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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #651  
Alt 20.09.22, 22:23
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Nochmal zum Verständnis: Die Fäden haben keine echte physikalische Bedeutung? Es gibt also keine Dicke, Breite oder Länge der Fäden und auch keine Spannung in den Fäden, so wie in der Stringtheorie?

Sind Knoten in den Fäden denkbar?
Die Fäden sind nicht beobachtbar. Sie haben keine Enden und sie haben keine Spannung. Sie bestehen auch nur in 3 Dimensionen.

Sie haben aber einen Durchmesser (die doppelte Plancklänge), der bei den beobachtbaren Kreuzungswechseln für eine kleinste beobachtbare Länge sorgt. Die derzeitige beste Einführung in das Fadenmodell ist https://www.researchgate.net/publication/361866270 (derzeit ein Preprint.)

Ich verbessere den Text fast jeden Tag, um ihn klarer und verständlicher zu machen. Eine Übersicht mit Veröffentlichungen ist hier: https://www.motionmountain.net/research.html.

Knoten sin denkbar; lange Zeit habe ich gedacht, dass sie etwas bedeuten. Aber man kann alles ohne Knoten denken und erklären. Derzeit sind daher Knoten ausgeschlossen.

Ge?ndert von MMT (20.09.22 um 22:29 Uhr)
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  #652  
Alt 21.09.22, 15:43
Bernhard Bernhard ist gerade online
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von MMT Beitrag anzeigen
Die derzeitige beste Einführung in das Fadenmodell ist https://www.researchgate.net/publication/361866270 (derzeit ein Preprint.)
Wenn man nicht Stunden mit der langatmigen Prosa (Sorry) verbringen will, scheint mir eine gute Einführung eher das paper von E. P. Battey-Pratt and T. J. Racey, Geometric Model for Fundamental Particles, Int. J. Theor. Phys. 6, p. 437 (1980)

Issue im Jahrgang 1980 ist die 6.
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Freundliche Grüße, B.
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  #653  
Alt 21.09.22, 17:29
Hawkwind Hawkwind ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Wenn man nicht Stunden mit der langatmigen Prosa (Sorry) verbringen will, scheint mir eine gute Einführung eher das paper von E. P. Battey-Pratt and T. J. Racey, Geometric Model for Fundamental Particles, Int. J. Theor. Phys. 6, p. 437 (1980)

Issue im Jahrgang 1980 ist die 6.
Gibt es hier übrigens kostenlos als pdf:
http://www.rwgrayprojects.com/Univer...atty-Pratt.pdf
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  #654  
Alt 22.09.22, 07:22
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Wenn man nicht Stunden mit der langatmigen Prosa (Sorry) verbringen will, scheint mir eine gute Einführung eher das paper von E. P. Battey-Pratt and T. J. Racey, Geometric Model for Fundamental Particles, Int. J. Theor. Phys. 6, p. 437 (1980)

Issue im Jahrgang 1980 ist die 6.
Point taken! Werde alles tun was geht, um es zu kürzen. In dem Text https://www.researchgate.net/publication/361866270 hat jeder Abschnitt am Ende einen Absatz, der mit "In short" beginnt. Wenn man nur diese Absätze liest, hat man sehr schnell eine Übersicht über den Inhalt.

Einen Unterschied gibt es: Battey-Pratt und Racey leiten die Dirac Gleichung ab; mein Text das ganze Standardmodell.

Ge?ndert von MMT (22.09.22 um 09:09 Uhr)
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  #655  
Alt 22.09.22, 09:06
Bernhard Bernhard ist gerade online
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von MMT Beitrag anzeigen
Einen Unterschied gibt es: Battey-Pratt und Racey leiten die Dirac Gleichung ab; mein Text das ganze Standardmodell.
Seit der Entdeckung der Neutrinooszillationen finde ich es etwas problematisch von dem Standardmodell zu sprechen.

Unberührt von diesen Erkenntnissen bleibt die Dirac-Gleichung bzw. die zugehörigen Bargmann-Wigner-Gleichungen. Besonders spannend finde ich persönlich die Bargmann-Wigner-Gleichungen für masselose Spin-2-Bosonen (Gravitonen). Ich sehe da durchaus auch Möglichkeiten die einsteinschen Feldgleichungen abzuleiten. Schon die Darstellung der zugehörigen Spinoren hat "zufälligerweise" genau die Index-Symmetrien des Riemann-Tensors, wobei ich nicht glaube, dass der in diesen Gleichungen direkt auftaucht. Vielversprechender ist ein Ansatz über einen Spin-Zusammenhang.

Man arbeitet auf diese Weise auch direkt mit Feldgleichungen und kann dann auch mal Wirkungsquerschnitte berechnen, um damit dann überprüfbare Vorhersagen zu machen.
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Freundliche Grüße, B.
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  #656  
Alt 22.09.22, 14:06
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Seit der Entdeckung der Neutrinooszillationen finde ich es etwas problematisch von dem Standardmodell zu sprechen.

Unberührt von diesen Erkenntnissen bleibt die Dirac-Gleichung bzw. die zugehörigen Bargmann-Wigner-Gleichungen. Besonders spannend finde ich persönlich die Bargmann-Wigner-Gleichungen für masselose Spin-2-Bosonen (Gravitonen). Ich sehe da durchaus auch Möglichkeiten die einsteinschen Feldgleichungen abzuleiten. Schon die Darstellung der zugehörigen Spinoren hat "zufälligerweise" genau die Index-Symmetrien des Riemann-Tensors, wobei ich nicht glaube, dass der in diesen Gleichungen direkt auftaucht. Vielversprechender ist ein Ansatz über einen Spin-Zusammenhang.

Man arbeitet auf diese Weise auch direkt mit Feldgleichungen und kann dann auch mal Wirkungsquerschnitte berechnen, um damit dann überprüfbare Vorhersagen zu machen.
Richtig! Mit "Standardmodell" meine ich immer "Stadardmodell mit massebhafteten Diracneutrinos" - so wie es die Particle Data Group auch beschreibt.

Zur Ableitung der Einsteinschen Feldgleichungen zwei kurze Punkte:

- Sie folgen aus der größten Kraft: siehe https://arxiv.org/abs/2205.06302. Sie wird in kürze auch in Int J Mod Phys D erscheinen.

- Sie folgen daher auch aus dem Fadenmodell: siehe zB https://rdcu.be/czpom im Indian Journal of Physics (und einige anderen Papers). Dort ist auch das Fadenmodell des Gravitons zu sehen.

Es kommt aber auch heraus, dass einzelen Gravitonen nicht detektierbar sind, wie viele andere schon herausgefunden hatten. Die Wirkungsquerschnitte sind zu klein...
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  #657  
Alt 22.09.22, 16:58
Bernhard Bernhard ist gerade online
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von MMT Beitrag anzeigen
siehe zB https://rdcu.be/czpom im Indian Journal of Physics (und einige anderen Papers). Dort ist auch das Fadenmodell des Gravitons zu sehen.
Das ist eine gut lesbare Zusammenfassung, allerdings fehlt mir auch da eigentlich die physikalische Motivation für die Fäden.

Wenn die Fäden praktisch keine physikalischen Eigenschaften haben, ist es fraglich, ob sie real exisitieren und wenn sie nicht real existieren, muss man sie nicht notwendigerweise physikalisch beschreiben.

EDIT: Gleichzeitig möchte ich aber auch Lob und Motivation aussprechen, weil mir die Vorstellung von Fäden auch realistischer erscheint, als "Punktteilchen mit gewissen Zusatzannahmen", so wie im bohrschen Atommodell. Es wurde ja auch schonmal der Ansatz diskutiert, dass die quantenmechanische Verschränkung von Zuständen möglicherweise durch gravitative Wurmlöcher zu erklären sei.

Man muss trotzdem aufpassen, dass man sich mit neuen Anschauungen nicht neue Mißverständisse einfängt.
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Freundliche Grüße, B.

Ge?ndert von Bernhard (22.09.22 um 19:15 Uhr)
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  #658  
Alt 22.09.22, 21:11
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Das ist eine gut lesbare Zusammenfassung, allerdings fehlt mir auch da eigentlich die physikalische Motivation für die Fäden.

Wenn die Fäden praktisch keine physikalischen Eigenschaften haben, ist es fraglich, ob sie real exisitieren und wenn sie nicht real existieren, muss man sie nicht notwendigerweise physikalisch beschreiben.
Beides richtig. Motivation für die Fäden habe ich zZ an zwei Stellen zusammengefasst.

1. In Section XV des Preprints https://www.researchgate.net/publication/359705442

2. In Section 2 des Preprints https://www.researchgate.net/publication/361866270

Die Sektion XVI im ersten Preprint erklärt auch, warum einzelne Fäden nicht beobachtbar sein können, viele Fäden aber wohl. In gewissen Sinne spiegelt es das wieder, was für Gravitonen gilt: einzelne kann man nicht messen https://arxiv.org/abs/gr-qc/0601043, viele (Gravitationswellen) aber schon.

Dennoch ist hier Skepsis immer angebracht.
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  #659  
Alt 23.09.22, 00:42
Bernhard Bernhard ist gerade online
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
In other terms, there will never be an evolution equation or a Lagrangian for relativistic quantum gravity. This result requires a change in thinking habits. Evolution equations and Lagrangians have been seen as essential part of physics for over four centuries. In stark contrast, the complete theory of relativistic quantum gravity is defined completely by the limits c, G, ?, k and by the statistics of the microscopic degrees of freedom, without additional or new equations of motion. The conclusion confirms that no Lagrangian can explain the appearance of Lagrangians ...
Möglicherweise haben wir aber mit der Bargmann-Wigner-Gleichung mit Spin 2 bereits eine Bewegungsgleichung für Gravitonen.

Mir fehlt dazu "nur" der Nachweis, dass die einsteinschen Feldgleichungen aus dieser Gleichung folgen. Da die maxwellschen Gleichungen jedoch aus der Bedingung Spin = 1 bereits folgen, erscheint mir so ein Ansatz relativ vielversprechend zu sein.
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  #660  
Alt 23.09.22, 05:19
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Möglicherweise haben wir aber mit der Bargmann-Wigner-Gleichung mit Spin 2 bereits eine Bewegungsgleichung für Gravitonen.

Mir fehlt dazu "nur" der Nachweis, dass die einsteinschen Feldgleichungen aus dieser Gleichung folgen. Da die maxwellschen Gleichungen jedoch aus der Bedingung Spin = 1 bereits folgen, erscheint mir so ein Ansatz relativ vielversprechend zu sein.
Selbst wenn die Herleitung möglch wäre, gibt es ein grundsätzliches Problem:

Einzelne Gravitonnen sind nicht beobachtbar. Für nicht beobachtbare Teilchen kann man keine Bewegungsgleichung aufstellen, weil man die Bewegungsgleichung nicht experimentell überprüfen kann.

Das ist das grundlegende Problem jeder vollständigen Beschreibung der Natur: eine Gleichung für einzelne Freiheitsgrade (oder auch für einzelne Gravitonen, wobei das nicht dasselbe ist) ist nicht experimentell nachprüfbar.

Es gibt viele Gleichungen für große Anzahlen von Freiheitsgraden (Entropie schwarzer Löcher, Gravitationswellen, Einsteinsche Feldgleichungen, Diracgleichung etc.). Aber eine Gleichung für einzelne Freiheitsgrade in der relativistichen Qunatengravitation ist unmöglich, weil sie grundsätzlich nicht nachprüfbar ist.

Die Freiheitsgrade sind nur in großen Anzahlen beobachtbar - nicht einzeln.

Das ist meiner Meinung auch der Grund, warum es keine Vorschläge für so eine Bewegungsgleichung gibt. (1) Die Art der Freiheitsgrade auf der Planckskala ist strittig. Aber (2) selbst wenn man sich einigen würde (zB auf Fäden) ist keine Gleichung möglich.
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