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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #11  
Alt 15.03.19, 13:50
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 08.07.2007
Beiträge: 3.355
Standard AW: Zerreisprobe

Zitat:
Zitat von Timm Beitrag anzeigen
Um das zeitliche Ende des Universums zu erleben, mußt du nur nahe am Ereignishorizont eines großen Schwarzen Loches stationär sein. Rein fallen wäre kontraproduktiv.
Werde ich mir merken - man weiß nie wann man das mal braucht.

Stellt sich mir die Frage, ob dann die Größe des SL einen Einfluss auf die Entwicklungsgeschwindigkeit hat. Ist aber wohl eher eine Frage des Abstands zum EH.

Aus mach zumindest populärwissenschaftlichen Darstellungen/Aussagen könnte man auch zu der Vermutung kommen, dass wir uns dort sogar - im übertragenen Sinn - aktuell aufhalten könnten. Was erklären würde warum wir das Ende sehen "dürfen".

Zitat:
Große zeitliche Dilatationsfaktoren bekommt man bei Beobachtern und Beobachterinnen, die Nahe am Ereignishorizont (EH) um den EH kreisen,
Dachte das gilt auch für radial einfallende Objekte. Die sehen das Ende nicht?

Aber für die Kreisenden gilt, dass deren Raumzeit nach meiner Kenntnis sogar ziemlich flach sein dürfte. Allerdings bewegt sich dort alles plus/minus in dieselbe Richtung. Ich denke nicht, dass man dort das Gefühl haben könnte in einem „ruhenden“ Zustand zu sein….

Zitat:
Die erste Option wurde in dem Spielfilm "Interstellar" verwendet.
Kein so schlechter Film – aus meiner Erinnerung.

Und dennoch - würde ich von einem „Magneten“ stationär gehalten - wäre ich dann nicht Kräfte/Beschleunigungsfrei? Kräftefrei über dem EH schwebend.
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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. A.E
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  #12  
Alt 16.03.19, 08:55
Bernhard Bernhard ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 14.06.2017
Beiträge: 1.206
Standard AW: Zerreisprobe

Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Ist aber wohl eher eine Frage des Abstands zum EH.
So ist es. Man sieht das unmittelbar anhand der tt-Komponente der Schwarzschild-Metrik.

Zitat:
Dachte das gilt auch für radial einfallende Objekte. Die sehen das Ende nicht?
Genau. Die sehen nur die Lichtstrahlen, die während des freien Falles mitfallen.

Beim Blick weg von der Singularität müsste in den letzten Sekunden der EH aufgrund der Lichtkrümmung gut auffallen. Der radiale Blick nach außen sollte abgesehen von der Rotverschiebung weitgehend den normalen Himmel zeigen.
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Freundliche Grüße, B.

Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921
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  #13  
Alt 16.03.19, 09:14
Bernhard Bernhard ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 14.06.2017
Beiträge: 1.206
Standard AW: Zerreisprobe

Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Aber für die Kreisenden gilt, dass deren Raumzeit nach meiner Kenntnis sogar ziemlich flach sein dürfte.
Korrekt. Bei einem supermassiven SL sind die Gezeitenkräfte auf einem zirkulären Orbit vergleichsweise klein und wären für Astronauten verträglich.

Zitat:
Und dennoch - würde ich von einem „Magneten“ stationär gehalten - wäre ich dann nicht Kräfte/Beschleunigungsfrei? Kräftefrei über dem EH schwebend.
Stell Dich mal auf eine Waage. Die Kraft, die bei dieser Messung auf die Waage wirkt ist die Gewichtskraft und die gibt es selbstverständlich auch in der Nähe des EH, allerdings ist die dort eben um einiges größer als hier auf der Erde.
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Freundliche Grüße, B.

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  #14  
Alt 16.03.19, 09:54
Timm Timm ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 26.03.2009
Ort: Weinstraße, Rheinld.Pfalz
Beiträge: 2.569
Standard AW: Zerreisprobe

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Korrekt. Bei einem supermassiven SL sind die Gezeitenkräfte auf einem zirkulären Orbit vergleichsweise klein und wären für Astronauten verträglich.
Was aber nicht bedeutet, daß die Raumzeit dort flach ist.
__________________
Der Verstand schafft die Wahrheit nicht, sondern er findet sie vor - Aurelius Augustinus
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  #15  
Alt 16.03.19, 11:38
Bernhard Bernhard ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 14.06.2017
Beiträge: 1.206
Standard AW: Zerreisprobe

Zitat:
Zitat von Timm Beitrag anzeigen
Was aber nicht bedeutet, daß die Raumzeit dort flach ist.
EvB hat "ziemlich flach" geschrieben. Ich hatte das (naiverweise ?) als lokal=Minkowski gelesen, so wie es oftmals verwendet wird. Daraus folgt, dass die Astronauten lokal und in guter Näherung anschaulicherweise schwerelos sind.
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  #16  
Alt 16.03.19, 12:07
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 08.07.2007
Beiträge: 3.355
Standard AW: Zerreisprobe

Zitat:
Was aber nicht bedeutet, daß die Raumzeit dort flach ist.
Ich zumindest habe dies nun mehrfach so gelesen/ so verstanden. Habe jetzt nur „Nullhyperfläche“ gefunden.
Zitat:
Bei einem supermassiven SL sind die Gezeitenkräfte auf einem zirkulären Orbit vergleichsweise klein und wären für Astronauten verträglich.
Das bezieht sich auf die Nähe um den EH. Wenn etwas wie eine „2D Scheibe“ „im EH“ kleben bleiben würde, dann wäre die Scheibe in einer flachen Raumzeit gefangen bzw. scheibenförmige Beobachter würden eine flache Raumzeit sehen. Oder anders: Wenn man in ein SL fällt dann durchquert man (kurz) eine flache Raumzeit die die beiden gekrümmten trennt.

Eigentlich, sind das nun auch zwei verschiedene Fragestellungen. Das eine hat mit dem anderen (fast) nichts zu tun.
Die Ausgangsfrage bezog sich darauf, dass ein Zwilling in das SL fällt und ob am Ende nicht beide aussagen werden, dass sie gleichzeitig die „Raumzeit verlassen“ haben. Dem ist wohl nicht so, das gilt nur für den äußeren? Zumindest wenn es ein nicht rotierendes SL ist? Wenn es sich mit „c“ dreht, dann??
BTW: Ein stationärer Beobachtungsposten „am“ EH würde jedoch aufgrund der Unruhstrahlung ebenfalls den Raum „in Flammen“ sehen.

Ist doch interessant, dass alle „am Ende“ möglicherweise den Raum „in Flammen“ sehen könnten. Gerade so, als würden sie den Urknall live miterleben. Wobei sich der Kreis dann wieder schließt.

Erinnert mich irgendwie an das Buch „Das Universum in einer Nussschale“ – in dem Hawking darauf hinweist, dass das Ende zum Anfang zurückkehrt.
Das einzige Problem dabei ist der scheinbare Raum-/zeitliche Abstand zwischen den Beobachtungen. Aber das sind beides Abstände die ja irgendwie relativ sind.
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  #17  
Alt 16.03.19, 12:21
Bernhard Bernhard ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 14.06.2017
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Standard AW: Zerreisprobe

Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Ich zumindest habe dies nun mehrfach so gelesen/ so verstanden. Habe jetzt nur „Nullhyperfläche“ gefunden.
Die Geometrie einer Raumzeit ist von Beobachtern und deren Bewegungszustand weitestgehend unabhänig. Sie wird vielmehr von den wesentlichen ponderablen Massen des betrachteten Systems festgelegt.
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  #18  
Alt 16.03.19, 12:59
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 08.07.2007
Beiträge: 3.355
Standard AW: Zerreisprobe

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Die Geometrie einer Raumzeit ist von Beobachtern und deren Bewegungszustand weitestgehend unabhänig. Sie wird vielmehr von den wesentlichen ponderablen Massen des betrachteten Systems festgelegt.
Das verstehe ich - dachte jedoch, dass es auch Masse-freie Betrachtungen gibt. Bzw. wird der EH durch die SL-Masse bestimmt. Eine ganz Masse freie Krümmung wäre es ja nicht. Sie liegt nur außerhalb der Ebene.
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  #19  
Alt 16.03.19, 13:26
Timm Timm ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 26.03.2009
Ort: Weinstraße, Rheinld.Pfalz
Beiträge: 2.569
Standard AW: Zerreisprobe

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
EvB hat "ziemlich flach" geschrieben. Ich hatte das (naiverweise ?) als lokal=Minkowski gelesen, so wie es oftmals verwendet wird.
Ich denke, man muß unterscheiden zwischen lokaler Krümmung der Raumzeit und einem lokalem IS. Letzteres kann man wohl unabhängig vom lokalen Krümmungsfaktor (1 - 2M/r) immer annehmen.
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Geändert von Timm (16.03.19 um 13:30 Uhr)
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  #20  
Alt 18.03.19, 08:53
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
Singularität
 
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Standard AW: Zerreisprobe

Weil es gerade zum Thema passt:

http://scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/

Penrose-Diagramme I
und
Penrose-Diagramme II: Schwarze Löcher und Ereignishorizonte
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