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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #161  
Alt 14.09.20, 15:53
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Masse hat zwei Ursachen: Dirac und Higgs. Beides wird im Modell beschrieben (Dirac mass=Effekt der jeweils einfachsten Gewirre; Higgs: Effect der "Addition" von Zöpfen/braids.)

Beim Graviton wird der zentrale Vereich um pi rotiert, der mit "wavelength" gekennzeichent ist. Die Achse ist horizontal zwischen den Fäden. Dann verschwindet die eine Kreuzung an einem Ende und am andern Ende bildet sich eine neue. Insgesamt bleibt das Bild aber gleich.

Diese Möglichkeit gibt es nicht für massebehaftete Spin 2 Elementarteilchen.

Geändert von MMT (15.09.20 um 06:02 Uhr)
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  #162  
Alt 19.09.20, 07:12
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Als Anregung zu weiteren Überprüfungen, anbei eine Zusammenfassung des Fadenmodells.

Fluktuierende Fäden und deren Kreuzungswechsel in 3 Dimensionen definieren die Planckschen Konstanten c, h-quer, G und k, die Boltzmannkonstante. Dieser Zusammenhang ist das Fundamentalprinzip des Modells. Kreuzungswechsel sind beobachtbar, die Fäden selbst nicht, weil ihr Durchmesser den Wert der kleinsten messbaren Länge hat.

Eine Übersicht der Folgerungen aus dem Fundamentalprinzip gibt das Paper "A conjecture on deducing general relativity and the standard model with its fundamental constants from rational tangles of strands" https://dx.doi.org/10.1134/S1063779619030055. Es scheint, als ob das Fadenmodell (sofern keine Fehler vorliegen) alle offenen Probleme der Fundamentalphysik löst: die Fundamentalkonstanten werden erklärt, ebenso der Ursprung der Kräfte, der Elementarteilchen, der mathematischen Begriffe wie Wellenfunktionen und Metrik, sowie das Prinzip der kleinsten Wirkung.

Zur Gravitation: Fluktuierende Fäden, die keine Gewirre bilden, definieren den leeren Raum. Die Untersuchung ergibt (sofern keine Fehler vorliegen), dass dieses Modell des leeren Raumes die allgemeine Relativitätstheorie nachbildet. Auf Längenskalen unterhalb einer Galaxie wird das Fehlen jeglicher Abweichungen vorhergesagt (zB wird das Fehlen von messbaren Effekten aus der Quantengravitation vorhergesagt). Es wird jedoch die Möglichkeit vorhergesagt, Teilchenmassen zu berechnen. Aus dem Fundamentalprinzip werden zur Gravitation über 70 überprüfbare Vorhersagen abgeleitet. Alle stimmen bisher mit den Beobachtungen überein. Wenn eine einzige Vorhersage falsch sein sollte, ist das gesamte Modell falsch. Nachzulesen im Preprint "Testing a microscopic model for space and gravitation" https://www.motionmountain.net/Strands-Gravitation.pdf und auf der Webseite https://www.motionmountain.net/bet.html.

Zur Teilchenphysik: Fluktuierende Fäden, die Gewirre bilden, definieren Teilchen. Die Untersuchung ergibt (sofern keine Fehler vorliegen), dass dieses Modell alle bekannten Teilchen und Kräfte nachbildet, sowie die komplette Lagrangedichte des Standardmodells. Es wird das Fehlen neuer Teilchen und Kräfte vorhergesagt. Aus dem Fundamentalprinzip werden zur Teilchenphysik über 120 überprüfbare Vorhersagen abgeleitet (zB keine Supersymmetrie, keine Axionen, keine Glueballs, keine Variation der Feinstrukturkonstante, Existenz nicht-perturbativer Effekte, etc.). Alle stimmen bisher mit den Beobachtungen überein. Wenn eine einzige Vorhersage falsch sein sollte, ist das Modell falsch. Nachzulesen im Preprint "Testing a conjecture on the origin of the standard model" https://www.motionmountain.net/Strands-Particles.pdf und auf der Webseite https://www.motionmountain.net/bet.html.

Zur Kosmologie: Fluktuierende Fäden ergeben (sofern keine Fehler vorliegen), dass dunkle Materie nur aus bereits bekannter Materie bestehen kann (inklusive schwarzer Löcher).

Vorschläge zu weiteren Testmöglichkeiten sind jederzeit willkommen.

Geändert von MMT (19.09.20 um 09:13 Uhr)
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  #163  
Alt 19.09.20, 14:29
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von reinhard Beitrag anzeigen
Welche Teilchen sollten ihrer Meinung für dunkle Materie in Frage kommen?
Die üblichen Kandidaten sind alle mehr oder weniger unwahrscheinlich.
Richtig. Folgende Möglichkeiten scheint es zu geben: schwarze Löcher, Neutrinos oder sehr viel weniger bis gar keine dunkle Materie. Das muss das Experiment entscheiden. Das Fadenmodell sagt bisher nur: "keine unbekannten Elementarteilchen".

Geändert von MMT (25.09.20 um 17:03 Uhr)
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  #164  
Alt 20.09.20, 07:23
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Ja, das Experiment wird entscheiden. Auch nicht ausgeschlossen sind zB Hexaquarks. Ausgeschlossen sind bisher nur unbekannte Elementarteilchen.

Geändert von MMT (27.09.20 um 07:40 Uhr)
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  #165  
Alt 03.10.20, 07:14
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Nach derzeitigem Stand sagt das Fadenmodell auch voraus, dass dunkle Energie dasselbe ist wie Vakuumenergie. Sie entsteht durch Kreuzungswechsel im Vakuum. Die kosmologische Konstante hat im Fadenmodell naturgemäß einen kleinen und positiven Wert.
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  #166  
Alt 04.10.20, 08:28
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Nachlesen kann man das noch nirgends. Der Grund ist folgender.

Das naive Fadenmodell sagt einen kleinen Wert für Lambda voraus, sogar in der Größenordnung von 1/R^2 (R=Skalenfaktor). So ein Wert entsteht fast automatisch, weil die Fäden kreuz und quer im Raum liegen. Das ergibt einen kleinen positiven Wert für die Energiedichte. Das passt zwar alles zu den Beobachtungen, aber es gibt einen Haken.

Was das Fadenmodell zu Lambda(t) vorhersagt, ist noch unklar. Hier ist mit t das Alter des Alls gemeint. Und bevor die Abhängikeit vom Alter klar ist, ist das Ganze nicht wert, aufgeschrieben zu werden.

Derzeit macht das Fadenmodell in der Elementarteilchenphysik deutlich mehr harte Voraussagen ("keine neue Physik", d.h. keine unbekannten Elementarteilchen, keine unbekannten Kräfte, keine Abweichungen vom Standardmodell) als in der Kosmologie. Es gibt zwar einige klare Voraussagen auch zur Kosmologie (keine Inflation, kein Multiversum, keine kosmischen Strings, keine unbekannten Elementarteilchen, keine nicht-triviale Topologie, keine höheren Dimensionen, keine Abweichungen von der allgemeinen Relativitätstheorie auf subgalaktischen Längenskalen) aber diese Voraussagen sind eben noch nicht vollständig.

Geändert von MMT (04.10.20 um 08:32 Uhr)
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  #167  
Alt 07.10.20, 16:22
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Laut Experimenten ist Lambda in der Tat vermutlich konstant (auch wenn das nicht ganz sicher ist); man muss das Ergebnis aber vom Fadenmodell ableiten können.
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  #168  
Alt 11.10.20, 15:33
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Die Vorhersagen und möglichen Tests des Fadenmodells zum Standardmodell werden derzeit kontinuierlich vervollstädigt. Das Preprint https://www.motionmountain.net/Strands-Particles.pdf mit diesen Vorhersagen ist immer näher an der finalen Version. (Es kann auch von https://www.motionmountain.net/research.html heruntergeladen werden.)

Die zuletzt hinzugefügten Klarstellungen betreffen Vorhersagen zu allgemeinen Themen wie Nicht-Lokalität, CP-Verletzung, Effekte jenseits des Standardmodells und Gravitationseinflüsse, aber auch Tests und Vorhersagen zu phänomenologischen Themen wie das Hadronenspektrum, die Hadroneneigenschaften, Glueballs und die Berechnung von Teilchenmassen bzw. Kopplungskonstanten. Insgesamt sind es mehr als 130 Vorhersagen, inklusive des Elementarteilchenspektrums und der Eichgruppen. Interessant ist, dass fast alle dieser Vorhersagen (vielleicht sogar alle) bisher von keinem anderem Ansatz abgeleitet werden können.

Wenn jemand Vorhersagen oder Themen aus dem Standardmodell vermisst, gerne Rückmeldung. Auch wenn jemand Unklarheiten erkennt oder Fehler findet, gerne Nachricht.

Wenn jemals ein Gegensatz zwischen Experiment und Fadenmodell bekannt werden sollte, ist das Fadenmodell natürlich widerlegt. Derzeit scheint das aber noch nicht der Fall zu sein.

Geändert von MMT (12.10.20 um 03:20 Uhr)
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  #169  
Alt 15.10.20, 18:56
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Eine Vorhersage des Fadenmodells ist die Übereinstimmung, für Myonen, des gemessenen anomalen magentischen Dipolmoments und der Berechnung mit dem Standardmodell.

Derzeit beträgt die Abweichung 3.7 sigma; siehe T. Aoyama et al., The anomalous magnetic moment of the muon in the Standard Model, arxiv.org/abs/2006.04822.
Das Fadenmodell sagt voraus, dass zukünftige genauere Rechnungen und zukünftige genauere Messungen übereinstimmen werden.

Dies ist eine Folge der Vorhersage, dass es (trotz Fäden) keine physikalischen Effekte jenseits des Standardmodells gibt.

Geändert von MMT (18.10.20 um 10:25 Uhr)
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  #170  
Alt 22.10.20, 13:53
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von reinhard Beitrag anzeigen
Unterm Strich würde ich meinen:

Ihre Theorie hat vielleicht das Potential das Standardmodell abzubilden und einige Fragen diesbezüglich zu beantworten und zu veranschaulichen. Das ist schon mal interessant.

Hab aber starke Bedenken dass es das Potential hat dunkle Materie zu erklären oder warum die dunkle Energie eine geringe Dichte hat. Denke Zweiteres wird in ihrer Theorie einfach festgelegt.
Zum Standardmodell scheint die Situation sogar noch extremer zu sein. Auf zwei Arten und Weisen. Erstens gibt es derzeit, außer dem Fadenmodell, keinen weiteren Ansatz in der Literatur, der die Massen, Mischungswinkel, und Kopplungskonstanten (inklusive alpha=1/137.036) zu erklären verspricht. Das ist bemerkenswert.

Zweitens scheint es auch, dass das Fadenmodell nicht nur einige Fragen zum Standardmodell beantwortet, sondern alle offenen Fragen. Ich kann es selbst kaum glauben, darum bin ich vorsichtig. Es gibt ja viele Paper, in denen die offenen Fragen des Standardmodells aufgeführt werden (Werte der Konstanten/Parameter, Fehlen der CP Brechung in der starken Wechselwirkung, Existenz von Neutrinomassen, Variation von alpha in Zeit und Raum, Gravitation, Massenhierarchie, Ursprung der Eichgruppen, Ursprung der Teilchengenerationen, Ursprung der Diracgleichung, Ursprung des Prinzips der kleinsten Wirkung). Erstaunlicherweise gibt es auf alle diese Fragen mit dem Fadenmodell eine Antwort (inklusive Abwesenheit von GUT, von Supersymmetrie, von Technicolor, von Axionen, und von höheren Dimensionen). Mehr dazu auf https://www.motionmountain.net/research.html und https://www.motionmountain.net/bet.html . Diese Vollständigkeit ist ebenfalls bemerkenswert.

In der Gravitation wird die allgemeine Relativitätstheorie vollständig, ohne Zusätze, reproduziert. Also keine konforme Gravitation, keine Twistoren, keine causal sets, keine nicht-kommutative Geometrie, keine Schleifen - wenn auch von all diesen ein Schatten mit dabei ist. Auch keine zusätzlichen Dimensionen, kein Kaluza-Klein, keine Supergravitation. Am besten passen die Fäden zur emergenten Gravitation; sie sind davon eine konkrete Ausprägung.

In der Kosmologie ist die Situation aber weniger klar. Bei der dunklen Materie sagt das Fadenmodell zZ nur voraus, dass diese nicht aus bisher unbekannten Elementarteilchen besteht. Das stimmt zwar mit den bisherigen Messungen überein - das kann sich aber jederzeit ändern, wenn neue Ergebnisse vorliegen.

Bei der dunklen Energie sagt das Fadenmodell derzeit nur voraus, dass Lambda gleich der Vakuumenergie ist, klein ist und positiv ist. Klein ist sie, weil die kleine "Dichte der Fäden" zu einer kleinen Dichte von Kreuzugnswechsel im kosmischen Vakuum führt - und das ist im Fadenmodell die dunkle Energie. Das Ergebnis ist nicht im Voraus festgelegt. Das Ergebnis stimmt zwar mit den bisherigen Messungen überein. Mehr Details müssen aber noch kommen. Richtig ist, dass hier noch viele Fragen offen sind. Vielleicht in Kürze mehr.

Geändert von MMT (24.10.20 um 13:59 Uhr)
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