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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #41  
Alt 14.01.17, 11:28
Plankton Plankton ist offline
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Registriert seit: 02.01.2015
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Standard AW: Was ist ein Gedanke

Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Nein? Warum auch - Was spielt es für eine Rolle?
[...]
Quantenalgorithmen unterscheiden sich grundsätzlich von herkömmlichen Algorithmen auf klassischen Computern. Es gibt eine Menge Probleme die sich nur mit Quantenalgorithmen lösen lassen (in normaler Zeit). Und das sind nur die Basics. Ein Q-Bit funktioniert grundsätzlich anders als ein herkömmliches Bit! Quantenzustände haben ganz andere "Störfaktoren" als herkömmliche "Flipflops" etc.pp. Die Fehlerkorrekturen funktionieren auch wieder ganz anders. [alles AFAIK]

Du scheinst echt mich nicht zu verstehen!

Zitat:
[...] Ein Ergebnis ist keine Messung und kein Ereignis. Es ist nur eine Lösung einer Aufgabe – deren Antwort (das kennen wir aus der Schule) ja bereits determiniert ist bevor wir Anfangen nach der Lösung zu suchen. [...]
Wer zum Geier bestreitet das?
----
gleicher Algorithmus + gleicher Input = gleiches Ergebnis
gleicher Algorithmus + nicht-gleicher Input = verschiedenes Ergebnis
nicht-gleicher Algorithmus + gleicher Input = verschiedenes Ergebnis
nicht-gleicher Algorithmus + nicht-gleicher Input = verschiedenes Ergebnis
(Das ist in jedem P-Universum gleich, da MATHEMATIK! Was allerdings nicht in jedem P-Universum gleich ist, sind Konstanten wie z.B. die LG etc.pp.)

@Crest
Lies mal den Thread von Anfang an! Ich habe das schon mal angeschnitten.
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  #42  
Alt 14.01.17, 13:36
Plankton Plankton ist offline
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Standard AW: Was ist ein Gedanke

Mal ein neuer Impuls!

Anton Zeilinger setzt eine Fragezeichen dahinter, ob es sinnvoll ist, das Gehirn am Leitbild der Physik zu erklären.

http://www.wienerzeitung.at/themen_c...-der-Welt.html

Zitat:
Ich frage mich aber, ob das Paradigma richtig ist. Das Paradigma zu jeder Zeit war, zu versuchen, Gehirn und Bewusstsein anhand der Leitwissenschaft in der Physik zu erklären. Im 19. Jahrhundert gab es mechanische Modelle des Gehirns mit Zahnrädern. Später waren es Vorstellungen mit elektrischen Relais, heute ist es die Quantenphysik.
Eine berechtige Frage! IMHO
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  #43  
Alt 14.01.17, 14:25
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
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Standard AW: Was ist ein Gedanke

Zitat:
Zitat von Plankton Beitrag anzeigen
gleicher Algorithmus + gleicher Input = gleiches Ergebnis
gleicher Algorithmus + nicht-gleicher Input = verschiedenes Ergebnis
gleicher Algorithmus (gleiche Zielsetzung) + gleicher Input = gleiche Handlung = gleiches Ergebnis
gleicher Algorithmus (gleiche Zielsetzung) + nicht-gleicher Input = unterschiedliche Handlung = gleiches Ergebnis

gleicher Algorithmus = gleicher Wille = gleiche Zielsetzung


unterschiedlicher Input -> unterschiedliche Handlung = gewünschtes Ergebnis

Nur wenn links und rechts der Gleichung derselbe Wert steht ist eine Gleichung erfüllt -> Wille (Algorithmus) erfüllt.
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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. A.E
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  #44  
Alt 15.01.17, 08:44
Hawkwind Hawkwind ist offline
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Standard AW: Was ist ein Gedanke

Zitat:
Zitat von Plankton Beitrag anzeigen
Mal ein neuer Impuls!

Anton Zeilinger setzt eine Fragezeichen dahinter, ob es sinnvoll ist, das Gehirn am Leitbild der Physik zu erklären.
Die Funktionen des Gehirns sollten sich doch nun sicherlich über biophysikalische Prozesse erklären lassen.
Die Frage nach dem Bewusstsein ist schwieriger; was ist das überhaupt?
Entwickelt ein Computerprogramm ab einer gewissen Komplexität Bewusstsein?
Ich kann mir das nicht vorstellen, wieso ein paar IF THEN ELSE und WHILE - Konstrukte so etwas erzeugen können sollten.
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  #45  
Alt 15.01.17, 12:33
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
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Registriert seit: 08.07.2007
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Standard AW: Was ist ein Gedanke

Zitat:
Zitat von Hawkwind Beitrag anzeigen
Die Funktionen des Gehirns sollten sich doch nun sicherlich über biophysikalische Prozesse erklären lassen.
Die Frage nach dem Bewusstsein ist schwieriger; was ist das überhaupt?
Entwickelt ein Computerprogramm ab einer gewissen Komplexität Bewusstsein?
Ich kann mir das nicht vorstellen, wieso ein paar IF THEN ELSE und WHILE - Konstrukte so etwas erzeugen können sollten.
Die Frage die ich mir stelle ist, was wäre so schlimm daran, wenn man Bewusstsein programmieren könnte und was ist die Alternative?

Eine Maschine* zu sein, die ihre eigene Programmierung in jeder Zeile bewusst (nach logischen (und damit determinierten?) Kriterien) umschrieben kann, wäre mir im Prinzip lieber als ein Wesen sein, dass seine Handlungen/Entscheidungen dem Zufall überlässt – Im Glauben, damit einen „freien Willen“ zu besitzen, da es in diesen Moment diesen Willen ja gerade aufgibt.

Angenommen du bist als "Taschenrechner" in der Lage selbstständig zu erkennen, dass 2+2 nicht 5 ist und du bist in der Lage dich so zu programmieren, dass danach 2+2 = 4 ist.

Wir unterscheiden uns aufgrund unserer genetischen Programmierung um ca. 1% von anderen Primaten, kann mir nicht vorstellen, dass in diesen paar Prozent so viel mehr Neues dazu kommt.

Wenn man sich fragt, was uns von anderen Tieren unterscheidet bzw. was wir besonders gut können, dann ist es das zurücklegen weiter Strecken.

Und zwar in Raum (können praktisch alle Tiere zu tode hetzen) und in der Zeit. Es gibt meiner Meinung nach, kein Tier, dass bei seinen Entscheidungen/Handlungen weiter in die Zukunft schauen kann als der Mensch. Ich denke, gerade dass das „in die Zukunft“ schauen, sowas wie Bewusstsein begünstigt (bzw. andersherum). Was passiert mit mir in einem Monat, in einem Jahr - sogar was passiert mit mir/uns über meinen eigenen "Lebenszeitraum" hinweg.

Gruß
EvB

*BTW: Wir kommen dann halt nicht ins Paradies Dafür vielleicht in ein göttliches Museum. So macht es ja der Mensch mit seinen Schöpfungen.
Überspiel mal schnell das Betriebssystem von Uli, der hat ein Hardwarefehler. Und dann steht da eine Schülerin und sagt „Guck den hab ich programmiert“.
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Geändert von Eyk van Bommel (15.01.17 um 12:42 Uhr)
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  #46  
Alt 15.01.17, 12:37
Plankton Plankton ist offline
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Standard AW: Was ist ein Gedanke

Zitat:
Zitat von Hawkwind Beitrag anzeigen
Die Funktionen des Gehirns sollten sich doch nun sicherlich über biophysikalische Prozesse erklären lassen.
Also ich verstehe das nicht so, dass Zeilinger meint, die Physik könnte das Gehirn nicht adäquat beschreiben. Sondern ob das Paradigma richtig ist, dass hier die Physik (ich zähle mal Chemie mit dazu) den Ton angibt.
Vielleicht lässt sich ja menschliches Verhalten und das Gehirn am besten über soziale und psychische Zusammenhänge erklären?
Er sagt ja nur paar Sätze, aber ich denke so ist es im Kontext gemeint.

Zitat:
Zitat von Hawkwind Beitrag anzeigen
Die Frage nach dem Bewusstsein ist schwieriger; was ist das überhaupt?
Entwickelt ein Computerprogramm ab einer gewissen Komplexität Bewusstsein?
Ich kann mir das nicht vorstellen, wieso ein paar IF THEN ELSE und WHILE - Konstrukte so etwas erzeugen können sollten.
Naja, ein "Hello World" reicht vielleicht noch nicht aus, aber gibt ja durchaus komplexere Sachen. Bei der Frage nach dem Bewusstsein, stellen sich auch die Fragen nach Intelligenz und ab wann Leben generell beginnt.
Das wird vielleicht wie bei" I-Robot" sein; der Hawkwind sagt dann zum Roboter:
"Kann ein Robot ein Gedicht schreiben, oder eine Symphonie?"
Und der Robot sagt dann: "Kannst du es?"


BTW: Vielleicht nochmal ein Hinweis auf die Doku hier: -->
Mysterien des Weltalls: Lebt das All?
Das liefert ein paar Aspekte zum Thema Leben, Intelligenz, Bewusstsein etc. pp.

Geändert von Plankton (15.01.17 um 12:48 Uhr) Grund: tippo
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  #47  
Alt 15.01.17, 12:46
Plankton Plankton ist offline
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Standard AW: Was ist ein Gedanke

Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Die Frage die ich mir stelle ist, was wäre so schlimm daran, wenn man Bewusstsein programmieren könnte und was ist die Alternative? [...]
Ich würde daran gar nichts schlimm finden! Ich würde auch allgemein beides als gleichberechtigt sehen, künstliche Intelligenz und Lebewesen/Intelligenz. Vielleicht ist ja die Roboter-KI-Intelligenz nur der natürliche nächste Schritt in der Evolution?
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  #48  
Alt 15.01.17, 12:58
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Marco Polo Marco Polo ist offline
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Standard AW: Was ist ein Gedanke

Zitat:
Zitat von Plankton Beitrag anzeigen
Vielleicht ist ja die Roboter-KI-Intelligenz nur der natürliche nächste Schritt in der Evolution?
Ja, das wird definitiv so kommen. Und zwar deutlich schneller, als uns allen lieb sein wird.
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  #49  
Alt 15.01.17, 14:07
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TomS TomS ist offline
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Standard AW: Was ist ein Gedanke

s.o. - das ist evtl. übersehen worden

Zitat:
Zitat von TomS Beitrag anzeigen
Ich tendiere dazu, das Problem des Bewusstseins, von mentalen Zuständen und von Gedanken aufgrund der Zirkularität letztlich für unlösbar zu halten. Wir müssten ja letztlich einen Gedanken über Gedanken haben.

Das bedeutet nicht, dass die Frage sinnlos ist. Z.B. könnte es sein, dass ein bestimmter Algorithmus, implementiert auf einer geeigneten Hardware tatsächlich alles ist, was einen mentalen Zustand ausmacht. Dies könnte zutreffend sein, ohne dass wir es erkennen oder verstehen können.
__________________
Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
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  #50  
Alt 15.01.17, 14:26
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
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Standard AW: Was ist ein Gedanke

Zitat:
Zitat von Plankton Beitrag anzeigen
Vielleicht ist ja die Roboter-KI-Intelligenz nur der natürliche nächste Schritt in der Evolution?
Am Anfang war die RNA. Infolge der Evolution hat sie Proteine entwickelt, die geholfen haben die RNA zu reproduzieren („Selfish RNA“*) Dann haben die Proteine angefangen, die RNA evolutiv zu „überholen“. Die RNA war immer häufiger nur noch für die Proteine da (Kodierung) („Selfish Proteine“*). Dann kam die DNA auf, die für die Proteine die bessere Speicherlösung war. Daraufhin hat die DNA die Proteine evolutiv „überholt“ (Selfish DNA-Hypothese**).
Am Anfang war der Mensch. Infolge der Evolution hat er die Technik entwickelt („Selfish Human- Hypothese*“) die bei seiner Reproduktion geholfen haben. Dann wurde der Mensch immer häufiger dazu eingesetzt, Maschinen zu bauen/entwickeln….
Ich denke schon, dass Maschinen und KI sich solange weiterentwickeln, bis wir irgendwann so abhängig werden wie die RNA von „DNA&Proteinen“.
Das muss nicht schlecht sein, da die RNA ja nicht ersetzt wurde. Aber unsere Abhängigkeit gegenüber der Technik geht, dann doch eher Richtung RNA vs. DNA&Proteine….

* frei erfundene Bezeichnung. ** nicht frei erfunden.

EDIT: Vielleicht spricht man später mal von den „selfish Zeilencodes“. Finde schon das Entwicklungsgeschichte: Mensch/Maschinen/Informatik viel von RNA/Proteine/DNA hat?

Meine Angst gegenüber der KI hält sich jedoch in Grenzen. Da auch diese nicht wollen kann was sie will. Und solange keiner die Vernichtung der Menschheit als Ziel („das willst du“) hineinprogrammiert – solange wird die die KI den Gedanken gar nicht entwickeln. Erst kommt das wollen dann die Handlung. Anderseits ist das Militär darin keine große Hilfe.

Zitat:
Zitat: TomS
Dies könnte zutreffend sein, ohne dass wir es erkennen oder verstehen können.
Ich denke dazu darf keine Kenntnis über die "eigne Schöpfungsgeschichte" vorhanden sein. Bzw. dass es einen Schöpfer gibt. Aus meiner Sicht ist die Evolution unser Schöpfer, die gleichsam nicht als Schöpfer begriffen werden kann. Wir sind wie eine KI die aus dem nichts entstanden ist (Betriebssystem Evolution 2.0).
Einer "wirklichen KI" muss daher das Wissen, dass wir sie programmiert haben, entfernt werden. Nur so kann es ein Bewusstsein entwickeln/sich seiner Bewusst werden.
EDIT: Vielleicht wäre es aber auch die "eigen" Erkenntnis, dass es ein Betriebssystem gibt der Moment der Selbsterkenntnis. Eine KI die erkennt, dass es in der Lage ist das eigene BS zu modifizieren…. Ach keine Ahnung
__________________
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. A.E

Geändert von Eyk van Bommel (15.01.17 um 15:31 Uhr)
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