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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #1  
Alt 03.03.24, 20:11
Teufelsgott Teufelsgott ist offline
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Registriert seit: 01.03.2024
Beitr?ge: 15
Standard Unendliche Größen innerhalb einer Unendlichkeit

Wenn es so etwas wie eine "Unendlichkeit" bzw. einen "unendlichen Raum" gibt (obwohl das Wort "Raum" falsch wäre, da ein Raum üblicherweise begrenzt* ist)
dann können auch die Objekte darin, genau so wie die Unendlichkeit, ebenso unendlich groß sein.

Das würde auch bedeuten, dass "Größe" an so einem seltsamen Ort eigentlich nicht wirklich existiert und nur relativ zwischen (nahe aneinander liegenden) Objekten wäre.

Nun, wenn Objekte in einem unendlichen Raum, unendlich groß sind, dann folgt daraus zwangsläufig, dass Objekte dort auch unendlich klein sein müssen.

Wären Objekte zum Größeren hin endlos, aber zum Kleineren hin endlich, dann wäre die Beschaffenheit dieser Unendlichkeit beschränkt und nicht mehr unendlich, somit würde es sich nicht mehr um eine Unendlichkeit handeln, da diese zu keiner Größenordnung/Richtung hin beschränkt sein kann.

Den "kleinsten Punkt" kann es dort also nicht geben, genau so, wie es "den größten Punkt" nicht gibt. Wir hätten dort also sozusagen den "Mikrokosmos" im "Mikrokosmos" nur dass diese zum Kleineren hin unendlich verlaufen, eben so, wie der "große Kosmos" unendlich zum Größeren hin verläuft.


*für den Fall, dass sich unser Universum endlos ausdehnt, so handelt es sich bei unserem Universum meines Erachtens trotzdem um keinen "endlosen Raum", sondern um einen herkömmlichen, begrenzten Raum, der sich jedoch innerhalb der Unendlichkeit endlos ausdehnt und in dieser Unendlichkeit, könnte es andere Universen geben, die unendlich groß und damit auch unendlich klein sind.


...ist nur ein Gedanke der mich irgendwie nicht in Ruhe lässt.
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  #2  
Alt 05.03.24, 05:28
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 08.07.2007
Beitr?ge: 3.805
Standard AW: Unendliche Größen innerhalb einer Unendlichkeit

Hi TG,
Das ist nicht so einfach finde ich. Es bedeutet auch. Keine Zeit. Und was ist mit Entropie und was mit der Temperatur? Physikalisch könnte es unendlich kalt sein. Was wiederum bedeutet, dass es einem "überheißen" Zustand entspricht. Man kann ein System auch so viel Wärme zu führen, dass die Entropie wieder abnimmt, wobei das +T dann auf - T springt. So wie z.b Zukunft Instant zur Vergangenheit wird. Kurz: wenn die das Universum ein Ort ist, in dem Wärme hineinfließen kann - weil sich Raum als Blase -ein Volumen ergibt. Dann frisst sich diese Blase dort durch und der Rand wäre ein Ort des es stetig weitergehen Urknalls. Ein Gedanke der jedoch schwer mit der Realität zu verbinden ist.
Gruß EvB
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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. A.E
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  #3  
Alt 05.03.24, 15:39
Teufelsgott Teufelsgott ist offline
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Registriert seit: 01.03.2024
Beitr?ge: 15
Standard AW: Unendliche Größen innerhalb einer Unendlichkeit

Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Hi TG,
Das ist nicht so einfach finde ich. Es bedeutet auch. Keine Zeit.
Genau so ist es, eben nicht einfach, genau darum liebe ich dieses Thema aber!

Wenn du sagst, es würde auch keine Zeit bedeuten, meinst du damit, dass Zeit dann unmöglich ist oder kannst du dir Zeit innerhalb einer Unendlichkeit einfach nicht vorstellen?

Das ganze Thema um die Unendlichkeit ist deshalb auch so schwer, weil der Mensch bzw. der menschliche Geist mit den meist immer gleichen "Denkfehlern" denkt!

Beispiel: Wie stellt Ihr euch einen "Unendlichen Laserstrahl" vor?

Vermutlich denken die meisten in erster Instanz an einen Laser, der von der Quelle (Punkt A) endlos verläuft.

Tatsächlich stellt hier Punkt A schon die erste Begrenzung dar, die verhindert, dass der Laserstrahl unendlich verläuft bzw. würde es sich um keinen "unendlichen Laserstrahl" handeln, weil etwas "unendliches" nicht beschränkt (weder durch einen Anfang noch durch eine Quelle) sein kann, wie es auch durch kein Ende beschränkt ist.

Also muss die Quelle wegfallen und was bleibt, wäre der eigentliche Laserstrahl, der in BEIDE RICHTUNGEN endlos verläuft.

Damit ist es aber noch immer nicht geschehen! Der Laserstrahl muss auch von der Stärke/Dicke her endlos sein, das "Problem" dabei:

Es würde sich dann jedoch nicht mehr um einen "Laserstrahl" handeln, wenn dieser "unendlich" verlaufen würde.


Um zu meinem Gedanken mit den unendlich großen Objekten zurückzukehren:

Angenommen , ein Objekt wächst endlos (schwarzes Loch, etc.) und ein anderes bleibt in seiner Größe (Planet, etc.), dann würde das bedeuten, dass während das endlos wachsende Objekt, unendlich groß wird, wird gleichzeitig das andere Objekt unendlich klein, ohne dass es jetzt selbst endlos in sich zusammenschrumpft (fälschlicherweise denkt der menschliche Geist beim "unendlich klein werden" wohl an ein schrumpfendes Objekt).

Ein weitere Gedanke:

Angenommen, wir befinden uns in einem endlos expandierendem Universum (eternal inflation!), dann müssten doch rein theoretisch schwarze Löcher "unendlich groß" werden können.

Da ich kein Physiker bin, habe ich bei diesem Gedanken möglicherweise einige Dinge außer Acht gelassen, die so etwas verhindern würden. Soweit ich mich jedoch erinnere, gibt es angeblich eine maximale Anzahl von Sonnenmaßen, die ein schwarzes Loch haben kann, und diese Anzahl ist bereits mit diversen Sichtungen anderer schwarzer Löcher übertroffen worden, also wäre es vielleicht doch möglich, dass es schwarze Löcher gibt, die "unmöglich" groß geworden sind oder noch "unendlich" groß werden?

Ge?ndert von Teufelsgott (05.03.24 um 15:58 Uhr)
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  #4  
Alt 05.03.24, 17:12
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 08.07.2007
Beitr?ge: 3.805
Standard AW: Unendliche Größen innerhalb einer Unendlichkeit

Ach TG,
das ist nicht so einfach mit – keine Zeit. Und es kostete mich schon so viel Zeit.

Was bedeutet keine Zeit? Dass wir zwischen zwei Ereignissen nicht warten müssen. Keine Zeit bedeutet eigentlich, dass sie unendlich schnell vergeht. Alles instantan. Oder eben auch ncihts - kann man nicht unterscheiden.

Das können wir uns nicht vorstellen. Aber ein Teilchen in Superposition ist sowas. Alles gleichzeitig – beliebig lang. Alles ist hier zeitlich gesehen unendlich lang oder eben unendlich kurz. Da die Zeit hier stehen geblieben ist. Sie ist einer Normalverteilung von möglichen Zuständen. Und bleibt unverändert – über die Zeit.

Die Physik ist lokal. Das bedeutet, wir sollten immer alles so betrachten (können), als ob wir ruhen. Im Zentrum von allem. Zumindest schadet es mathematisch nicht. Und wenn du es nicht kannst – so beschreiben – dann ist was faul. Lokalität der Physik ist wie der 2. Hauptsatz der Thermodynamik.
Also wir haben eine schwarze Spinne die in immer in Superposition ist. Sie könnte aber, blau, gelb oder rot sein. Je x,y,z-Richtung ihres Netzes eine Farbe.
Photonen bewegen sich auf dem Netz mit c. Als Welle mit einer Normalverteilung seiner einzelnen Phasen. Also alles hier ist zeitlos. Die Spinne „Superposition“ das Photon (kann man eh keine Zeit zuschreiben)….Das Netzt besteht aus unendlich vielen Wellen und Phasen - die sich zu null addieren. Und so in diesem Bild die Gegenwart darstellen.

Aber man kann hier eine Welle anregen wenn p/ E eben c ergeben… Nur dann ist sie auch „zeitlos“ ist – eine in sich zeitlos bewegende Partikelwelle eben. Die Spinne sitzt also – klebt (wie ein Elektron an einem dünnen Faden) und wartet auf die Beute/Information.

Die Spinne ist „Schwarz“ und jedes Mal, wenn die Spinne von einem Photon getroffen wird sie mal rot, mal blau, mal gelb. In Summe erscheint sie uns Weiß.

Hat aber schwarze Phasen – diese Phasen sind Zeit, da sie hier wartet. Die Welt wahrnehmen kann sie nur, wenn sie rot, blau, gelb ist also „Weiß“. Deine Eigenzeit ist Schwarz. Deine Weltwahrnehmung weiß.

Keine Zeit bedeutet – kein Abstand zwischen zwei Ereignissen. Da das Licht uns nicht instantan erreichen kann, weil es gebremst wird. Müssen wir warten. Die dunkle Phase ist Wartezeit ist und das t im Minkowski Diagramm.

Außerhalb vom Universum wäre die Spinne daher immer Schwarz.
Eine beschleunigtes Objekt ist häufiger Weiß.

EDIT:
Zitat: Zeit ist nur dafür da, dass nicht alles gleichzeitig passiert.
Man könnte geauso gut sagen: Zeit ist da, wenn was passiert.

EDIT: Schwarz ist die zeitliche Komponente - da nehmen wir nicht wahr. Weiß ist die räumliche Komponente, messen wir, es hat sich was verändert. Beides sind formen derselben Gegenwart.

Gruß,
EVB
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Ge?ndert von Eyk van Bommel (05.03.24 um 19:42 Uhr)
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