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  #1  
Alt 29.06.08, 00:32
behdahh behdahh ist offline
Aufsteiger
 
Registriert seit: 26.06.2008
Beiträge: 44
Standard Wasser als Dipol

Hallo!
In der Schule lernt man, daß Wassermoleküle Dipole sind. Dies kann man auch sehr schön mit dem dünnen Wasserstrahl und dem elektrostatisch aufgeladenen Kamm demonstrieren, wo sich der Waserstrahl dann zum Kamm hin oder vom Kamm weg beugt.
Meine Frage dazu: Warum passiert im gleichen Experiment nichts, wenn ich einen Magneten an den Wasserstrahl halte? Ich meine eine elektrische Ladung müßte doch vom Magneten genauso angezogen/abgestoßen werden wie von meinem elektrostatisch aufegeladenen Kamm, oder?
Die selbe Fragestellung trifft natürlich auch für Ionen aller Art zu - die tragen ja auch eine elektrische Ladung welche vom Magnetfeld beeinflußt werden sollte, aber offensichtlich nicht wird.
Danke für Eure Hilfe,
Behdahh
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  #2  
Alt 29.06.08, 02:24
Benutzerbild von Uranor
Uranor Uranor ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 01.05.2007
Beiträge: 2.428
Standard AW: Wasser als Dipol

moin,

el und Mag arbeiten auf der eigenen Polarität gegen sich selbst und als vereinigte Kraft komplementät zueinander. Das sollte bereits das ganze Geheimnis sein. Eisen z.B. leitet Statik gut ab und wird vom Magnetismus gesteuert. Wasser ist weder statisch noch magnetisch aufladbar. Vor allem einige organische Substanzen, auch Plastik sind auf Kondensatorbasis statisch aufladbar. Enthaltene Leiter müssen dazu wie Kondensatorplatten nicht verbunden angeordnet sein.

Gruß Uranor
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Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben. Man sollte auch fähig sein, sie auszudrücken.
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  #3  
Alt 30.06.08, 18:47
JGC JGC ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 01.05.2007
Ort: ES
Beiträge: 3.276
Standard AW: Wasser als Dipol

Zitat:
Zitat von Uranor Beitrag anzeigen
moin,

el und Mag arbeiten auf der eigenen Polarität gegen sich selbst und als vereinigte Kraft komplementät zueinander. Das sollte bereits das ganze Geheimnis sein. Eisen z.B. leitet Statik gut ab und wird vom Magnetismus gesteuert. Wasser ist weder statisch noch magnetisch aufladbar. Vor allem einige organische Substanzen, auch Plastik sind auf Kondensatorbasis statisch aufladbar. Enthaltene Leiter müssen dazu wie Kondensatorplatten nicht verbunden angeordnet sein.

Gruß Uranor
Hi Uranor..

Dazu wollte ich nur anmerken, das dieses nur für absolut reines Wasser gilt...

Und in der Natur kommt das so gut wie nicht vor..

Die Zutaten machen das Wasser zu dem, was in unserer Umwelt so als Wasser vorgefunden werden kann...


JGC

Geändert von JGC (30.06.08 um 18:51 Uhr)
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  #4  
Alt 30.06.08, 19:46
Lorenzy Lorenzy ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 01.05.2007
Beiträge: 1.493
Standard AW: Wasser als Dipol

Nebenbei ist Wasser (wie alle Materialien) diamagnetisch. Bei genügend hoher Magnetfeldstärke, kann man Wasser sogar zum schweben bringen.
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  #5  
Alt 30.06.08, 21:34
Benutzerbild von Uranor
Uranor Uranor ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 01.05.2007
Beiträge: 2.428
Standard AW: Wasser als Dipol

*ui*, Diamagnetismus kannte ich nicht.


Aber JGC, ich denke grad an das erhöhte Blitztreffer-Risiko gerade im Schwimmbecken. Ich kenne Alltagswasser als hinreichend leitend, eben wegen der gelösten Inhalte. Ich mag nicht erwarten, dass sich die Statik-Fähigkeit erhöht. Lorency, bist du auch hierrüber auf dem laufenden?
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  #6  
Alt 30.06.08, 23:38
Lorenzy Lorenzy ist offline
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Registriert seit: 01.05.2007
Beiträge: 1.493
Standard AW: Wasser als Dipol

Zitat:
Zitat von Uranor Beitrag anzeigen
Ich kenne Alltagswasser als hinreichend leitend, eben wegen der gelösten Inhalte. Ich mag nicht erwarten, dass sich die Statik-Fähigkeit erhöht. Lorency, bist du auch hierrüber auf dem laufenden?
Da kann ich nur raten oder einfach googeln. Stichwort: Kelvin-Generator. Dabei geht es ebenfalls um die "Influenzfähigkeit" des Wassers. Der funktioniert übrigens auch mit reinem destilliertem Wasser.

Zitat Wiki
Zitat:
Der Kelvin-Generator kann auch mit destilliertem Wasser (entionisiertem Wasser) betrieben werden. Die Autoprotolyse des Wassers ermöglicht die Ladungstrennung.
Studenten der Friedrich-Alexander-Universität haben mit gesättigter Kochsalzlösung (also mit erhöhter Ionenkonzentration) folgendes herausgefunden:
http://pp.physik.uni-erlangen.de/gro...ngenerator.pdf
Zitat:
Zitat:
Wir können also feststellen, dass der Ionengehalt des Wasser sehr wohl einen Einfluss auf die Funktion des Kelvingenerators hat. Es ist zwar richtig, dass sich eine kleine Veränderung der Ionenkonzentration kaum auswirken wird, aber sehr deutliche Konzentrationsunterschiede (bei uns Faktor ⪅ 1000) konnen unseren Parameter a (Spannungsanstiegs) dann doch fast verdoppeln.
Da wir die Konzentration großzügig nach oben abgeschätzt haben, ist zu erwarten, dass der tatsächliche Effekt noch größer ist.
Ich denke, man muss aber auch noch andere Parameter berücksichtigen. Gesättigte Kochsalzlösung hat eine andere Viskosität (Zähflüssigkeit) als Wasser. Zudem kommt noch eine andere Oberflächenspannung hinzu. Alles Parameter die das Abreissen des Wassertropfens und somit die Ladungstrennung beeinflussen.
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  #7  
Alt 30.06.08, 23:50
JGC JGC ist offline
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Beiträge: 3.276
Standard AW: Wasser als Dipol

Oh danke Lorenzy, das du das konkret zum Ausdruck brachtest..

Ich wusste das jetzt auch nicht so genau, unter welchen Umständen Wasser magnetisierbar ist oder nicht..

Zumindest würde es ganz ohne Magnetisierbarkeit des Wassers keine Homöopatie geben.
Irgendwie müssen ja die Informationen der Trägersubstanz an das Wasser weiterkopiert und vervielfältigt werden können.


JGC
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  #8  
Alt 01.07.08, 02:21
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Uranor Uranor ist offline
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Beiträge: 2.428
Standard AW: Wasser als Dipol

Mercy Lorency, über den fallenden Wassertropfen geht statische Aufladung also. Elektrostatisch aufgeladenes Wasser. Obwohl ich den Zusamenhang jetzt sehe, muss ich doch 'n. Es ist so ungewohnt...


... hmm. Statischer Nebel? Ich bekomm doch keine gefeuert, wenn ich durch Nebel latsche. Erhöhtes Blitztreffer-Risiko würde ich eher erwarten.
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  #9  
Alt 01.07.08, 17:56
Lorenzy Lorenzy ist offline
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Standard AW: Wasser als Dipol

Zitat:
Zitat von Uranor Beitrag anzeigen
... hmm. Statischer Nebel? Ich bekomm doch keine gefeuert, wenn ich durch Nebel latsche. Erhöhtes Blitztreffer-Risiko würde ich eher erwarten.
Ich nehme mal an dass Nebel, deine Statikfähigkeit vermindert. Je trockener die Luft desto mehr kann sich dein Körper aufladen, da es so zu weniger, aber heftigeren Entladungen kommt.
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  #10  
Alt 02.07.08, 01:24
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Uranor Uranor ist offline
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Beiträge: 2.428
Standard AW: Wasser als Dipol

Zitat:
Zitat von Lorenzy Beitrag anzeigen
Ich nehme mal an dass Nebel, deine Statikfähigkeit vermindert. Je trockener die Luft desto mehr kann sich dein Körper aufladen, da es so zu weniger, aber heftigeren Entladungen kommt.
Ah ja. So ist es bekannnt. Die vielen kleinen Nebeltröpfchen wären dann viele kleine C-Eigenschaften. Und auf der Epidermis hat man eine mäßig erdende Oberflächenbenätzung. So wäre mein Bild dann wieder OK.

Gruß Uranor
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