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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #1  
Alt 10.05.24, 21:09
goope goope ist offline
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Standard Quantenphysik, Buddhismus und indigenes Wissen

Ich habe ein Bild im Internet gefunden, wo Quantenphysik als spirituelle Richtung angegeben wird:*https://i.pinimg.com/originals/24/6d...6e50e38e86.jpg

Warum ich diese Meinung teile will ich im Folgenden ausführen.

Ich habe im Sommer 2019 ein Youtube Video gesehen, das Quantenphysik und Spiritualität heißt. Ich finde es jetzt auf die Schnelle nicht, falls ich es noch finde, füge ich es nach. Jedenfalls hat diesen Vortrag ein Chemiker gehalten, der meinte, wenn zwei Quanten mal miteinander verbunden waren und dann wieder getrennt werden, können diese Quanten Lichtjahre voneinander entfernt sein, wenn man bei dem einen Quant etwas ändert, ändert sich bei dem anderen, ehemals verschränkten, Quant ganz genau das gleiche und zwar instantan, also gleichzeitig. Das hat Einstein rausgefunden und genannt „die spukhafte Fernwirkung“.* Einstein hat aber auch rausgefunden, dass Information nicht schneller als mit Lichtgeschwindigkeit übertragen werden kann und das widerspricht sich ja. Der Chemiker hat dann gemeint, das bedeutet, das Universum muss in irgendetwas eingebettet sein, wo Information noch schneller übertragen werden kann.

Ich hab dann ein wenig nachgedacht und mir folgende Frage gestellt: vor dem Urknall war ja alle Materie fest zusammengepresst und ist dann explodiert. Das bedeutet ja, dass alle Quanten mal miteinander verschränkt waren. Das wiederum bedeutet, wenn man bei einem Quant etwas ändert, müsste sich ja bei allen anderen Quanten im Universum ganz genau das gleiche ändern und zwar gleichzeitig. Ich habe diese Frage an ein paar Quantenphysikprofessoren geschickt und die Antworten waren fast alle ident: das ist eine sehr spannende Frage, betrifft die Grundlagen der Physik und ja, es gibt diese Theorie. Ich kann euch diesen Mailverkehr mit den Quantenphysikern und den, den ich nachfolgend beschreibe gerne weiterleiten, wenn es euch interessiert.

Nun möchte ich einen Schwenk zum Buddhismus machen. Im Buddhismus gibt es ein ganz zentrales Prinzip, das heißt Pratityasamutpada. Das ist Sanskrit und bedeutet bedingtes Entstehen. Es besagt, dass alles miteinander vernetzt und verwoben ist und sich alles gegenseitig beeinflusst.

Zum indigenen Wissen: auch in indigenen Kulturen geht man davon aus, dass alles interdependent und interrelated ist.

Das wäre die erste Verbindung zwischen Quantenphysik , Buddhismus und indigenem Wissen.

Die zweite Verbindung zwischen Quantenphysik und Buddhsimsus ist folgende: Ob ein Quant eine Welle oder ein Teilchen ist, hängt davon ab, ob man den Quant beobachtet (Teilchen) oder nicht (Welle). Das heißt, Subjekt und Objekt sind nicht voneinander getrennt. Sie sind nicht miteinander ident, existieren aber auch nicht vollkommen unabhängig voneinander.

Im Buddhismus gibt es ähnliche Gedanken. Es gibt ein buddhistisches Rätsel, das lautet: „Wenn ein Baum im Wald umfällt, und keiner ist da um ihn zu hören, macht er dann ein Geräusch?“ Auch im Buddhismus geht man davon aus, dass Subjekt und Objekt nicht unabhängig voneinander existieren, sondern sich gegenseitig beeinflussen.

Eine wichtige Rolle spielt bei beiden Philosophien das Bewusstsein. Max Planck, der Vater der Quantenphysik, hat gesagt: „Bewusstsein ist fundamental und Materie ist davon abgeleitet.“ Wenn das ein Geisteswissenschaftler sagen würde, würde ich mir denken „ja, eh, ist ja auch ein Geisteswissenschaftler, natürlich sagt der, dass der Geist mächtig(er) ist“. Aber wenn das ein Naturwissenschaftler, die ja eigentlich sehr materialistisch eingestellt sind, sagt, halte ich das schon für ein starkes Indiz, dass das stimmen kann.

Zur Rolle des Bewusstseins in der Quantenphysik: es gibt unter den Quantenphysikern solche, die die Verbindung zwischen Quantenphysik und Spiritualität sehen, und die, die sie nicht sehen (wollen). Ich glaube prinzipiell, dass es oft nicht darum geht, dass man etwas intellektuell nicht versteht, sondern, dass man es nicht verstehen will, weil es nicht ins eigene Weltbild passt. Jedenfalls sind diejenigen, die die Verbindung nicht sehen (wollen) die Materialisten. Die haben immer argumentiert, dass die Tatsache, dass ein Quant sich anders verhält, je nachdem ob man ihn beobachtet oder nicht, eine materielle Angelegenheit ist, keine des Bewusstseins. Sie haben argumentiert, dass das Lichtphoton vom Auge auf den Quant trifft und dadurch die Messung stattfindet. Eine Sache der Materie also. Deshalb hat man, seitens der Quantenphysiker, die eine Verbindung zur Spiritualität sehen, folgende Untersuchung durchgeführt: man hat Quanten innerhalb einer Blackbox hin- und hergeschickt. Durch eine Blackbox kann nichts Materielles durchdringen. Man hat folgende Aufgabenstellung gegeben: wenn man den Menschen, die an der Studie teilgenommen haben, nicht erklärt hat, worum es geht, wurden die Quanten nicht beeinflusst, haben sich also wie eine Welle verhalten. Wenn man den Menschen erklärt hat, ihr könnt durch euer Bewusstsein die Quanten beeinflussen, oder wenn buddhistische Mönche dazu meditiert haben, ist das Interferenzmuster zusammengebrochen und die Quanten haben sich wie ein Teilchen verhalten. Dadurch hat man bewiesen, dass der Quantenzustand* rein durch das Bewusstsein beeinflusst werden kann, nicht (nur) durch Materie:

https://www.researchgate.net/profile...ication_detail

Eine weitere Verbindung zwsichen Quantenphysik und Buddhismus ist das buddhistische Prinzip des Catuskoti und der Superposition von Quanten. Das Prinzip des Catuskoti – Video zu Catuskoti:*https://www.youtube.com/watch?v=yZFNDmAzcoU*& https://www.youtube.com/watch?v=V-P3j3S2beAHYPERLINKhttps://www.youtube.com/watch?v=V-P3...F“&HYPERLINKhttps://www.youtube.com/watch?v=V-P3...eDdye5nb0rlF*& hier Teil 8 der Vortragsreihe:*https://www.youtube.com/watch?v=Lsrx-u_QS7g*– gab es bereits vor dem Buddhismus und es gibt spannende Verbindungen wie dieses Prinzip sowohl im alten Griechenland als auch im alten Indien bekannt war und sich gegenseitig beeinflusst hat, aber das würde hier den Rahmen sprengen. Catuskoti ist jedenfalls ebenfalls ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet vier Ecken. In der griechischen Philosophie hat sich (obwohl es wie gesagt auch Mindermeinungen gab, die ebenfalls das Prinzip des Catuskoti vertreten haben) folgende Philosophie durchgesetzt: etwas ist, oder etwas ist nicht. Im Catuskoti gibt vier Möglichkeiten: 1.) etwas ist, 2.) etwas ist nicht (und jetzt wird es spannend), 3.) etwas ist weder, es ist, noch es ist nicht, 4.) etwas ist sowohl, es ist, als auch es ist nicht. Ich will hier auf die Punkte 3 und 4 eingehen, und zwar inwiefern es eine Verbindung zur Quantenphysik gibt. In der Quantenphysik gibt es Superpositionen. Das bedeutet, dass ein Quant potentiell mehrere (sich widersprechende) Zustände annehmen kann und erst durch die Messung klar wird, welchen Zustand er hat. Das ist bei der Entwicklung von Quantencomputern wichtig. Jedenfalls bedeutet das, dass man, wie es Catuskoti* sagt, auch in der Quantenphysik davon ausgehen kann, dass ein Quant sowohl einen gewissen Zustand haben kann als auch nicht haben kann – gleichzeitig, beides stimmt.

Die drei oben genannten Verbindungen zwischen Quantenphysik und Buddhismus sind mir selbst aufgefallen. Eine vierte Verbindung hat mir ein Youtuber in einem Video erklärt.

Die Quantenfeldtheorie und das buddhistische Konzept des Sunyata, Sanskrit für Leerheit, passen auch zusammen. In der Quantenfeldtheorie geht es darum, dass Quanten innerhalb von weniger als Millisekunden aus dem Vakuum in die Existenz aufpoppen und wieder ins Vakuum verschwinden. Sunyata sagt, dass alle Dinge leer von einer Eigenexistenz sind (vgl. Pratityasamutpada: alles ist interdependent und somit leer von einer Eigenexistenz). Wenn ich es richtig verstanden habe, kommt alles aus der Leerheit und geht wieder zurück in die Leerheit. Oder wie ich es ausdrücken würde: alles kommt aus dem Potential (Bewusstsein) und geht zurück ins Potential (Bewusstsein).

Zum Abschluss allgemein über Bewusstein: ich habe ja das Max Planck Zitat angeführt. In der Quantenphysik gibt es zwei konkurrierende Theorien. Entweder sagt man, dass die Zukunft die Vergangenheit beeinflussen kann (https://www.spektrum.de/news/quanten...-nicht-alles/* &*https://sciencev2.orf.at/stories/1697694/index.html*) oder man geht davon aus, dass bei jeder Messung eines Quants sich das Universum aufspaltet in einen Teil wo sich der Quant so verhält, wie wir ihn gemessen haben und in ein anderes Universum, wo er sich anders verhält. Man spricht dabei von einem Multiversum. Ich persönlich glaube, dass beide Theorien gleichzeitig bestehen. Jedenfalls bedeuten beide Theorien, dass wir unsere eigene Realität schaffen. Auch dazu habe ich per Mail mit Quantenphysikprofessoren diskutiert und kann euch die Mails gerne weiterleiten. Wenn ihr die Sanskritbegriffe in Wikipedia eingeben, findet ihr Erklärungen dazu.

Ich finde es sehr spannend, wie mächtig das Bewusstsein ist und, dass die Dinge, die der Buddhsimus seit 2.500 Jahren sagt nun seit 100 Jahren von der Quantenphysik wissenschaftlich bestätig. Am längsten sagen diese Sachen aber indigene Völker (interdependence & interconnectness).

Ich glaube, dass wenn man erkennt, dass alles mit allem verbunden ist, man mehr Empathie entwickelt. Thich Nhat Hanh hat mal, basierend auf dem Prinzip von Pratityasamutpada, gesagt: „Was du mir antust, tust du dir an. Was du dir antust, tust du mir an.“

Ge?ndert von goope (10.05.24 um 21:17 Uhr)
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  #2  
Alt 10.05.24, 22:24
sirius sirius ist offline
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Standard AW: Quantenphysik, Buddhismus und indigenes Wissen

Zitat:
Ich glaube, dass wenn man erkennt, dass alles mit allem verbunden ist, man mehr Empathie entwickelt. Thich Nhat Hanh hat mal, basierend auf dem Prinzip von Pratityasamutpada, gesagt: „Was du mir antust, tust du dir an. Was du dir antust, tust du mir an.“
Ohne weiter auf den obigen Text und die Links einzugehen, würde ich einfach mal sagen, dass sich das sehr friedlich anhört, aber schon in der Gegenwart auf diesem Planeten nicht funktioniert.
Realistischerweise - vor allem auf den Kosmos und sicherlich existierende andere Spezies dort in den "unendliche Weiten", müssen wir uns darauf einstellen, dass unsere Vorstellungen von Religion und Philosophie nicht auf "andere Welten" übertragen werden können.

Und auch das kann man mit Quantenphysik begründen
__________________
Stille Menschen haben den lautesten Verstand
Stephen Hawking

Ge?ndert von sirius (10.05.24 um 22:26 Uhr)
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  #3  
Alt 11.05.24, 06:23
Bernhard Bernhard ist offline
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Standard AW: Quantenphysik, Buddhismus und indigenes Wissen

Zitat:
Zitat von sirius Beitrag anzeigen
vor allem auf den Kosmos und sicherlich existierende andere Spezies dort in den "unendliche Weiten", müssen wir uns darauf einstellen, dass unsere Vorstellungen von Religion und Philosophie nicht auf "andere Welten" übertragen werden können.
Jede entwickelte Zivilisation wird notwendigerweise die Vorzüge von Teamwork kennen und entsprechend entwickeln.

Letztlich besteht doch der Sinn jeder der Weltreligionen und anderer Glaubensrichtungen darin, das Zusammenleben von Individuen sinnvoll zu gestalten, d.h. im Sinne eines langfristigen Überlebens der Gemeinschaft von Individuen.
__________________
Freundliche Grüße, B.

Ge?ndert von Bernhard (11.05.24 um 06:33 Uhr)
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  #4  
Alt 11.05.24, 06:31
Bernhard Bernhard ist offline
Moderator
 
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Standard AW: Quantenphysik, Buddhismus und indigenes Wissen

Zitat:
Zitat von goope Beitrag anzeigen
Ich glaube, dass wenn man erkennt, dass alles mit allem verbunden ist, man mehr Empathie entwickelt.
Möglicherweise.

Es stellt sich allerdings auch die Frage, ob die Quantenphysik mit dieser These nicht überstrapaziert wird. Der Wellencharakter der fundamentalen Felder suggeriert natürlich, die Verbundenheit aller materieller Felder, allerdings eher auf sehr kurzen Distanzen.

Es ist bis heute unbekannt, inwieweit noch ein echter Zufall berücksichtigt werden muss. In der Quantenphysik werden Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Messergebnisse berechnet und damit vorhergesagt. Warum es bei einer Messung dann zu einer bestimmten Auswahl unter den möglichen Ergebnissen kommt, ist noch weitestgehend unverstanden.
__________________
Freundliche Grüße, B.
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  #5  
Alt 11.05.24, 18:34
Bernhard Bernhard ist offline
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Standard AW: Quantenphysik, Buddhismus und indigenes Wissen

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Warum es bei einer Messung dann zu einer bestimmten Auswahl unter den möglichen Ergebnissen kommt, ist noch weitestgehend unverstanden.
Auch bei CERN: CERN Looks for Origins of Quantum Randomness (Sabine Hossenfelder, YouTube, 11.05.2024)
__________________
Freundliche Grüße, B.
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  #6  
Alt 12.05.24, 09:04
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Geku Geku ist offline
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Standard AW: Quantenphysik, Buddhismus und indigenes Wissen

Zitat:
Zitat von goope Beitrag anzeigen
Das hat Einstein rausgefunden und genannt „die spukhafte Fernwirkung“.* Einstein hat aber auch rausgefunden, dass Information nicht schneller als mit Lichtgeschwindigkeit übertragen werden kann und das widerspricht sich ja.
Warum? Information wird mit elektromagnetischen Wellen übertragen und diese bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit.

Zitat:
Zitat von goope Beitrag anzeigen
Ich hab dann ein wenig nachgedacht und mir folgende Frage gestellt: vor dem Urknall war ja alle Materie fest zusammengepresst und ist dann explodiert. Das bedeutet ja, dass alle Quanten mal miteinander verschränkt waren. Das wiederum bedeutet, wenn man bei einem Quant etwas ändert, müsste sich ja bei allen anderen Quanten im Universum ganz genau das gleiche ändern und zwar gleichzeitig.
.......
Die zweite Verbindung zwischen Quantenphysik und Buddhsimsus ist folgende: Ob ein Quant eine Welle oder ein Teilchen ist, hängt davon ab, ob man den Quant beobachtet (Teilchen) oder nicht (Welle).*
Es stimmt, dass die Verschränkung in der Quantenmechanik bedeutet, dass verbundene Teilchen Zustände teilen, unabhängig von der Entfernung zwischen ihnen. Die Idee, dass am Anfang des Universums alle Teilchen verschränkt gewesen sein könnten, ist faszinierend, aber in der Praxis sind solche Zustände sehr empfindlich gegenüber jeglicher Art von Wechselwirkung mit der Umwelt, was zur Dekoherenz führt. Das bedeutet, dass solche Verschränkungen normalerweise nicht lange aufrechterhalten bleiben, sobald Partikel beginnen, mit ihrer Umgebung zu interagieren.

Für diese Wechselwirkung ist nicht ausschießlich die Beobachtung notwendigt.


Wesentlicher als die Beobachtung ist die Wechselwirkung mit der Umgebung. Den diese bewirkt die Dekoherenz.

Wollte man das Bewusstsein für die Dekoherenz verantwortlich machen, dann müsste man dem gesamten Universum eine Bewusstsein zuschreiben.
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It seems that perfection is attained not when there is nothing more to add, but when there is nothing more to remove — Antoine de Saint Exupéry

Ge?ndert von Geku (12.05.24 um 09:09 Uhr)
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  #7  
Alt 12.05.24, 10:20
Superfred Superfred ist offline
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Standard AW: Quantenphysik, Buddhismus und indigenes Wissen

Zitat:
Zitat von goope Beitrag anzeigen
...Im Buddhismus gibt es ähnliche Gedanken. Es gibt ein buddhistisches Rätsel, das lautet: „Wenn ein Baum im Wald umfällt, und keiner ist da um ihn zu hören, macht er dann ein Geräusch?“ .
Ich kenne viele Koans, der von dir genannte ist mir jedoch unbekannt und klingt vom Stil her sehr ungewöhnlich. Von welchem Meister stammt er?

Ausserdem besteht der Zweck von Koans darin, den Schüler herauszufordern und nicht darin, eine philosophische Sicht auszudrücken.

Zitat:
Zitat von goope Beitrag anzeigen
Auch im Buddhismus geht man davon aus, dass Subjekt und Objekt nicht unabhängig voneinander existieren, sondern sich gegenseitig beeinflussen.
Auch diese Aussage lese ich zum ersten Mal. Bitte um Quellenangabe.

Ich habe den Verdacht, du verdrehst die Aussagen vom Buddhismus (und der Wissenschaft) etwas zu sehr, um eine scheinbare Übereinstimmung zu erzeugen.

Ge?ndert von Superfred (12.05.24 um 10:40 Uhr)
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  #8  
Alt 12.05.24, 17:13
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Geku Geku ist offline
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Standard AW: Quantenphysik, Buddhismus und indigenes Wissen

Zitat:
Zitat von goope Beitrag anzeigen
Im Buddhismus gibt es ähnliche Gedanken. Es gibt ein buddhistisches Rätsel, das lautet: „Wenn ein Baum im Wald umfällt, und keiner ist da um ihn zu hören, macht er dann ein Geräusch?
Der fallende Baum verusacht Druckschwankungen in der Luft. Das menschliche Ohr wandelt diese Druckwellen in elektrische Signale um, die dann vom Gehirn als Geräusche interpretiert werden.

Diese Druckschwankungen entstehen auch wenn niemand hinhört. Diese beinhalten Informationen über den fallenden Baum. Diese können aufgezeichnet und später angehört werden und erzeugen beim Zuhörer ein Geräusch, obwohl der Baum vielleicht schon längst vermodert ist.
__________________
It seems that perfection is attained not when there is nothing more to add, but when there is nothing more to remove — Antoine de Saint Exupéry
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  #9  
Alt 12.05.24, 17:20
goope goope ist offline
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Standard AW: Quantenphysik, Buddhismus und indigenes Wissen

Zitat:
Zitat von Superfred Beitrag anzeigen
Ich kenne viele Koans, der von dir genannte ist mir jedoch unbekannt und klingt vom Stil her sehr ungewöhnlich. Von welchem Meister stammt er?

Ausserdem besteht der Zweck von Koans darin, den Schüler herauszufordern und nicht darin, eine philosophische Sicht auszudrücken.


Auch diese Aussage lese ich zum ersten Mal. Bitte um Quellenangabe.

Ich habe den Verdacht, du verdrehst die Aussagen vom Buddhismus (und der Wissenschaft) etwas zu sehr, um eine scheinbare Übereinstimmung zu erzeugen.

Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit Buddhismus, hab jetzt nicht zu allem eine Quellenangabe. Das Rätsel ist meiner Meinung nach kein Koan, hab jetzt nachgesehen und nur wo gelesen, dass es ein altes indisches Rätsel ist.

Zu Subjekt Objekt: das hat viel mit Pratityasamutpada zu tun, da gibts einen Wikipediaartikel dazu.

---

Ganz allgemein: ich war letzten Herbst in einem buddhistischen Zentrum wo ich mit einem Buddhisten gesprochen habe und der meinte auch, dass es Verbindungen zwischen Buddhismus und Quantenphysik gibt.

Auf Youtube gibt es Videos wie Anton Zeilinger mit dem Dalai Lama über die Verbindungen spricht.

Auch viele Mitbegründer der Quantenphysik haben die Verbindungen zu alter indischer Philosophie, namentlich dem Vorgänger des Buddhismus, dem Hinduismus, erkannt:
https://www.pgurus.com/6-famous-inte...-hindu-dharma/
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  #10  
Alt 12.05.24, 17:25
sirius sirius ist offline
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Standard AW: Quantenphysik, Buddhismus und indigenes Wissen

Zitat:
Zitat von Geku Beitrag anzeigen
Der fallende Baum verusacht Druckschwankungen in der Luft. Das menschliche Ohr wandelt diese Druckwellen in elektrische Signale um, die dann vom Gehirn als Geräusche interpretiert werden.

Diese Druckschwankungen entstehen auch wenn niemand hinhört. Diese beinhalten Informationen über den fallenden Baum. Diese können aufgezeichnet und später angehört werden und erzeugen beim Zuhörer ein Geräusch, obwohl der Baum vielleicht schon längst vermodert ist.
Nicht nur das menschliche Ohr und Gehirn nimmt diese "Geräusche" wahr...
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