekt/physikalisches System erkennen?

Raumzeit ist definiert als Menge von Ereignissen. Ist die Vorstellung, dass sich Objekte durch die Raumzeit bewegen, überhaupt korrekt? Für mich steckt da schon zu viel Alltagsvorstellung drin und ich würde Objekte viel lieber ausschliesslich als Teilmenge von Ereignissen, sprich Wechselwirkungen, definieren.

Ich glaube aber, das Thema ist extrem zu schwierig.
Zitat:
Welche konkreten Eigenschaften hat 'etwas', so dass wir es als Objekt/physikalisches System erkennen?
Wir koennen das wohl nur auf der Grundlage dessen beantworten, was wir kennen bzw. benennen koennen oder wenigstens vermuten.
Eigenschaften zuzuordnen ist sehr schwer. Auswirkungen zu beobachten oder zu erkennen dringt hier in Bereiche vor, die evtl. noch nicht erforscht sind.

Zitat:
Raumzeit ist definiert als Menge von Ereignissen. Ist die Vorstellung, dass sich Objekte durch die Raumzeit bewegen, überhaupt korrekt? Für mich steckt da schon zu viel Alltagsvorstellung drin und ich würde Objekte viel lieber ausschliesslich als Teilmenge von Ereignissen, sprich Wechselwirkungen, definieren.
Bewegung in Form von Geschwindigkeit ist nach physikalischer Definition an Zeit gekoppelt. Unterstellen wir eine Wechselwirkung mit anderen Parametern werden voellig neue Fragen und Sichtweisen aufgeworfen.
Was definieren wir in dem Zusammenhang als Objekte? Quanten, Quarks & Co...?

Koennen wir unterstellen oder voraussetzen, dass der Teil des Universums, den wir bislang nicht wirklich nachweisen koennen, aehnlichen Gesetzen unterliegt bzw. folgt, wie die uns bekannte Materie?
Waere es moeglich, dass unser sichtbares und nachweisbares Spektrum aus dem unsichtbaren Bereich entstanden ist und erst durch Photonen als Lichtquelle erkennbar geworden ist? Scheint wohl so zu sein, wenn man der Logik folgt.

Das wuerde ein sehr weites Feld fuer Spekulationen oeffnen. Vielleicht entdeckt man ja eines Tages Verschraenkungen ueber Distanzen, die bislang nicht angedacht waren.
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Stille Menschen haben den lautesten Verstand.
Stephen Hawking

Geändert von sirius (05.01.18 um 20:19 Uhr)
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  #56  
Alt 05.01.18, 21:54
Bernhard Bernhard ist offline
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Standard AW: Frage zur Photonen Verteilung einer Lichtquelle

Zitat:
Zitat von soon Beitrag anzeigen
Raumzeit ist definiert als Menge von Ereignissen.
... zusammen mit einer symmetrischen Metrik und einer lokalen Zuordnung zum |R^4. Mit Hilfe der Metrik kann man Paaren von Ereignissen einen Abstand und Tripeln von Ereignissen einen Winkel zuordnen, usw.

Zitat:
Ist die Vorstellung, dass sich Objekte durch die Raumzeit bewegen, überhaupt korrekt?
Innerhalb der Physik, ja.

Zitat:
Für mich steckt da schon zu viel Alltagsvorstellung drin und ich würde Objekte viel lieber ausschliesslich als Teilmenge von Ereignissen, sprich Wechselwirkungen, definieren.
Würdest du die vier Grundkräfte als real bezeichen?
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Freundliche Grüße, B.
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  #57  
Alt 06.01.18, 19:46
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soon soon ist offline
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Beiträge: 438
Standard AW: Frage zur Photonen Verteilung einer Lichtquelle

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Würdest du die vier Grundkräfte als real bezeichen?
Du stellst ganz schön schwierige Fragen.

Die Gravitationskraft z.B. ist in der klassischen Mechanik definiert aber nicht in der ART. Als real würde ich spontan nur z.B. einen Vorgang bezeichnen, dass Apfel und Erde auf einander zu fallen, - aber selbst das setzt bestimmte Modellvorstellungen voraus.

Aussagen zur dem, was ich für real halte kann ich also nur innerhalb eines Modellkontextes machen.


Zitat:
... zusammen mit einer symmetrischen Metrik und einer lokalen Zuordnung zum |R^4. Mit Hilfe der Metrik kann man Paaren von Ereignissen einen Abstand und Tripeln von Ereignissen einen Winkel zuordnen, usw.
Ich weiss nicht wie streng der Begriff 'Raumzeit' tatsächlich definiert ist. Vielleicht sollte ich besser einen Begriff wie 'Ereignis-basiertes-Modell' o.ä. benutzen.

Einem Ereignis muss ich dann nicht zwingend 4 Koordinaten zuordnen.

Ein fiktives einfaches Beispiel:
Ich könnte z.B. eine Iterationsgleichung finden, mit deren Hilfe ich Wetterprognosen erstellen kann, indem ich eine Folge von Temperaturwerten über den letzten bekannten Wert hinaus weiterrechne. Das Ergebnis jedes Iterationsschritts würde ich als Ereignis definieren. In so einem Modell gäbe es weder Raum noch Zeit und es könnte trotzdem korrekte physikalische Vorhersagen liefern. Das nächste Ereignis ist der nächste tatsächlich gemessene Temperaturwert, ohne Ort- und Zeitangabe.


Zitat:
Innerhalb der Physik, ja.
Objekte entwickeln sich von Ereignis zu Ereignis. Betrachtet man nur die Bewegung, dann wird zumindest dieser Zusammenhang vernachlässigt. In diese Richtung ging der Gedanke.

Ich wüsste gern, ob die Bewegung eines Objektes an Ereignisse geknüpft ist.
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  #58  
Alt 06.01.18, 21:21
Bernhard Bernhard ist offline
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Standard AW: Frage zur Photonen Verteilung einer Lichtquelle

Zitat:
Zitat von soon Beitrag anzeigen
Ein fiktives einfaches Beispiel:
Ich könnte z.B. eine Iterationsgleichung finden, mit deren Hilfe ich Wetterprognosen erstellen kann, indem ich eine Folge von Temperaturwerten über den letzten bekannten Wert hinaus weiterrechne. Das Ergebnis jedes Iterationsschritts würde ich als Ereignis definieren. In so einem Modell gäbe es weder Raum noch Zeit und es könnte trotzdem korrekte physikalische Vorhersagen liefern. Das nächste Ereignis ist der nächste tatsächlich gemessene Temperaturwert, ohne Ort- und Zeitangabe.
Ohne Orts- und Zeitangabe kann man doch praktisch jeden beliebigen Wert als nächsten Wert hernehmen. Wie soll ein mathematischer Algorithmus diese Willkürlichkeit berücksichtigen?
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Freundliche Grüße, B.
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  #59  
Alt 06.01.18, 23:46
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soon soon ist offline
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Beiträge: 438
Standard AW: Frage zur Photonen Verteilung einer Lichtquelle

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Ohne Orts- und Zeitangabe kann man doch praktisch jeden beliebigen Wert als nächsten Wert hernehmen. Wie soll ein mathematischer Algorithmus diese Willkürlichkeit berücksichtigen?
Mit 'Folge von Temperaturwerten' meinte ich 'Folge von Temperaturmesswerten'.

Die Iterationsgleichung liefert diese Ereignisse lückenlos, nicht die Temperaturwerte zwischen den Messungen.

Die dahinter stehende Denkweise ist kompromisslose Determiniertheit. Die Natur kennt keine Möglichkeiten, Wahrscheinlichkeiten oder Vielleicht-Ereignisse, sondern nur Ereignisse, - mit bereits feststehenden Koordinaten, meiner Vorstellung nach.
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  #60  
Alt 07.01.18, 08:14
Bernhard Bernhard ist offline
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Beiträge: 552
Standard AW: Frage zur Photonen Verteilung einer Lichtquelle

Zitat:
Zitat von soon Beitrag anzeigen
Die Iterationsgleichung liefert diese Ereignisse lückenlos, nicht die Temperaturwerte zwischen den Messungen.
Dann müsste es aber trotzdem für jeden Ort der Erde so eine Gleichung geben, da die Temperaturen einer guten Wettervorhersage ja offensichtlich vom Ort abhängen. Zeitangaben werden dann nötig, wenn man Temperaturänderungen vorhersagen will. Deshalb meine Frage nach Deinem Realitätsbegriff. In einem gewissem (physikalischem) Sinne sind Zeit- und Längenangaben nun mal objektiv und verbindlich.

Zitat:
Die dahinter stehende Denkweise ist kompromisslose Determiniertheit. Die Natur kennt keine Möglichkeiten, Wahrscheinlichkeiten oder Vielleicht-Ereignisse, sondern nur Ereignisse, - mit bereits feststehenden Koordinaten, meiner Vorstellung nach.
Verstehe. Ich denke aber, dass sich die moderne Physik zumindest teilweise von dieser Vorstellung schon lange getrennt hat. Ob diese Sichtweise irgendwann eine Renaissance erleben wird, kann wohl nur die Zukunft zeigen.

Mir persönlich sind Wahrscheinlichkeiten und eine gewisse Undeterminiertheit jedoch lieber, als eine totale Determiniertheit.
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Freundliche Grüße, B.
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