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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #291  
Alt 08.01.09, 19:01
uwebus uwebus ist offline
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Zitat:
Zitat von EMI Beitrag anzeigen
Man sollte aber immer wissen von was man redet, grob reicht schon.

Denn:
In der Physik ist ein Inertialsystem ein Koordinatensystem in dem sich kräftefreie Körper geradlinig, gleichförmig bewegt.
Ich will mich hier nicht in physikalische Definitionen einmischen, aber bis heute wird von professionellen Physikern im Falle von erdumlaufenden Satelliten von Inertialsystemen gesprochen. Ich habe dagegen häufig genug angestänkert und auch aufgezeigt, daß dies nicht stimmt, aber man hat mir immer wieder vorgehalten, daß die geringen Abweichungen vernachlässigbar seien. Echte Inertialsysteme kann es nämlich im Universum nicht geben, da kräftefreie geradlinige gleichförmige Bewegung in einem G-Feld nicht möglich ist. Deshalb stimmt ja auch die SRT nicht, die von Bewegungen im gravitationsfreien Raum ausgeht. Physiker sprechen hier von kräftefreier Bewegung auf Geodäten, die gibt es aber nicht, sonst erzeugte der Mond keine Gezeiten.

Aber das ist ja hier nicht das Thema, sondern ich zeige auf, daß die gemessene Lichtgeschwindigkeit abhängig ist vom energetischen Zustand der sie messenden Uhr. Wenn ich nun c=konstant definiere, dann wird der Meter zur relativistischen Größe, die durch den Zeitgang der Uhr bestimmt wird. Ich kann nun mal die Gleichung c=[m]/[t]=konstant nur schreiben, wenn sowohl [m] als auch [t] relativistisch verändert werden. In dem gezeigten Gedankenexperiment ermitteln ortsfester Beobachter und Satellitenbesatzung eine unterschiedliche Entfernung Erde-Mond, wenn sie c=konstant ansetzen und für [t] einen Festwert (Cäsiumatom) zugrunde legen.

Das LG=konstant ist nichts weiter als eine in 0 beginnende Gerade in einem relativistischen Koordinatensystem, in dem auf der Ordinate der relativistische Meter und auf der Abszisse die relativistische Zeit aufgetragen wird, so daß immer [m]/[t] = tanß = konstant rauskommt. Um tanß festzulegen, muß man sich auf einen beliebigen Meßort einigen, z.B. auf eine Meßstrecke in Braunschweig, weil dort die Standardzeit festgelegt wird.

Gruß
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  #292  
Alt 12.01.09, 14:05
Sino Sino ist offline
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@uwebus
Sofern man muss, berücksichtigt man doch beide Effekte, die gravitative Zeitdilatation und die Dilatation bei relativistischen Geschwindingkeiten.
Letztendlich wurden beide Effekte bestätigt in ganz unterschiedlichen Versuchen unter Ausnutzung ganz unterschiedlicher Effekte.

Ich weiss nicht, was du gegen die SRT hat. Wenn man Versuche bei 99.999% Geschwindigkeit macht, wie in einem Beschleuniger, dann glaube ich nicht, dass man sich da irgendwo um die ART kümmern muss, sehr wohl aber um die SRT.
'Komischerweise' funktioniert die SRT dabei wohl ziemlich gut.
Das allein sollte einem schon das Recht geben, sie als physikalische Theorie anwenden zu dürfen, genauso wie Newton bei nicht-relativistischen Geschwindigkeiten oder Maxwell bei elektromagnetischen Feldern.

( Die Frage ist nicht, ob sich die Natur strikt nach Newton, Maxwell oder Einsteins Regeln abläuft, sondern ob die Theorien funktionieren, also ob sie approximativ in bestimmten Grenzen die Natur beschreiben. Man könnte eine absolute Gültigkeit eh nie strikt beweisen, nur widerlegen, da ein Beweis durch Messungen quasi ein Beweis durch ein Beispiele wäre, die zudem noch fehlerbehaftet sind und nicht den ganzen Bereich möglicher Situationen abdecken und das würde kein Mathematiker als Beweis für die universelle Gültigkeit akzeptieren. Der würde selbst nach dem 1-millionsten-Beispiel noch von einer "Vermutung" reden, solange nicht der formale Beweis erbracht wurde. )

Geändert von Sino (12.01.09 um 14:28 Uhr)
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  #293  
Alt 12.01.09, 14:49
kawa kawa ist offline
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Zitat:
Zitat von Sino Beitrag anzeigen
Ich weiss nicht, was du gegen die SRT hat.
Das Grund warum manche Leute so versessen darauf sind, die RT zu widerlegen liegt vor allem in der Person Einsteins. Der gilt in der Öffentlichkeit halt als 'das Physik-Genie schlichthin'. Also kann man am meisten 'Ehre' erwerben, wenn man gerade Einstein 'herausfordert'. Das ist halt das übliche 'Pissing-Match', was bei Männern scheinbar in den Genen steckt. Leute, die meinen, es exessiv ausleben zu müssen, leiden allerdings meist an Problemen mit ihrem Selbstwertgefühl und versuchen das das dann so zu kompensieren. Ist ja auch bequemer, Leute 'herauszufordern' die längst tot sind, als mal den Allerwertesten hochzukriegen und sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen.

Nun könnte man erwarten, das diese Leute sich wenigstens die Mühe machen, erst mal genug Grundlagen zu lernen, um überhaupt fundierte Kritik ausüben zu können. Nur strengt das allerdings ziemlich an, aber vor allem besteht das Risiko, das man dann feststellt, das seine so toll ausgedachte Kritik komplett haltlos ist und nur deshalb plausibel erschien, weil man überhaupt keine nennenswerte Ahnung von der Thematik hatte. Also läßt man das besser mit dem lernen und investiert die gesparte Energie lieber ins Schreiben von Manifestos und Diskussionen in Internet-Foren. Und da man so zwangsläufig aneckt, kann man sich dann als mißachtetes und verfolgtes Genie und jede Kritik an dem eigenen Standpunkt als Beleg für die eigene Größe verstehen. Denn man muß ja schon Größe haben, wenn man trotz der ganzen Kritik tapfer an den eigenen Fehlvorstellungen festhält, oder? Und so geht es dem 'verfolgten Genie' dann bald gar nicht mehr um seine Theorien, sondern primär darum, sich als verfolgtes Genie zu präsentieren, welches so toll ist, das die ganze 'Wissenschaft' hinter ihm her ist. Da ist man dann richtig wichtig geworden - denkt der Crackpot zumindest. Und so fühlt er dann die innere Leere nicht mehr so sehr.

Also liebe Crackpots: Anstatt das Internet als self-made Psychotherapie zu mißbrauchen, wäre es doch besser, euch euren Dämonen zu stellen und zu versuchen, eure Probleme mit euch selbst in den Griff zu kriegen anstatt zu versuchen, euch mit diesem leicht durchschaubaren Spielchen das zu holen, was euch fehlt: Selbstvertrauen.

Gruß, Karsten.
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  #294  
Alt 12.01.09, 20:06
uwebus uwebus ist offline
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Zitat:
Zitat von Sino Beitrag anzeigen
Ich weiss nicht, was du gegen die SRT hat.........'Komischerweise' funktioniert die SRT dabei wohl ziemlich gut.
Ich hab doch nichts gegen die SRT, ich weise nur darauf hin, daß es eben keine gravitationsfreien Räume gibt und damit mit der SRT berechnete "Phänomene" wie das Zwillingsparadoxon Kokolores sind. Im Bereich der experimentellen Physik haut sie doch hin, weil sie über das v² die kinetische Energie berücksichtigt, obwohl sie ja keine Energie-, sondern eine Geschwindigkeitstheorie (Lichtuhr) ist. Die Zeitdilatation aber beruht auf energetischen Zustandsveränderungen einer Atomuhr.

Gruß
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  #295  
Alt 12.01.09, 21:58
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Uranor Uranor ist offline
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Zitat:
Zitat von uwebus Beitrag anzeigen
Ich hab doch nichts gegen die SRT, ich weise nur darauf hin, daß es eben keine gravitationsfreien Räume gibt und damit mit der SRT berechnete "Phänomene" wie das Zwillingsparadoxon Kokolores sind.
Das wird auch mit der ART nicht anders. Nur werden nach ihr die Zusammenhänge prausibel. Das einst abstrakte Schein-Paradoxon löst sich auf.

salve
__________________
Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben. Man sollte auch fähig sein, sie auszudrücken.
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  #296  
Alt 15.01.09, 12:42
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Bauhof Bauhof ist offline
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Zitat:
Zitat von uwebus Beitrag anzeigen
Ich hab doch nichts gegen die SRT, ich weise nur darauf hin, daß es eben keine gravitationsfreien Räume gibt und damit mit der SRT berechnete "Phänomene" wie das Zwillingsparadoxon Kokolores sind.
Hallo uwebus,

leider falsch, dass das Zwillingsparadoxon "Kokolores" sein soll. Das Zwillingsparadoxon von Albert Einstein lässt sich allein mit Hilfe der SRT auflösen und zeigen, dass es nur ein scheinbares Paradoxon ist. Einsteins Gravitationstheorie ART ist zur Auflösung nicht notwendig (entgegen einer weitverbreiteten Meinung). Die Zwillinge altern unterschiedlich, gleichgültig, ob der Raum gravitationsfrei ist oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Eugen Bauhof
__________________
Ach der Einstein, der schwänzte immer die Vorlesungen –
ihm hatte ich das gar nicht zugetraut!

Hermann Minkowski
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  #297  
Alt 15.01.09, 13:10
uwebus uwebus ist offline
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Zitat:
Zitat von Bauhof Beitrag anzeigen
Die Zwillinge altern unterschiedlich, gleichgültig, ob der Raum gravitationsfrei ist oder nicht.
In einem gedachten gravitationsfreien und damit feldfreien Raum gäbe es keine Wechselwirkungen zwischen den Massen, folglich wäre es völlig gleichgültig, mit welcher Geschwindigkeit sich etwas bewegt, ein sich bewegender Körper unterläge keiner Beschleunigung und damit keiner energetischen Veränderung, denn in einem gedachten gravitationsfreien Raum gäbe es keine Trägheit. Aber erst letztere führt zur Zeitdilatation. Auch Licht unterliegt der Trägheit, sonst würde es im G-Feld seine Frequenz nicht ändern.

Wie immer ist und bleibt das Phänomen Vakuum bei Anwendern der SRT unverstanden, soweit meine Sicht der Dinge.

Gruß
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  #298  
Alt 15.01.09, 17:39
uwebus uwebus ist offline
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Zitat:
Zitat von EMI Beitrag anzeigen
Wie das . Seit wann ist die Ursache der Zeitdilatation die Trägheit?
Die Trägheit einer Masse (und des mit ihr untrennbar verbundenen Feldes) entsteht durch ihren Feld-Widerstand im umgebenden Gravitationsfeld. Erhöht sich die Geschwindigkeit eines Körpers und dessen zugehörigen Feldes in einem letzteres umgebenden Feld eines anderen Körpers (Planet+Feld in Sonnen-G-Feld), steigt der Feldwiderstand, dies führt zur relativistischen Masseerhöhung und die wiederum zum sog. Periheleffekt. Deshalb nimmt dieser Effekt zur Sonne hin zu, unabhängig vom Bahnverlauf, wie ich vorgerechnet habe. Ohne Feldverdrängung gäb's keinen Widerstand, im Falle des Mondes keine Gezeiten, Trägheit ist das Ergebnis der Verdrängungs-Wechselwirkung von gegeneinander bewegten Feldern.

Und auch Licht unterliegt dem Trägheitseffekt, wie du ja selbst indirekt mit deinem Hinweis auf die Geschwindigkeitsabnahme im G-Feld nach der ART bestätigst. Trägheit ist die reactio auf eine lokale Veränderung eines Feldes in einem umgebenden Feld. Und da die Trägheit aufgrund der relativistischen Massenzunahme relativistisch ist, ist die relativistische Zeitdilatation Folge dieser Massenzunahme, je schneller die Ortsveränderung, desto größer die relativistische Massenzunahme und damit die Zunahme der Zeitdilatation. Mechanistisch vergleichbar mit einem immer schneller bewegten Luftballon, der aufgrund der zunehmenden Stauchung seinen Innendruck erhöht und damit eine Massendichteehöhung verbunden ist.

Gruß
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  #299  
Alt 15.01.09, 20:03
Uli Uli ist offline
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Zitat:
Zitat von uwebus Beitrag anzeigen
Die Trägheit einer Masse (und des mit ihr untrennbar verbundenen Feldes) entsteht durch ihren Feld-Widerstand im umgebenden Gravitationsfeld.
...
Gruß
Demnach wären Körper also nur dann träge, wenn sie sich in einem umgebenden Gravitationsfeld befinden. Fernab von den Gravitationsfelder des Sonnensystems könnte man also eine Rakete ohne jede Kraft beschleunigen; sie hätte ja ihre Trägheit verloren.

Wie kommt man auf solch schräge Ideen ?

Gruß,
Uli
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  #300  
Alt 15.01.09, 20:42
Benutzerbild von Marco Polo
Marco Polo Marco Polo ist offline
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Zitat:
Zitat von uwebus Beitrag anzeigen
Trägheit ist die reactio auf eine lokale Veränderung eines Feldes in einem umgebenden Feld. Und da die Trägheit aufgrund der relativistischen Massenzunahme relativistisch ist, ist die relativistische Zeitdilatation Folge dieser Massenzunahme, je schneller die Ortsveränderung, desto größer die relativistische Massenzunahme und damit die Zunahme der Zeitdilatation. Mechanistisch vergleichbar mit einem immer schneller bewegten Luftballon, der aufgrund der zunehmenden Stauchung seinen Innendruck erhöht und damit eine Massendichteehöhung verbunden ist.
Ich kann mich wirklich nicht erinnern, schon mal einen grösseren Unsinn gelesen zu haben. Wo hast du das bitte her? Warte, sag es nicht.

Du hast dir den neuen Yps-Physikkoffer zugelegt.
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