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  #1  
Alt 03.08.07, 12:01
absolut absolut ist offline
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Frage Die hartnäckige Illusion der Zeit

Einstein, seine SRT und seine Anhänger verwechseln Raum mit Zeit und Uhrengang mit Zeitfluß!
Aber der Universalraum bewegt sich nicht (dehnt sich nicht aus). Weder Zeit noch Zeitspanne vergeht, sondern sie werden durch jeden Vorgang beschrieben, suggeriert, gemessen, durch sukzessive Ereignisse. Ereignisse, bzw. Raum- und Zeitpunkte werden aber auch übermittelt (signalisier) durch verschiedene e.m. Signale, mit verschiedenen Geschwindigkeiten, die mit verschiedenen Geräten oder mit verschiedenen Biologischen Sinnen wahrgenommen werden.
Weder unendliche ewige Finsternis noch ein einziger Punkt kann ohne Vergleich weder Raum noch Zeit beschreiben. Doch das gelingt dem Auftauchen eines Lichtpunktes in der unendlichen Finsternis oder seinem Flackern...
Jede vergleichbare Veränderung begründet und beschreibt einen Zeitpunkt. Aber jede Veränderung wird eigentlich immer von einer Bewegung also von einer räumlichen Veränderung verursacht, die eine bestimmte physikalische, chemische biologische o.a. Erklärung hat und keineswegs vom Vergehen, Verinnen oder sonstigen Vorgang irgedwie eigene oder universellen Zeit verursacht oder bedingt wird.
Keine Veränderung ist oder bedeutet irgendein Verrinnen der Zeit, sondern den Ablauf eines Vorgangs mit einer bestimmten (absoluten) Geschwindigkeit oder Frequenz, verursacht insgeheim von zumindest einer subatomaren Bewegung.
Jeder Vorgang, jede Bewegung kann zwar zu anderen Vorgänge, Bewegungen oder Bezugssysteme relativiert werden, doch jede davon ist an und für sich absolut, in bezug auf den absoluten Ruhsystem (Universalraum).
Dementsprechend werden sowohl räumliche als auch zeitliche Punkte, Intervalle dazwischen und Einheiten (Maßstäbe) sowohl relativ als auch absolut suggeriert, markiert, bestimmt, begründet, beschrieben, zurückgelegt, gemessen (beinahe verwirklicht...)
Der absolute Abstand zwischen 2 Punkten ist abhängig von der Relativbewegung dazwischen und vom jeweiligen Zeitpunkt - er könnte relativ veränderlich sein, und auch sein ermittelter Wert könnte von der Geschwindigkeit der Messung und vom verwendeten Maßstab abhängen. Doch jeder momentane Abstand sowie jeder momentane Ausmaß eines IS ist absolut, mit einer entsprechenden absoluten unveränderten Wert zu einem absoluten, universell gültigen Zeitpunkt.
Raum- und Zeitintervalle können durch Auswahl eines beliebigen Maßstabes relativiert werden, der auch durch irgendeinen Vorgang (eigentlih durch Bewegung) verändert, bzw. relativiert werden kann - doch falls e.m. Signale von der (absoluten) Bewegung des Bezugssystems (Ausbreitungssystems) nicht beeinflußt werden, könnten ihre richtungsabhängige Relativgeschwindigkeiten und die absolute Geschwindigkeit des IS ermittelt werden.
Sowohl die Aberration der Sternlichter als auch die in einer bewegten Lichtuhr widersprechen der Egebnisse der Nichtinterferenz im Interferometer.
Für dieselbe zurückgelegte (gemessene) Relativlängen der Bezugssysteme, bzw. Maßstäbe ergeben sich für verschiedene (Relativ)Geschwindigkeiten entsprechend verschiedene Zeitintervalle, aber dies gilt auch anders herum.
Ausserdem, derselben Relativgeschwindigkeiten (zwischen Beobachter und BS) entsprechen eigentlich verschiedene absolute Raumlängen (bzw. Maßstäbe), in Abhängigkeit von der betreffenden absoluten Geschwindigkeit der Messung als Resultierende der Vektorialaddition zwischen Beobachtergeschwindigkeit und Geschwindigkeit des BS.
Für dasselbe beschriebene (gemesssene) suggerierte relative Zeitintervall - das eigentlich auch durch Zurücklegung relativ derselben Strecke (zwischen Beobachter und Bezugssystem) beschrieben wird - ergeben sich für verschiedene (Relativ)geschwindigkeiten entsprechend verschieden zurückgelegte BS- Relativstrecken, was aber auch andersrum gültig ist:
Derselben relativ beschriebenen Zeitintervalle im BS (zwischen Beobachter und Bezugssystem) entsprechen eigentlich verschiedene absolute Zeitintervalle im Raum (zwischen Beobachter und Bezugssystem), in Abhängigkeit von der absoluten Geschwindigkeit der Messung als Resultierende der Vektorialaddition zwischen Beobachtergeschwindigkeit und Geschwindigkeit des BS.
Durch völlige Mitführung ist die Messung des mitführenden IS isotrop, sowohl räumlich als auch zeitlich. Ohne Mitführung ist die Messung des bewegten IS mit einer ätherisotropen Bewegung abhängig von der relativen Richtung, bzw. vom Winkel zwischen den zwei Bewegungsrichtungen und von den 2 absoluten Geschwindigkeiten.
Ein mitgeführtes IS kann nur zu einem relativ zurückgelegten Punkt zurückbewegt werden, innerhalb des mitführenden BS - zu einem absoluten (absolut ruhenden) Punkt innerhalb des Universalraums nur durch Verlassen sämtlicher IS, die ihn mitführen könnten.
Aber zurück zu einem bereits beschriebenen Zeitpunkt ist es sogar relativ unmöglich, denn jeder Vorgang widersetzt sich durch seinen eigenen Ablauf gegen jeden entgegengestzten Ablauf, der sich gegen die universelle Ablaufrichtung stemmen würde...
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  #2  
Alt 03.08.07, 12:02
absolut absolut ist offline
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Frage AW: Die hartnäckige Illusion der Zeit

Die Zeit ist nicht das, was die Uhr zeigt (wie Einstein ulkig behauptet hatte), denn die Uhr spiegelt keinen Zeitverlauf wider, und sie beschreibt keine „Eigenzeit“ - sie ahmt höchstens nach, suggeriert, gaukelt den Zeitverlauf vor.
Die Zeit ist ein (absolutes) Parameter und der Zeitverlauf ist das, was die Uhr misst, unabhängig davon wie schnell, wie konstant, wie rhythmisch, ob genau oder falsch.
Man kann doch nicht Periodendauer mit Zeiteinheit, Frequenz mit Zeittakt und Lichtspiegelung mit Zeitverlauf verwechseln (wie Einstein verlangt)!
Bei den verschieden schnell bewegten Lichtuhren sind die Periodendauer, bzw. Frequenzen dementsprechend verschieden - überhaupt keine „Eigenzeit“ (die es gar nicht gibt), denn keine Uhr kann ihr eigenes Verlauf selbst messen - dies ist ein Teufelskreis, ein Zirkelschluss!
Wenn man die Unveränderlichkeit der absoluten Lichtgeschwindigkeit voraussetzt, dann muss man einsehen, dass die absolute Frequenz der „Zeittakte“, der Lichtspiegelungen, abhängig vom (absoluten) Abstand zwischen den parallelen Spiegeln ist, und von der absoluten Geschwindigkeit der (mitbewegten) Lichtuhr, bzw. von der zurückgelegten (absoluten) Lichtstrecke. Jeder Takt, jede Periodendauer, jede Spiegelung bedeutet nur die Zurücklegung einer durch Bewegung erzwungenen schrägen Lichtstrecke mit derselben Lichtgeschwindigkeit c.
Gleichzeitig - für irgend eine (auch relative Zeitspanne) oder für dasselbe universell gültige, absolute Zeitintervall t - können verschiedene Lichtuhren, je nach Geschwindigkeit, verschieden schnell funktionieren, bzw. Zeit messen, mit verschiedenen Frequenzen und dementsprechend verschiedene „Zeitanzeigen“ aufweisen - was man aber keineswegs mit verschiedenen „Zeitverläufe“ oder gar „Eigenzeiten“ verwechseln sollte.
Der absolut schräge Lichtverlauf zwischen den parallelen Spiegeln der bewegten Lichtuhr ist relativ dazu senkrecht, und so erscheint dieser auch einem mitbewegten Beobachter oder einem mit derselben Geschwindigkeit in derselben Richtung bewegten Beobachter, genau so senkrecht wie in einem absolut ruhendem IS. Aber durch Änderung der Geschwindigkeit, könnte er feststellen, dass der Lichtstrahl dementsprechend unterschiedliche Zeitintervalle beschreibt, dass er also auch dementsprechend unterschiedliche (schräge) absolute Strecken beschreibt.
Jede (Licht)uhr ist ein Vorgang, der vergleichsweise einen anderen beschreibt, bzw. misst - keine „(Eigen)zeit“!
Man kann auch mit Fug und Recht behaupten: größere (absolut) ruhende Lichtuhren gehen langsamer als kleinere, bzw. die von größeren Lichtuhren gemessene Eigenzeit ist kleiner als die von kleineren Lichtuhren gemessene Zeitspanne für denselben Vorgang.
Die Einsteinsche „Zeitdilatation“ ist genau so albern.
In (absolut) bewegten Systemen (also auch in relativ ruhenden) gibt es relative Lichtfortpflanzung, bzw. relative Bewegung zwischen Licht und System.
Relative Zeiten (Eigenzeiten), die sich durch relative Strecken ergeben, sind vielleicht mathematisch korrekt, aber physikalisch falsch, unrealistisch, absurd. Die einzige reale Zeit ist die absolute, die sich aus dem Verhältnis zwischen absoluten Strecken und absoluten Geschwindigkeiten ergibt.
Welcher physikalischer Effekt verursacht die zur Spiegelung (in Lichtuhren, Interferometern) benötigte Lichtaberration in Bewegungsrichtung?!
Ein zu einer Fläche (Spiegel) absolut senkrechter Lichtstrahl ist und bleibt senkrecht zu allen dazu parallelen Flächen (Spiegeln), unabhängig davon, ob sich die Flächen (Spiegeln) bewegen (auch gegeneinander) oder nicht und unabhängig von der Geschwindigkeit, so wie die Koordinatenachsen jedes Inertialsystems senkrecht zu einander sind und bleiben.
In Abhängigkeit von der Geschwindigkeit muss man dementsprechend den Positionswinkel der Spiegeln verändern, oder sich entsprechend divergierenden Lichtstrahlen bedienen, so dass der betreffende Beobachter gezwungen wird, entweder die Uhranordnung zu verändern, oder sich einer anderen entsprechenden Lichtuhr zu bedienen, die der Geschwindigkeit seines Systems entspricht.
Die senkrechte Ausstrahlung ist eigentlich nur relativ zur Bewegungsrichtung (der Erde) senkrecht, in Wahrheit ist sie eigentlich absolut schräg in Bewegungsrichtung, unter dem Aberrationswinkel Bradleys (der also aufgrund der Bewegung durch Ballistik aufgehoben wird)!
Je nach Relativbewegung zwischen Licht und System kann ein Lichtstrahl absolut senkrecht oder schräg zur Bewegungsrichtung ausgestrahlt werden, aber er kann sich je nachdem entweder schräg oder senkrecht fortpflanzen, je nach dem relativ oder absolut. Relativ zu anderen Bezugssystemen kann er wiederum anders verlaufen, als relativ oder als absolut zum System der Quelle.
Also, nicht die Zeit selbst, sondern nur der Zeitmaß verändert sich mit der Bewegung!
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  #3  
Alt 03.08.07, 12:03
absolut absolut ist offline
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Frage AW: Die hartnäckige Illusion der Zeit

Weder Zeit noch Zeitfließen wird durch Bewegung (der Lichtuhr) verändert, sondern der betreffende Vorgang (die Lichtfortpflanzung), also die sogenannte "Zeitmessung", wobei die sogenannte fiktive "Zeitdilatation" eigentlich durch die reale "Streckung" des Lichtweges, bzw. der Lichtzeit vorgegaukelt wird, falls die Lichtgeschwindigkeit tatsächlich von der Bewegung der Lichtuhr unbeeinflusst wäre..."
Unterschiedlich schnell bewegte Lichtuhren zeigen zwar unterschiedliche Zahlen an, die aber auch entsprechend unterschiedliche Zeiteinheiten (bzw. Periodendauer) bedeuten - keine Zeitspanne - was Einstein stillschweigend unter dem Teppich gekehrt hat!
Zeitspannen mit Zeiteinheiten, bzw. Periodendauer zu verwechseln und zu vergleichen - ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen und zu verwechseln!
Es wird eigentlich derselbe Vorgangsverlauf (zwischen 2 oder mehr absolut ruhenden Punkte), bzw. dieselbe absolute Zeitspanne (zwischen 2 oder mehr Ereignissen) gemessen - dies wird jedoch ausgedrückt durch unterschiedliche Zeiteinheiten!
Der sogenannte Maßstab der Zeit ist abhängig sowohl von der (absoluten) Geschwindigkeit der Uhr als auch von der Richtung der Messung.
Man mißt in bewegten IS zwar dieselbe relative Länge in jeder Richtung, doch die entsprechende gemessenen absoluten Längen sind verschieden, abhängig von der Geschwindigkeit und der Richtung. Man verwendet solche relative Längen als Maßstäbe, bzw. deren Zurücklegung als Zeitmaßstäbe - die also nur relativ zum betreffenden IS isotrop gültig sind, aber nicht auch für andere und auch nicht absolut. D.h. beschriebene absolute Zeitmaßstäbe sind abhängig von der absoluten Geschwindigkeit des IS und der Richtung der Längenmessung.
Die angezeigte Zeit (Anzahl der Perioden, bzw. Zeitmaßstäbe) ist zwar dieselbe in jeder Richtung innerhalb des bewegten IS, aber dies entspricht derselben relativen Längen (bzw. Längenmaßstäben). Der Zeitisotropie entsprechen jedoch verschiedene absolute Längen, gemessen mit verschiedenen absoluten LG, bzw. mit verschiedenen absoluten Zeitmaßstäbe.
Man kann eine schnellere Länge mit einer langsameren Geschwindigkeit nur bei der relativen Annäherung messen.
Die Anzahl, bzw. die Zahl, die von bewegten Uhren angezeigt wird, bezieht sich nicht immer auf derselben (verwendeten) absoluten Maßstäbe, bzw. -intervalle, -einheiten, denn diese räumlichen werden als solche (zeitliche) ausgelegt, und diese sind abhängig von der Geschwindigkeit und Richtung des Systems.
Jedes Atom, jedes Teilchen, jeder Vorgang hat seine eigene Frequenz, sein eigenes Maßstab, mit dem Raum und Zeit schneller oder langsamer gemessen werden. Durch Veränderung der Frequenz (auch sämtlicher Atome im selben IS) werden nur die Maßstäbe, bzw. die Geschwindigkeit der Messung verändert, weder Raum noch Zeit selbst, die absolut unvergänglich, unveränderlich, unbewegt und unbeweglich waren, sind und sein werden.
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  #4  
Alt 03.08.07, 12:05
absolut absolut ist offline
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Frage AW: Die hartnäckige Illusion der Zeit

Es ist ein Irrtum Zeit mit Zeitmessung zu verwechseln oder zu glauben, die Zeit sei das, was die Uhr anzeigt! Die „Zeitdilatation“ ist eigentlich nur ein Trugschluss, denn dieser stützt sich auf ein Trugbild, das man normalerweise gar nicht zu sehen bekommt. Jede Uhr (Lichtuhr) funktioniert in allen "eigenen" Inertialsystemen mit derselben eigenen Frequenz (Lichtfortpflanzung zwischen 2 parallelen Spiegeln), unabhängig von der Geschwindigkeit des Inertialsystems und dessen Bewegungsrichtung (relativ zur Lichtfortpflanzung). Nur miteinander verglichen könnten dieselben Uhren verschiedene Frequenzen aufweisen, je nach Bezugssysteme, Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung zueinander. Jedoch funktionieren dieselben Uhren mit derselben Frequenz in allen Inertialsystemen - mit oder ohne Vergleich miteinander, ob relativ zu anderen Bezugssystemen oder daraus betrachtet. Bewegte Uhren „gehen“ nicht langsamer, sondern sie scheinen langsamer zu „gehen“ als ruhende. Die Gleichzeitigkeit ist zwar wegen der Relativität schwer feststellbar, doch sie wird in allen Inertialsystemen angezeigt, von den Uhren mit derselben Eichfrequenz. Einmal im selben oder ähnlichen Inertialsystem synchronisierte Uhren funktionieren immer und in jedem anderen System mit derselben Frequenz. Eine sogenannte Synchronisation mehreren Uhren, die mit verschiedenen Geschwindigkeiten bewegt werden, wäre eigentlich eine reale Desynchronisation aller Uhren dermaßen, dass anscheinend alle mit derselben Frequenz funktionieren würden, in Wirklichkeit aber würde jede anders gehen als die Eichuhr... Auch die sogenannte „gravitative Zeitdilatation“ ist falsch ausgelegt worden. In Wirklichkeit gilt dies nur mit einigen Einschränkungen, wobei einige wichtige Bedingungen erfüllt werden müssen. Bei einer beschleunigten „Lichtuhr“ sind sämtliche jeweilige Zeitintervalle hin und her gleich (dieselbe Periode), denn das Verhältnis zwischen hin und her ist für jede Periode gleich. Gemäß den jeweiligen Doppler-Effekten wird jede Rotverschiebung (hin) durch eine entsprechende Blauverschiebung (her) ausgeglichen. Also, eine solche Uhr funktioniert mit derselben Rhytmizität, unabhängig von ihrer eigenen Beschleunigung oder von der betreffenden Gravitationsbeschleunigung. Nur Lichtimpulse (bzw. Wellenberge und -täler) in derselben Richtung weisen Rot- oder Blauverschiebung auf, in Abhängigkeit von der Richtung der Fortpflanzung relativ zur Richtung der Uhrbeschleunigung bzw. der Gravitationsbeschleunigung. Wenn dies parallel geschieht, ist der Doppler-Effekt maximal, wenn transversal zueinander ist der Effekt gleich Null. Also, die relativ feststellbare (virtuelle) Frequenz der e.m. Wellen ist von der Beschleunigung des Bezugssystems abhängig, aber die effektive (reale) Frequenz bleibt davon unberührt, von der Emission bis zum Empfang! Bei der Fortpflanzung der e.m. Wellen kann und darf man Beschleunigung eines Inertialsystems (der Licht- oder Atomuhr) nicht mit der äquivalenten Gravitationsbeschleunigung verwechseln. Sie sind nur wertlich äquivalent, aber nicht auch effektiv, denn sie verursachen verschiedene Effekte auf die Fortpflanzung e.m. Wellen.
- Die Beschleunigung eines Inertialsystems (einer Licht- oder Atomuhr) verursacht nur eine virtuelle (relativ feststellbare) Frequenzänderung, durch den Doppler-Effekt - die e.m. Wellenenergie bleibt dabei effektiv (real) unverändert!
- Die Gravitationsbeschleunigung eines Inertialsystems (einer Licht- oder Atomuhr) verursacht eine reale (effektive) Veränderung der Frequenz, bzw. der Energie e.m. Wellen - in Abhängigkeit von der Richtung der Fortpflanzung relativ zur Richtung der Beschleunigung, bzw. der Gravitationsbeschleunigung:
a) Rotverschiebung - durch verrichtete Arbeit - bei der Überwindung des betreffenden Gravitationspotentials;
b) Blauverschiebung - vom Gravitationsfeld verliehene Zusatzenergie - beim Durchqueren des betreffenden Gravitationspotentials.
Genauso scheinbar und trügerisch wie die „Zeitdilatation“ ist auch die sogenannte „Lorentz-Kontraktion“ der Längen. Die eine soll die Absolute Zeit, die andere den Absoluten Raum widerlegen. Im allgemeinen heben sie sich eigentlich beide gegenseitig auf, so dass im Endeffekt die fiktive, dogmatische Einsteinsche „Konstanz der Lichtgeschwindigkeit in allen Inertialsystemen und für alle Beobachter“ herauskommt, durch einen Wirrwarr von unnötig komplizierten, Formeln und aberwitzigen Behauptungen. Dieses „Prinzip“ stützt sich aber auf 2 gravierende Irrtümer und Trugschlüsse (bzw. Trugbilder), welche die Wirklichkeit verzerren (die Zeitkonstanz, die Raumkonstanz, bzw. die Relativität jeder Geschwindigkeit). Ähnlich wird die Reinheit der Zeit und die Einfachheit des 3 dimensionalen Raums - die pure Wirklichkeit - unnötig, irreal verzerrt und verkompliziert, durch das unheimliche Gespinst der sogenannten „Krümmung der Raumzeit durch schwere Massen“. Diese soll die Wirklichkeit aber nicht nur verzerren, sondern sogar widerlegen!
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  #5  
Alt 03.08.07, 12:07
absolut absolut ist offline
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Blinzeln AW: Die hartnäckige Illusion der Zeit

Irrtümlich verwechselt die SRT Raummessungen mit Zeitmessungen (Uhrgänge, Vorgänge) und diese wiederum mit Zeitflüsse ("Eigenzeiten") - gemäß dem ulkigen Spruch Einsteins: "die Zeit ist das, was die Uhr anzeigt"!
Die Uhr, das Herz, das Atom gaukeln uns durch den jeweiligen (Vor)gang das sogenannte Zeitverfließen vor... Falls es nicht genau umgekehrt ist...
Eben auch so beabsichtigt, verwechselt man noch immer unbewusst, instinktiv Veränderung mit Zeitverlauf. Aber Veränderungen geschehen jedoch mit unterschiedlichen, veränderlichen Geschwindigkeiten. Es können doch nicht auch mehrere Zeiten mit unterschiedlichen, veränderlichen Geschwindigkeiten geben! Dementsprechend wird das "Verstreichen" sogenannter Zeiteinheiten verwechselt mit: Verrinnen des Sands in der Sanduhr, Herzschläge, Bewegung der Uhrzeiger relativ zum Zifferblatt, die Aufeinanderfolge der Zahlen (Stunden) auf der elektronischen Uhranzeige, Puls, die Frequenz der Strahlung u.a. Diese Vorgänge sind konkret, real, physikalische, chemische, biologische Prozesse - Tatsachen. Das angebliche Verfließen der Zeit, bzw. der Zeiteinheiten ist jedoch nur theoretisch, abstrakt, fiktiv, hypothetisch - dies könnte eigentlich nur scheinbar, virtuell, illusorisch sein. Noch übertriebener, abstruser wären die Einsteinschen "Eigenzeiten"...
Bei der Fortpflanzung e.m. Wellen können sich Relativgeschwindigkeiten der Abstands- bzw. der Zeitintervallveränderungen durch entsprechende Veränderung der LG ausgleichen, so dass (u.U.) nicht einmal bewegte Lichtuhren langsamer "gehen" als (nicht nur relativ) ruhende.
Wenn Herzen, Uhren und Atome durch fremde Bewegung (u.U.) oder Gravitation beeinflusst werden, wird ihre Funktion verändert, nicht die der Zeit (geschweige denn der "Eigenzeiten") - da keine davon als Funktion notwendig ist.
Die Zeit ist eine metaphysische, absolut ruhende Dimension, durch die alles verläuft, sich verändert, ereignet - ein absolut ruhendes zeitliches Bezugssystem, in dem zwar alle gegenwärtigen Ereignisse überall gleichzeitig sind, obwohl Uhren nicht alle gleichzeigerig sind und "laufen", und doch alle Vorgänge synchron ablaufen...
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  #6  
Alt 03.08.07, 12:08
absolut absolut ist offline
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Cool AW: Die hartnäckige Illusion der Zeit

Wahrscheinlich gibt es gar keine Zeit, sondern nur die Auslegung des Raumes als Zeit, des Raumintervalls als Zeitspanne. Höchstwahrscheinlich gibt es auch gar keinen Zeitfluß, sondern nur die Interpretation der Zurücklegung eines Raumintervalls durch einen "Eigenzeitfluß" oder als Zurücklegung einer Zeitspanne...

Spekulative, irrtümliche, falsche Relativierungen - aufgrund ungenauen, verwirrenden, widersprüchlichen Premissen, bzw. Vorraussetzungen - führen zu den von Einstein gewünschten, erzwungenen, fiktiven Ergebnissen der SRT...

In seinem Gedankenexperiment mißt Einstein angeblich Zeit durch Licht - doch meines Erachtens hinterlistig mit zweierlei räumlichem(!) Maß:
1. real, mit einem relativen Maß (in relativ ruhendem IS),
2. virtuell, intuitiv, mit einem absoluten Maß (in absolut bewegtem IS),
und er behauptet, die vom (konstanten) Licht gemessenen Strecken seien verstrichene Zeiteinheiten, deren Ausmaß von der (relativen!) Geschwindigkeit des IS abhängig sein sollten...
Kommentar überflüssig!

Materie und Energie befinden sich in stetiger Umwandlung und Bewegung, und sie gaukeln uns durch diese Vorgänge vor, daß auch die hypothetische Zeit in Bewegung wäre, bzw. die Ereignisse in Umwandlung wären, zwischen den "Zeitzuständen": Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit...
Aber nur die Gegenwart ist die einzige Realität, samt ihrer unzähligen Relativitäten ihrer unzähligen Aspekten.
Jedes wahrscheinlich mögliche virtuelle (zukunftige) Ereignis muss sich erst und nur in der sich dadurch ständig verändernden Gegenwart verwirklichen oder verwirklicht werden, und schon dadurch entschwindet das in den Abgrund der Vergangenheit, in den virtuellen Speicher des Universums...

Wenn man ein Thermometer schnell genug bewegt, wird es ihm "warm ums Herz", und der Quecksilber, bzw. seine Anzeige dilatiert auf der Skala, obwohl die Temperatur der Umgebung nicht gestiegen ist.
Mit Uhren und Zeiten soll es laut Einstein die Messung anders gedeutet werden:
Aber was hat er denn eigentlich gemeint?
Zwei alternative Auslegungen seines zeitlichen Rätsels:
a) Bewegt sich die Uhr schneller, funktioniert nicht nur ihr Mechanismus langsamer, sondern ihr ganzes Innenleben, ihre "Eigenzeit" selbst verinnt langsamer als die Zeit, die in einer relativ dazu ruhenden Uhr verinnt.
b) Wir brauchen nur die Uhr in irgendeinen (Eigen)Zeitfluss reinzustecken, dann sie rausstecken oder sie in einen anderen Zeitfluss reinstecken (der solange relativ ruhend war) und wir stellen den Zeit(fluß)unterschied fest!
Na ja, vielleicht gibt es auch andere ausgeklügerte Auslegungen... Aber jedenfalls, einsteinisch genial!

Der "Physiker" ist entweder ein Gläubiger oder ein Scharlatan und sein "Wundergerät" (die Uhr) gaukelt nur ein Hirngespinst vor, das den "Ungläubigen" indoktriniert, eingetrichtet wird - es war mal ein "Götze", ein Trugbild einer übernatürlichen, metaphysischen "Allmacht", die Einstein zerschlagen hat in unzähligen Teilen, in unzähligen "Götzen"... wie der Teufel in Andersens "Schneekönigin"...

Geändert von absolut (03.08.07 um 12:18 Uhr)
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  #7  
Alt 03.08.07, 12:15
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Cool AW: Die hartnäckige Illusion der Zeit

Es hat keinen Sinn mehr, sich den Kopf zu zerbrechen, wie Einstein seine Zeitdilatation und Lichtkontraktion eigentlich vorgaukeln wollte, ob dies überhaupt möglich oder eher in sich widersprüchlich ist... Er selbst hat gestanden, die SRT sei nur eine Spekulation!
In Wirklichkeit, bewegte Systeme (Lichtuhren) verändern (absolut) die Ausbreitung des darin ausgestrahlten Lichts: sie neigen den Lichtstrahl in Bewegungsrichtung, entsprechend der Geschwindigkeit des Systems (um die Bradley-Aberration auszugleichen). Dadurch wird zwar der absolute Lichtweg verlängert, doch da die absolute LG gemäß der Richtungskomponente erhöht wird, ist die absolute Lichtzeit zwischen den Spiegeln (die periodische Lichtdauer zwischen den Reflexionen) dieselbe, unabhängig von der Geschwindigkeit des Systems (der Lichtuhr).
Also, Lichtuhren werden nicht durch geradlinig-gleichmäßige Bewegung beeinflußt, sondern nur durch Beschleunigung (oder Entschleunigung). Höchstwahrscheinlich wird dadurch überhaupt keine Uhr beeinflußt, keinen Uhrgang verändert. Dementsprechend wird auch die dadurch gemessene Zeit(spanne) nicht beeinflußt und kein Zeitfluß verändert (das es ohnehin gar nicht gibt), denn "zumindest für den Physiker ist Zeit das, was die Uhren messen." (wie Paul Davies in "Die Unsterblichkeit der Zeit" den kindischen Spruch von Einstein genau so doof erwähnt).
Zwar wird der Uhrgang durch Bewegung beeinflußt - nach meiner Auffassung eigentlich die Geschwindigkeit des Uhrbetriebs (die LG) - doch durch meine "Lösung" ist die Lichtperiodenzeit und dadurch auch die Uhranzeige unabhängig von der Geschwindigkeit des Systems.
Bei der einsteinschen Konstanz der LG wäre es umgekehrt: die Geschwindigkeit des Uhrbetriebs (die LG) wäre unbeeinflusst, wobei die Lichtperiodenzeit und dadurch auch die Uhranzeige von der Geschwindigkeit des Systems abhängig wäre.
Doch in Wahrheit, weder Uhrgang noch Uhranzeige kann mit Zeitfluß bzw. mit Zeiteinheiten verwechselt werden (die entsprechend der Uhr mitbeeinflußt bzw. verändert werden könnten)...
Zeit ist unveränderlich, unbeweglich ... unendlich ... undurchschaubar ... unbegreiflich ...

Geändert von absolut (03.08.07 um 12:21 Uhr)
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  #8  
Alt 03.08.07, 12:21
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Cool AW: Die hartnäckige Illusion der Zeit

Da die Zeit allgegenwärtig ist (als Illusion), ist und ereignet sich alles absolut gleichzeitig aber nicht gleichortig, nicht allgegenwärtig, also nur relativ ungleichzeitig - zwar im selben unermäßlichen Universalraum, jedoch in verschiedenen Eigenräumen, also nicht unbedingt im selben Raum, den jedes Teilchen, jedes Atom durch sein Ereignis (seinen Vorgang) beschreibt, Eigenraum, der u.U. mit bestimmten Eigenschaften (der e.m. Signalübertragung) ausgestattet ist...
Die allgemeinen und die lokalen (Äther)eigenschaften sind auch durch Bewegung einer schweren Masse hindurch vorübergehend veränderbar...
Und alles befindet sich in ununterbrochener Umwandlung und ständigen Übergang durch verschiedene, unterschiedliche Räume, und all das gaukelt uns vor: verschiedene, unterschiedliche Zeit(en), Zeitpunkte, Zeitspannen, Zeiträume, Zeitvergehen, Zeitausdehnung...

Infolge realer Vorgänge, keineswegs infolge eines überflüssigen intuitiven Zeitvergehens, geschweige denn zusätzlichen, unterschiedlichen fiktiven "Eigenzeiten" - absolute Ereignisse (wie Emission, Ausbreitung, Reflexion, Empfang e.m. Strahlungen) verwirklichen sich nacheinander in den absolut ruhenden Universalraum, prägen sich aufeinanderfolgend in den Äther ein, als absolut ruhende Punkte, die man als Bezugspunkte bevorzugen kann.
Ob sich die absoluten Ereignisse auch in eine andere, intuitive, absolut ruhende (oder vergehende) Dimension namens Zeit nacheinander einprägen ist leider unermittelbar.
Fest steht nur, dass die absoluten Ereignisse (infolge begrenzter Ausbreitungsgeschwindigkeiten unterschiedlicher Signale) als (dazu) relative Ereignisse - die jedoch auch als Absolute (des Empfangs, bzw. der Wahrnehmung) zu betrachten sind - sich in die Gehirne der Menschen nacheinander einprägen, als Erinnerungen, die (auch "später" abgerufen werden können. Daraus entsteht auch die Illusion des Zeitvergehens, des Erinnerungsvermögens, der Besessenheit, des Vergessens u.s.w.
Nur relative Strecken, Abstände, bzw. dadurch vorgegaukelte virtuelle Zeitintervalle sind durch Bewegung, Vorgänge, Uhrgänge veränderbar, doch nicht auch reale, absolute Raumabstände des Universalraums, der durch den Äther konkretisiert, verwirklicht, bestätigt wird.
Man kann mit dem fiktiven, relativen, virtuellen Hirngespinst der SRT namens Raumzeit theoretisch alles anstellen, was man will, ob relativistisch oder nicht. Jedenfalls davon bleibt das reale, absolute, konkrete Raumgebilde (der Äther) unbeeindruckt, unverändert, unendlich, ungekrümmt, 3-dimensional.
Es sei denn alles ist eigentlich künstlich vorgegaukelt, vom Außerhalb unserer virtuellen, eingebildeten Welt, von Robotern, Androiden, Außerirdischen, Göttern...

Die Matrix (pardon, der Äther) lässt grüßen!
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  #9  
Alt 03.08.07, 13:36
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
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Standard AW: Die hartnäckige Illusion der Zeit

Ach absolut - Es ist verdammt hart, oder?
Man kann schreiben und sagen was man will! Sie verstehen es nicht! Man muss, glaube ich, durch eigene Überlegung darauf kommen! Es ist so als würdest du mit jemanden, sprechen der deine Sprache nicht versteht! Du kannst so laut & deutlich reden wie du möchtest, du kannst mit den Händen & Füßen gestikulieren, oder den Satzbau & das Beispiel so einfach gestallten wie es eben geht, aber so lange Sie nicht verstehen was Zeit ist, werden sie dich nicht verstehen – Wenn sie verstanden haben was Zeit ist, brauchst du es Ihnen nicht mehr erklären.

Ich frage mich nur, welche physikalischen Gesetzte beruhen nun tatsächlich auf der falschen Annahme der Zeit als physikalische Größe/Dimension? Welche bleiben bestehen, welche kann man verwerfen und welche kann man auf eine "einfache" Art und Weise modifizieren damit sie stimmen!
Braucht man den Äther wirklich, wenn man die Zeit „weglässt“? Kann es nicht auch ohne Äther gehen?
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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. A.E
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  #10  
Alt 03.08.07, 14:01
absolut absolut ist offline
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Ausrufezeichen AW: Die hartnäckige Illusion der Zeit

Die Illusion der Zeit
von Nicolai Schirawski
(Ausschnitte)

Vor diesem Artikel müssen wir Sie warnen: Das Weiterlesen kann Ihre geistige Gesundheit gefährden! Sie werden Ihre Welt mit anderen Augen sehen und sich im Widerspruch zu allen physikalischen Theorien wiederfinden. Sie werden zu der seltsamen Überzeugung gelangen, dass Vergangenheit und Zukunft nicht existieren, dass die Ewigkeit real ist und dass in einem einzigen Moment das ganze Weltall enthalten sein kann.

Möglicherweise werden sich Schwierigkeiten, denen Sie gegenüberstehen, auflösen, und Sie werden erleben, wie sich ein ganzes Universum an Lebensfreude entfalten kann – aus einem winzigen, kaum vorhandenen Augenblick: dem Jetzt.
Dabei scheint doch auf den ersten Blick die Gegenwart keinerlei Mysterium zu enthalten: Genau jetzt, in diesem Moment, lesen Sie diese Buchstaben hier. Der Zeitpunkt, als Sie auf diesen Artikel geklickt haben, liegt inzwischen in der Vergangenheit, ein paar Sekunden oder Stunden zurück.
In der Zukunft hingegen wartet der Augenblick, wenn Sie sich etwas Anderem als diesem Artikel zuwenden werden. Alles ist klar geordnet, so klar wie unsere Sprache, die zwischen "ich las", "ich lese" und "ich werde lesen" unterscheidet.
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft scheinen säuberlich gereiht wie die Perlen auf einer Schnur. Doch so einfach ist es nicht.
. . . . . . . . .
Seltsamerweise fehlt uns Menschen ein Organ, um den Ablauf der Zeit festzustellen. Die Zeit ist für uns so wenig spürbar wie radioaktive Strahlung. Wir bemerken ihr Verstreichen nur indirekt, an der Abfolge von Ereignissen.
Damit sind wir in guter Gesellschaft: Das ganze Weltall scheint so zu funktionieren. "Ein Universum, in dem sich absolut nichts veränderte (einschließlich der Gedanken der in ihm existierenden bewussten Wesen), wäre ein zeitloses Universum", bemerkte schon der Philosoph John McTaggart zu Anfang des letzten Jahrhunderts. Könnten wir das Universum für einen winzigen Moment anhalten, so machte die Frage, wie lange der Stillstand gedauert hätte, keinen Sinn mehr. Der Moment wäre zugleich winzig klein und riesig groß, ein Nichts und eine Ewigkeit.

Auch Uhren messen ja die Zeit nur, indem sie wiederkehrende Ereignisse zählen: Pendeluhren das Schwingen des Pendels, Armbanduhren das Schwingen des Uhrenquarzes und die Braunschweiger Atomuhr das Schwingen von Lichtteilchen. Ehe der Mensch auf diese wiederkehrenden und sehr gleichmäßig ablaufenden Ereignisse Bezug nehmen lernte, bediente er sich der unregelmäßigen Ereignisse des täglichen Lebens, um den Ablauf der Zeit zu bestimmen.

So redete man bis ins 18. Jahrhundert hinein nicht von Zeit, sondern höchstens vom Wetter, das durch seine Veränderlichkeit eine Art natürlicher Ereignisgeber war ("Wir sehen uns, wenn der Fluss vereist ist"). Noch heute benutzen deshalb romanische Sprachen für "Zeit" und "Wetter" dasselbe Wort (etwa. frz. le temps = Zeit, Wetter).

Weil wir Zeit an Ereignissen messen, ist es auch verständlich, dass sich Zeit manchmal zu dehnen oder zu stauchen scheint.
. . . . .
"Die Zeiterlebensforschung zeigt, dass die messbare, objektive Zeit wenig mit dem subjektiven Zeiterleben zu tun hat", fasst der Psychologe Arnold Hinz zusammen.

Doch wenn das subjektive Jetzt so schwierig festzumachen ist, versuchen wir vielleicht lieber, das objektive Jetzt zu bestimmen.
Was weiß die Physik über das Jetzt? Interessanterweise: nichts.
Viele physikalische Gesetze nehmen Bezug auf die Zeit, aber ein Jetzt findet sich darin nirgends.
Die Zeit dient in der Physik eigentlich nur zur Nummerierung der Ereignisse: Schön geordnet sitzen sie nebeneinander auf der Zeitachse. Das Jetzt ist allenfalls ein wandernder Punkt, der den Zeitstrahl entlangfährt und kennzeichnet, was gerade aktuell passiert.
Und wie schnell wandert dieses Jetzt? Natürlich mit einer Sekunde pro Sekunde - und schon ist man wieder bei der Erkenntnis des Philosophen McTaggart: "Man kann Zeit nicht erklären, ohne Zeit vorauszusetzen."

Laut Einstein ist Objektive Gleichzeitigkeit nur möglich, wenn kein Raum zwischen zwei Ereignissen liegt: Gleichzeitig ist ein Ereignis nur mit sich selbst. Das Jetzt "verdunstet" auf unendlich kleinem Raum und in unendlich kurzer Zeit.
Vielleicht hatte "der Meister" dies im Sinn, als er philosophierte: "Der Unterschied zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist eine Illusion, wenn auch eine hartnäckige."

Auch Zen-Meister kommen zu ähnlichen Erkenntnissen. Sie berichten, wie sich im jetzigen Moment die Zeit auflöst. Zen-Meister Seppo formuliert diese Einsicht so: "Wenn du wissen willst, was Ewigkeit bedeutet – sie ist nichts weiter als eben dieser Moment. Wenn du sie nicht in diesem gegenwärtigen Moment erfassen kannst, wirst du sie nie erhaschen."

Schaut man sich unter diesem Blickwinkel das Jetzt an, so begreift man plötzlich: Das Jetzt ist das Einzige, was wirklich existiert. Hat man das erkannt, wundert man sich, wie man je etwas anderes hat glauben können.

Die Zeit ist nur eine Einbildung. Der Grund dafür ist einfach: Es ist noch nie etwas in der Vergangenheit passiert, und es wird auch nie etwas in der Zukunft geschehen. Alle Dinge geschehen in der Gegenwart. Auch die Dinge der Vergangenheit waren Gegenwart, als sie geschahen. Jetzt existiert nur noch eine Erinnerung an die vergangenen Ereignisse. Das Erinnern aber ist wieder ein Ereignis im Jetzt.

Deshalb sind Gespräche über die Vergangenheit oft fruchtlos. Die Menschen können sich nicht einigen, wie die Vergangenheit wirklich war – einfach, weil es die Vergangenheit nicht gibt. Es gibt nur eine Erinnerung an die Vergangenheit – und diese Erinnerung kann bei verschiedenen Menschen sehr verschieden sein.

Dasselbe gilt für die Zukunft. Zukunft existiert nur in Form von Vorstellungen, Planungen und Projektionen. Jedes Vorstellen und Planen geschieht aber im Jetzt. Die Zukunft ist so lange unwirklich, bis sie zur Gegenwart geworden ist. Bis dahin sind nur die Planungen wirklich.

Dass Zeit nicht existiert, meint auch Eckhart Tolle, Autor des Buches "Jetzt! Die Kraft der Gegenwart". Er schreibt:
"Zeit ist überhaupt nicht kostbar, denn sie ist eine Illusion. Was dir so kostbar erscheint, ist nicht die Zeit, sondern der einzige Punkt, der außerhalb der Zeit liegt: das Jetzt. Es gibt sonst nichts. Die ewige Gegenwart ist der Raum, in dem sich dein ganzes Leben abspielt, die einzige Kraft, die beständig ist. Das Jetzt ist das Einzige, was dich über die Grenzen deines Verstandes tragen kann.
Hat man das verstanden – und zwar auf eine innere Weise verstanden, die über das Verstehen mit dem Geist weit hinausgeht -, beginnt das Leben sich grundlegend zu verändern. Man spürt die Kraft des Jetzt, und es beginnt eine Transformation. Im Jetzt lösen sich alle Probleme auf, das Leiden verschwindet. Man beginnt, das Geheimnis des Buddha zu erahnen: Nichts ist wirklich schlecht; schlecht wird es erst durch die eigenen Gedanken.
Zum Beispiel fallen die Sorgen weg. Hat man wirklich begriffen, dass es keine Zukunft gibt, sondern nur Gedanken über die Zukunft, werden Sorgen zu dunklen Fantasiegebilden, über die man lachen kann. Sie verändern die Zukunft nicht, belasten aber die Gegenwart. Ein sorgenvoller Mensch verpasst die Schönheit des jetzigen Moments – und auch die Chancen, die in ihm liegen. "Sorgen sind ein Missbrauch der Fantasie", lautet ein indisches Sprichwort.
Die Zukunft als Illusion zu erkennen heißt übrigens nicht, gedankenlos oder unvernünftig zu handeln. Wer mit dem Auto auf eine Mauer zufährt, kann absehen, dass es bald zu einem Zusammenprall kommen wird. Es ist klug, dann zu bremsen – und zwar jetzt! Platz für Sorgen gibt es dabei nicht.
Sorgen und Probleme sind Nebenprodukte unseres Verstandes, der sich ständig mit einer irgendwie gearteten "Zukunft" beschäftigt. Erst in einer Notfall-Situation, wenn der Verstand aufhört, Zukunftsprojektionen zu spinnen, bemerkt man, wie auch die Sorgen verschwinden.
Der Verstand hält an; du wirst vollkommen gegenwärtig im Jetzt, und eine unendlich viel größere Kraft übernimmt die Führung. Deshalb gibt es auch so viele Berichte von ganz normalen Leuten, die plötzlich unglaublich mutig handeln konnten. In einem Notfall überlebst du, oder du überlebst nicht. Wie auch immer, es ist kein Problem.", schreibt Autor Tolle.

Damit sagt er genau das, was vor ihm Eingeweihte aus vielen Religionen gesagt haben. So fordert Jesus die Gläubigen auf, im Jetzt zu leben: "Sorgt euch nicht um euer Leben ... Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen."

Der christliche Mystiker Meister Eckhart (um 1260 - um 1328) schrieb:
"Zeit ist das, was das Licht von uns fern hält. Es gibt kein größeres Hindernis auf dem Weg zu Gott als die Zeit."

Dasselbe erkannte der persische Sufi-Dichter Mevlana Jelaluddin Rumi (1207 - 1273): "Vergangenheit und Zukunft verbergen Gott vor unserer Sicht; verbrenne beide mit Feuer."

Es gibt keine andere Zeit außer diesem Augenblick. Oder, in der knappen Sprache des Zen formuliert: Wenn nicht jetzt, wann?
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