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  #1  
Alt 03.05.19, 15:15
Bernhard Bernhard ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 14.06.2017
Beiträge: 1.254
Standard Neues aus der Kosmologie

Man trifft im www zur Zeit immer wieder auf Meldungen dieser Art:

Hubble-Konstante: Universum expandiert noch schneller als erwartet
__________________
Freundliche Grüße, B.

Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921
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  #2  
Alt 07.05.19, 13:16
Bernhard Bernhard ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 14.06.2017
Beiträge: 1.254
Standard AW: Neues aus der Kosmologie

und hier nochmal auf Spektrum.de:
Hubbles Konstante wird immer rätselhafter
Spannend.
__________________
Freundliche Grüße, B.

Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921
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  #3  
Alt 07.05.19, 15:37
Benutzerbild von TomS
TomS TomS ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 04.10.2014
Ort: Nürnberg
Beiträge: 2.082
Standard AW: Neues aus der Kosmologie

Aus dem Artikel

Zitat:
Aus Sicht vieler Astrophysiker ist es noch zu früh, erneut eine Revolution auszurufen.

Schließlich dürfe man nicht vergessen, dass die beiden Messmethoden zur Hubble-Konstante zwei sehr verschiedene Zustände des Kosmos betrachten: Die Entfernungsleitermethode betrachtet das heutige Weltall und misst dessen momentane Expansionsrate. Sie beschränkt sich dabei auf einen vergleichsweise kleinen, »lokalen« Teil des Kosmos.

Der Mikrowellenhintergrund hingegen stammt aus einer Zeit, als das Universum gerade einmal 380 000 Jahre alt war und statt aus Galaxien nur aus Gas und Strahlung bestand. Bei der Analyse dieser Strahlung am heutigen Nachthimmel hat Planck also Strahlung im Blick, die sehr weit gereist ist und alle Epochen des Alls miterlebt hat.

Sowohl in zeitlicher als auch räumlicher Dimension sind die beiden Messungen also nicht direkt vergleichbar.
__________________
Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
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  #4  
Alt 07.05.19, 17:19
Timm Timm ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 26.03.2009
Ort: Weinstraße, Rheinld.Pfalz
Beiträge: 2.619
Standard AW: Neues aus der Kosmologie

Eine weitere mögliche Abweichung durch Resultate jenseits der SN Ia Daten:


https://www.nature.com/articles/s41550-018-0657-z
Zitat:
Abstract
The concordance model (Λ cold dark matter (ΛCDM) model, where Λ is the cosmological constant) reproduces the main current cosmological observations1,2,3,4 assuming the validity of general relativity at all scales and epochs and the presence of CDM and of Λ, equivalent to dark energy with a constant density in space and time. However, the ΛCDM model is poorly tested in the redshift interval between the farthest observed type Ia supernovae5 and the cosmic microwave background. We present measurements of the expansion rate of the Universe based on a Hubble diagram of quasars. Quasars are the most luminous persistent sources in the Universe, observed up to redshifts of z ≈ 7.5 (refs. 6,7). We estimate their distances following a method developed by our group8,9,10, based on the X-ray and ultraviolet emission of the quasars. The distance modulus/redshift relation of quasars at z < 1.4 is in agreement with that of supernovae and with the concordance model. However, a deviation from the ΛCDM model emerges at higher redshift, with a statistical significance of ~4σ. If an evolution of the dark energy equation of state is allowed, the data suggest dark energy density increasing with time.
__________________
Der Verstand schafft die Wahrheit nicht, sondern er findet sie vor - Aurelius Augustinus
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  #5  
Alt 24.09.19, 17:48
Timm Timm ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 26.03.2009
Ort: Weinstraße, Rheinld.Pfalz
Beiträge: 2.619
Standard AW: Neues aus der Kosmologie

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
und hier nochmal auf Spektrum.de:
Hubbles Konstante wird immer rätselhafter
Spannend.
Das erste Bild LambdaCDM hier zeigt das Auseinanderklaffen der Fehlerbalken der Messungen frühes Universum vs. heute, jeweils mit verschiedenen Methoden.

Soweit ich es verstehe, erhält man den für den ersten Fall den niedrigeren Wert für H_0 durch einen fit der Materiedichte mit dem LambdaCDM Modell. Dabei leitet sich die Materiedichte letztlich aus dem Schallhorizont ab.

Die hohe Auflösung des Planck Leistungsspektrum ist ja unbestritten. Aber woher nimmt man die Sicherheit, daß man den Schallhorizont richtig interpretiert?
__________________
Der Verstand schafft die Wahrheit nicht, sondern er findet sie vor - Aurelius Augustinus
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