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Quantenmechanik, Relativitätstheorie und der ganze Rest. Wenn Sie Themen diskutieren wollen, die mehr als Schulkenntnisse voraussetzen, sind Sie hier richtig. Keine Angst, ein Physikstudium ist nicht Voraussetzung, aber man sollte sich schon eingehender mit Physik beschäftigt haben.

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  #41  
Alt 10.07.17, 15:10
Plankton Plankton ist offline
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Registriert seit: 02.01.2015
Beiträge: 902
Standard AW: angeregte Atome und Pauli Prinzip

Dem Faden kann jeder folgen denke ich und nachlesen kann auch jeder.

In dem Artikel geht es um 2 Objekte welche mit der QM beschrieben werden.

FAKTEN:
1: Zuerst sind diese zwei Objekte nicht verschränkt.
2: Es gibt eine Interaktion (incoherent Operation).
3: Dann sind die 2 Objekte verschränkt.

Das muss dann doch eine Wechselwirkung sein!

Habe ich das bisher bei dem Artikel falsch verstanden?

Sind die 2 Objekte von Anfang an verschränkt?

Fig 1: zeigt doch gerade zwei Zustände von 2 Objekten die anfangs nicht verschränkt sind?

PS: Danke bisher für die Antworten! Gruß
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  #42  
Alt 10.07.17, 18:14
Bernhard Bernhard ist gerade online
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Registriert seit: 14.06.2017
Beiträge: 254
Standard AW: angeregte Atome und Pauli Prinzip

Hallo zusammen,

ich vermute mal, dass das Thema auch durch meine Schuld durcheinander geraten ist. Ich korrigiere also meinen letzten Beitrag im Thema, wie folgt:

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Durch Bestrahlen mit einer linear polarisierten Welle geht das mMn nicht. Da bekommt man bestenfalls einen spin flip beim Elektron und damit einen gemischten Endzustand, d.h. eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für Spin oben und Spin unten.

Einen reinen Zustand des Elektrons bekommt man nur über eine Messung des Spins, wie beim Stern-Gerlach-Versuch. Generell ist es also schon möglich polarisierte Elektronen zu bekommen.
Sollte wie folgt lauten:

Durch Bestrahlen mit einer linear polarisierten Welle geht das mMn nicht. Da bekommt man bestenfalls einen spin flip beim Elektron und damit keinen Eigenzustand des Spin-Operators in z-Richtung, d.h. eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für Spin oben und Spin unten.

Einen Eigenzustand des Spin-Operators in z-Richtung bekommt man nur über eine Messung des Spins, wie beim Stern-Gerlach-Versuch. Generell ist es also schon möglich polarisierte Elektronen zu bekommen.

EDIT_EDIT: Die nachfolgende Diskussion über reine und gemischte Zustände und den Meßprozess in der QM gehört nicht direkt zum Thema. Ich kann die zugehörigen Beiträge bei Bedarf gerne in ein neues Thema auslagern.
__________________
Freundliche Grüße, B.

Geändert von Bernhard (10.07.17 um 18:46 Uhr)
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  #43  
Alt 11.07.17, 00:11
Benutzerbild von TomS
TomS TomS ist offline
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Ort: Nürnberg
Beiträge: 1.469
Standard AW: angeregte Atome und Pauli Prinzip

Zitat:
Zitat von Plankton Beitrag anzeigen
1) Zuerst sind diese zwei Objekte nicht verschränkt.
2) Es gibt eine Interaktion (incoherent Operation).
3) Dann sind die 2 Objekte verschränkt.

Das muss dann doch eine Wechselwirkung sein!
Wo steht denn bitteschön, dass es sich bei (2) um eine Wechselwirkung bzw. Interaktion handelt? Eine Wechselwirkung wird durch einen Hamiltonoperator beschrieben; wo steht der?
__________________
Ἓν οἶδα, ὅτι οὐδὲν οἶδα.
Sokrates

Geändert von TomS (16.07.17 um 22:07 Uhr)
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  #44  
Alt 14.07.17, 21:47
Bernhard Bernhard ist gerade online
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Registriert seit: 14.06.2017
Beiträge: 254
Standard

Hallo Plankton,

Zitat:
Zitat von Plankton Beitrag anzeigen
IMHO kann man einen Messvorgang so anschauen als ob ein QM-Objekt in kohärentem Zustand mit einem inkohärenten QM-Objekt wechselwirkt.
da wäre ich sehr vorsichtig, weil damit relativ grundlegende Begriffe zu stark vermischt werden. Beim Messvorgang beschäftigt man sich gerne mit den Grundlagen der Quantenmechanik und das sind zurerst die zugehörigen Postulate der QM. Eine Messapparatur muss man zudem nicht notwendigerweise mit gemischten Zuständen beschreiben. Ein Beispiel wären da Einteilchen-Detektoren. Die kann man auch gut ohne den Dichteoperator beschreiben.

Der Dichteoperator ist dagegen ein Werkzeug das eher bei Vielteilchen-Problemen angewendet wird: https://theorie.physnet.uni-hamburg....manuskript.pdf
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Freundliche Grüße, B.
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  #45  
Alt 16.07.17, 18:24
Plankton Plankton ist offline
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Registriert seit: 02.01.2015
Beiträge: 902
Standard AW: angeregte Atome und Pauli Prinzip

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
da wäre ich sehr vorsichtig, weil damit relativ grundlegende Begriffe zu stark vermischt werden.
Keine Sorge, ich mach nichts kaputt.

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
[...] Eine Messapparatur muss man zudem nicht notwendigerweise mit gemischten Zuständen beschreiben. Ein Beispiel wären da Einteilchen-Detektoren. Die kann man auch gut ohne den Dichteoperator beschreiben. [...]
Wenn die QM eine fundamentale Theorie ist, dann muss sich alles damit erklären lassen, mathematisch. Also muss die "Umgebung" wieder mit einbezogen werden, auch hier, oder nicht?

Geändert von Plankton (16.07.17 um 18:27 Uhr)
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  #46  
Alt 16.07.17, 20:33
Bernhard Bernhard ist gerade online
Moderator
 
Registriert seit: 14.06.2017
Beiträge: 254
Standard AW: angeregte Atome und Pauli Prinzip

Zitat:
Zitat von Plankton Beitrag anzeigen
Wenn die QM eine fundamentale Theorie ist, dann muss sich alles damit erklären lassen, mathematisch.
Der Messprozess gehört zu den Postulaten der QM. In diesem Sinne ist die QM also nicht fundamental.
__________________
Freundliche Grüße, B.
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  #47  
Alt 16.07.17, 22:10
Benutzerbild von TomS
TomS TomS ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 04.10.2014
Ort: Nürnberg
Beiträge: 1.469
Standard AW: angeregte Atome und Pauli Prinzip

Der Messprozess gehört zu den Postulaten der orthodoxen / von-Neumannschen Axiomatisierung.

Es gibt durchaus andere Ansätze, z.B. die Ensemble-Interpretation oder gar die Viele-Welten-Interpretation. Letztere wäre in diesem Sinne sicherlich fundamental.
__________________
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Sokrates
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  #48  
Alt 17.07.17, 08:55
Bernhard Bernhard ist gerade online
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Registriert seit: 14.06.2017
Beiträge: 254
Standard AW: angeregte Atome und Pauli Prinzip

Zitat:
Zitat von TomS Beitrag anzeigen
Es gibt durchaus andere Ansätze, z.B. die Ensemble-Interpretation oder gar die Viele-Welten-Interpretation.
Da diese Ansätze für die direkte Anwendung schlecht geeignet sind, bleibt noch die Möglichkeit das Messgerät mit den Mitteln der QM zu beschreiben. Das ist z.T. zwar ein recht mühsames Unterfangen, funktioniert aber ganz gut und bringt auch überprüfbare Vorhersagen.
__________________
Freundliche Grüße, B.
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