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Alt 26.08.20, 18:47
simsalabim simsalabim ist offline
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Registriert seit: 26.08.2020
Beitr?ge: 3
Lächeln Der perfekte Kosmos

Sry, ich bin Laie und Folgendes klingt wie kompletter bs, aber ich würd's gern im Internet loswerden:


Ich gehe davon aus, dass der Kosmos nur in einem einzigen Zeitpunkt existiert und all die verfügbare Energie (wahrscheinlich annähernd unendlich viel) mit all ihren Zustandsformen gleichzeitig beinhaltet. Mathematisch -als Funktion gesehen- ließe sich dieser Kosmos durch einen Dirac-Impuls mit unendlicher Magnitude darstellen, wobei dieser Dirac-Impuls innerhalb eines einzigen Zeitpunktes stattfindet.

(...wie bei einer Raumakustik-Messung...)

Eine Beobachtung dieses gesamten Kosmos ist unmöglich. Dieser Kosmos kann bei einer Beobachtung allerdings als „Anregungssignal“ verstanden werden: Wird das Beobachtersystem durch den Kosmos angeregt, so ergibt sich eine „Impulsantwort“ des Kosmos. Da das Beobachtersystem ein begrenztes Verarbeitungsvermögen besitzt, ist diese Beobachtung immer Latenz-behaftet und die resultierende Impulsantwort existiert nicht mehr innerhalb eines einzigen Zeitpunktes, sondern innerhalb eines Zeitintervalls. Erst die Beobachtung an sich erzeugt dann Zeit (und Raum). Das Beobachtersystem muss auch die Fähigkeit besitzen, die Informationen einer Impulsantwort (zumindest vorübergehend) zu speichern. Ansonsten wäre die Impulsantwort, welche sich durch einen Zeitverlauf auszeichnet, für den Beobachter nicht erfassbar oder informativ vermittelbar.

Hier der Hintergrund meiner Überlegung:
In der Planck-Welt benötigt der Quantensprung Zeit. Diese Planck-Zeit erscheint mir nur dann erklärbar, wenn die Planck-Welt ein nicht perfektes System ist; Wäre das System perfekt, würde eine Zustandsänderung keine Zeit beanspruchen. Ich gehe in meiner Überlegung aber davon aus, dass der Kosmos perfekt ist. Erst die Einschränkungen, denen der Beobachter unterliegt, formt die nicht perfekte Planck-Welt.

Ich möchte hier auch klarstellen, dass der „Beobachter“ in erster Linie kein menschliches Wesen oder eine Maschine sein muss. Mit „Beobachter“ kann hier auch eine Messung gemeint sein. Wichtig ist nur, dass die Beobachtung nicht mit einer Zeitauflösung kleiner als die Planck-Zeit erfolgen kann.

Meine Überlegung basiert zum einen auf den Grundprinzipien der Signalverarbeitung von Systemen:
Eingangssignal (Kosmos / Impuls) -> Signalverarbeitendes System (Beobachter) -> Ausgangssignal (Impulsantwort)

Zum anderen sehe ich Hinweise auch auf Seiten der Genforschung, welche mittlerweile nicht ausschließt, dass unsere wahrnehmbare Realität erst im Zusammenspiel mit einem verarbeitenden Organismus zustande kommt.

Das uns bekannte Universum wird in der heutigen Physik (trotz des Wesens der speziellen Relativitätstheorie) als vorhandene Maschine betrachtet, oder? Mit meiner Überlegung möchte ich darauf hinweisen, dass dies nicht der Fall sein könnte, wenn man die Fähigkeit des Beobachtersystems miteinbezieht. Dann erscheint es mir nicht verwunderlich, dass die für uns erfassbare Welt hinsichtlich Größe und Zeit genau auf unsere Wahrnehmung zugeschnitten ist. Auch die „krummen“ Naturkonstanten und -Funktionen (Normalenverteilung, Fraktale, ...) wären weniger seltsam, wenn sich die verarbeitenden Algorithmen auf die Beschaffenheit der Signalverarbeitung des Beobachters zurückführen ließen. Der Urknall z.B. wäre dann nur das Ende der Wahrnehmbarkeit, bedingt durch die oben erwähnte Einschränkung durch das kleinst mögliche Beobachtungs-Zeitintervall, der Planck-Zeit. Der Urknall wäre nicht der Anfang des Kosmos, sondern nur der Beginn unserer abgespeicherten/überlieferten "Zeitaufzeichnung" oder "Entropie-Zählung".
Das nicht deterministische Verhalten der kleinen Teilchen erscheint mir auch nicht sonderbar, wenn ich davon ausgehe, dass bei einer messtechnischen Annäherung an die Mikrophysik (sehr kurzes Beobachtungsintervall) die oben genannten Zustände des Kosmos mehr und mehr "stichprobenartig" in den Vordergrund treten: Keine Raumzeit, sondern nur alle Zustände in einem Zeitpunkt, also der perfekte Kosmos.


So, vielen Dank fürs Durchlesen! Jetzt dürft’s 'es zerfetzen

lg

Ge?ndert von simsalabim (26.08.20 um 23:04 Uhr)
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Stichworte
quanten, urknall, weltformel

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