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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #41  
Alt 05.12.22, 20:44
Jakito Jakito ist offline
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Zitat:
Zitat von antaris Beitrag anzeigen
@Jakito
Du hattest meine Antwort hoffentlich gesehen?
Ja, danke. Ich dachte mir nur, Cossy geht ja gerade mächtig zur Sache, da will ich mich nicht einmischen. Und ausserdem hatte ich das Ganze schon mehr als eine Unterhaltung über "persönliche" Vorstellungen gesehen, und weniger als eine Diskussion über eine neue Theorie der Welt.
  #42  
Alt 05.12.22, 20:54
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antaris antaris ist offline
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Zitat:
Zitat von Jakito Beitrag anzeigen
Ja, danke. Ich dachte mir nur, Cossy geht ja gerade mächtig zur Sache, da will ich mich nicht einmischen. Und ausserdem hatte ich das Ganze schon mehr als eine Unterhaltung über "persönliche" Vorstellungen gesehen, und weniger als eine Diskussion über eine neue Theorie der Welt.
Ich fand die Unterhaltung mit Dir sehr angenehm aber ist nun etwas ausgeschweift. Ja ich habe eben ein paar Ansichten, die hier im Jenseits der Standardphysik gut aufgehoben sind.
Eigentlich hatte ich mir mal vorgenommen gar nicht mehr so viel über meine Vorstellungen über das "Große Ganze" zu schreiben, denn in unserer direkten Umgebung kann man wunderbar über das Chaos diskutieren und es untersuchen. Insofern hat die Diskussion hier wieder viele metaphysische Züge bekommen. Geht man aber die Zeitentwicklungen zurück, so komme ich auf die verschachtelte und fraktale Struktur des Universums.

Für mich selbst ist die Frage nach der Unendlichkeit eine sehr wichtige, denn ich kann mir keinen Startpunkt eines Universums vorstellen, vor dem es nichts gab. Aber das ist meine rein persönliche Meinung und kann natürlich volkommen murks sein.
Dann lieber über chaotische Systeme im allgemeinen diskutieren oder etwas neues lernen.
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Ge?ndert von antaris (05.12.22 um 20:58 Uhr)
  #43  
Alt 05.12.22, 21:09
Cossy Cossy ist offline
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Ich will es nochmals versuchen.
In der Physik haben wir sehr gute Gesetzte und Formeln, welche mit hoher Präzision eine Vorhersage treffen können.
Leite mir doch bitte eine einzige beliebige Aussage zur Physik aus einer fraktale Dimension ab.
Die mathematische Definition ist recht klar. Mir fehlt der Link in die Physik. Im Wiki steht was von einer Oberflächenbeschreibung. Das ist verständlich. Ich benutze eine fraktale Geometrie für eine "Ähnlichkeit" um zu einer Aussage zu kommen. Das ist aber weit weg von "alles" im Universum sind Fraktale.

Mit der Chaostheorie kann ich bei komplexen Systemen natürlich eine Beschreibung vornehmen. Erhalte aber wieder nur ein Beschreibung der Komplexität.

Irgend eine Aussage zu einer Kraft, einem Feld, einem Impuls....
  #44  
Alt 05.12.22, 21:26
Cossy Cossy ist offline
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Das ist ein Diskussionsforum!
Wenn es eine private Unterhaltung sein soll, gibt es immer die Möglichkeit der "privaten Nachrichten".

Mir geht es darum , das antaris recht klare und eindeutige Aussage zum Universum macht. Da gibt es für mich nur drei Kategorien:
1. Standardphysik, dann kann man es mit den gegebenen Informationen klären
2. Neue Physik, die für andere auch eine Relevanz haben soll. Dann muss man die Argumente liefern.
3. Private Meinung. Solange es keinen anderen "weh tut", ist alles erlaubt.

Mir ist nicht klar ob es eine 2 oder ein 3 ist. Bei dem Grundton der Überzeugung tendiert das zu einer 2. Bei den angebrachten Argumenten zu einer 3.

Für Kollegen im Forum ist es immer einfach und klar, wenn man einfach eine Aussage dazu trifft.
Beispiel: Alles besteht aus fraktalen Strukturen ist eine Annahme für mein persönliches Weltbild.

Dann hätte ich evtl. immer noch eine Nachfrage, aber würde nicht so "Bohren".

Wenn ich damit jemanden auf die Füße getreten bin => Sorry
  #45  
Alt 05.12.22, 21:43
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antaris antaris ist offline
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Zitat:
Zitat von Cossy Beitrag anzeigen
Irgend eine Aussage zu einer Kraft, einem Feld, einem Impuls....
Ich habe nie was von neuer Physik oder dergleichen geschrieben. Vergiss auch gleich wieder die exakten mathematischen Fraktale. Die sind zu idealisiert um die Realität zu beschreiben.
So ist ein am Computer erzeugtes Farnblatt immer perfekt aber so ein Blatt wirst du in der Natur niemals finden.

Einfaches Beispiel ist die Küstenlinie, welche immer wieder vergrößert selbstähnliche Strukturen aufweist. Das kann mathematisch mittels Koch-Kurve modelliert werden. Aber die Koch-Kurve ist dabei exakt selbstähnlich und unendlich aber die Küstenlinie ist nicht exakt selbstähnlich und endlich.

Es geht vor allem um die Strukturen der physikalischen Körper oder besser gesagt Systeme, die im deterministischen, dekohärenten und damit chaotischen Zusammenspiel der physikalischen Wechselwirkungen entstehen.

Ansonsten nochmal der Link zur Einführung der Chaostheorie
Punkt 1. Naturwissenschaftliche Ansätze Chaos und Ordnung Determinismus und Reduktionismus Quanten-, Relativitäts- und Chaostheorie
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  #46  
Alt 05.12.22, 22:15
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antaris antaris ist offline
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@cossy
Zu fraktale Dimensionen ein ganz einfaches Beispiel:



Würfel mit 10 cm Kantenlänge hat ein Volumen von 1000 cm^3. Man kann ihn in 1000 * 1 cm^3 kleine Würfel unterteilen bzw. besser gesagt abdecken.

Berechnung der fraktalen Dimension D des Würfels:

N = 1000 = Anzahl der einzelnen Würfel, in dem Fall das Volumen in cm^3
f = 10 = Teilungsfaktor (in jeder Achse)

D = -(ln(N) / ln(1/f)) = 3

Der Würfel hat also die euklidische Dimension 3

Nun musst du N=100 für ein Quadrat und N=10 für eine Strecke einsetzen und erhältst entsprechend die Dimension.
Erstmal banal aber bei dieser Betrachtung wird eben außer acht gelassen, dass das Volumen vollständig gefüllt, also ohne Lücken (egal wie klein) ist.


Stell dir nochmal den Würfel vor und nehme einen kleinen Würfel heraus.
N=999 bei gleichem Teilungsfaktor
D ist dann auf einmal nur noch rund 2,999565
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  #47  
Alt 05.12.22, 22:43
Cossy Cossy ist offline
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Alles richtig, aber ein beliebiges Beispiel.

Mach das Ganze mit einer Kugel, die du in kleine Kugeln unterteilst. Das Prinzip ist identisch. Die Kugel ist dann aber nicht mehr vollständig gefüllt. Das geht auch mit fraktalen Kugeln nicht.

Laut den mathematischen Definitionen ist die vollständige Befüllung kein Kriterium zur Bestimmung der fraktalen Dimension. Daher sind die Parameter N und f beliebig.
Für einen Einsatz in der Physik sollte es für diese Parameter einen Grund für die Einstellung geben. Zum Beispiel: Ein Kombination aus Planck-Länge oder irgendwas in der Art.

Dein Link zum Einstieg ist sehr "Laienhaft".
  #48  
Alt 05.12.22, 22:47
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antaris antaris ist offline
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Skalierung einer fraktalen dimension:

Gleicher Würfel wie oben mit Volumen von 1000 cm^3

ich will ihn um alle äußeren kleinen Würfel verkleinern. Der Teilungsfaktor bleibt erhalten, denn beim skalieren werden ja keine kleinen Würfel entfernt. Das stellt eine Transformation von einem Bezugsystem D in ein neues Bezugsystem D' dar.
D jeweils für die fraktale Dimension des Würfels.

Ursprungs D = 3



Transformierte D'

In verkleinerter Form überdeckt der Würfel nun in 8^3 cm = 512 cm^3 des ursprünglichen Würfels

N = 512 cm^3
f = 10 = Teilungsfaktor (nach wie vor in 10 kleine Würfel in jeder Achse, wird ja mitskaliert)

D = -(ln(N) / ln(1/f)) rund 2,70926



Skaliert man ihn auf die größe von 1 cm^3, also mit N=1, so hat der Würfel die fraktale Dimension 0 aber seine Kantenlänge ist 1 cm!
Man bedenke hier, dass wir mit gleicher Formel die euklidische Dimension des originalen Würfel berechnet haben

In der Betrachtung der fraktalen Dimensionen ist ein Punkt nicht Nulldimensional, er hat eine negative fraktale Dimension.

Wird der Würfel kleiner als seine kleinste ursprüngliche Teilmenge skaliert so ist D immer negativ und wird erst unendlich negativ, wenn N=0 eingesetzt wird.
N stellt dabei immer ein Volumen, also ist immer größer null.
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  #49  
Alt 05.12.22, 22:49
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Zitat:
Zitat von Cossy Beitrag anzeigen
Alles richtig, aber ein beliebiges Beispiel.

Mach das Ganze mit einer Kugel, die du in kleine Kugeln unterteilst. Das Prinzip ist identisch. Die Kugel ist dann aber nicht mehr vollständig gefüllt. Das geht auch mit fraktalen Kugeln nicht.

Laut den mathematischen Definitionen ist die vollständige Befüllung kein Kriterium zur Bestimmung der fraktalen Dimension. Daher sind die Parameter N und f beliebig.
Für einen Einsatz in der Physik sollte es für diese Parameter einen Grund für die Einstellung geben. Zum Beispiel: Ein Kombination aus Planck-Länge oder irgendwas in der Art.

Dein Link zum Einstieg ist sehr "Laienhaft".
Ok wo in der Natur gibt es vollständig ausgefüllte Körper mit vollkommen homogener Dichte?

Wenn du was über die Chaostheorie wissen willst, dann gib den Begriff doch selber bei Google ein.
Ich hab nur schnell einen Link rausgesucht. Es gibt etliche Artikel. Im Englischen noch viel mehr


Ja mit der Planck-Länge liegst du richtig, denn ein durch SRT skalierter und somit verkleinerter Würfel hat ja immer den gleichen "Abstand" zur Planck-Länge, denn für den Würfel ändert sich ja nichts. Ebenso ist der Würfel zu sich selbst immer 10^3 cm groß (Skaleninvarianz).
Nur ein nicht mitbewegter Beobachter kann eine Skalierung des Würfels messen. Für den Würfel ändert sich dagen die Umgebung.
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Ge?ndert von antaris (05.12.22 um 22:58 Uhr)
  #50  
Alt 05.12.22, 23:46
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So nun unterteilen wir den Würfel halt in kleine Planck-Volumen Würfel.

Dazu folgender Text zur Schleifenquantengravitation auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlei...tengravitation
Zitat:
Aus Sicht der Schleifenquantengravitation ist der Raum kein Hintergrund für das in ihn eingebettete Geschehen, sondern selbst ein dynamisches Objekt, das den Gesetzen der Quantenmechanik gehorcht. Ein Quantenzustand des Raumes wird dabei durch ein Netz von Knoten beschrieben, die mit Linien verbunden sind. Den Knoten werden bestimmte Eigenschaften zugeordnet, die mathematisch denen des Spins von Elementarteilchen ähneln. Jedem Knoten lässt sich in gewissem Sinne ein Elementarvolumen zuordnen. Die Knotenabstände entsprechen der Planck-Länge. Damit enthält ein Kubikzentimeter 1099 Knoten.

Zum Vergleich sei erwähnt, dass das sichtbare Universum dagegen lediglich 1085 Kubikzentimeter enthält. Dies würde bedeuten, dass die auf einen Kubikzentimeter aufgelöste Ereignismenge des sichtbaren Universums 1014 mal in einen Kubikzentimeter passt. Man könnte also mit einem „perfekten Mikroskop“, welches unbegrenzt in die Tiefe eines Kubikzentimeters zoomen könnte, 100 Billionen Mal so viele mögliche Ereignisse erkennen wie mit einem perfekten Teleskop, das das sichtbare Universum auf Zentimeterlänge auflöst. Diese Vorstellung wirkt allgemein sehr befremdlich und hätte bei einer empirischen Bestätigung der Schleifenquantengravitation weitreichende weltanschauliche Folgen für das physikalische Verständnis.
10^99 Knoten, bzw. Planck-Längen pro cm^3.
Jede auf Atome basierende Kugel wird ohne Probleme mit diesem Maßstab abgedeckt werden können.
Würde der Würfel mit annähernd c beschleunigt werden und die Größe des Teilungsfaktors erreichen (Planck-Volumen), so wäre die fraktale Dimension 0 aber die Größe noch immer die kleinste Einteilung des ursprünglichen Teilungsfaktor, also kein Punkt. Da aber die Planck-Skala Invariant ist, muss für den Würfel selbst alles "ganz normal" bleiben.

Für einen nicht mitbeweghten Beobachter kann es also den Anschein haben, als würde der Würfel das Planck-Volumen unterschreiten. Es bildet sich eine "negative" Raumzeit aus sicht des Beobachters. Für den Würfel "steigt" die fraktale Dimension dagegen ins negative, je näher sich der Würfel c annähert.

Und jetzt stellt man sich anstelle eines Würfels den extrem Energiereichen Zeitpunkt t0 unseres sichtbaren Universums vor. Oder aus Beobachter Sicht ein primordiales SL, das mit extremer Energie und Geschwindigkeit in sich fällt.
So entsteht ein riesiges Kontinuum als negative Dimension und als Teilmengen einer übergeordneten Raumzeit.


x ist c = 1
y ist Gamma (grün) und D' (blau)

Ausgehend vom 10^3 cm mit Teilung 10 Würfel mit Lorentzfaktor transformiert.
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